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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 16. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Hello again, lautet das Motto für die 16 Teams der B2 Lemgo, die am Sonntag mit der Rückserie starten. Lippe-Kick bleibt auch weiterhin nah dran.

Ahmsen II hofft auf Überraschung gegen Wüsten

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Jetzt kann ein Cut gemacht werden. Jeder hat gegen jeden gespielt. Man kennt sich untereinander gut. Am Sonntag beginnt die Rückserie mit sechs Begegnungen um 12.30 Uhr und zwei Duellen um 14.30 Uhr. Etwas abreißen lassen hat bereits der SV Werl-Aspe II, der eine echte Herkules-Aufgabe zu bewältigen hat. Die immer noch Sieglosen empfangen mit dem BSV Leese das zweitbeste Team der Liga. Ein wichtiges Spiel im Tabellenkeller findet auch zwischen Yunus Lemgo und dem TuS Leopoldshöhe II statt. Mit einem Auswärtssieg könnten die Leos Punktgleichheit herstellen.

Von Henning Klefisch

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS Lockhausen

Sein hervorragendes Erinnerungsvermögen stellt Hörstmar/Lieme II-Coach Hannes Hildebrandt unter Beweis, erklärt er doch bei Lippe-Kick: „Gegen Lockhausen zu spielen, war in den letzten Spielen nie einfach.“ Das Fundament seiner Argumentation: „Lockhausen ist hinten gut organisiert und die Torchancen werden gut genutzt.“ Weil man bis zur Winterpause weiterhin ein fettes Polster auf die Abstiegsränge entstehen lassen möchte, will man sich egozentrisch verhalten, was die Punktevergabe betrifft: „Wir möchten gegen Lockhausen mal wieder drei Punkte holen, müssen dafür aber wieder hellwach sein und unsere Möglichkeiten nutzen“, benennt er hierfür kurz die Voraussetzungen. Hilfreich dafür: Hildebrandt kann dabei seine beste Formation aufbieten. Man kennt sich. Am ersten Spieltag gab es einen knappen 1:0-Sieg für den TuS Lockhausen im Heimspiel gegen die SG Hörstmar/Lieme II. Nun kommt es also zum Rematch.

Das Ausschöpfen der vollen Leistungsstärke, dies erhofft sich nun also Lockhausen-Coach Marco Höcker, der kritisiert: „Leider konnten wir es in der gesamten Hinrunde nur vereinzelt aufblitzen lassen, was man im Groben eigentlich leisten könnte, wenn man eine normale Mentalität und den nötigen Siegeswillen an den Tag legen kann.“ Deshalb ist vor allem die „Wiedergutmachung“ nun also entscheidend „für das eigene Ego und für das Dorf Lockhausen“, erklärt Höcker. Beim Gegner hat er eine Parallele zum eigenen Team erkannt. Die Defensive ist also Trumpf bei beiden Kontrahenten. Auch rechnet er mit einer gewissen Tor-Armut, die Einzug halten wird in einem mutmaßlich engen Spiel. Höcker zieht seine persönliche Motivation: „Ich für meinen Teil freue mich darauf, dass die Mannschaft, wie letzten Sonntag gegen BSV Leese auch, erneut zeigen kann, was in ihr steckt!“ Einen Hoffnungsschimmer gibt es zudem, dass mit Marvin Aster und Jan Sundermann auch zwei Langzeitverletzte ihr Comeback anstreben, die Rückkehr in das Teamtraining wieder gefeiert haben. Ein weiterer Anreiz: „Wir können uns auf Sonntag freuen, da wir uns mal wieder beweisen und füreinander da sein können!“

