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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Vorbericht Halle Detmold

Elf Teams geben sich in der DBB-Halle Detmold die Ehre, mindestens fünf davon ziehen eine Runde weiter. Lippe-Kick weiß mehr.

Wiedersehen macht Freude

LZ-Cup (ab). Einen langen Atem brauchen Spieler wie Zuschauer, denn in der DBB-Halle Detmold gibt es die meisten Spiele zu bestaunen. Elf Teams kämpfen hier um Zwischenrunden-Tickets. Während in Gruppe 1 fünf Mannschaften um zunächst zwei Tickets spielen, ob der dritte weiterkommt entscheidet sich erst, wenn alle Vorrunden-Spiele in den drei Detmolder Hallen beendet sind, kämpfen in Gruppe 2 sechs Mannschaften um drei Plätze für die Zwischenrunde an gleicher Stelle.

 

Gruppe 1

Blomberger SV
FSG Waddenhausen/Pottenhausen
SuS Lage
RSV Hörste
Spvg Hagen/Hardissen

Man kennt sich

(hk). Drei A-Ligisten und ein C1-Duo, das ist die Zusammensetzung in der DBB-Halle Detmold Gruppe 1. Auf den ersten Blick sollten der Blomberger SV, SuS Lage und der RSV Hörste als Vertreter der höchsten Detmolder Kreisklasse das Rennen um die Zwischenrunde unter sich ausmachen. Fußballerisches Potential besitzen aber auch die C-Liga-Mannschaften aus Hagen/Hardissen und Waddenhausen/Pottenhausen, die nicht unterschätzt werden sollten.

Eine Regel hat für den Blomberger SV-Coach Mike Winkler schon einmal eindeutig Bestand: Beim Hallenfußball ist die Ligazugehörigkeit irrelevant, ist diese Gruppe gut gemischt mit einem A-Liga-Trio und den C1-Rivalen FSG Waddenhausen/Pottenhausen und der Spielvereinigung Hagen/Hardissen. Winkler betont im Lippe-Kick-Gespräch: „In der Halle hat jedes Team Chancen auf das Weiterkommen“, möchte er mit dem großen Aber jedoch nicht hinter dem Berg halten, wenn er anmerkt: „Dazu gehört halt immer auch die Vorbereitungsmöglichkeit für die Halle, bei uns leider nicht gegeben und daher müssen wir aus dem Stand heraus gucken, welche Rolle wir spielen“, sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Unterfangen eher so mittelprächtig gegeben. Keine Erfahrungswerte hat Winkler mit den unterklassigen Kontrahenten aus dem Lagenser Raum, weshalb für ihn grundsätzlich gilt: „Wir werden die beiden Teams nicht unterschätzen.“ Einen Rachefeldzug streben die Nelkenstädter zwar nicht an, dennoch: „Die beiden A-Ligisten haben uns auf dem Feld alt aussehen lassen, das soll sich dort eigentlich nicht wiederholen“, hat er die Liga-Niederlagen nicht vergessen.

Für FSG-Coach Ali Souk ist die LZ-Cup-Vorrunde ein Teil der Vorbereitung. Man geht nicht ohne Motivation in die diesjährige Hallenrunde: „Natürlich wollen wir gut abschneiden und werden alles geben, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.“ Mit dabei sind die drei neuen Spieler. Ein Duo ist aus dem Kreis-Oberhaus verpflichtet worden und ein Akteur aus der B-Liga. Batuhan Kocak kommt vom Blomberger SV, Ihsan Souk vom SC Türkgücü Detmold und Marco Galbierz von der SG Hiddesen/Heidenoldendorf II. Auch Souk wünscht sich die Erlangung des Spaßfaktors und eine verletzungsfreie Veranstaltung. Zur Gruppenauslosung sagt er: „Wir haben eine starke Gruppe erwischt mit drei guten Kreisliga A-Mannschaften und Hagen-Hardissen aus unserer Liga.“

