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Bezirksliga Staffel 2

Vorberichte 16. Spieltag 18/19 Bezirksliga 2

In der Bezirksliga Staffel 2 startet am Sonntag die Rückrunde. In Augustdorf steigt das Lippe-Derby zwischen dem FCA und dem TBV Lemgo.

Derby in Augustdorf zum Rückrundenstart

Bezirksliga 2 (ab). Ein Derby in Augustdorf und drei Spiele gegen Bielefelder Teams stehen für unsere lippischen Teams der Bezirksliga Staffel 2 auf dem Plan. Auf dem berühmt berüchtigten Heidesportplatz stehen sich der FC Augustdorf und der TBV Lemgo gegenüber. Jerxen/Orbke (bei Hicret Bielefeld) und Hörstmar/Lieme (bei SuK Canlar Bielefeld) reisen in die Leineweberstadt. Besuch aus eben dieser bekommt der TSV Oerlinghausen, der den VfR Wellensiek empfängt. Ein Knaller steigt in Steinhagen, die drittplatzierte Spvg empfängt Mitabsteiger und Tabellenführer VfB Schloß Holte. Für den bärenstarken Aufsteiger Gütersloher TV steht das Derby beim TuS Friedrichsdorf an.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

SC Hicret Bielefeld vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Dass sein SC Hicret Bielefeld sich in der klaren Favoritenrolle befindet, dieser Tatsache ist sich Coach Mehmet Ertunc absolut bewusst. Mit 24 Punkten auf Rang fünf stehend sind die Leineweberstädter 13 Zähler besser unterwegs als der SV Eintracht Jerxen/Orbke. Ertunc spricht voller Respekt über den Vorletzten: „Das ist keine schlechte Mannschaft. Das haben wir auch im Hinspiel gemerkt. Eine sehr junge Mannschaft, sehr laufstark. Sie sind lernfähig“, wird es für sein Team darauf ankommen, mit der eigenen Routine dagegenzuhalten. Der Sportclub-Coach glaubt an die Qualitäten der Lipper, unkt: „Ich glaube nicht, dass der SVE absteigt. Sie sind in der Breite gut aufgestellt.“ Aber: „Wir sind stark genug, um die Eintracht zu schlagen. Die Punkte sollen sie woanders holen, nicht bei uns“, verfolgt er auch gewisse Eigeninteressen. Er warnt aber vor einer gewissen Leichtsinnigkeit zuletzt: „Wir spielen gegen untere Mannschaften sowieso nicht so gut.“ Ilhami Karabas fällt kurzfristig aus, auch Ilker Aslan und Trainersohn Tanju Ertunc können nicht.

Für die Eintracht ist das rettende Ufer bereits in Sichtweite. Nur zwei Punkte Rückstand sind es bis zum rettenden Ufer. Dort steht der lippische Rivale TSV Oerlinghausen. Auch die Mathematik-Hater wissen: Gewinnt der SVE beim SC Hicret und verlieren die Bergstädter parallel ihr Heimspiel gegen den VfR Wellensiek, auch Canlar sein Heimspiel gegen Hörstmar/Lieme, haben die „Junx“ den Sprung weg von einem Abstiegsrang gepackt. Gegen das Spitzenteam Gütersloher TV hat sich der SVE zuletzt teuer verkauft, nur mit 1:2 verloren.

An der Pfeife ab 14.30 Uhr auf dem Hartplatz am Gleisdreieck: Detlef Fink.

 