TuS Ahmsen II vs. SV Wüsten

Die 1:9-Hinspieldemütigung treibt Ahmsen II-Capitano Daniel Pehlert immer noch die Schweißperlen auf die Stirn. Er hofft auf den Einmal-Effekt dieser Klatsche, kündigt voller Tatendurst an: „Wir werden Wüsten mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, die Stirn bieten.“ Defensiv stabil möchte der Aufsteiger stehen, dazu mit schnellen Umschaltaktionen überzeugen. „Das Hauptaugenmerk werden wir aber auf die Zweikämpfe legen und mit der passenden Aggressivität zu Werke gehen, damit wir Wüsten gar nicht erst richtig ins Spiel kommen lassen“, soll die Spielfreude vom Klassenbesten jäh unterbrochen werden. Die eigene Zielsetzung ist eindeutig: „Die Chancen, die wir uns dann erarbeiten, müssen wir dann auch nutzen und hoffen, dass wir für eine Überraschung sorgen, mit der wohl kaum einer rechnet“, ist dies dem Gastgeber absolut zuzutrauen. Klar ist: Der TuS Ahmsen II muss über sich hinauswachsen, ist die Liste der Fehlenden doch ellenlang. Verletzungsbedingt muss Chefcoach Christoph Schlautkötter immer noch auf Bilel Karoui, Rene Hoffmann, Christian Kowalewski und Tomasz Pokrzywka verzichten. Daniel Pehlert wird aus beruflichen Gründen passen. Andere Spieler sind aktuell erkrankt. Vielleicht tritt bis Sonntag diesbezüglich Besserung ein. „Dennoch werden wir auch – wie schon gegen Retzen – trotz einiger Ausfälle eine schlagkräftige und motivierte Elf auf den Rasen bringen“, glaubt Pehlert an die Qualitäten seiner Mannschaft.

Einen ganz großen Schluck aus der Pulle Selbstvertrauen hat der SV Wüsten beim Kantersieg im Hinspiel gegen den TuS Ahmsen II zu sich genommen. In diesem Spiel haben sie deutlich werden lassen, dass sie über eine bockstarke Truppe verfügen, die über eine gewaltige Offensiv-Wucht verfügt. Nun warnt der Coach vom Tabellenführer aber: „Aber ich gehe von einem Spiel aus, was nicht ganz einfach sein wird“, so Sebastian Milde. In der abgelaufenen Spielzeit hat er die Ahmser Reserve mehrfach vor Ort begutachtet, weiß, zu welchen Leistungen sie imstande sind. Dennoch erkennt er richtigerweise: „Aber es liegt an uns, wie wir unser Spiel auf den Platz bekommen“, appelliert er an die Eigenverantwortung: „Jedem sollte klar sein, dass es nicht so einfach wird, wie im Hinspiel.“ Ein hohes Maß an Konzentration, gepaart mit einer enormen Willensfähigkeit, das sind mögliche Erfolgselemente. Bis zur Winterpause möchte der SVW den Platz an der Sonne nicht hergeben, deshalb postuliert Milde bereits: „Da ist verlieren verboten.“ Trotz der Ausfälle von einigen wichtigen Korsettstangen möchte der Wüstener Coach dies nicht als mögliche Ausrede geltend machen. Vielmehr wünscht er sich: „Jeder Spieler, der da ist, sollte bereit sein, an seine Grenzen zu gehen, um unser kleines Ziel zu schaffen, dass wir bis zur Winterpause auf Platz 1 bleiben und vielleicht die Tabellenführung ausbauen“, müsste dafür aber auch der BSV Leese Federn lassen.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. TuS Asemissen III

Tatsächlich fallen bei den Gastgebern einige Kicker aus, auch gibt es noch weitere Fragezeichen hinter der Einsatzfähigkeit von einigen Spielern. Für TSG Holzhausen/Sylbach-Coach Stefan Brunk ist dies aber kein Grund, um voreilig die weiße Fahne zu hissen: „Aber nichtsdestotrotz, da wir dies bereits ab der Vorbereitung, im Training und Spiel, hatten und haben, werden wir versuchen, einfach unsere mögliche Leistung bestmöglich abzurufen“, kennt man sich mit solch einer schwierigen Personalsituation bereits aus. Mit einer guten Teamleistung soll der TuS Asemissen III, die nur zwei Plätze und vier Punkte hinter der TSG rangieren, bezwungen werden. Nicht völlig abwegig, dass Brunk diesen Gegner als einen „harten Brocken“ klassifiziert. Die statistischen Werte untermauern seine Skepsis: „Die letzten drei Spiele gegen diesen Gegner haben von neun möglichen Punkten nur drei ergeben, das war das Hinspiel.“ Sein prüfender Blick auf das Tableau hat ergeben: „Im Torverhältnis sind wir immer noch hinter ihnen, ebenso wie der Sieg nur knapp ausfiel und extremst hart erkämpft war“, ist es keine Phrase, wenn er deshalb ein schweres Spiel erwarten wird.

