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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Nachbericht Halle Barntrup

Der SC St. Pauli schafft die große Sensation und steht als C-Ligist in der Zwischenrunde. Lippe-Kick hat alle Infos zu den Spielen in Barntrup.

Gruppe 1

1.TuS Sonneborn418:6+1210
2.TuS Brake412:8+48
3.SV Wüsten414:10+46
4.TuS Bexterhagen413:1304
5.VfB Matorf45:25-200

Sonneborn souverän – Auch Brake in der nächsten Runde

(ab). Mit zehn Punkten aus vier Spielen setzt sich der TuS Sonneborn als Erster in dieser Gruppe durch. Schon vor den abschließenden Gruppenspielen waren die Blau-Gelben nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen. Etwas spannender war es auf den Plätzen dahinter, doch hier behält der TuS Brake die Oberhand und setzt sich als Zweiter durch. Raus sind der SV Wüsten und der TuS Bexterhagen. Der VfB Matorf wollte die Großen ärgern, das gelang mit null Punkten aus vier Spielen nicht ganz so gut.

 

Voll des Lobes ist Sonneborn-Kicker Oliver Drawe (Bild links) angesichts der souveränen Leistung: „Wir haben trotz unserer jungen Truppe echt gut gespielt und sind verdient Gruppensieger geworden.“ Und das sogar schon vorzeitig. Bexterhagen und Matorf werden klar geschlagen, gegen Liga-Konkurrent Brake holt man ein Unentschieden, womit die Zwischenrunde schon gebucht ist. Zum Abschluss gibt es noch einen weiteren Sieg gegen den SV Wüsten und kann die abschließenden Gruppenspiele entspannt von der Tribüne aus anschauen, da man auch als Gruppensieger bereits feststeht. „Den Jungs hat es Spaß gemacht und dass wir dazu noch eine Runde weiter sind ist umso geiler“, freut sich Drawe. „Die Spiele liefen alle optimal und wir konnten viele Tore erzielen.“  Gegen Brake war es etwas enger aber wir sind sehr zufrieden mit unserem Auftritt.“

Den Blau-Gelben folgt der TuS Brake in die Zwischenrunde. Auch Trainer Axel Wehmeier (Bild rechts) ist „super zufrieden. Kein Spieler verletzt, kein Spiel verloren und verdient in die Zwischenrunde eingezogen, die Jungs haben das ordentlich gemacht.“ Als wichtig erweist sich der Sieg im ersten Spiel gegen den SV Wüsten, denn gegenüber dem B2-Ligisten hat man am Ende nur zwei Punkte Vorsprung, da man gegen Bexterhagen und Sonneborn nur einfach punkten kann. Dennoch reicht der Sieg gegen Matorf im letzten Spiel für die Zwischenrunde. „Alle Spiele gingen fair über die Bühne, was auch an den sehr souveränen Schiris gelegen hat“, lobt Wehmeier. Und auch „die Halle war zwar optisch gut gefüllt“, aber das ist ein Trugschluss, denn „zieht man die immer wartenden sieben Mannschaften ab, ist das Interesse sehr gering gewesen.“ Lobend erwähnt wird noch die „sehr gute Organisation vom TuS Sonneborn, dafür vielen Dank.“

Einen starken Eindruck macht zunächst auch der SV Wüsten, der gegen den TuS Brake gut ins Turnier kommt, das Spiel aber in den letzten Sekunden noch unglücklich aus der Hand gibt. Somit steht man gegen Matorf bereits unter Druck. „Da war klar, dass wir gewinnen müssen“, so Coach Sebastian Milde (Bild links). Gesagt, getan. Mit 5:0 wird der C-Ligist geschlagen. Eine Entscheidung fällt dann im dritten Gruppenspiel gegen Sonneborn. „Entweder Gruppensieger oder raus, die Konstellation war klar“, so Milde. Und der SVW fängt erneut stark an, geht mit 2:0 in Führung, hat dann aber einen Bruch im Spiel, womit der TuS wieder ins Spiel kommt und das Spiel noch drehen kann. „Damit war klar, dass wir raus sind“, so Milde vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Bexterhagen, für Milde nach wie vor „etwas Besonderes.“ Erfreulich, dass der SVW das Spiel für sich entscheiden kann, denn: „Die Jungs haben so noch nie zusammengespielt, Ziel war es, den gesamten SV Wüsten, also erste und zweite Mannschaft, zu präsentieren. Das ist uns sehr gut gelungen.“ So kann der Coach trotz des Aus ein positives Fazit ziehen: „In der Gruppe sechs Punkte zu holen ist eine gute Leistung, da sind stolz drauf. Wir gratulieren Sonneborn und Brake, mit etwas mehr Glück wären wir auch weitergekommen. Aber nochmal ein riesen Lob an die Truppe.“

