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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Vorbericht Halle Barntrup

Mit dem TBV Lemgo tritt einer der Favoriten in Barntrup auf, hat in seiner Gruppe vermeintlich leichtes Spiel. Oder gibt es eine Überraschung?

Kann der TBV in der Halle überzeugen?

LZ-Cup (ab). Wie in den anderen Lemgoer Hallen spielen auch in Barntrup neun Teams um vier Tickets für die Zwischenrunde in Aspe. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe ziehen eine Runde weiter.

 

Gruppe 1

TuS Sonneborn
SV Wüsten
TuS Brake
VfB Matorf
TuS Bexterhagen

Welcher A-Ligist strauchelt?

(ab). Eine interessante Mischung kommt in Gruppe 1 zusammen. Gastgeber TuS Sonneborn geht als leichter Favorit in die Gruppenphase, die Liga-Konkurrenten TuS Brake und TuS Bexterhagen muss man aber ebenso auf der Rechnung haben wie den aktuellen Spitzenreiter der Kreisliga B2 Lemgo, den SV Wüsten. Krasser Außenseiter ist C-Ligist VfB Matorf, der nach Barntrup fährt, um die Großen zu ärgern. Klar ist: Nur zwei Teams kommen weiter, damit bleibt mindestens ein A-Ligist auf der Strecke.

Beim TuS Sonneborn ist die Freude über die Auslosung groß. „Mit der Gruppe haben wir ein gutes Los bekommen“, findet Michael Kamlah. „Zudem sind wir auch noch Ausrichter, so dass wir für kommenden Sonntag doch schon mit einer gewissen Ernsthaftigkeit in die Spiele gehen.“ Die Konkurrenz muss sich also warm anziehen, wenn es um das Weiterkommen geht. Die Gegner kann Kamlah nur „schwer ausrechnen“, weil die „Spielklasse oft nichts aussagt, weil auch die vermeintlich schwächeren Mannschaften vier, fünf, sechs richtig gute Kicker im Kader haben. Und gerade an solchen Veranstaltungen können sie sich mal zeigen.“ Eine Prognose will der TuS-Kicker deshalb nicht abgeben, spricht daher nur für die Blau-Gelben: „Die Jungs haben Lust auf Halle und haben sich auch strukturiert darauf vorbereitet.“ Der Kader setzt sich dann auch aus den Spielern zusammen, die in der Halle spielen wollen. „Für den einen oder anderen im Kader ist die jetzige Zeit mal fußballfrei, um dann im Frühjahr wieder geil drauf zu sein“, so Kamlah.

Ganz bitter war das Aus des SV Wüsten in der letztjährigen Version des LZ-Cups. In der Zwischenrunde wurde man Zweiter, musste aber ins Quali-Spiel gegen den TuS Asemissen, welches man denkbar knapp mit 2:3 verlor. Der SVW wurde so zwar Sieger der Herzen, die Endrunde fand aber ohne dem Milde-Team statt. Und diesmal findet der LZ-Cup ohne Sebastian Milde statt, der kümmert sich nämlich um die Vorbereitung seiner Truppe auf die Rückrunde, stattdessen werden sein Co-Trainer Sedat Özen und Sascha Filies, der Trainer der zweiten Mannschaft des SV Wüsten, die Mannschaft in der Halle anleiten. Özen bedankt sich artig bei Sebastian Milde, „dass ich die Ehre bekommen habe dieses Jahr unser Team als Trainer zum LZ-Cup zu führen.“ Zusammen mit Sascha Filies hat er ein Team, gemischt aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft, zusammengestellt, „weil wir uns hauptsächlich auf die Meisterschaft konzentrieren möchten.“ Das heißt aber nicht, dass man ohne Ambitionen nach Barntrup fährt, im Gegenteil: „Wir wollen mitspielen und Gas geben.“ Was die Gruppe angeht hat Özen eher gemischte Gefühle: „Mit drei A-Ligisten in einer Gruppe werden wir es nicht einfach haben, aber wir werden uns auch nicht verstecken und das Beste aus uns rausholen.“

Ganz anders sieht es beim TuS Brake aus. Trainer Axel Wehmeier legt keinen Wert auf die Hallenrunde, die Priorität liegt auf dem Rasen und auf die Rückrunde. „Es spielen Spieler, die Lust auf die Halle haben, wer keine Lust hat, soll sich schonen“, ist für Wehmeier das Wichtigste, „dass sich niemand verletzt, alles andere wird sich ergeben.“ Die Bilanz des TuS in der Halle ist dann auch eher bescheiden, letzte Saison reichte es, ebenfalls in Barntrup, nur zu einem Punkt und damit verbunden zum Aus in der Vorrunde. Wehmeier meint: „Die Futsalregeln und das Spielen mit dieser sprungreduzierten Pille, naja, ist halt so vorgegeben, wer es schön findet.“ Der Coach ist kein Fan davon. Dafür aber vom Lippe-Kick-Phrasenschwein: „Zu unserer Gruppe gebe ich keine Prognose ab, weil in der Halle alles möglich ist.“ Die Gegner findet er „in jedem Fall durchweg sympathisch und man sieht den ein oder anderen Bekannten auf einen Plausch wieder.“

Was ist drin für den C-Ligisten in der Gruppe? Der VfB Matorf geht als krasser Außenseiter in die Hallenrunde, ein Weiterkommen wäre eine große Überraschung. Auch beim VfB selbst rechnet man sich „nicht viel aus“, wie Waldemar Helmut zugibt. Man wird sich dennoch keine Blöße geben und sich ordentlich präsentieren: „Wir fahren hin, um unser Bestes zu geben, die A-Ligisten zu ärgern und Spaß zu haben.“

