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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Nachbericht Halle Bösingfeld

So liefen die Spiele in der Halle Bösingfeld. Überraschungen gab es in beiden Gruppen nicht, aber seht selbst in unserem ausführlichen Nachbericht.

Gruppe 1

1.SG Kalldorf411:4+79
2.TuS Leopoldshöhe411:5+69
3.SG Extertal/La/Si411:13-26
4.SG Bega/Humfeld46:11-53
5.TuS RW Grastrup/Retzen45:11-63

Die A-Ligisten machen’s

LZ-Cup (ab). Wenig Überraschendes hat sich in der Gruppe 1 getan. Die beiden A-Ligisten SG Kalldorf und TuS Leopoldshöhe setzen sich durch, ziehen als Erster und Zweiter in die Zwischenrunde ein. Knapp nicht gereicht hat es für die SG Extertal/Laßbruch/Silixen. Bega/Humfeld und Grastrup/Retzen können nur jeweils ein Spiel gewinnen, zu wenig für die nächste Runde.

Von André Bell

 

Die SG Kalldorf wird ihrem Status als leichter Favorit gerecht und startet mit einem souveränen Sieg gegen Bega/Humfeld ins Turnier, dem dann ein knapper 1:0-Sieg gegen Leopoldshöhe folgt. „Gegen Leopoldshöhe war ein recht ausgeglichenes Spiel, was auch locker Unentschieden hätte ausgehen“, meint Coach Stephan Brill (Bild links). Als dann das Spiel gegen Extertal/Laßbruch/Silixen ansteht, kann Kalldorf erneut einen souveränen Sieg einfahren und somit schon für die Zwischenrunde planen. Eine Niederlage ohne Folgen leistet man sich im abschließenden Gruppenspiel gegen Grastrup/Retzen. „Da war wahrscheinlich die Pause zu lang“, urteilt Brill nach fast 1 ½-stündiger Wartezeit. „Da hat der letzte Wille gefehlt.“ Doch „alles in allem haben wir das Ziel erreicht, was wir uns gesetzt hatten. Mit einem sehr starkem Peter Berg und einer Truppe, die trotz der vorherigen, nächtlichen Weihnachtsfeier gut mitgezogen hat freuen wir uns auf die Zwischenrunde.“

Ähnlich ergeht es den Jungs vom TuS Leopoldshöhe, wo man „mit dem Erreichen der Zwischenrunde zufrieden“ ist, so Coach Sebastian Brosch, „mit dem Verlauf der Spiele aber eher nicht.“ Denn Brosch findet, dass „deutliches Steigerungspotenzial vorhanden und notwendig“ ist. „Wir wollten zu häufig mit dem Kopf durch die Wand, die Tore erzwingen und das klappt selten in der Halle.“ Gegen Extertal/La/Si gelingt zum Auftakt ein Sieg, während man das anschließende Spiel gegen Kalldorf dann verliert. Mit dem zweiten Sieg gegen Grastrup/Retzen hat man ein Endspiel gegen Bega/Humfeld, welches die Brosch-Elf aber mit 3:0 für sich entscheiden kann und somit eine Runde weiterzieht. „Wir haben hoffentlich daraus gelernt und werden bei der Zwischenrunde souveräner und anders auftreten“, so der Coach.

Für die SG Extertal/Laßbruch/Silixen hat es dagegen gar nicht erst für die nächste Runde gereicht. Der Frust darüber hält sich allerdings in Grenzen, beziehungsweise ist gar nicht vorhanden. Den Auftakt ins Turnier verpennen die Ziereis-Schützlinge, „haben dann aber auch gezeigt, dass wir es können.“ So wird Grastrup/Retzen mit 2:1 besiegt, womit die Hoffnung auf das Weiterkommen noch vorhanden ist. Allerdings leistet man sich gegen Kalldorf dann eine klare Niederlage. „Kalldorf hat es echt gut gemacht und wir haben es ihnen teilweise auch zu einfach gemacht“, moniert Coach Christian Ziereis (Bild links). Immerhin gibt es zum Abschluss noch einen Sieg gegen Bega/Humfeld. „Aber das wichtigste ist, wir haben keine verletzten Spieler“, gibt es in der Halle leider gleich drei schwerere Verletzungen. Ziereis wünscht „alles Gute und eine schnelle Genesung.“ Dem schließt sich das Team Lippe-Kick an.