Im Gegensatz zu einigen seiner Trainerkollegen nimmt SuS Lage-Coach Christian Martens den LZ-Cup „sehr ernst“, haben die Zuckerstädter dies doch auch in der vergangenen Spielzeit getan. In der Vorsaison war Martens aber nicht vor Ort. Die unmittelbare Auswirkung auf die sportliche Leistungsfähigkeit hat er erkannt: „Wenn der Coach nicht anwesend ist, fehlen bekanntlich bei einigen Spielern ein paar Prozente bezüglich ihrer Motivation“, so Martens, weshalb in diesem Jahr seine bessere Hälfte alleine den Trip in ihre Heimat antreten wird. Seine Meinung zu den Gegnern: „Wenn man die Gruppe so sieht, würde ich sagen, dass sie machbar ist, wenn meine Spieler alles reinhauen, ihre gute Technik ausspielen, aber auch von der Ordnung her diszipliniert auftreten. Habe ich Spieler dabei, die meinen, sie können da eine One-Man-Show hinlegen, wird das sicher nichts mit dem Weiterkommen“, so seine Befürchtung. Die Zuckerstädter können dabei in Bestbesetzung auflaufen. Die Bedeutung des erhofften Sprungs in die Zwischenrunde skizziert Christian Martens wie folgt: „Ein Weiterkommen wäre ein Erfolg, zumal dies schon sehr lange her ist, dass der SuS Lage die Vorrunde überstehen konnte”, hätte dies auch eine historische Bedeutung.

Große Sehnsucht nach dem alljährlichen Budenzauber mit Wettkampfcharakter verspürt auch RSV Hörste-Abwehrmann Marcus Baumgartner, der eine „interessante Gruppe“ beobachtet hat, „mit Mannschaften, die sicher nicht ganz schlecht in der Halle sind.“ Dem Bezirksliga-Absteiger aus Blomberg presst er ganz geschickt in die Favoritenrolle, wird beim Kampf um das weitere Ticket die „Tagesform entscheiden.“ Das eigene Seelenheil wird vom Auftritt nicht ganz so stark tangiert, sagt Baumgartner doch: „Wir persönlich nehmen den LZ Cup nicht ganz so ernst. Mehrere Spieler bei uns wollen und können nicht spielen“, ist die Bedeutung dieses Turniers aus Hörster Sicht eher so medium. Unklar ist derzeit noch, welche Spieler von Coach Frank Linnemann mit einem Kadermandat bedacht werden. Die eigenen Ansprüche: „Unser Ziel sollte die Zwischenrunde sein, doch wenn es nicht der Fall sein sollte, ist es auch nicht dramatisch“, so der RSV-Kicker, der ankündigt, sehr entspannt an die Sache heranzugehen. Fairness und eine Verletzungsfreiheit, das sind zwei Punkte auf seinem Wunschzettel.

Keinen Überraschungseffekt erwartet Hagen/Hardissen Co-Trainer Rudi Krein, sagt er doch via Lippe-Kick: „In unserer Gruppe sind alles alte Bekannte, gegen die man schon einmal gespielt hat, auch wenn es teilweise noch zwei Ligen höher war“, war dies die gute, alte Zeit. Viele Faktoren, die im Freiluftfußball eine Rolle spielen, sind beim Budenzauber variabel. „Aber in der Halle ist der Fußball, die Taktik und auch das Physische etwas ganz anderes.“ Welche Spieler tatsächlich in den LZ-Cup-Kader berufen werden, erscheint derzeit noch vage zu sein. Für Krein geht es auch darum, dass die Spielvereinigung eine hervorragende Eigenwerbung betreibt, kündigt er schließlich an: „Wir wollen unseren „neuen“ Fußball, unseren Teamgeist und die Mentalität, alles, was sich in den letzten Monaten so gut entwickelt hat, zeigen und werden sehen, wozu es am Ende des Tages reicht.“ Mit einer positiven Grundhaltung und dem Wunsch nach einer großen Portion Spaß geht der B-Liga-Absteiger diese Aufgabe an.

