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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 18. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Man darf gespannt sein, welche Spiele tatsächlich stattfinden. Klar ist für alle Teams: Im Finalspiel vor der langen und verdienten Winterpause soll noch einmal tüchtig gepunktet werden.

Milde: „Meine Mannschaft soll sich zerreißen“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Vor dem 18. Spieltag ist zunächst einmal klar, dass nichts klar ist. In die Glaskugel kann Lippe-Kick noch nicht blicken. Die nahezu wetterunabhängigen Kunstrasenplätze sind definitiv bespielbar. Bei den Naturrasenplätzen muss noch geschaut werden, wie sich das Wetter bis Sonntag darstellt. An der Tabellenspitze könnte in der letzten Runde vor der langen Winterpause für richtig Spannung gesorgt werden. Falls die TSG Holzhausen/Sylbach ihr Heimspiel gegen den Primus SV Wüsten gewinnt, wären es nur noch drei Punkte Rückstand. Im Tabellenkeller hofft der SV Werl-Aspe II auf den ersten Saisonsieg im Gastspiel beim starken Aufsteiger TuS Ahmsen II. Die Rasenplätze in Bexterhagen, Leopoldshöhe, Entrup und auf der West-Alm sind wohl nicht bespielbar.

Von Henning Klefisch

 

TuS Ahmsen II vs. SV Werl-Aspe II

Durch einen Treffer in der Schlussminute siegte der TuS Ahmsen II mit 3:2 im Hinspiel. Der Wunsch von Capitano Daniel Pehlert ist nun mit Blick auf weniger Spannungspotential: „Dieses Mal wollen wir es früher für uns entscheiden.“ Konkret: „Wir wollen einfachen Fußball spielen und unsere Chancen nutzen, damit wir das Jahr erfolgreich abschließen und mit ruhigem Gewissen in die Pause gehen können“, will man unter dem Weihnachtsbaum doch nicht von Gewissensbissen geplagt werden. Dass das weiterhin sieglose, zuletzt aber verbesserte Schlusslicht, keine leicht zu nehmende Hürde darstellt, das wissen die Ahmser. Verletzungsbedingt muss Coach Christoph Schlautkötter auf Daniel Brinker, Damian Janik, Christian Kowalewski, Tomasz Pokrzywka, Thomas Peters, Sebastian Schüler und Rene Hoffmann verzichten. Ob der zuletzt erkrankte Dale Welland mitspielt, ist unklar. Christopher Otte ist derweil dem tristen Wetter entflohen, genießt seinen Urlaub.

Es gibt einige Aspekte, die bei Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm das nötige Maß an Spannung hervorrufen. Es ist die Tabellensituation, der Wiedergutmachungswille aus dem Hinspiel und das bekannte Gesicht an der Seitenlinie des TuS Ahmsen II. Grimm meint den langjährigen Aspe-Coach Christoph Schlautkötter und erklärt: „Das sind viele Punkte, die einen Spielverlauf nicht vorhersehbar machen. Es wird mit Sicherheit ein hitziges Spiel“, geht es schließlich um sehr viel. Den Tippern macht er nicht allzu viele Hoffnung, rechnet fest damit, dass jedes Ergebnis in diesem Nachbarschaftsduell möglich erscheint. Vor allem die Einstellung der beiden Teams sieht er als spielentscheidend an, wittert er: „Es wird für uns wieder nicht leicht. Aber leichte Spiele werden wir in dieser Saison eh nicht mehr haben.“ Durch den Fakt, dass „Schlauti uns kennt“, glaubt Grimm, dass der Gegner zielgerichtet eingestellt sein wird. Das Streben des Marius Grimm ist klar: „Wir müssen aber beweisen, dass dies nicht reicht und seine Entscheidung zum Wechseln die falsche war.“

 

TuS Lipperreihe II vs. TuS Lockhausen

Trainerfuchs Thorsten Taverner weiß, wie die Teambuildingmaßnahmen funktionieren. Mit der jeweils besseren Hälfte wird vor dem Spiel gemeinsam gefrühstückt, sich auf das letzte Heimspiel quasi bei Honig und Ei eingeschworen. Eine klare Struktur hat der Lipperreihe II-Coach beim Gegner noch nicht ausfindig gemacht, urteilt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Der Gegner ist für mich aufgrund der Ergebnisse schwer einzuschätzen. Sie spielen ein kampfbetontes, aber faires Spiel und versuchen schnell in die Spitze zu spielen“, gilt es für die Rot/Weißen diese Pässe zu unterbinden. Mit einem Heimdreier möchten die Westlipper in die Winterpause gehen, doch die Personalsituation offeriert einige Fragezeichen. Theunert und Seib fehlen aus privaten Gründen. Marcus Krause, Dennis Frantzke und Henning Brinker sind noch ungeschlagen. Hier wird es unmittelbar vor dem Treff die Klarheit geben, inwieweit sie spielfähig sind. Dass seine Kicker trotz des Frühstücks noch einen gewissen Hunger offenbaren, davon zeigt sich Taverner vollauf überzeugt, wenn er deutlich macht: „Trotzdem werde ich eine gesättigte und gut eingestellte Mannschaft auf den Platz schicken, die gierig sein wird, mit einem Sieg dieses Jahr zu beenden.“

