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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Vorbericht Halle Bösingfeld

Neun Teams kämpfen in der Halle Bösingfeld um vier Tickets für die nächste Runde. Lippe-Kick stimmt euch auf die Vorrunde ein.

Ausgeglichenheit in Gruppe 1 – Setzt sich Hör/Lie durch?

LZ-Cup (ab). Eine ausgeglichene Gruppe und eine, in der mit Hörstmar/Lieme ein Mitfavorit auf den Titel mitspielt, das ergab die Auslosung für die Halle Bösingfeld. Eine Fünfer-Gruppe und eine Vierer-Gruppe gibt es auch hier, die Ersten und Zweiten beider Gruppen ziehen in die Zwischenrunde ein.

 

Gruppe 1

SG Extertal/Laßbruch/Silixen
SG Bega/Humfeld
SG Kalldorf
TuS RW Grastrup/Retzen
TuS Leopoldshöhe

Ziereis und Brosch sind sich einig: „Eine machbare Gruppe“

(ab). Zwei A-Ligisten und drei B-Ligisten duellieren sich in Gruppe 1 um zwei Tickets für die Zwischenrunde. Kalldorf und Leopoldshöhe gehen leicht favorisiert in die Vorrunde, doch auch den B-Ligisten ist einiges zuzutrauen, alle sind unter den ersten fünf in ihrer Liga wiederzufinden. Bega/Humfeld und Extertal/La/Si sind Dritter bzw. Vierter in der B1 Lemgo, Grastrup/Retzen Tabellenfünfter in der B2 Lemgo.

Die SG Extertal/Laßbruch/Silixen fungiert als Ausrichter in der Halle Bösingfeld. Coach Christian Ziereis findet die Gruppe „machbar“, sieht die A-Ligisten aber als Favoriten. Die Ambitionen der Gastgeber sind zurückhaltend: „Wir gehen mit viel Spaß und Freude in das Turnier, aber werden uns sicherlich vor eigenem Publikum gut verkaufen und dann werden wir sehen, für was es reicht. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Genesung der verletzten Spieler, dass die zur Rückrunde wieder fit sind.“ Welche Truppe Ziereis am Sonntag aufs Feld schicken kann, steht noch nicht fest. Erfahren in Sachen LZ-Cup ist die SG, ein Teil der Mannschaft spielte Anfang des Jahres mit dem FC Laßbruch/Silixen in der Endrunde.

Das wird sich auch bei Liga-Konkurrent SG Bega/Humfeld erst noch entscheiden, hier hat Coach Michael Krügel die schwere Aufgabe, zwei Spielern mitzuteilen, dass sie nicht auflaufen werden. Grundsätzlich findet Krügel: „In der Gruppe ist alles möglich.“ Einen klaren Favoriten hat er ohnehin nicht, ebenso wenig wie einen klaren Außenseiter: „Die gibt es in der Halle nicht.“ Die Vorbereitung auf den LZ-Cup lief eher mittelmäßig, man konnte bisher nur im Soccerdome in Detmold trainieren, am Donnerstag nutzt man die Halle in Bega. Beides aber kleinere Hallen als die in Bösingfeld, in der man am Sonntag spielen wird. Seiner Mannschaft traut Krügel viel zu: „Für uns ist alles drin. Wir haben schon einige Spieler dabei, die am Ball was können.“ Und mit Nils Freitag hat man einen Keeper, der auch „am Ball was kann.“ Sollte es nicht klappen mit dem Weiterkommen, wäre das kein Drama, allerdings wäre eine Teilnahme an der Endrunde eine große Sache: „Das wär schon was. Ich hab an dem Tag auch noch nichts vor“, würde Krügel nur zu gern in der Lipperlandhalle mit der SG Bega/Humfeld auflaufen.