SuK Canlar Bielefeld vs. SG Hörstmar/Lieme

(hk). Live vor Ort hat Canlar-Coach Zafer Atmaca die Spielgemeinschaft aus Hörstmar/Lieme in der Vorbereitung und am ersten Spieltag gesehen und daher stand für ihn fest: „Die sind für mich eine Mannschaft gewesen, die mit uns zusammen unten mitspielen werden“, sollte er sich mit Blick auf den Tabellensechsten täuschen. Er hat seine Meinung inzwischen revidiert: „Wenn man 15 Spieltage immer zwischen Rang fünf und acht spielt, kommt das nicht von ungefähr, dann ist das verdient. Respekt als Aufsteiger. Von den finanziellen Verhältnissen sind sie sicherlich nicht mit dem TBV Lemgo zu vergleichen. Bei Hör/Lie muss gute Arbeit dahinterstecken.“ Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit und Eingespieltheit erachtet er als eine Stärke der Lipper. Gar keine Angaben kann Atmaca zum SG-Coach Matthias Wölk anstellen, verbalisiert er doch: „Im Hinspiel hat er sich bei mir nicht vorgestellt.“ Nachdem das erste Duell bereits mehrere Monate vorbei gewesen ist, möchte Atmaca sich nicht als nachtragend präsentieren. Trotzdem will er nicht unter den Teppich kehren: „Die Gegebenheiten bei Hörstmar/Lieme waren nicht sehr prickelnd. Wenn dann im Nachhinein der Torwarttrainer einige Sachen ins Lächerliche zieht, über diverse Internetseiten, dann hat das einen faden Beigeschmack“, stellt der SuK-Coach nur fest, dass man selbst dieser Angelegenheit nicht so viel Bedeutung beimessen wollte. Er möchte den Fokus nun auf das Rückspiel vor heimischer Kulisse legen. Der Ausgangspunkt ist für den abstiegsbedrohten Drittletzten eher wenig gut. Coach Zafer Atmaca hütet krankheitsbedingt seit einer Woche das Bett, konnte dementsprechend auch keine Trainingseinheit leiten. Unklar ist derzeit noch, ob er am Sonntag am Spielfeldrand stehen kann. Auch einige Kicker der Leineweberstädter sind erkrankt: Magen-Darm und Grippe sind hierfür ursächlich. Die Trainingsbeteiligung hielt sich in dieser Woche folglich in Grenzen. Dennoch: SuK Canlar rangiert auf einem Abstiegsrang. Die Forderung von Atmaca ist eindeutig: „In unserer Situation müssen wir gewinnen“, fordert er aus den anstehenden Spielen gegen Hörstmar/Lieme und Sende „mindestens vier Punkte.“ Man möchte zuversichtlich in das neue Fußballjahr starten. Dafür müssen sie noch einige Zähler ansammeln. Hoffnungsfroh stimmt ihn, dass seine Zöglinge vor heimischer Kulisse einen „besseren Ball spielen als auswärts.“ Deshalb kündigt Atmaca eine offensive Spielweise seiner Mannschaft an, die sich gegen die favorisierten Gäste keineswegs verstecken möchte. Mittelprächtig: Bis dato vermisst Zafer Atmaca das nötige Matchglück bei seinem Team. „Wir haben viele Punkte liegen gelassen“, ist nun die Sehnsucht nach drei Zählern gewaltig. Die SG Hör/Lie ordnet er in die Kategorie Wellensiek und SC Bielefeld ein, was den Schwierigkeitsgrad betrifft. Die Unberechenbarkeit und die Flexibilität der einzelnen Spieler macht die Aufgabe für Atmaca umso schwerer. „Ich kann mir gut vorstellen, dass die Jungs seit fünf, sechs, sieben Jahren in dieser Mannschaft spielen“, glaubt Zafer Atmaca, dass folglich ein gewisses Urvertrauen untereinander vorherrscht. „Ein paar Kilometer weiter hast du bei Lemgo gefühlt immer zehn Zu- und Abgänge”, hat er vergleichend beobachtet.

„Wir haben viel Selbstvertrauen, erhalten durch die guten Ergebnisse. Auch in die Rückrunde wollen wir mit einem Sieg starten“, formuliert Hörstmar/Lieme-Coach Matthias Wölk die Anspruchshaltung vor dem Gastspiel bei den Sparrenburg-Kickern. Dennoch: „Canlar ist eine starke Truppe“, erinnert er sich an das Hinspiel, was nur knapp mit 2:1 gewonnen wurde, auch hätte verloren werden können. Wölk kennt den erhöhten Schwierigkeitsgrad, der anfangs zu bewältigen war: „Speziell zu Beginn der neuen Serie war es sehr schwierig, ist das Tempo im Bezirksfußball doch mit der Kreisliga nicht zu vergleichen. Die Gebrüder Fitz, Thomas und Tobias, weilen auf einer Familienfeier, Jonas Tews hat eine Weihnachtsfeier zu bewältigen. Dennis Axt hat versucht, Fahrrad zu fahren, ist gestürzt, hat sich einen Sehnenriss in der Schulter zugezogen. Er wird bis auf unbestimmte Zeit ausfallen.

Auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Gadderbaum ist Marcel Kowatsch der Schiedsrichter für diese Begegnung.

 

FC Augustdorf vs. TBV Lemgo

(ab). Eine herbe Niederlage hat der FC Augustdorf am ersten Spieltag dieser Saison in Lemgo kassiert. Das 1:4 war die einzige Niederlage mit mehr als einem Tor Unterschied. „. Im Hinspiel haben wir bis zur Unterzahl kurz vor der Halbzeit gut mitgespielt und lagen in Führung. Mit zehn Mann konnten wir dann aber nicht mehr viel ausrichten“, erinnert sich Matthias Heymann. „Die Jungs sind heiß, das am Wochenende wieder gerade zu rücken.“ Die Tatsache, dass der TBV Lemgo einer „Wundertüte“ gleicht, erschwert die Vorbereitung allerdings ein wenig. „Auf starke Auftritte folgten klare Niederlagen. Normalerweise sollten sie sich vom Spielerpotential mindestens unter den Top Fünf befinden“, meint Heymann. „Aber dafür fehlt die Konstanz.“ Das spielfreie Wochenende hat der FCA mit „einigen guten Trainingseinheiten genutzt.“ Dem Trainerteam stehen am Sonntag 20 Spieler zur Verfügung. Gespielt wird übrigens nicht am Schlingbruch, sondern auf dem „speziellen Kunstrasenplatz“ am Heidesportplatz. Da „wird am Sonntag die Tagesform entscheiden“, vermutet der Coach.