 

Gruppe 2

Post TSV Detmold
SG Belle/Cappel
SuS Pivitsheide
SG Hiddesen/Heidenoldendorf
TuS Eichholz/Remmighausen
CSL Detmold

Post TSV Detmold will das Aus „wieder gerade rücken“

(ab). Die einzige Sechser-Gruppe in der gesamten Vorrunde ist stark besetzt. Zum einen sticht natürlich der Post TSV Detmold hervor, der nach dem umstrittenen Aus im letzten Jahr noch etwas „gerade rücken“ möchte. Aber auch die starken A-Ligisten SuS Pivitsheide und SG Hiddesen/Heidenoldendorf muss man auf der Rechnung haben. Interessant: Beim SuS Pivitsheide spielen die Wichmänner, die den LZ-Cup mit dem Post TSV gewonnen haben, bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf Christoph Rüschenpöhler und Sebastian Schönfelder, denen dies auch gelungen ist. Daher gibt es in diesen Partien viel Wiedersehensfreude. Außenseiterchancen auf die nächste Runde haben der CSL Detmold und der TuS Eichholz/Remmighausen, aber auch die SG Belle/Cappel darf auf keinen Fall unterschätzt werden.

Als „eine sehr starke Gruppe“ empfindet Post TSV-Manager Michael Grundmann die Gruppe 2 in der DBB-Halle. Denn: „Mit SuS Pivitsheide und Heidenoldendorf haben wir richtige Kracher erwischt. CSL Detmold und Remmighausen haben sicherlich auch eine sehr gute Hallentruppe. SG Belle/Cappel kann ich leider überhaupt nicht einschätzen, da ich Sie nicht kenne.“ Große Freude auf das Wiedersehen mit den alten bekannten herrscht bei Grundmann: „Wir treffen auf Chris Rüschenpöhler, der seine besten Jahre bei uns hatte. Auch bei SuS Pivitsheide spielt Manuel Wichmann, ein ehemaliger Spieler von uns, was die Sache natürlich noch interessanter macht.“ Das erklärte Ziel ist selbstverständlich das Finale in Lemgo, auch, aufgrund der Farce im letzten Jahr: „Letztes Jahr sind wir meiner Meinung nach nicht alleine aus sportlichen Gründen ausgeschieden und ich hoffe, das können wir dieses Jahr wieder gerade rücken.“

Den Gegenpol zum Post TSV Detmold bildet die SG Belle/Cappel, in dieser Gruppe übrigens der einzige Verein aus Horn-Bad Meinberg, während die anderen fünf Teams allesamt in Detmold beheimatet sind. SG-Coach Timo Welsandt findet: „Wir haben eine wirklich schwere Gruppe erwischt. Wir gehen sicherlich als Außenseiter in das Turnier, nichtsdestotrotz werden wir in jedem Spiel versuchen zu punkten.“ Und sollte das gelingen, wäre die Überraschung wohl perfekt. Welsandt jedenfalls traut seiner Mannschaft so einiges zu: „Technisch haben wir ein paar außergewöhnliche Kicker in unseren Reihen. Wir sind für eine Überraschung gut, zumal wir in diesem Jahr noch kein Spiel in der Halle verloren haben“, fügt der Coach schmunzelnd hinzu. Er geht davon aus, dass es so bleibt, denn: „Jeden, den wir Sonntag nach Hause schicken, müssen wir nicht in Lemgo schlagen.“

Dass das allerdings ein schweres Unterfangen wird, ist auch an den Worten von SuS-Kicker Daniel Wichmann zu erkennen, der meint nämlich: „Wir haben mit Hiddesen und Post natürlich zwei der besten Hallenmannschaften aus unserem Kreis in der Gruppe. Dazu ist auch CSL nicht zu unterschätzen.“ Die anderen beiden Teams kennt Wichmann eher weniger. Aber „gerade Post mit den vielen Futsalspielern und Hiddesen mit der jungen Truppe werden vermutlich sehr stark sein“, womit es auch eine „schwere Aufgabe“ wird, „in dieser Gruppe zu bestehen.“ Das Ziel des aktuellen Tabellendritter der A-Liga ist aber ganz klar: „Wir wollen weiterkommen.“ Der Kader wird erst nach dem Abschlusstraining feststehen. „Wir sind top besetzt und jeder möchte in der Halle dabei sein. Deshalb gehen wir optimistisch in den LZ-Cup und freuen uns auf die großen Aufgaben“, so Daniel Wichmann.

