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Kreisliga A Lemgo

Vorberichte 16. Spieltag 18/19 A Lemgo

Derby-Fieber, aber auch das Duell Groß gegen Klein. Der Rückrundenauftakt könnte einige Geschichten schreiben. Lippe-Kick hat sich bei den Teams intensiver umgehört. Wir haben den umfangreichsten Vorbericht in Lippe.

Derby-Fieber zum Rückrundenstart

 

Kreisliga A Lemgo (hk). Rein in die Rückserie geht es nun für die 16 Auserwählten der A Lemgo. Oben wie unten ist Spannung ein ganz wesentliches Merkmal. So könnte etwa Schlusslicht TBV Lemgo II mit einem Derbysieg beim VfL Lüerdissen im Optimalfall bis auf Rang 13 springen, wenn Mannschaften wie der TSV Schötmar (in Asemissen), der TuS Bexterhagen (gegen Lipperreihe) und die SG Kalldorf (in Ahmsen) patzen sollten. Dies ist mit Blick auf die hochkarätigen Gegner definitiv möglich. Der aufstiegswillige Tabellenzweite RSV Barntrup freut sich hingegen auf ein spannendes Derby, geht es doch vor heimischer Kulisse gegen den TuS Sonneborn.

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TSV Oerlinghausen II vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Die 0:4-Niederlage im Kellerduell gegen den TuS Bexterhagen ist für den TSV Oerlinghausen II äußerst schmerzhaft gewesen. Das Abstiegsgespenst ist am Kalkofen erneut allgegenwärtig. Vor dem Heimduell gegen die zuletzt so brillanten Kicker aus Bentorf/Hohenhausen ist die Forderung vom TSV II-Coach Sebastian Boer eindeutig: „Nach dem Rückschlag letzte Woche in Bexterhagen müssen wir 100 Prozent im Heimspiel geben und es muss ein Sieg her.“ Die Mischung beim Gegner ruft Respekt bei ihm hervor, stellt er doch fest: „Eine schwierige Aufgabe, gegen spiel-und kampfstarke Bentorfer!“ Neben Spielführer Kevin Heemskerk muss der Gastgeber aber auch noch auf Peterberns und Manteas verzichten.

Gespannt wie ein Flitzebogen zeigt sich Bentorf/Hohenhausen-Cheftrainer Naki Sevgül vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenzwölften aus Oerlinghausen. Er benennt gegenüber Lippe-Kick nämlich verschiedene Optionen: „Es gibt Teams, die sind nach einem Spiel wie in Kirchheide mittelfristig satt, dann haben wir Mannschaften, die gierig nach mehr sind und zwingend eine positive Serie fortsetzen wollen“, wird am Sonntag Erleuchtung herrschen, für welche Variante sich die Kalletaler entschieden haben. Eine Tendenz ist laut Sevgül bereits erkennbar: „Berücksichtige ich die Einheiten in der Woche ist eine derartige Gier bei uns bis jetzt leider nicht zu erkennen gewesen.“ Er fordert klar: „Meinem Team muss bewusst werden, dass wir als stärkste Mannschaft im Kalletal auch eine Verantwortung tragen“, ist man für diese stolze Region im Lipperland in gewisser Hinsicht auch ein Repräsentant. Der Ben/Hoh-Coach befürchtet, dass die zuletzt errungene Siegesserie reißen könnte, wenn nicht der „absolute Siegeswillen“ gezeigt wird. Dass die Bergstädter auf dem heimischen Kunstrasen gut unterwegs sind, zehn ihrer 13 Saisonzähler dort geholt haben, ist auch Naki Sevgül nicht entgangen. Ebenso wenig die Motivation der Westlipper, dass sie sich mit einem Heimdreier einen gewissen Sicherheitsabstand auf die Abstiegsränge erspielen wollen. Allerdings hat die zuvor so auswärtsschwache Spielgemeinschaft zuletzt mit einem überzeugenden 6:2-Sieg beim TSV Kirchheide den Fluch besiegt, auf dem dortigen Kunstrasenplatz eine überzeugende Leistung dargeboten. Im Vergleich zu dieser Partie plant der Gästecoach „nicht viele Änderungen.“ Die Frage, die er sich vor dem Rückrundenauftakt stellt: „Eine spielerische Klasse kann ich meiner Mannschaft nicht absprechen. Ist sie aber zudem willig und entschlossen, auch dieses Spiel zu gewinnen“, wird viel auch über die Einstellung gehen. Auch deshalb wiederholt Naki Sevgül gebetsmühlenartig: „Ich bin gespannt.“

Björn Freiensehner leitet ab 14.30 Uhr die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Oerlinghausen.