Und auch beim TuS Bexterhagen ist man wegen des Ausscheidens nicht sonderlich böse. „Das war aus unserer Sicht eine ordentliche Vorstellung. Nach einer Eingewöhnungsphase im ersten Spiel, als die Jungs sich erstmal an die Begebenheiten (Futsal-Ball und Halle) gewöhnen mussten, lief es gegen Brake im zweiten Spiel schon deutlich besser“, urteilt Betreuer Uwe Wehmeyer (Bild rechts). So folgt der Auftaktniederlage gegen Sonneborn ein Punktgewinn gegen Brake. „Leider verpassten wir es kurz vor Schluss in diesem Spiel den Sack zuzumachen“, ist dann doch ein wenig Ärger vorhanden. Mit einem Punkt aus zwei Spielen war das Weiterkommen dann nur noch theoretischer Natur. Und auch, wenn man gegen Matorf „leichtes Spiel“ hat, denn „fast jeder unserer Jungs durfte sich mal in die Torschützenliste eintragen“, würde auch ein Sieg im letzten Spiel gegen Wüsten nicht mehr reichen, da Brake schon zu weit war. Das letzte Duell gegen Wüsten ist dann auch „eine knappe Sache. Verzweifelt sind wir da bestimmt acht- oder neunmal am überragenden Torwart vom Gegner. Er rettete den Sieg der Wüstener.“

Vom Vorhaben, die Kontrahenten zu ärgern, war der VfB Matorf einiges entfernt. Letztendlich galt das Motto „Dabei sein ist alles“, denn: „Wir waren froh, eine Mannschaft stellen zu können.“ Zu einem Punkt reicht es gegen die höherklassigen Gegner nicht, punktlos scheidet Matorf als Letzter aus. Immerhin: „Wir haben gekämpft, aber zu viele leichte Fehler gemacht“, konstatiert Waldemar Helmut (Bild links).

Die Ergebnisse im Überblick

TuS SonnebornTuS Bexterhagen4:1
TuS BrakeSV Wüsten3:2
VfB MatorfTuS Sonneborn1:7
TuS BexterhagenTuS Brake2:2
SV WüstenVfB Matorf5:0
TuS SonnebornTuS Brake2:2
VfB MatorfTuS Bexterhagen2:8
SV WüstenTuS Sonneborn2:5
TuS BrakeVfB Matorf5:2
TuS BexterhagenSV Wüsten2:5

 

Gruppe 2

1.TBV Lemgo312:3+99
2.SC St. Pauli38:5+34
3.FC Unteres Kalletal34:11-73
4.TuS Lockhausen35:10-53

St. Pauli macht die Überraschung perfekt

(hk). Das klassentiefste Team springt in die Zwischenrunde – neben dem großen Favoriten. Das ist die Quintessenz für die Gruppe 2 in der Holstenkamphalle in Barntrup. Nach vier Zählern aus drei Spielen hat sich der SC St. Pauli die zweite Position gesichert, zieht zusammen mit dem Dominator und Gruppensieger TBV Lemgo (sieben Punkte) in die Zwischenrunde ein.

Von Henning Klefisch

 

Auf einer Welle der Euphorie surft TBV Lemgo-Coach Ilker Siviloglu nicht unbedingt, sagt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Das war eigentlich eine Pflichtaufgabe“, hat er doch einiges an Kritikpotential ausfindig gemacht: „Wir müssen spielerisch noch mehr drauflegen und noch schneller spielen“, um kein böses Erwachen in der folgenden Runde zu erleben. Immerhin: Sieben von neun möglichen Punkten holen die Jahnplatz-Jungs.

Wie ein Honigkuchenpferd strahlt SC St. Pauli-Coach Simon Meschonat, liefert er doch dem Lippe-Kick-Reporter einen dezenten Einblick in seine Stimmungsatmosphäre: „Wir freuen uns natürlich riesig.“ Vielleicht ist es ein Vorteil gewesen, dass der C2-Ligist erwartungslos dieses Turnier angegangen ist, einfach nur Spaß am Kicken haben möchte. Für Meschonat ist dieser Erfolg ein Resultat der ansprechenden Leistung: „Die Jungs haben sich den Einzug in die Zwischenrunde aber vollkommen verdient. Jeder hat für seine Mitspieler gekämpft und neben dem Einsatz haben wir auch guten Fußball gespielt.“ Die Kirsche auf der Erfolgstorte: „Das 1:1 gegen den TBV ist das Highlight des Tages und war eine absolute Willensleistung“, so ein rundum glücklicher Meschonat, der zum Auftakt gegen den FC Unteres Kalletal klar mit 4:0 gewonnen hat, sich im zweiten Spiel dem TuS Lockhausen mit 3:4 geschlagen geben musste.