Heute Abend, beim Abschlussmatch anlässlich der Trainingseinheit wird verifiziert, welche Akteure tatsächlich ausfallen. Sicherheit herrscht bei Lutz Jonaitis, Christoph Nagel, Manuel Kesting und dem gesperrten Niklas Brühl.“ Ein, zwei Akteure sind noch angeschlagen. Hier wird bekanntlich noch getestet. Zweikampf- und Heimstärke, das sind zwei Komponenten, die TuS Asemissen III-Coach Florian Meerkötter im Blick hat, wenn er über die TSG Holzhausen/Sylbach referiert. Der jüngst eher bescheidenen Bilanz des Tabellendritten – nur ein Zähler in Duellen gegen schwächer eingeschätzte Teams – will Meerkötter nicht zu viel Bedeutung beimessen. Der Gäste-Coach malt sich aus: „Ähnlich wie in Entrup wird es ein schweres Auswärtsspiel.“ Der Tabellenfünfte aus Asemissen, der mit einem Auswärtscoup bis auf einen Zähler an die TSG heranrücken könnte, hat sich bis zur nahenden Pause einiges vorgenommen: „Unser Ziel ist es, bis zum Winter kein Spiel mehr zu verlieren. Dementsprechend ist unser Mindestziel, einen Punkt aus Holzhausen mitzunehmen“, wird dies dadurch beinhaltet.

 

TuS Asemissen II vs. TSV Schötmar II

Nach der Hinspielniederlage (0:1) sinnen die Asemisser nun auf Wiedergutmachung. Nun hofft Co-Trainer Thomas Marx, der den in Dubai urlaubenden Chef Jascha Pistor ersetzt, auf die volle Punktzahl. „Diesmal gewinnen wir“, gibt er sich traditionell selbstbewusst. Das Mitwirken von Spielern wie Torben Kessemeier und Maurice Schnittger ist noch nicht finalisiert. Auch Stammfänger Marcel Frormann könnte noch ausfallen. Der 2:1-Derbysieg über den TuS Leopoldshöhe II zuletzt hat gutgetan. Marx möchte Erfolgsinstrumente vom letzten Sonntag recyceln: „Wir wollen wieder wie letzte Woche über Einstellung und Kampf zum Sieg kommen!“ Trotz der genannten Ausfälle verfügen die West-Lipper aber über einen ansprechenden Kader. Deshalb ist das Sinnen nach dem Maximalertrag ausgerichtet: „Drei Punkte sind also Pflicht gegen eine starke Truppe, die immer gewinnen will und nie aufgibt“, ist trotz des Selbstbewusstseins auch viel Respekt für den Gegner vorhanden.

Sein Auto und all sein Hab und Gut würde TSV Schötmar II-Capitano Ersan Dargecit ganz gewiss nicht einsetzen, um auf Spiele des TuS Asemissen II zu wetten. Schließlich gelten die Asemisser doch als eine „Wundertüte.“ Er begründet diese Annahme: „Man kann nie genau sagen, wann sie Punkte einfahren und wann sie Punkte liegen lassen werden“, hofft er zumindest am Sonntag auf letzteres. Man könnte Zwilling sein, was die Unberechenbarkeit anbetrifft, räumt Dargecit doch unverdrossen ein: „Jedoch muss ich gestehen, dass dies bei uns nicht anders ist.“ Ein gutes Gefühl ziehen die Schötmaraner aus dem ersten Aufeinandertreffen, in dem sie die Asemisser bezwungen haben. „Ich sehe keinen Grund, warum wir es dieses Mal nicht auch schaffen sollten“, merkt er selbstbewusst an. Gewiss haben die Schötmaraner einige Verletzte hinzunehmen, auch muss der eine oder andere Spieler in der Ersten aushelfen. Dennoch ist dies ein Bündel, was der Tabellenzehnte schon seit einigen Wochen mit sich herumschleppen muss. „Wir werden schauen, was wir am Sonntag daraus machen können“, so die Ankündigung. Der klare und überzeugende 3:1-Auswärtssieg bei der TSG Holzhausen/Sylbach am Sonntag hat viel Mut gemacht. Deshalb ist seine Ansage durchaus ernst zu nehmen: „Die Marschroute ist natürlich klar, wir wollen dort weitermachen, wo wir letzte Woche aufgehört haben und einen Sieg holen“, ist der Glaube an die eigene Stärke absolut vorhanden.