 

TuS Ahmsen vs. SG Kalldorf

(ab). Das Hinspiel, das erste Spiel der Saison, ist beim TuS Ahmsen noch ganz frisch in Erinnerung. Obmann Lothar Köhnemann denkt zurück an das 1:1: „Kalldorf hat uns im Auftaktspiel gleich überrascht und uns das Leben auch schwergemacht, das muss man unumwunden zugeben. Wir waren nicht nur durch ihre wirkungsvolle und agile Art überrascht, sondern vor allen Dingen auch über den Platz, den wir so nicht erwartet hatten“, so Köhnemann mit einem Schmunzeln. „Aber da mussten beide Teams mit klarkommen und somit zählt das nicht mehr.“ Er erwartet ein ähnliches Spiel wie zuletzt gegen Brake und Oerlinghausen II: „Sie sind mittendrin im Abstiegskampf, aber wie ihre Tabellennachbarn Brake und Oerlinghausen zeigen, nicht chancenlos im Rennen. Eben gegen diese haben wir Punkte abgegeben und somit sollten wir alleine aus dieser Sicht volle Konzentration und Aufmerksamkeit an den Tag bringen.“ Gegen die „recht stabile Abwehr Kalldorfs“ gilt es erst einmal, „eine Lücke zu finden. Ich kann mich gut entsinnen, dass wir nicht soooo viele gute Chancen rausgespielt hatten, obwohl spielerisch am Sonntag bestimmt mehr möglich ist, um nochmal auf den Platz zu kommen.“ Die Gäste aus dem Kalletal erwartet er alles andere als defensiv eingestellt, „was wiederum bedeutet, auch im eigenen Abwehrbereich aufzupassen, dass wir keine böse Überraschung erleben und gar einem Rückstand hinterherlaufen müssen.“ In Ahmsen ist aber positives Denken angesagt: „Wir haben uns Sonntag ein wenig Frust von der Seele geschossen und wollen eben diesen positiven Aufwärtstrend mitnehmen.“ Das Ziel bis zur Winterpause lautet Rang drei. Im Frühjahr will man dann nach Möglichkeit „die beiden doch sehr starken Ex-Bezirksligateams ein wenig ärgern.“ Wer am Sonntag gegen Kalldorf auf dem Platz stehen wird, ist noch nicht endgültig klar. „Ich hoffe allerdings auf die Genesung einiger angeschlagener Jungs und auf eine etwas voller besetzte Bank als es in Lemgo der Fall war“, wünscht sich Köhnemann, dass der „ein oder andere in der Reserve aushelfen kann, um dort den Tabellenführer Wüsten ein bisschen zu ärgern.“

Kalldorf-Coach Stephan Brill stapelt tief vor dem ersten Rückrunden-Spiel: „Wir gehen diesmal unter ganz anderen Voraussetzungen in das Spiel als im Hinspiel.“ Denn: „Ahmsen ist nun voll drin, was sie eindrucksvoll am letzten Wochenende bewiesen haben.“ Im Gegensatz dazu zeigt die Formkurve der Schwarz-Gelben eher nach unten. Seit fünf Spielen wartet man nun bereits auf seinen Sieg, holte in dem Zeitraum nur zwei Pünktchen. „Es muss schon einiges passieren damit wir dort was Zählbares mitnehmen können“, so Brill, der Ahmsen als „klaren Favoriten“ ins Spiel gehen sieht. „Und wenn wir das wiederholen können, was wir im Hinspiel geschafft haben, wäre das wie ein Sieg für uns.“

Daniel Sick pfeift das Spiel um 14.30 Uhr an.