Unser Lippe-Kick-Phrasenschwein kommt gut genährt durch den Winter, denn auch Kalldorf-Coach Stephan Brill meint: „Aufgrund der Liga-Zugehörigkeit sind Leopoldshöhe und wir in den meisten Augen die Favoriten aufs Weiterkommen. Allerdings sagt das nicht viel aus. In der Halle ist bekanntlich alles möglich.“ Angepeilt ist „natürlich das Weiterkommen, es wäre aber auch kein Weltuntergang, wenn wir es nicht schaffen.“ „Wir wollen einen schönen Tag, mit viel Spaß und verletzungsfreien Spielen absolvieren“, so Brill, dessen Co-Trainer Maik Grenner, bis letzte Saison bekanntlich Coach des FC La/Si, auf einen Großteil seiner alten Mannschaft trifft.

Beim B2-Ligisten TuS RW Grastrup/Retzen sind die Erwartungen „wie immer recht gemischt“, so TuS-Kicker Niklas Pranté. Aufgrund der angespannten Kadersituation hatten die Rot-Weißen „bislang nur zweimal die Möglichkeit, ins Hallentraining zu gehen“ und wird einen „kleinen, schlagfertigen Kader stellen, um die verletzten Spieler zu schonen.“ Die anderen Teams kann Pranté nicht einschätzen, aber: „Wir freuen uns auf die Duelle und nehmen jeden Kampf natürlich an.“ Und eins ist klar, auch, wenn man auf die verletzten Spieler verzichtet, der Kader wird stark sein: „Unseren Jungs vertrauen wir ja immer.“

Riesig ist die Vorfreude bei Leo-Coach Sebastian Brosch: „Endlich wieder LZ-Cup.“ Mit der Auslosung ist Brosch soweit zufrieden: „Das ist eine machbare Gruppe, allerdings ist das immer so eine Sache, die Ligazugehörigkeit spielt nur eine untergeordnete Rolle. Viele Mannschaften können vier, fünf gute Hallenspieler stellen.“ Die Hoffnung ist groß, in die nächste Runde einzuziehen. Mit welchem Kader der Fünfte der A-Liga das versucht, ist noch unklar. „Ich versuche, mein bestes Team zu mobilisieren, der ein oder andere hat aber nicht so das Interesse daran, in der Halle zu spielen.“ Schade findet Brosch, dass man nach Bösingfeld fahren muss, „das ist schon ein ordentlicher Ritt.“ Man hätte lieber in der eigenen Halle in Leopoldshöhe gespielt, wo allerdings der TuS Asemissen als Ausrichter gesetzt war. „Aber wir werden es überleben“, ist sich der Coach sicher. Diese Woche geht man zweimal in die Halle, wird sich „vorbereiten, am Sonntag Gas geben und dann unter die besten Zwei kommen.“

Gruppe 2

TuS Ahmsen
SG Talle/Westorf
Yunus Lemgo
SG Hörstmar/Lieme

Hör/Lie in der Favoritenrolle

(hk). Eine interessante Vierergruppe mit dem Bezirksligisten SG Hörstmar/Lieme als Gruppenfavorit ergibt sich im zweiten Teilnehmerfeld in der Halle Bösingfeld. Auch das A-Liga-Spitzenteam TuS Ahmsen hofft auf den Sprung in die Zwischenrunde. Als Außenseiter agieren die B-Ligisten Yunus Lemgo und die SG Talle/Westorf. Zu einem Duell unter Freunden kommt es, wenn Hör/Lie auf Yunus trifft.