Auch Bega/Humfeld Michael Krügel nimmt verletzte Kicker von der Vorrunde mit. Nico Czepan zieht sich eine Schulterverletzung zu, Oguz Erk einen dicken Knöchel, ein weiterer plagt sich mit Schmerzen an den Rippen rum. Hinzu kommt, dass die SG „nicht ins Turnier findet“ und gleich zum Auftakt gegen die SG Kalldorf mit 0:3 verliert. In der Folge steigert sich der B1-Ligist zwar und siegt gegen Grastrup/Retzen souverän, doch Coach Michael Krügel hat von Anfang an „so ein Gefühl, dass es nicht reichen wird.“ Und das soll sich nach den Niederlagen gegen Extertal/La/Si und Leopoldshöhe dann auch bestätigen. Dabei hätte man im letzten Spiel gegen die Löwen sogar noch die Chance auf das Weiterkommen gehabt. „Wir hätten mit drei Toren Unterschied gewinnen müssen“, so Krügel. Doch am Ende steht ein 0:3 und damit verbunden das frühe Aus auf der Anzeigetafel. Kein Weltuntergang für die SG und ihren Coach. „Was der Vater nicht geschafft hat, haben die Söhne geschafft“, wird Michael Krügel als Zuschauer bei der Zwischenrunde vor Ort sein und seine Söhne Marcel (TuS Sonneborn) und Moritz (RSV Barntrup) anfeuern. Als problematisch bewertet Krügel die teils langen Pausen, nach dem ersten Spiel sitzt die SG beinah zwei Stunden tatenlos im Publikum. Und auch die unterschiedlichen Linien der Unparteiischen bemängelt der Coach: „Der eine pfeift die Grätschen ab, der andere zeigt die vier Sekunden später an“, nennt er nur zwei der Probleme.

Ähnlich wie Bega/Humfeld findet auch Grastrup/Retzen „zu spät ins Turnier.“ Die aus erster und zweiter Mannschaft gemischte Truppe muss sich erst finden. „In den ersten beiden Partien gegen die beiden B-Ligisten hat man sich nicht clever genug angestellt und war zu hektisch, das wiederum ist dem zu verschulden, dass wir in der Konstellation nicht einmal trainiert haben“, begründet Coach Martin Jedral (Bild links) die beiden Start-Niederlagen. Immerhin zeigt seine Truppe aber Moral: „Schön war aber dann zu sehen, dass die Leistung gegen die beiden A-Ligisten viel stärker war und man zurecht den Erstplatzierten der Gruppe geschlagen hat und in der Partie gegen Leo konnten wir ein gutes Spiel machen, uns aber nicht belohnen, weil zu viele Fehler gemacht wurden.“ So kommt Jedral zu einem insgesamt ordentlichen Fazit: „Im Großen und Ganzen verdient ausgeschieden, aber nach ersten schwachen Spielen relativ sauber aus dem Turnier verabschiedet.“

Die Ergebnisse im Überblick

SG Extertal/La/SiTuS Leopoldshöhe3:5
SG KalldorfSG Bega/Humfeld3:0
TuS RW Grastrup/RetzenSG Extertal/La/Si1:2
TuS LeopoldshöheSG Kalldorf0:1
SG Bega/HumfeldTuS RW Grastrup/Retzen4:0
SG Extertal/La/SiSG Kalldorf1:5
TuS RW Grastrup/RetzenTuS Leopoldshöhe1:3
SG Bega/HumfeldSG Extertal/La/Si2:5
SG KalldorfTuS RW Grastrup/Retzen2:3
TuS LeopoldshöheSG Bega/Humfeld3:0

 

Gruppe 2

1.SG Hörstmar/Lieme318:0+189
2.TuS Ahmsen36:9-36
3.Yunus Lemgo36:8-23
4.SG Talle/Westorf32:15-130

Favoriten setzen sich durch

(hk). Keine großartige Überraschung gibt es in der zweiten Gruppe in Bösingfeld zu konstatieren. Die SG Hörstmar/Lieme gewinnt alle ihre Spiele, zieht mit der optimalen Punktzahl in die nächste Runde ein, Ahmsen siegt in zwei seiner drei Spiele, was für den wichtigen zweiten Rang sorgt. Immerhin einen Dreier im Außenseiterduell gegen das punktlose SG Talle/Westorf fährt Yunus Lemgo ein.

Von Henning Klefisch

 

Ganz bitter ist die Hiobsbotschaft für die SG Hörstmar/Lieme, die bis zum Saisonende auf Leader Alexander Ritter verzichten muss. Im Spiel gegen Talle/Westorf liegt der Bezirksliga-Aufsteiger bereits mit 6:0 in Front, als Ritter böse gefoult wird. Das Resultat: Ein schmerzhafter Achillessehnenriss. Schon am Mittwoch wird er operiert. Hör/Lie-Coach Matthias Wölk (Bild rechts) sagt mit Blick zu den Schiedsrichtern bei Lippe-Kick: „Wenn du den Spielern das Gefühl gibst, dass sie rumtreten können, dann machen sie das auch. Wenn man einen roten Faden hat, dann können solche Verletzungen verhindert werden, indem man vorher schon zeigt, dass so etwas nicht geht“, fordert Wölk eine Art Vorbeugung. „Menschlich schmerzt der Ausfall noch mehr als sportlich“, bedauert er den langfristigen Ausfall vom Leistungsträger. Sportlich hat es Hör/Lie richtig gut gemacht, zwei richtig starke Spiele gegen gut eingestellte Teams aus Ahmsen und Yunus gemacht. Gegen an diesem Tag nicht konkurrenzfähige Kicker der SG Talle/Westorf hat man es „gut, aber nicht überragend gespielt“, so Wölk.