 

VfL Lüerdissen vs. TBV Lemgo II

(hk). Wiedergutmachung betreiben möchte der VfL Lüerdissen im Heimspiel gegen den TBV Lemgo II, ruft sich VfL Spielertrainer Tim Steffen doch glückselig in sein Gedächtnis: „Das Hinspiel war unsere schwächste Leistung, wir müssen uns Sonntag zu Hause im Derby von einer viel engagierteren Seite zeigen als in Spiel Nummer eins der Saison“, bietet besagtes Spiel doch viel Anschauungsmaterial zur Besserung. Die Zahlenwerte sollen nun eine untergeordnete Rolle spielen, spricht Steffen seinem Team folgende Empfehlung aus: „Wir dürfen uns vom Tabellenplatz und dem letzten Ergebnis des TBV II nicht irreführen lassen!“ Schließlich verfügt doch das Schlusslicht mit Louis Hagemann über einen „Top-Offensivspieler, auf den wir höllisch aufpassen müssen!“ Mit der nötigen Aggressivität, Laufbereitschaft und Disziplin soll der Außenseiter in die Schranken gewiesen werden. Auch erwünscht sich Steffen, „mit viel Feuer in die Partie zu gehen!“ Im Personalsektor gibt es mehr Frage- als Ausrufezeichen.

Aufstehen lautet das Motto für den TBV Lemgo II, der am letzten Spieltag bei der 2:10-Klatsche in all seine Einzelteile zerlegt worden ist. Eine Reaktion zu zeigen, dies ist der richtige Ansatz für die Jahnplatz-Jungs. Coach Benjamin Rawe hat bereits das Thermometer herausgeholt und meint: „Meine Truppe ist heiß auf das Derby.“ Wer hätte nach dem 3:0-Hinspielerfolg der TBV-Reserve gedacht, dass die bisherige Serie aus Lemgoer Sicht so trostlos verläuft. In den folgenden 14 Saisonspielen ist nur noch ein weiterer Sieg, dazu zwei einfache Punktgewinne hinzugekommen. Mit elf Niederlagen belegt die Bezirksliga-Reserve zusammen mit dem TSV Schötmar in diesem Ranking den wenig erstrebenswerten Spitzenplatz. Rawe glaubt, dass der Nachbarverein die Niederlage vom 12. August noch nicht vergessen hat, sagt deshalb: „Aber auch Lüerdissen wird mit Wut im Bauch auftreten und sich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren wollen.“ Die Lüerdisser sieht er „natürlich“ in der Favoritenrolle, befindet sich der Tabellensechste doch „in einer deutlich besseren Verfassung.“ Dennoch erteilt Rawe den Rat, dass sich ein Derby von einem Tabellenplatz völlig freimachen soll. Er rechnet mit nichts Ungewöhnlichem in diesem Lokalduell, konkret: „Einen heißen Tanz und zwei topmotivierte Mannschaften“, könnte dies in Addition ein ansprechendes Fußball-Spiel versprechen. Geheimnisse voreinander haben die beiden Mannschaften nicht, hat man sich gegenseitig gescanned, kennt positive wie negative Punkte nur allzu gut. Aus dem Lazarett Gatzke, Hossain, Hülsmann und Rachlinski gibt es keine Rückkehrer. Auch Jonas Hildebrand wird bis Ende 2018 ausfallen. Im Ahmsen-Spiel hat er sich beim Sturz eine Schulterverletzung zugezogen. In den Sternen steht noch, ob Bani Schormann seine Qualitäten auf dem Platz zeigen kann.

Stefan Wattenberg ist der Spielleiter bei diesem Hansestadt-Derby ab 14.30 Uhr im Waldstadion.

 

RSV Barntrup vs. TuS Sonneborn

(hk). Man verfügt doch über eine gewisse Erfahrung in beiden Lagern mit den direkten Duellen. Nur die Älteren werden sich noch daran erinnern, dass es innerhalb von nur vier Monaten gleich drei Derbys zwischen dem RSV Barntrup und dem TuS Sonneborn gegeben hat. Besondere Tricks vor dem Nachbarschaftsduell möchte RSV-Coach Daniel Barbarito nun nicht anwenden, klärt er doch auf: „Wenn ich hier jemanden motivieren muss, dann läuft irgendwas nicht richtig. Natürlich will jeder dieses Spiel gewinnen, das ist doch ganz klar.“ Die Roten Teufel wollen ihr Hauptaugenmerk auf das eigene Spiel, den ausbaldowerten Matchplan, legen. Barbaritos Quantifizierung hat ergeben: „Wir müssen uns einfach auf uns konzentrieren und unser Spiel durchdrücken. Sollte uns dies gelingen und gehen wir mit dem gebotenen Respekt ins Spiel, gestalten wir das Spiel siegreich.“ Mit solch einer starken Sonneborner Bilanz hat das Barntruper Urgestein nicht gerechnet. Er attestiert den Blau/Gelben „eine erstaunlich gute Saison“, gibt zugleich zu: „So hätte ich sie eigentlich zum jetzigen Zeitpunkt mit sechs bis neun Punkten weniger eingeschätzt, zumal auch immer mal wieder ‚Überraschungen‘ wie das 2:2 gegen Ahmsen dabei sind“, haben die Sonneborner folglich auch gegen ein von Barbarito hoch eingeschätztes Schwergewicht der Liga die Qualitäten bewiesen. Dies führt zu seiner Botschaft: „Wir sollten also gewarnt sein und das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Ein herber Ausfall ist der von Leon Baumeister, der sich mit Hüft-Problemen herumplagt. Auch die verletzten Hoffmann, Meise und Meier, stehen nicht zur Verfügung.