Weniger überraschend wäre das Erreichen der Zwischenrunde für den TuS Bexterhagen. Für Uwe Wehmeyer ist es eine „sehr ausgeglichene Gruppe. Nur Matorf sehe ich etwas in der Außenseiterrolle. Bei den anderen vier Mannschaften wird es darauf ankommen, mit welchem Kader sie in das Turnier gehen.“ Die Roten haben ihren Kickern freigestellt, ob sie spielen oder nicht. „Und das Echo war nicht sehr positiv“, so Wehmeyer, „deshalb werden bei uns auch ein, zwei Spieler der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.“ Dennoch meint der Betreuer: „Ein Weiterkommen ist trotzdem sicherlich möglich.“

 

 

Gruppe 2

TBV Lemgo
FC Unteres Kalletal
TuS Lockhausen
SC St. Pauli

Durchmarsch für den TBV?

(hk). Viel klarer könnte die Favoritenrolle für den TBV Lemgo nicht sein. Die Hansestädter sind als ambitionierter Bezirksligist das mit Abstand klassenhöchste Team in diesen Spielen. Zwei Ligen trennen sie vom FC Unteres Kalletal (B1) und vom TuS Lockhausen (B2). Sogar drei vom SC St. Pauli, der in der C2 beheimatet ist. Auf den ersten Blick geht es nur um den zweiten Platz hinter den Jahnplatz-Jungs. Dieser Kampf könnte aber spannend werden.

Keine wohlige Gesprächsatmosphäre herrscht offenbar beim TBV-Trainer Ilker Siviloglu vor, der zur eigenen Anspruchshaltung sagt: „In der Halle ist alles möglich. Daher nehmen wir jeden Gegner natürlich ernst. Wir wollen einfach schönen Fußball spielen und natürlich bei der Endrunde dabei sein“, packt er alles in zwei Sätze zusammen.

Schonzeit lautet das Motto für einige Spieler des FC Unteres Kalletal, die mit jungen Wilden diese Gruppe stürmen wollen. Mit diesem möchte UK den Versuch unternehmen, diese machbare Gruppe mit dem Gruppenfavoriten TBV Lemgo zu gewinnen. FC-Coach Sven Mingram hadert aber: „Ich habe leider mit Vogelsang, Stille und auch Kielsmeier angeschlagene Spieler, wir wollen nicht wegen zwei Turnieren etwas riskieren, auch wenn das Fußballspielen in der Halle immer Spaß macht.“ Er plaudert im vertrauten Lippe-Kick-Gespräch aus dem Nähkästchen: „Manchmal muss man die Jungs auch etwas bremsen, wir können es nicht riskieren, dass sich jemand vielleicht schlimmer verletzt.“ Zum Stolperfaktor wollen sich die Rot/Weißen mit Blick auf den Gruppen-Dominator TBV Lemgo aufschwingen, oder um es mit den Worten von Mingram zu kommunizieren: „Wir wollen versuchen, Lemgo ein Bein zu stellen“, sieht er mit Blick auf die weiteren Rivalen SC St. Pauli und TuS Lockhausen ein offenes Rennen.

Eine komplizierte Einschätzungsoption gibt TuS Lockhausen-Obmann Matthias Höcker, der den TBV Lemgo in der klaren Favoritenrolle sieht. Bei Betrachten der Partien der eigenen Reserve konnte der SC St. Pauli begutachtet werden, den FC Unteres Kalletal kann Höcker nicht bewerten. Die Relevanz ist für den Interimstrainer nun aber klar: „Wir legen den Fokus natürlich auf die Meisterschaft in der Kreisliga B. Da müssen wir wieder in die Spur kommen und darauf konzentrieren wir uns.“ Trotzdem möchte er den Wert dieser Veranstaltung keinesfalls abschwächen: „Der LZ Cup ist ein tolles Event. Wir werden beim Cup eine schlagfertige Truppe auf die Beine stellen und uns ordentlich präsentieren. In der Halle ist alles möglich“, so der langjährige Coach, der sich gespannt zeigt, wie sein Team sich schlägt. Ein weiterer Aspekt, der nicht verachtet werden sollte: „Mal sehen, wie die Jungs die lange Anfahrt verkraften werden nach Barntrup“, so Matthias Höcker mit einem Schmunzeln. Zum Kader: Der TuS Lockhausen wird mit einer Mixtur aus der ersten und zweiten Truppe antreten, da immer noch einige Akteure angeschlagen daherkommen.

Ob die Gruppe nun leicht oder schwer ist, das ist den Paulianern „herzlichst egal“, wie Sportclub-Coach Simon Meschonat deutlich macht, denn: „Für uns steht absolut der Spaß im Vordergrund. Die meisten der Jungs, die mit nach Barntrup kommen, werden dafür belohnt, dass sie sich in der Hinrunde für das Team besonders eingesetzt haben, obwohl wir enorm viele Probleme hatten“, ist Dankbarkeit an dieser Stelle besonders angebracht. Den Hansestadt-Kollegen vom Jahnplatz traut er zu, durchzumarschieren, hat er mit Lockhausen und Unteres Kalletal zudem noch „starke B-Ligisten“ im Sichtfeld. Welche Ausgangslage bleibt für sein Team: „Also sind wir klar der Außenseiter, wenn es darum geht, in die nächste Runde einzuziehen“, verfügt dieser aber über ein gewisses Überraschungspotential.

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