Noch in der Tiefschlafphase sind wohl einige Kicker des FC Unteres Kalletal im Auftaktspiel, was gegen den klassentieferen Sportclub aus St. Pauli sang- und klanglos mit 0:4 verliert. UK-Coach Sven Mingram legt seine Stirn in Falten, schaut kurz enttäuscht gen Boden, um mit seiner Analyse zu beginnen: „Das erste Spiel haben wir absolut verschlafen, die Bewegung ohne Ball war nicht da, es war ziemlich schwierig für alle Mannschaften. Man hat eigentlich am Niveau gemerkt, dass alle Mannschaften noch nicht viel in der Halle waren, es wirkte für mich, als würden wir das erste Mal an den Ball treten.“ Und: „Das hat man auch bei vielen Mannschaften gemerkt“, fehlen sichtbar die Automatismen. Mingram moniert, dass man gegen die Paulianer „alles falsch gemacht habe, was man falsch machen kann“, ist der Auftakt gegen den vermeintlichen Underdog ordentlich verpatzt worden. Ebenfalls mit vier Toren Differenz ist gegen den TBV Lemgo verloren worden. Der Trainer der Rot-Weißen gibt sich überzeugt, dass in diesem Spiel mehr möglich gewesen wäre. Trotz des klaren Ergebnisses zugunsten des Bezirksligisten hat Mingram beobachtet, dass der Eingewöhnungsfaktor nicht zu unterschätzen ist. Er gibt redlich zu: „Wir haben uns mehr ausgerechnet und wollten eine Runde weiterkommen, das war klar.“ Ein knapper Sieg im Abschlussspiel gegen den TuS Lockhausen macht die Gruppenphase letztlich versöhnlich. Dennoch haben die Kalletaler zu viele Möglichkeiten vergeben. Dennoch ist für ihn ein Fakt durchaus entscheidend: „Wir waren eine Einheit, das war wichtig“, besitzt er auch das Rückgrat, dem Außenseiter zum Erfolg zu gratulieren: „Freuen kann man sich über St. Pauli.“ Denn: „Sie haben es völlig verdient, weiter zu kommen, haben auch gegen Lemgo sehr gute Möglichkeiten zum Sieg gehabt. Glückwunsch von unserer Seite aus.“ Dass man mit einem Sieg aus drei Spielen vorzeitig den LZ-Cup beendet hat, ist auf den ersten Blick ärgerlich. Trotzdem hat Mingram ganz bewusst der Jugend eine Chance gegeben, um auch den „alten Hasen“ die nötige Schonzeit zu gewähren. Was ihn zuversichtlich mit Blick auf die Zukunft stimmt: „Es findet ein Lernprozess auch bei uns statt, ganz klar fehlt es da noch an taktischen Dingen und Spielverständnis und natürlich auch die richtige Bewegung in den freien Raum.“ Dennoch: „Für die Jungs war es trotzdem einfach ein Lernprozess, wo wir dann auch mal durch müssen“, können diese Erfahrungswerte auf Dauer hilfreich sein.

Das Ergebnis von 0:5 sieht am Ende sehr deutlich aus. Dennoch freut sich TuS Lockhausen-Interimstrainer Matthias Höcker sehr, dass seine Mannschaft zehn Minuten „ein gutes Spiel gezeigt hat.“  Die Führung liegt in der Luft, aber die Individualfehler sind es, die für den deutlichen Erfolg in der finalen Phase gesorgt haben. Knapper geht es gegen die Paulianer zur Sache, siegt der B2-Ligist verdient. Höcker bemerkt: „Mit einem Sieg gegen Unteres Kalletal hätten wir in die Zwischenrunde einziehen können“, spekuliert er sogleich: „Vielleicht lag es auch an den langen Wartezeiten zwischen den Spielen.“ Die erforderliche Einstellung gegen UK hat er grundsätzlich vermisst. „Da haben wir zu wenig investiert in das Spiel. Das war unser schlechtestes Spiel“, kommt dies zum falschen Zeitpunkt. Resultierend steht für ihn fest: „Es wäre mehr drin gewesen beim LZ-Cup.“

Die Ergebnisse im Überblick

FC Unteres KalletalSC St. Pauli0:4
TBV LemgoTuS Lockhausen5:0
FC Unteres KalletalTBV Lemgo2:6
TuS LockhausenSC St. Pauli4:3
SC St. PauliTBV Lemgo1:1
TuS LockhausenFC Unteres Kalletal1:2

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