 

TuS Bexterhagen II vs. TuS Lipperreihe II

Nun startet bereits die Rückrunde. Der TuS Bexterhagen empfängt die Gäste aus Lipperreihe. Die beiden Nachbarn halten sich im Tabellenmittelfeld eng beieinander auf. „Für uns gilt es mal wieder drei Punkte zu holen“, ist man bei den Hausherren ein wenig enttäuscht über die beiden Nullrunden zuletzt. „Wir haben auch aus dem Hinspiel noch etwas wiedergutzumachen. Irgendwie sind wir da ein wenig unter Wert weggekommen“, hegt Bex-Trainer Dennis Lütkehölter noch leichte Revanchegedanken. Mit einer 0:3-Niederlage gegen die SG Hörstmar/Lieme II endete die Hinrunde für die Gastgeber. Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Lockhausen (1:3), war die Partie allerdings wieder ein Schritt in die richtige Richtung. „Wir haben Willen und Bereitschaft gezeigt und haben in Phasen auch sehr gut die angesprochenen Inhalte umgesetzt – leider nicht über die gesamte Spielzeit. Das Spielglück fehlte an diesem Sonntag, sonst wären da sicherlich Punkte bei uns verblieben.“ Nun kommt der TuS Lipperreihe II, denen die Hausherren „eine gute Arbeit“ in dieser Saison bescheinigen. „Wenn der Kader voll besetzt ist, können sie es jedem Gegner schwermachen. Vorne haben sie abschlussstarke Spieler, die gilt es im Griff zu haben“, hat die Analyse von Dennis Lütkehölter ergeben. Personell will sich der Coach nicht in die Karten schauen lassen. „Es ist mir echt zu mühsam, immer aufzuzählen, wer so dabei ist und wer mal wieder nicht. Es ist derzeit nicht ganz so leicht, aber ich denke, wir haben genug Qualität, den Sieg zu erkämpfen und zu erspielen“, hält sich der sonst so auskunftsfreudige TuS-Trainer Dennis Lütkehölter dieses Mal vielleicht bewusst etwas bedeckt.

Gratulieren möchte TuS Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner seinem Kollegen Dennis Lütkehölter und seiner Truppe „zu einer sehr guten Hinrunde“, ist für den Aufsteiger Rang acht als Zwischenbilanz doch durchaus bemerkenswert. Taverner steigt in die Gegneranalyse ein: „Sie spielen aus einer guten Abwehr sicher nach vorne und sind gerade zu Hause für jede Mannschaft ein unbequemer Gegner. Wir werden versuchen, auch auswärts mal wieder zu punkten“, ist sich Taverner aber vollauf bewusst, dass dieses Unterfangen vor allem mit Blick auf den ungewohnten Naturrasen nicht allzu einfach wird. Spitzer und Weiß stehen wieder im Kader. Beide haben zuletzt in der Erstvertretung ausgeholfen. Theunert muss aus familiären Gründen passen, Stoscheck befindet sich mit seiner Familie in Holland. Aus dem Quartett Owen, Weber, Albrecht und Scholz kehrt keiner nach Verletzungspause zurück. Schneegaß muss aus beruflichen Gründen passen. Trotz all dieser Ausfälle möchte Taverner mit seinem Team aber nicht Verstecken spielen. Vielmehr: „Dennoch werden wir versuchen, den Gegner schnell unter Druck zu setzen, um einen Erfolg einzufahren.“ Auch eine mannschaftsinterne Unterstützung wird stattfinden, spielt die Lipperreiher Erstvertretung doch im Anschluss ihr A-Ligaspiel ebenfalls in Bexterhagen. Das Programm ist mit diesem Abpfiff noch nicht zu Ende: „Anschließend werden wir mit der Mannschaft nach Lipperreihe fahren, um dort am Benefiz-Event für unseren neuen Kunstrasen teilzunehmen.“

 