Torhai Oliver Drawe besitzt eine hohe Wertschätzung für den Nachbarverein: „Barntrup ist ohne Niederlage durch die Hinserie gekommen, daher sind sie neben Asemissen klarer Aufstiegskandidat und natürlich Favorit“, so seine Annahme. Er glaubt, dass die Roten Teufel von Anpfiff an, die Partie „versuchen zu bestimmen“, daher die Sonneborner bereits frühzeitig im Aufbau stören, um so die Wahrscheinlichkeit auf ein frühes Tor zu erhöhen. Der Kunstrasenplatz in Barntrup spielt dem Aufstiegsaspiranten ebenfalls in die Karten. Völlig ohne Hoffnungen möchte Sonneborn aber nicht in diese Begegnung gehen“, ist es doch schließlich „ein Derby“, was zur Folge hat: „Das heißt, die Jungs sind alle heiß wie Frittenfett und wissen um die Wichtigkeit der Partie. Es heißt, kämpfen bis zum Schluss“, wird es auf die Primärtugenden auch diesmal wieder ankommen. In der Abwehr wollen die Sonneborner konzentriert stehen, zudem mit schnellen Umschaltaktionen im Angriffsbereich für Furore sorgen. Verletzt sind weiterhin Niemeier und Quast. Ob Westphal und Husmann mitwirken können, ist noch unklar. Drawe gibt bei Lippe-Kick zu: „Was mich aber persönlich sehr ärgert, ist dass ich durch diese lächerliche Rote Karte gegen Werl-Aspe leider auch das Derby verpassen werde“, hätte der Torhai in diesem Spiel gerne seine Bissfestigkeit demonstriert.

Timo Franz-Sauerbier ist ab 14.30 Uhr der Leiter auf dem Kunstrasenplatz in Barntrup.

 

TuS Asemissen vs. TSV Schötmar

(hk). Von der Tabellensituation möchte sich Michael Kastner vom TuS Asemissen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Der knappe 2:1-Sieg aus dem Hinspiel dient als Warnsignal: „Es heißt zwar am Sonntag: Erster gegen den Vorletzten, aber wie das Hinspiel gezeigt hat, sollten wir Schötmar nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Im gegnerischen Defensivbereich erkennt Kastner einige Optionen für seine Truppe, sagt er doch völlig zutreffend: „Mit 53 Gegentoren haben sie die meisten in der Liga kassiert. Aber ich gehe davon aus, dass sie sich gegen uns nicht hinten reinstellen werden“, rechnet Kastner mit einem mutigen Kontrahenten, der „versuchen wird, uns früh zu attackieren, um uns nicht ins Spiel kommen zu lassen.“ Drei Derbysiege in Serie haben dem Glauben an die eigene Stärke neue Nahrung gegeben. In Summe sind es sogar fünf Dreier hintereinander nach dem 2:4 beim RSV Barntrup Anfang Oktober. Deshalb ist der Anspruch hoch, wie Kastner weiß: „Alles andere als ein Sieg für uns dürfte schon eine Überraschung sein“, gibt sich Kastner realistisch. Bis auf die Langzeitverletzten und Niklas Bergen – er hat sich gegen Leopoldshöhe verletzt – stehen dem Cheftrainer Florian Müller alle Akteure zur Verfügung.

