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Hallenfussball

Cherusker Detmold – Boss Grundmann im Gespräch

Futsal ist mehr als eine Trendsportart. Immer bekannter wird die spezielle Hallenfußball-Variante. Lippe-Kick stellt euch die einzige lippische Futsal-Truppe vor, die Cherusker Detmold.

Cherusker verzaubern das Lipperland

 

Futsal (hk). Auch im Futsal weiß man: Eine neue Liga ist wie ein neues Leben. Die Cherusker Detmold haben nach dem Aufstieg in diesem Jahr zwei der drei Spiele gewonnen, rangieren mit drei Zählern Rückstand auf den Klassenbesten CF Deportivo Unna Futsal in der Oberliga. Cherusker-Boss Michael Grundmann stellt voller Zufriedenheit fest: „Wir sind sehr gut in der neuen Liga angekommen. Ich denke, wir gehören zu den Top-Teams.“

Von Henning Klefisch

 

Die letztjährige Aufstiegstour in der Westfalenliga mutierte zu einem wahren Triumphmarsch. Das Gefühl einer Niederlage kannte das Team vom Trainer-Team Kosta Trantafillidis und Hamo Marhosevic nicht, ging durch diese Liga wie das berühmte Messer durch die Butter. In der Oberliga gab es bereits eine schmerzhafte Niederlage beim Primus Unna. Grundmann gibt sich überzeugt, dass mit dem „normalen Kader“ ein Dreier möglich gewesen wäre. Der Aderlass von Leistungsträgern ist in diesem Spiel gewaltig gewesen, haben die Residenzler doch nur mit einem Sextett dort agiert. Analog zur letzten Saison rechnet er mit FSP Turbo Minden, die sich als hartnäckiger Widersacher um die Spitzenposition bis zum Saisonende wohl erweisen. Schwierigkeiten hat er, den FC Gütersloh Futsal zu bewerten.

 

Cherusker betreiben Favoritenstürze

Dass der Trend immer mehr Richtung Futsal geht, dies ist selbstverständlich auch beim Cherusker-Macher angekommen, der die Chance beim Schopfe packte und eine Futsal-Mannschaft 2016 ins Leben rief. „Futsal ist total im Kommen. Es macht mega viel Spaß, wenn man es sich anschaut“, so Grundmann, der einen Vergleich zum Eishockey zieht. Schließlich gibt es Langeweile nicht, kann auf dem kleinen Spielfeld bei meist prächtiger und knisternder Hallenstimmung – oft sind es 400 Zuschauer und – immer etwas passieren, fallen doch oft auch viele Tore. Grundmann erinnert sich selig zurück: „Im Westfalenpokal haben wir das Finale erreicht, die Köln Panthers im Viertelfinale 2:1 geschlagen, davor Schwerte, im Halbfinale die Black Panthers. „Mit Sennestadt zusammen sind sie wohl die vier besten Mannschaften aus Westdeutschland. Die haben wir alle aus dem Pokal geworfen“, sagt der zugleich als Post TSV Detmold-Manager tätige Michael Grundmann gegenüber Lippe-Kick nicht ohne Stolz. Immerhin habe man den Westdeutschen Meister wie Vizemeister aus dem Wettbewerb gekegelt.

 

Regionalliga als großes Ziel

Bestes Indiz, dass Futsal auch medial voll angekommen ist, sind die Live-Übertragungen der Länderspiele auf dem TV-Sender Sport 1. Der ehemalige Post TSV-Kicker und aktuelle SG Hiddesen/Heidenoldendorf-Spieler Christoph Rüschenpöhler (Bild links) gehört etwa diesem erlauchten Kreis der Auswahlspieler an. In Deutschland ist diese Indoor-Zauberei mit dem schweren Ball noch in einem frühen Entwicklungsstadium, wenngleich das große Potential bereits voll erkennbar ist. In Ländern wie Iran und den Niederlanden ist Futsal bereits mehr en vogue. „Deutschland ist auf einem guten Weg. Es wird viel investiert“, hat Grundmann registriert. Die Regionalliga ist für Grundmann und seine Zauberkicker das Sehnsuchtsziel. „Das ist der nächste Schritt für uns“, betont er im Lippe-Kick-Gespräch. Wenn der Sprung nicht in dieser Saison gelingt, soll dies eben in der folgenden realisiert werden. „Wir wollen uns mit den Besten messen. Wir sehen das alles auch mehr als Spaß“, möchten sich die Lipper dennoch nicht allzu viel Druck aufbürden. Die Creme de la Creme der lippischen Hallen-Virtuosen ist bei den Cheruskern versammelt, rekrutiert sich die Truppe aus neun bis elf verschiedenen lippischen Vereinen. Als Vereinsspieler haben sie oft gegeneinander gespielt, kannten sich daher schon, bilden bei den Cheruskern aber eine echte Einheit. Einen echten Zwang gibt es bei dieser Auswahl nicht mitzuspielen: „Wenn einer am Spieltag nicht kann, dann kann er eben nicht. Dann spielt ein anderer“, gibt es auch grundsätzlich keine Vorbereitung. In den zwei Jahren seit dem Bestehen gab es erst ein, zwei Trainingseinheiten. „Wir treffen uns nur zu den Spielen und zocken dann. Dafür klappt das hervorragend“, erkennt Grundmann auch, dass Futsal ankommt anhand der Zuschauer, die immer zahlreicher erscheinen, mit bester Unterhaltung bespaßt werden. „Es gibt eine positive Resonanz, dass es alles gut ist, was wir machen”, besitzt Futsal in Lippe definitiv Zukunftsfähigkeit.

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