Der Schlagerbarde mit der Axel Witsel-Frisur, Roberto Blanco, liefert den Soundtrack für den Auftritt des TuS Ahmsen beim diesjährigen LZ-Cup. Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann summt vor sich her: „Ein bisschen Spaß muss sein“, offenbart sein Gesangstalent, um seine Mannschaft in Stimmung zu bringen, wohlwissend, dass der Spaß die „einzige Erwartung“ sein wird. Jeder, der selbst schon mal in der schönsten Nebensache der Welt aktiv gewesen ist, weiß, dass vor allem Siege Spaß machen, die einhergehen würden mit dem Sprung in die Zwischenrunde, „weil es dann mit der Zwischenrunde in Aspe schon ein nettes Event ist“, wäre dies für die Ahmser Schlachtenbummler dann auch nur ein Katzensprung. Unterschätzen will Köhnemann die klassentieferen Rivalen nicht, merkt er doch korrekterweise an: „Da gibt es in jeder Kreisliga-Truppe vier, fünf Jungs, die richtig gut zocken können und eine gute Technik besitzen.“ Dies gepaart mit der gesunden Portion an Effizienz und der erfolgreiche Budenzauber ist auch als Außenseiter möglich. Die gut in die Bezirksliga-Serie gestartete Spielgemeinschaft aus Hörstmar/Lieme sieht Köhnemann in der Position des „Top-Favoriten“, kann er dies auch mit nachvollziehbaren Sachargumenten belegen: „Die haben klasse Leute in ihren Reihen und spielen eine richtig gute Saison in der Bezirksliga. Auch letztes Jahr beim Cup haben sie ja schon richtig geile Spiele geboten und gezeigt, wo das hinführen könnte dieses Jahr“, benötigt Lothar Köhnemann für diese einwandfreie Gedächtnisleistung kein Vita-Sprint. Er freut sich wie ein fünfjähriges Kind auf den Weihnachtsmann auf das „Finale Grande“, was im letzten Gruppenspiel im Duell der letztjährigen Aufstiegsrivalen stattfindet. Selbst glänzt Köhnemann mit Abwesenheit. Der Grund hierfür ist aber verständlich: „Ich bin nicht anwesend, weil wir unsere Kinderweihnachtsfeier vom TuS vorbereiten, die an dem Tag um 15:30 startet. Das Event ist für mich ehrlich gesagt viel wichtiger als es die LZ-Cup Vorrunde ist“, verrät der rhetorisch geschickte Ahmsen-Obmann seine persönliche Wertigkeit. Trotzdem findet er letztlich versöhnliche Worte: „Ich wünsche allen Mannschaften viel Erfolg und Glück beim LZ-Cup, Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden für die kommende Zeit und natürlich frohe Weihnachten allen, die Lippe-Kick lesen und verfolgen“, möchte sich das Redaktionsteam diesen Worten allzu gerne anschließen.

SG Talle/Westorf-Coach Oliver Gehrmann schwärmt: „Es ist ein prima Turnier. Das sieht man auch daran, dass fast alle Mannschaften teilnehmen“, sind einzig der TBV Alverdissen, der SC Lemgo/West aus dem FuL-Kreis Lemgo nicht mit dabei. Die eigenen Perspektiven ordnet Gehrmann richtig ein: „Für uns ist es aber nicht so wichtig, weiterzukommen oder es bis in die Endrunde zu schaffen.“ Sondern: „Wir wollen Spaß haben und das steht bei uns auch im Vordergrund.“ Elementar ist für Gehrmann, dass keine Spieler von Verletzungen heimgesucht werden. „Deswegen“, so argumentiert er, „habe ich auch keine Favoriten oder Konkurrenten. Vielmehr sollte jeder versuchen, guten, ansehnlichen Fußball zu spielen und schöne Tore zu erzielen, damit den Zuschauern ordentlich was geboten wird“, bedeutet schließlich Hallenfußball stets auch eine Prise Entertainment.