Die Maßgabe ist für Yasin Altinisik, dem Schriftführer des TSV Schötmar eindeutig: „Die Rückrunde beginnt und wir müssen gewinnen.“ Altinisik ist ein cleveres Kerlchen, das ganz geschickt dem Gegner die Favoritenrolle zuschiebt: „Asemissen steht dagegen sehr gut da und hat viel zu verlieren.“ Selbstbewusstsein könnte das Hinspiel bereiten, haben die Lohfeld-Jungs in diesem Spiel doch „nur sehr unglücklich Punkte abgeben müssen.“ Am Sonntag wollen sie wieder in den Punktemodus vorstoßen. Der gelbgesperrte Hakan Erol fehlt ebenso wie Yasin Kaya, Levent Kozak und Ahmet Ayhan. Den Ausfällen möchte Altinisik aber nicht zu viel Gewichtung beimessen: „Trotz der sehr hohen Ausfallrate bin ich überzeugt, dass wenn wir konzentriert spielen“, weiß Altinisik, „wir die Asemisser ärgern können.“

Rudolf Gallmann ist in diesem Spiel ab 14.30 Uhr im Sportzentrum Greste für die Spielleitung verantwortlich.

 

TuS Brake vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Der elfte Tabellenplatz mit immerhin fünf Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz sorgt für ein zufriedenes Mienenbild beim TuS Brake-Coach Axel Wehmeier, der als Zwischenfazit zieht: „Mit der abgelaufenen Hinserie sind wir sehr zufrieden, wurden wir doch von vielen Experten als einer der Absteiger getippt!“ Er fühlt sich auf dem beschrittenen Weg durchaus bestätigt. So habe man ganz bewusst auf Braker Spieler gesetzt, die den wichtigen Stallgeruch intus haben. Voreilig in den Relaxmodus verfallen, das möchte Wehmeier unbedingt verhindern, weshalb er sein Team sensibilisiert: „Jetzt gilt es, sich nicht in Sicherheit zu wiegen, sondern fleißig weiter Punkte zu sammeln. Am besten schon am Sonntag gegen Leopoldshöhe“, könnten die Walkenfeld-Kicker mit einem Heimsieg bis auf zwei Punkte an die Leos heranrücken. Das 1:1 in der Vorwoche gegen das Spitzenteam aus Lipperreihe hat Mut gemacht. Wehmeier wünscht sich: „Es wäre natürlich toll, wenn wir den Achtungserfolg der letzten Woche bestätigen könnten. Gerne mit einem Heimsieg.“ Die Leopoldshöher schätzt er jedoch trotz deren klarer 3:7-Niederlage aus der Vorwoche nicht als „Laufkundschaft“ ein, erachtet er eine „Top-Leistung“ seiner Mannschaft als dringend erforderlich. Auf drei Akteure muss er dabei verzichten: Schürmann (Studium in Münster), James (Bänderverletzung) und Golabeck (Rotsperre). Nach einer „super Trainingswoche“ sind die Gastgeber „richtig heiß“, hat Wehmeier nachgemessen. Die Motivation zieht der TuSB aus der Hinspielniederlage. Auch die Platzverhältnisse könnten einen Vorteil für den TuS Brake darstellen: „Ich bin guter Dinge für Sonntag, zumal auf der Asche kein Gegner gerne spielt.“

Zurück im „Ernst der Liga“ befindet sich der TuS Leopoldshöhe vor dem Auftritt beim TuS Brake. Zuletzt haben die blau/weißen Löwen einige Bonus-Spiele absolvieren müssen. Leo-Chefcoach Sebastian Brosch begründet: „Wir haben nun unheimlich wichtige Spiele vor der Brust mit Brake, Bexterhagen und Oerlinghausen II“, soll dort auch fleißig gepunktet werden. Man möchte in diesen Spielen ähnlich stark wie in der Hinrunde punkten. Brosch mutmaßt: „Es wird sicherlich unheimlich schwer.“ So attestiert er dem TuS Brake bei vollständiger Auswahl einen „recht guten Kader“ zur Verfügung zu haben. Eine gewisse Furcht hegt Brosch aber ob des Hartplatzes, weiß er doch: „Das ist nicht so unser Metier“, möchte man dem aber mit Blick auf die Bedeutung der Partie nicht zu viel Beachtung schenken. Die Grundlagen werden erforderlich sein: „Einsatz, Laufbereitschaft und Kampfgeist werden wir aufrufen, um nach zwei Niederlagen wieder siegreich zu sein.“ Die Gäste müssen keinen einzigen Ausfall hinnehmen, hat der Leo-Coach damit doch die Qual der Wahl, elf fähige Akteure auszuwählen.