Für Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach Markus Rüschenpöhler ist die Vorrunde auch eine „kleine Detmolder Meisterschaft“ zwischen den fünf Detmolder Mannschaften. Den LZ-Cup bezeichnet er als „prestigeträchtiges Turnier“, weshalb er mit seiner SG auch „klar die Zwischenrunde erreichen“ möchte. „Dafür treten wir an.“ Mit den bisherigen Trainingseinheiten in der Halle ist Rüschenpöhler allerdings noch nicht zufrieden: „Da müssen wir uns am Sonntag deutlich steigern, diszipliniert spielen, besonders im Defensivverhalten. Sonst wird es sehr schwer. Aber ich bin sicher, dass sich alle sehr gut präsentieren, wenn es in den Wettkampf geht und dann werden wir uns auch für die nächste Runde qualifizieren.“ Als Team, das aus der Gruppe noch heraussticht sieht der Coach den Post TSV Detmold: „Die sind Rekordtitelträger, zu denen muss man nicht viel sagen, sie sind einer der Favoriten auf den Titel, wie werden auch in unserer Gruppe als erster genannt werden, wenn es ums Weiterkommen geht.“ Auch den Liga-Konkurrenten aus Pivitsheide sieht Rüschenpöhler als starken Konkurrenten: „Sie waren letztes Jahr in der Endrunde, haben eine starke Hinrunde gespielt. Das ist eine gute Truppe, die über Mentalität und Einsatz kommt.“ Eine „spielerisch starke Offensive“ bescheinigt der SG-Coach dem TuS Eichholz/Remmighausen, gerade, „wenn Jannik Rother spielen sollte, haben sich auch individuelle Klasse, die man nicht unterschätzen sollte. Das gilt auch für CSL Detmold, die sind sicher stärker als in der Vergangenheit, haben eine technisch gute Truppe.“ Mit gemischten Gefühlen blickt Rüschenpöhler auf die SG Belle/Cappel. Schon letztes Jahr spielte man gegen die SG, siegte auch mit 4:2, hat aber „katastrophal“ gespielt. Mit welcher Mannschaft die SG aufläuft, steht noch nicht fest. Neben drei angeschlagenen Spielern haben fünf Kicker freiwillig verzichtet.

Groß ist der Respekt beim TuS Eichholz/Remmighausen. Kicker Timo Tcheon ist nicht gerade glücklich mit der Auslosung: „Wir haben mit Abstand die schwerste Gruppe erwischt und mit Post TSV Detmold die schwerste Truppe des Turniers. Hiddesen und SuS Pivitsheide schätze ich auch sehr stark ein.“ Keine guten Erinnerungen hat er an die Liga-Konkurrenten CSL Detmold und Belle/Cappel, gegen die man in der Meisterschaft verloren hat. „Aber in der Halle zu spielen ist immer etwas anderes als auf Rasen. Ich denke, dass wir individuell stark aufgestellt sind und für eine Überraschung sorgen können“, geht man durchaus ambitioniert an die Aufgabe heran.

Das gilt auch die Kicker vom CSL Detmold. „Wir haben immer das Ziel eine Runde weiter zu kommen“, verkündet Alfred Leingang. „Unsere Spieler sind hoch motiviert, wir hoffen, dass wir das Trainierte in den letzten Wochen auch diesmal wieder anwenden können.“ Allerdings gibt es dann doch eine Einschränkung: „Die Gruppe hat viele gute Gegner, wir werden also sehen, ob es für uns reicht, eine Runde weiter zu ziehen.“

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