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Kreisliga B2 Lemgo

TSV Schötmar II – Zwischen Baum und Borke

Vor Furcht hyperventilieren müssen die Akteure des TSV Schötmar II nicht, wenn sie auf das Tabellenbild blicken. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass irgendwie mehr möglich gewesen wäre für die Schwarz/Roten. Wir haben den Insidereport.

Gerüchte um Landes- und Bezirksliga-Spieler

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Der Blick auf das Tabellenbild sollte beim TSV Schötmar II für die nötige Entspannung sorgen. Nach 19 Zählern aus 16 Partien ist das Abstiegsgespenst nicht in Sichtweite, der Norden der Tabelle ist bei 24 Punkten Rückstand auf den Primus SV Wüsten maximal per Fernglas zu erspähen. Ergo: Die aktuelle Situation vom Tabellenzehnten ist weder Fisch noch Fleisch. Oder um es mit den Worten von Spielführer Ersan Dargecit zu umschreiben: „Über die Zwischenbilanz können wir uns weder beschweren noch glücklich sein.“

Von Henning Klefisch

 

Erfreulich gut sind die Schötmaraner mit souveränen Leistungen in die Serie gestartet, honorieren diese Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr auch die Kontrahenten. Selbst nach Niederlagen haben die Kontrahenten ihre Aufwartung gemacht, dass sie ob dieser eminenten Leistungssteigerung arg überrascht sind. Klar ist: Es herrscht ein Ungleichgewicht im Verhältnis zwischen Leistung und Resultat. Der wenig spektakuläre Rang im Niemandsland der B2 ist unter den Fähigkeiten der grundsätzlich fußballerisch so begabten Mannschaft. Die Erwartungen ins Unermessliche steigen lassen, das möchte die TSV-Reserve aber auch nicht, wie Dargecit gegenüber Lippe-Kick betont: „Auf der anderen Seite müssen wir aber auch bescheiden sein und zugeben, dass wir seit unserem Aufstieg in die Kreisliga-B jede Saison um den Klassenerhalt gespielt haben und diese Saison das erste Mal ein etwas gesichertes Polster haben mit minimalen Abstiegsängsten“, sorgen diese aber keineswegs für Schlaflosigkeit.

 

Langes Lazarett sorgt für Rätsel

Taktgeber Dargecit hat mögliche Gründe für die zuweilen desaströse Personalsituation parat: „Zu Saisonbeginn hatten wir einen starken Kader

M. Incekara

bestehend aus knapp 23 Spielern. Mit der Zeit ist der Kader aber immer mehr geschrumpft, auf der einen Seite geben wir regelmäßig Spieler an die erste Mannschaft zur Aushilfe und auf der anderen Seite verfolgt uns ein riesiges Verletzungspech.“ Wahnsinn: Für bereits sieben Kicker ist die Hinrunde aus Verletzungsgründen frühzeitig beendet. Murat Incekara und Utku Karacan werden sogar die komplette Spielzeit ausfallen. Was die Verletzungsanfälligkeit fördert: „Wiederum andere Akteure spielen aus der Personalnot heraus jede Woche angeschlagen und können nicht 100 Prozent geben“, ist dies ein Teufelskreis, aus dem nur schwer ein Entkommen ist. Ursachen für die Verletzungen kann er nicht ausfindig machen, kommen diese für ihn doch sehr überraschend. Immerhin sind doch alle Schötmaraner Kicker vor dem Saisonbeginn physisch fit gewesen. Die nahende Winterpause sehnen sich die Gäste herbei, kann in dieser Phase doch eine neue Strukturierung herbeigeführt werden.

 

Die Idee der Bezirks- oder Landesliga-Spieler

In der Winterpause sind Neuverpflichtungen nicht geplant. Der clevere Dargecit hat im Studium aufgepasst, erklärt: „Es ist ja kein Geheimnis, dass in

E. Dargecit

der Winterpause Spieler teurer zu verpflichten sind als zu Saisonbeginn.“ Auch erfordert die Tabellensituation auch keine waghalsigen Unternehmungen, sollte die Kaderqualität ausreichen, den Vorsprung von elf Zählern ins Ziel zu retten. Was sich dazu gesellt: „Außerdem sind wir auch nicht bekannt dafür, Spieler zu verpflichten. Wir stechen dadurch hervor, dass innerhalb unserer Mannschaft eine besondere Freundschaft herrscht und wir jede Menge Spaß miteinander haben. Das sehen die Leute natürlich von außen und deshalb ist es grundsätzlich so, dass nicht wir auf Spieler zugehen und einen Wechsel anfragen, sondern die Spieler kommen auf uns zu und wollen bei uns spielen. Einfach, weil sie von außen sehen, wie verschweißt und familiär eine Mannschaft sein kann und sie wollen Teil dieser großen Familie sein“, klingt diese Argumentation durchaus plausibel. Was durchaus Interessantes zum Abschluss: „Abseits des Platzes höre ich öfters von höherklassigen Spielern, dass ich schon mal ein Trikot zur Seite legen soll, weil sie nach langen Jahren in der Bezirksliga oder Landesliga einen Gang runter schalten wollen und schon heiß darauf sind, bei uns zu spielen“, darf man gespannt sein, wann diesen Worten auch Taten folgen.

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