An der Pfeife auf dem Hartplatz im Walkenfeld: Schiedsrichter Ertugrul Alp.

 

TuS Bexterhagen vs. TuS Lipperreihe

(hk). Im Hinspiel hatte der Aufsteiger TuS Bexterhagen keine Schnitte, verlor mit 0:4 in Lipperreihe. Auch der Bexterhäger Betreuer Uwe Wehmeyer muss zugeben: „Wir hatten gegen Lipperreihe eigentlich keine Chance.“ Mitte August ist allerdings auf dem ungewohnten Kunstrasen gespielt worden. Zuletzt sind die Reds spürbar erstarkt, haben sie sich unter dem neuen Coach Frank Warbende doch mit überzeugenden Darbietungen bis auf einen rettenden Platz vorgeschoben. Dazu kommt der gewohnte Untergrund, weshalb Wehmeyer deutlich macht: „Mal sehen, wie das am Sonntag auf unserem heimischen Rasenplatz aussieht. Denn wir wollen natürlich versuchen, unsere kleine Serie weiter auszubauen und auch gegen Lipperreihe punkten.“ Der Tabellenvierzehnte wird wohl die beste Formation aufbieten können.

Die Erwartung von Lipperreihe-Coach Timo Blodow an das Spiel ist klar: „Wir gehen davon aus, dass Bexterhagen sehr tief steht und mit langen Bällen agiert“, sieht er hier Parallelen zum Hinspiel auf sein Team zukommen. Die altbekannte Erfolgsformel: „Wir müssen die Zweikämpfe von der ersten Minute annehmen, hellwach und geduldig unseren Fußball spielen.“ In den Sternen steht noch die Kaderzusammensetzung. Blodow weiß aber: „Es fehlen viele.“

Für die Spielleitung ab 14.30 Uhr auf dem Rasenplatz am Alten Postweg zuständig ist Marvin Schnee.

 

SV Werl-Aspe vs. TSV Kirchheide

(hk). Ein schönes Derbychen entwickelt sich, wenn der SV Werl-Aspe am Sonntag auf den TSV Kirchheide trifft. In den letzten zwei Duellen waren die Asper siegreich. Cheftrainer Bonzo Meier hofft auf den Hattrick, will weiterhin der Seriensieger sein: „Die Serie soll auch am Sonntag nicht reißen“, so seine Wunschvorstellung. Die Voraussetzungen vor dem Spiel sind eindeutig: „Auch wenn der Gast kunstrasenerprobt ist, gehen wir als Favorit ins Spiel.“ Achtsamkeit vom Anpfiff an, das wird für den Tabellenfünften dringend erforderlich sein. Meier ist sich schließlich im Klaren: „Kirchheide ist an einem guten Tag auch immer für eine Überraschung gut.“ Neben den Langzeitverletzten fällt am Sonntag auch Stammhüter Leon Fröhling aus. Der erfahrene Tim Lambracht wird diesen Ausfall aber wohl kompensieren können. Sein persönliches Näherungsverfahren hat ergeben: „Wir erwarten ein spannendes Spiel, mit hoffentlich positivem Ausgang für uns Asper! Glück auf“, das sind die letzten Worte vom passionierten FC Schalke 04-Anhänger.

Kirchheide-Coach Andre Plaß hegt eine gewisse Antipathie, als Serienopfer zu gelten. Er macht bei Lippe-Kick deutlich: „Die letzten drei Spiele haben wir gegen Aspe verloren. Wir wollen das selbstverständlich am Sonntag ändern.“ Man möchte sich aber auch nicht allzu blauäugig anstellen, spricht er doch mit sympathisch realistischen Gedankengänge weise Worte: „Dass dies eine schwere Aufgabe wird, ist uns bewusst.“ Christian Starke muss zur Taufe, kann deshalb nicht mitkicken. Lucas Berger muss seine Gelbsperre nach der fünften Verwarnung absitzen. Ergo: Zwei wichtige Mittelfeldspieler fallen aus. Kein Grund, dass Plaß schlechte Laune verbreitet. „Trotzdem werden wir eine gute Truppe auf den Platz bekommen. Und die müssen es richten.“

An der Pfeife ab 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Schulzentrum Aspe Cemil Türkoglu.

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