Die Beschreibung des TuS Lipperreihe II fällt aus Sicht von Lockhausen-Coach Marco Höcker wie folgt aus: „Ein Gegner welcher am Anfang der Saison eine starke Phase verzeichnen konnte, sich jedoch jetzt auch eher wieder im Mittelfeld eingependelt hat.“ Er sieht durchaus Parallelen gegeben: „Ich denke, dass sie, ähnlich wie wir auch, eine Mannschaft sind, wo es auf die Tagesform und die Bereitschaft ankommt, was man bereit ist, für den Sieg zu leisten“, haben wir also die Einstellung im Blick. Naturgemäß ist die Motivation vor dem letzten Spiel vor der Winterpause nicht mehr zu hoch. Höcker benennt exemplarisch: „Was man anhand unseres letzten Trainings am Freitag sehen konnte, welches wir aufgrund von schwacher Beteiligung aus unterschiedlichsten Gründen, absagen mussten“, wurmt ihn dies. Höcker wünscht sich, dass seine Mannschaft noch einmal alles investiert und demonstriert, zu welchen Leistungen sie imstande sind. Der momentane elfte Tabellenplatz stimmt ihn nicht zufrieden, glaubt er doch, dass mehr möglich gewesen wäre. Die Problematik: „Dafür muss man aber auch bereit sein, viel zu investieren und 90 Minuten zu ‘ackern’!“ Auf einem wohl gut bespielbaren Kunstrasenplatz in Lipperreihe hofft Höcker, dass sein Team in seinem letzten Spiel als Trainer noch einmal alles raushauen, ihm einen schönen Abschluss bereiten. Marco Höcker benennt die Hintergründe für seine vorzeitige Demission: „Aus privaten Gründen muss ich mich ein wenig zurückziehen und könnte dem Trainerposten zeitlich nicht mehr gerecht werden“, hält er noch ein paar kulante Worte zum Abschied parat: „Auf diesem Wege sage ich nochmals VIELEN DANK. Für eine schöne, ereignisreiche und lehrreiche Zeit!“

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. SV Wüsten

Die Bestandsaufnahme von Stefan Brunk liest sich durchaus positiv, wenn er urteilt: „Wir haben eine gute Hinrunde, inklusive zwei Rückrundenspielen, gespielt, stehen auf Platz 3 und spielen gegen den Tabellenführer, konkret Platz 1“, schwingt eine gespannte Erwartung mit in der Stimme von Brunk. Die Meinung über den Spitzenreiter ist hoch, erklärt er doch bei Lippe-Kick: „Wüsten ist normal das Nonplusultra der Liga, aufgrund der Qualität und Quantität der Mannschaft, des Vereins und der Möglichkeiten“, will er auch den Kunstrasenplatz nicht außer Acht lassen. Den Personalsorgen zum Trotz hofft die TSG auf eine Endplatzierung im oberen Tabellendrittel. Brunk sieht die Ansprüche des SVW etwas höher angesiedelt, wenn er meint: „Wüsten ist normal verdammt auf Platz eins bis zwei.“ Trotz des Heimvorteils mit dem eigenen Rasenplatz schiebt er ganz galant dem Klassenbesten die Favoritenrolle zu, möchte man doch analog zum Hinspiel auch diesmal etwas mitnehmen. Mit einem Schmunzeln auf den Lippe-Kick liefert er Lippe-Kick einen dezenten Einblick in seinen Matchplan: „Wir werden alles versuchen, hier auch Forechecking spielen, um es Wüsten schwer zu machen und ich hoffe auf einen tollen sportlichen Vergleich“, ebbt seine Begeisterung für dieses Spiel nicht ab.

Der Stellenwert dieser Begegnung ist für SVW-Coach Sebastian Milde gewaltig, macht er doch via Lippe-Kick deutlich: „Es geht hier für uns um sehr viel! Wir wollen unbedingt in die Winterpause gehen und auf Platz 1 stehen!! Aber dazu müssen wir unser Bestes geben gegen Holzhausen/Sylbach.“ Dass die Begegnung „extrem hart und schwer“ wird, dessen ist sich Milde eindeutig bewusst. So möchte er vorsichtshalber verhindern, dass die TSG den Abstand halbiert, bis auf drei Zähler den Wüstenern auf die Pelle rückt. Er ruft dieses Spiel als eine Art Charaktertest aus: „Jetzt zeigt es sich, in welcher Verfassung wir sind und wie aufstiegsgeil wir sind“, fügt er folgendes an: „Ich will, dass meine Mannschaft sich zerreißt und den Sieg holt.“ Aufmunternd für den Favoriten: Man kann mit einem starken Kader in die Nachbarschaft reisen. Auch deshalb gilt: „Wir wollen Sieg-geil sein“, hofft Milde im Lippe-Kick-Gespräch.