SV Werl-Aspe II vs. BSV Leese

Die Zuversicht steigt beim Schlusslicht ein wenig. Sören Krack und Niklas Rehder bevölkern wieder den Kader von Coach Alexander Ruge. Beim Warmlaufen wird entschieden, ob Manuel Kleinschmidt (Leiste) und Florian Rausch (Zerrung) voll spieltauglich sind. Das erste Saisonduell der beiden und im Allgemeinen sieht Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm keineswegs so negativ, urteilt er doch: „Das Hinspiel sah nicht so schlecht aus. Aber da liegen einige Wochen und Spiele dazwischen.“ Grimm gilt nicht als Traumtänzer. Er ist auffällig realistisch, konstatiert er schließlich:  „Wir haben eine schlechte Ausgangsposition und Leese ist momentan sehr gut drauf. Es ist also schwierig, hier Leese nicht als Favoriten zu sehen!“ Nach der wirklich ansprechenden Leistung gegen den Tabellenführer aus Wüsten wollen es die Asper nun auch gegen den Vizemeister gut machen. „Wir müssen nun weitergehen und noch konzentrierter spielen“, diktiert Marius Grimm Lippe-Kick in den Notizblock. Die Dringlichkeit dieser Aufgabe hat das Urgestein im Hinterkopf: „Wir brauchen Punkte! Mal schauen, ob wir am Sonntag welche zugesprochen bekommen“, würde dies eine große Überraschung darstellen.

Beim punktlosen Schlusslicht zählt für Plöger nichts anderes als mit einem Dreier den Rückrundenstart zu eröffnen. Immerhin haben die Leeser im Vergleich 34 Zähler Bonus auf den SV Werl-Aspe II. Diese möchte man am Sonntag auch auf dem Platz zeigen. Allerdings möchte der spielende BSV-Co-Trainer Jan Plöger keineswegs die Schwierigkeit dieser Aufgabe im Schulzentrum Mitte verhehlen: „Aspe hat uns in den letzten Jahren schon das ein oder andere mal auch durch Spieler, die kurzfristig von der ersten Mannschaft runtergegeben wurden, ein Bein gestellt“, erinnert man sich im Gästelager mit säuerlicher Miene an ein Spiel im Jahr 2017 zurück, wo der Aufstieg mit einer Heimpleite gegen die Asper zunichte gemacht worden ist. Daher möchte man die Schwarz/Weißen keineswegs auf die leichte Schulter nehmen, vielmehr in dieses Spiel „mit höchster Konzentration“ gehen, um die Sieges-Serie von zehn Dreiern in Serie nicht mit dem Hintern umzuwerfen. Bedeckt hält sich Plöger mit Sicht auf die eigene Personallage, die mit heiter bis wolkig beschrieben werden kann. Er sagt hierzu: „Personell müssen wir schauen, wer alles an Board ist.“ Immerhin sagt er: „So langsam wird es von der Personallage Zeit für die Winterpause.“ Plöger muss zuschauen. Die Ursache dafür: „Wegen der im Amateurfußball superwichtigen fünften Gelben-Karte-Regel.“

 

FC Union Entrup vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Eine Sache steht für Union Entrup-Obmann Timm Lessow schon einmal fest: „Grastrup/Retzen ist immer schon ein spannender Gegner für uns. Noch zu A-Liga-Zeiten waren die Spiele brisant, aber fair“, denkt der auch als Fänger aktive Lessow sehr gerne an die seligen Zeiten der beiden Traditionsvereine zurück. Weniger positiv sind die Erinnerungen an das Hinspiel, was mit 0:3 verloren worden ist. Noch bitterer: Der Innenverteidiger hat sich so schwer verletzt, dass er erst in der Vorwoche seine Rückkehr hat feiern können. Gut: Nils Lessow (Faserriss) und Jan Billotin (Grippe) stehen Chefcoach Peter Lewecke nun wieder zur Verfügung. Timm Lessow hat erkannt: „Wir sind gut aufgestellt, aber das wird eines der härtesten Spiele der Saison“, denn: „Grastrup/Retzen spielt sehr stabil und ist offensiv unberechenbar. Dazu kommt der mittlerweile bescheidene Rasenplatz bei uns, der vermutlich das letzte Mal dieses Jahr hinhalten wird“, geht die Ilsekampfbahn dann in die wohlverdiente Winterpause. Die Marschroute für das kommende Match ist eindeutig: „Heimspiel heißt drei Punkte, Grastrup/Retzen heißt für uns Wiedergutmachung.“