Ulas Tokdemir bescheinigt dem FC Augustdorf, „eine gute Entwicklung“ zu nehmen. Aufgrund der Tabellensituation sieht der sportliche Leiter des TBV Lemgo die Sandhasen in der Favoritenrolle. „Das muss man anerkennen und das wissen wir auch.“ Den Start der Rückrunde will der TBV Lemgo nutzen, um sich vom Tabellenkeller abzusetzen. Man will „die Punkteausbeute aus der Hinrunde übertreffen, aber das wird schwierig genug.“ Ohnehin kann man auch gar nicht von einem Rückrunden-Start sprechen, „das ist ja alles noch in diesem Jahr. Wir wollen die verbleibenden Partien gut zu Ende bringen und gut über den Winter kommen, um im neuen Jahr daran zu arbeiten, die Punkte einzufahren.“ Was dem TBV Lemgo fehlt, ist die Konstanz, dessen ist man sich natürlich bewusst. „Die letzte Niederlage war eindeutig mit dem 2:7, davor haben wir 7:2 gewonnen, daran sieht man, wie inkonstant wir sind. Die Mannschaft hat das Potenzial, das sieht man auch an Siegen wie gegen Wellensiek. Wenn sie das abruft, dann ist sie ganz oben dabei.“ Da dies aber „aufgrund diverser Mängel“ nicht der Fall ist, „finden wir uns ganz unten wieder.“

Der junge Schiedsrichter Luca Maurer pfeift für den Kreis Bielefeld. Um 14.30 Uhr geht es los auf dem Heidesportplatz.

 

TSV Oerlinghausen vs. VfR Wellensiek

(ab). Eine ziemlich klare Angelegenheit war der Saisonauftakt. Aus Sicht der TSV Oerlinghausen allerdings nicht im positiven Sinne. Mit 1:6 unterlag man in Wellensiek. „Wellensiek hat uns im Hinspiel vollkommen zurecht, auch in der Höhe, verdient geschlagen“, denkt Co-Trainer Jan Rüter an das Hinspiel zurück. „Wir haben also einiges gutzumachen und wollen sie vor eine schwere Aufgabe stellen“, lautet die Zielsetzung für Sonntag. Von der eigenen Qualität ist man „absolut überzeugt“ und man geht mit dem festen Glauben in das Spiel, „Zählbares mitnehmen zu können.“ Über den Gegner sagt Rüter: „Wellensiek hat eine tolle Mannschaft mit sehr guten Spielern.“ Vordergründig blickt man aber auch sich selbst. Das Potenzial der Mannschaft war in Spielen wie zuletzt gegen Hicret Bielefeld oder auch gegen Steinhagen zu erkennen. „Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Aber in der Hinrunde standen wir uns zu oft selber im Weg und waren leider nicht immer in der Lage, an das absolute Maximum zu kommen.“ Doch der Co-Trainer ist sich sicher, „dass es bei unseren Jungs Klick gemacht hat und wir werden alles reinwerfen am Sonntag, um die Punkte bei uns zu behalten.“ Den Abstiegskampf hat der TSV Oerlinghausen „voll angenommen“ und will „schnellstmöglich da unten raus und nichts mehr damit zu tun haben.“ Aus personeller Sicht gibt es für das Spiel „nichts Besonderes zu vermelden.“

Für den VfR Wellensiek gilt derzeit das Motto: „The trend is not your friend.“ Aus den letzten drei Partien holte man nur einen Zähler bei 4:10 Toren. Das Ziel bis zur Winterpause lautet, „die Distanz auf Platz fünf zu wahren und dann die Winterpause zu nutzen, um wieder alle Spieler an den Kader heranzuführen.“ Coach Dominik Popiolek hebt vor dem Gastspiel in Oerlinghausen mahnend den Zeigefinger: „Diejenigen, die den TSV Oerlinghausen unterschätzen, werden es sicherlich bereuen. Wer Steinhagen und zuletzt Hicret besiegt, kann so schlecht nicht sein, auch, wenn die Tabellenposition vielleicht was anderes wiederspiegelt. Gerade Zuhause – 10 von 13 Punkten – erzielten sie eine solide Punktausbeute.“ Erfreulich für die Schwarzgelben ist die Rückkehr von Kapitän Niklas Bölt, der zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Die Ausfallliste ist dennoch weiterhin relativ lang. Fehlen werden aktuell Armin Straßner, Douglas Vollmer, Matthias Schürmann-Averbeck, Dimitris Vracas, Kerem Kirici und Maneke Bondzio-Becker.

Lisa Glowatzki vom TuS Wöbbel wird das Spiel um 14.30 Uhr in der Arena Am Kalkofen anpfeifen.

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