Ein besonderes Spiel wartet auf Yunus Lemgo, geht es doch wie auch im vergangenen Jahr gegen die befreundete SG Hörstmar/Lieme. Hör/Lie-Coach Matthias Wölk ist ein „sehr guter Freund“ (O-Ton: Yunus-Coach Cüneyt Kurt und Arbeitskollege. „Wir haben ein Hammer-Los bekommen“, sagt Yunus-Trainer Cüneyt Kurt mit Blick auf das „beste Team aus dem FuL-Kreis Lemgo“, den Bezirksligisten aus Hörstmar/Lieme, das A-Liga-Spitzenteam aus Ahmsen und den B1-Ligisten SG Talle/Westorf. Die Spielgemeinschaft betrachtet er als den „haushohen Favoriten“ in dieser Zusammensetzung, existiert für Kurt doch eine Art Wiedersehensfreude, geht es gegen Kurts Ex-Verein, hat er doch vor drei Jahren bei Hörstmar/Lieme gespielt. Als den zweiten Favoriten sieht er den TuS Ahmsen, bei dem Ex-Yunus-Keeper Bengt Pyka zwischen den Pfosten steht. Die eigene Zielsetzung ist eindeutig: „Wir wollen alles dafür geben, dass wir nicht Letzter werden und das Spiel gegen Talle/Westorf gewinnen“, spekuliert Cüneyt Kurt vielleicht sogar mit einer möglichen Überraschung. Eine neue Erfahrung wird es gegen Ta/We geben, feiern die Delphine in diesem Spiel ihre Pflichtspielpremiere. „Als B-Ligateam ist es eine hervorragende Möglichkeit, sein Team zu präsentieren, haben wir doch einige technisch gute Kicker im Team“, führt der Spielertrainer weiter aus. Mut macht das Vorjahr, als man in einer starken Gruppe hinter Hörstmar/Lieme und Leopoldshöhe Rang drei belegte und ansprechende Leistungen bot. An diese Vorstellung soll angeknüpft werden. Bis auf Yusuf Yeldan geht Yunus Lemgo in den LZ-Cup mit dem besten Kader.

Auf schwierige Spiele stellt sich Hörstmar/Lieme-Trainer Matthias Wölk ein. Gegen das befreundete Yunus Lemgo gab es im Vorjahr einen knappen und glücklichen Sieg. Wölk lobt: „Yunus ist eine wirklich technisch gute Mannschaft.“ Speziell sein Ex-Spieler Volkan Erdem beeindruckt ihn sehr, klassifiziert er diesen doch als einen „richtig guten Spieler.“ Resultierend steht daher für ihn fest: „Yunus hat das Überraschungspotential.“ Deshalb ist Wölk davon überzeugt, dass die Delphine „auf jeden Fall weiterkommen können.“ Gute Karten auf der Hand hat sicherlich auch der TuS Ahmsen, für Wölk ist das A-Liga-Spitzenteam eine „Top-Mannschaft“, verfügt mit dem Zauberer Tim Jahn und der Tormaschine Sören Seifert über „richtig gute Fußballer.“ Den dritten Kontrahenten, die SG Talle/Westorf, kann Wölk nicht einschätzen, haben sich die Klingen bisher noch nicht gekreuzt. Selbst möchte die Spielgemeinschaft selbstverständlich den Sprung in die Zwischenrunde anstreben, ist dafür unabdingbar: „Wir müssen eine gute Mischung aus Offensive und Defensive finden.“ Einige Stammkräfte, die in 19 Hinrundenbegegnungen mitgewirkt haben, möchte Wölk diesmal nicht mitnehmen. Speziell die verletzungsanfälligen Akteure erhalten eine schöpferische Pause. Wie etwa Vielspieler Manuel Süllwold. „Er ist keine 21 mehr, ist sehr wichtig für uns. Deshalb wollen wir bei ihm kein Risiko eingehen“, siegt die Vernunft bei Wölk. Bei Serkan Erdem, der oft für die magischen Momente zuständig ist, wird es eine Bauchentscheidung werden. Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Erdem bereits zwei Kreuzbandrisse erlitten hat. Wölk gibt zu bedenken: „Durch das abrupte Stoppen kann speziell im Knie viel passieren. Physiotherapeut Matthias Olfert wird entscheiden“, ist das Vertrauen in seinen Assistenztrainer hier groß. Die Wertigkeit der Liga ist für Wölk deutlich höher einzuschätzen, weshalb auch der eine oder andere Akteure aus der zweiten Reihe Spielzeit bekommen wird. Dennoch: „Die Hallen-Cracks wie Tobias Fitz, Arno Warkentin, Philipp Born, Alexander Ritter und Artur Esko werden definitiv spielen.“ Wie lief die Vorbereitung? „Eineinhalb Stunden haben wir Mittwochabend gegen den CSL Detmold in der Halle der August –Hermann-Francke –Schule gespielt.“

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