Yunus Lemgo vs. TuS Asemissen III

Eine positive Parallele erkennt Yunus Lemgo-Spielertrainer Cüneyt Kurt zum Gegner: „Wenn man sich die letzten Ergebnisse anschaut, haben sowohl der TuS Asemissen III als auch wir eine gute Serie hingelegt.“ Knapp mit 2:1 setzten sich die Asemisser im Hinspiel durch. Folglich hofft Kurt: „Das wollen wir wieder gut machen und jetzt dafür einen Heimsieg holen.“ Für unsere Gäste wird es auf unserem unbequemen Rasen nicht einfach werden.“ Die Delphine möchten sich tabellarisch verbessern, wollen die 14. Position hinter sich lassen, um den Anschluss in die sichere Mittelfeldregion herzustellen. Bis auf Yusuf Yeldan und Kadir Eyigün stehen den Hausherren dafür  alle Akteure zur Verfügung.

Christoph Nagel, Niklas Suchy und Kevin Karpfinger fallen bei den Asemissern aus. Die Analyse vom TuS Asemissen III-Coach Florian Meerkötter hat ergeben: „Yunus ist eine spielstarke Mannschaft, die von ihrer Platzierung her sicherlich etwas unter Wert steht.“ Er hat die Problematik im gegnerischen Spiel erkannt: „Das liegt sicherlich auch daran, dass sie hinten durchaus anfällig sind und vorne oftmals im letzten Drittel zu viel liegen lassen.“ Dies führt dazu, dass Meerkötter mit einem „schweren Spiel“ rechnet, in dem die Asemisser viel investieren müssen, um ihre Favoritenrolle mit Leben zu füllen. Fußballerische Hausmannskost wird wohl angeboten, so seine Befürchtung: „Aufgrund des schwer zu bespielenden Platzes wird das Spiel sicherlich nichts für Fußball-Feinschmecker.“

 

TuS Asemissen II vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Dreimal wird sich Asemissen II-Coach Jascha Pistor bekreuzigen, wenn die Winterpause am Sonntagabend Realität ist. Er bietet den Lieferservice hierfür frei Haus bei Lippe-Kick: „Wir haben uns in den letzten Wochen eigentlich nur noch in Richtung Winterpause geschleppt. Aber bevor es soweit ist, erwartet uns nochmal ein starkes Brett mit Grastrup/Retzen“, soll noch einmal 90 Minuten alles gezeigt werden. Ganz viel Aufmerksamkeit wünscht er sich gegen diese „gute Truppe“, befürchtet er andernfalls: „Denn sonst kann es für uns echt böse ausgehen.“ Seinem Trainerkollegen Martin Jedral bescheinigt er, bei den Rot/Weißen „eine super Arbeit“ zu machen, glaubt er, dass die Tagesform entscheidend sein wird. Die Forderung an sein Team ist eindeutig: „Ich erwarte von meinen Jungs, dass sich jeder die letzten 90 Minuten nochmal voll reinhängen wird und noch einmal einen positiven Abschluss zu erzielen, nach der sehr durchwachsenen Hinrunde.“ Den siebten Tabellenplatz erachtet er als steigerungsfähig. Viele Fragezeichen gibt es noch mit Blick auf die Personalsituation. Einige Zocker sind angeschlagen, andere erkältet. Deshalb ist die Trainingsbeteiligung steigerungsfähig gewesen. Jascha Pistor strebt aber das maximale Erfolgserlebnis an, gibt er schließlich preis: „Trotzdem freue ich mich auf das Spiel und werde alles dafür geben, dass wir die drei Punkte bei uns behalten.“

Keine Besserung ist in Sicht, was die Personalsituation des TuS RW Grastrup/Retzen betrifft. Weiterhin fallen Langzeitverletzte aus, auch temporäre Verletzungen und Auslandsaufenthalte erweisen sich als Hemmschuh bei der Kaderzusammenstellung. Der spielende Co-Trainer Thore Eitner hält sich mit den Sportlern der Bundeswehr in Brasilien auf. Kicker und Sprachrohr Niklas Prante ist nicht vor Ort. Die Namen der weiteren Fehlenden möchte Grastrup/Retzen aber so verheimlichen wie den Da Vinci-Code. Prante gibt zu: „Wir kennen den Gegner natürlich gut und erwarten ein durch Passspiel geprägtes Aufeinandertreffen mit vielen Abschlüssen.“

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