In der Vorwoche gab es für den TuS RW Grastrup/Retzen eine bittere 1:2-Niederlage beim Aufsteiger TuS Ahmsen II. Allerdings fehlte quasi ein kompletter Kader. Diesmal gibt es einen leichten Hoffnungsschimmer, wie RW-Kicker Niklas Prante gegenüber Lippe-Kick offenbart: „Es kehren ein paar Spieler zurück, die sich im Training geschont haben“, sollte sich der körperliche Verschleiß demnach in Grenzen halten. „Wir wollen natürlich an die Leistung im Hinspiel anschließen“, sehnt er sich nach dem Wiederholungseffekt. Trotz der zunächst positiven Nachrichten fehlen aber weiterhin wichtige Akteure, andere Einsätze sind noch vage. Am Samstag gibt es diesbezüglich für Cheftrainer Martin Jedral die große Erleuchtung. So eine präzise Gegneranalyse zu entwickeln, das fällt Prante spürbar schwer, wenn er anmerkt: „Im Hinspiel hat es gut ausgesehen. Jetzt wollen wir schauen, wie wir gegen die Jungs aus Entrup aussehen.“ Was ihm aufgefallen ist: „Auch sie sammeln viele gemischte Ergebnisse, eine Tendenz darzustellen, ist sehr schwierig.“

 

Yunus Lemgo vs. TuS Leopoldshöhe II

Der Bedeutung dieser Aufgabe ist sich Yunus Lemgo-Spielertrainer Cüneyt Kurt definitiv bewusst: „Ein echter Keller-Kracher.“ Die Delphine möchten sich im Abstiegssumpf freischwimmen, fühlt man sich in diesen Gewässern äußerst unwohl. In den jüngsten beiden Spielen hat Yunus immerhin je einfach gepunktet. Kurt hat registriert: „Die Mannschaft kommt besser in Fahrt.“ Positiv: Ercan Erdem und Volkan Erdem sind bereits seit der letzten Partie wieder zurück im Team. Dies hat sich auf dem Platz bemerkbar gemacht. „Wir wollen die drei Punkte auf dem Platz behalten, wollen den Gegner aber nicht unterschätzen.“ Eine zu große Bedeutung möchte er dem 5:0-Hinspielresultat nicht beimessen, weil: „Da war Leo II noch im Aufbau der Mannschaft. Einige Spieler waren vielleicht noch im Urlaub“, weshalb die Startphase vom Gegner eher so mittelgut war. Die Entwicklung des TuS Leopoldshöhe II mit vielen Punkten ist ihm nicht entgangen. Das Spiel hat eine vorentscheidende Bedeutung, könnte Yunus doch mit einem Heimdreier den Abstand auf sechs Zähler verdoppeln. „Die Chance werden wir hoffentlich nutzen, alles geben“, wünscht sich Kurt, dem aber bewusst ist: „Es wird ein schwieriges Spiel. Wir werden den Kampf hoffentlich annehmen und ein gutes Spiel abliefern.“ Halid Tufan gibt sein Comeback für dieses enorm wichtige Duell zwischen zwei Tabellennachbarn. Deshalb stehen den Hausherren alle verfügbaren Kicker zur Verfügung.

„Es ist in der Tat ein echter Kracher“, möchte Leopoldshöhe II-Kicker Max Meckelmann erst gar nicht versuchen, um den heißen Brei herumzureden. Der ganz besondere Anreiz: „Gerade mit Blick auf die Tabelle sind wir Sonntag noch einmal besonders motiviert, da wir, im Falle eines Sieges, mit Yunus gleichziehen können, und somit eine reelle Chance erhalten, noch vor der Winterpause die Abstiegsplätze zu verlassen“, ist dies vor einigen Wochen noch undenkbar gewesen. Auch möchte man in diesem Härtetest unter Beweis stellen, dass seit dem Saisonstart „eine Riesen-Entwicklung“ hingelegt worden ist. Auf einer kompakten Defensive basierend, möchte man „offensiv darauf aufbauen“, kündigt Meckelmann im Lippe-Kick-Gespräch an. Er gibt sich tatendurstig: „Obwohl Yunus spielerisch stärker ist, als es der Tabellenplatz vermuten lässt, bin ich mir sicher, dass wir ihnen so das Leben schwer machen können.“

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