Seine Pflichtaufgabe gegen zwei B-Ligisten erfüllt hat der TuS Ahmsen. Nach zwei Spielen ist das Weiterkommen gesichert. Bemerkenswert: Offensichtlich sind die Ahmsen-Kicker vom TÜV Rheinland auserkoren worden, den offiziellen Aluminiumtest durchzuführen, haben sie beim 3:1-Opener gegen Yunus Lemgo stattliche fünfmal das Torgestänge getroffen. Die 0:6-Klatsche gegen den Bezirksligisten SG Hörstmar/Lieme liegt Ahmsen-Trainer Michael Tönsmann (Bild links) aber noch schwer im Magen. Für ihn gibt es eine Weltpremiere. Zum ersten Mal hat er leibhaftig seine Spieler beim Hallenfußball begutachtet. Sein Urteil: „Man hat schon gesehen, dass der ein oder andere kein Hallengott ist“, wird wohl in geraumer Zeit kein Futsal-Nationalspieler beim TuS Ahmsen entwickelt. Ein echter Wermutstropfen bleibt: Tim Jahn hat sich im letzten Spiel verletzt, ist sein Außenknöchel doch schnell dick geworden. Lippe-Kick wünscht dem zweimaligen Team Lemgo-Auswahlspieler gute Besserung. Tönsmann kündigt an: „Vor der Zwischenrunde wollen wir uns mit ein, zwei Trainingseinheiten in der Halle besser vorbereiten.“

Drei Punkte aus drei Spielen. Das ist die Bilanz für Yunus Lemgo. In der ersten Begegnung haben die „Delphine“ gegen das Kreis-Oberhaus-Spitzenteam TuS Ahmsen eine halbe Minute vor dem Schlusspfiff die prächtige Ausgleichsmöglichkeit, doch verpassen es leichtfertig, ein Tor zu erzielen. Stattdessen erhöhen die Tönsmänner auf 3:1. Yunus-Coach Cüneyt Kurt (Bild rechts) bemängelt: „Bei einem Unentschieden in dem Spiel wären wir jetzt in der Zwischenrunde.“ Chancenlos ist man gegen die guten, alten Freunde aus Hörstmar/Lieme gewesen, verliert man diese Begegnung doch satt mit 0:5. „Sie sind dieses Jahr noch besser als im Vorjahr und momentan eine Übermacht. Sie sind verdient Gruppensieger geworden und werden es auch wieder in die Finalrunde schaffen“, benötigt der Ober-Delphin Kurt für diese Prognose keine Glaskugel. Erfreulich endet das Turnier, gibt es doch zum Abschluss einen 6:0-Sieg über die SG Talle/Westorf. Seine Bilanz: „Am Ende hat es leider nicht gereicht. Wir gratulieren TuS Ahmsen und SG Hörstmar/Lieme zum Weiterkommen und wünschen weiterhin viel Erfolg“, präsentiert sich Yunus Lemgo einmal mehr als fairer Verlierer. Cüneyt Kurt hat die Intelligenz und die Rhetorik, um Missstände auf den Punkt zu bringen, sagt er doch via Lippe-Kick: „Was auffällig war, ist die hohe Anzahl an verletzten Spielern. In fast jedem Spiel gab es einen schwerer verletzten Spieler. Meiner Meinung nach haben die Schiedsrichter bei übermäßiger Härte zu wenig durchgegriffen und es wurde immer ruppiger. Für andere Vergehen wie Meckern gab es dann plötzlich zwei Minuten oder gar rote Karten. Das Gleichgewicht stimmt überhaupt nicht. An dieser Stelle auch nochmal gute Besserung an alle Spieler.“ Diesen Worten schließt sich Lippe-Kick an. Ein weiterer Aspekt, der für ihn kritikwürdig ist: „Zudem ist der Modus mit zwei Gruppen zur gleichen Zeit einfach sinnlos für alle Mannschaften. Wir haben in vier Stunden drei Spiele gespielt. Der alte Modus mit Vormittags- und Nachmittagsspielen war viel besser.“ Er geht ins Detail: „Die Gefahr, sich eine Verletzung zu holen, ist so deutlich höher, weil nach jedem Spiel lange gewartet werden muss. Dadurch verliert der LZ-Cup deutlich an Attraktivität. Durch die hohe Anzahl an verletzten Spielern werden wir und auch andere Teams zweimal überlegen, ob man überhaupt noch dran teilnimmt“, genießt die Meisterschaft eindeutig Priorität.

SG Talle/Westorf-Coach Oliver Gehrmann (Bild links) stuft die Verhältnisse kurz ein: „Naja, mehr als eine Pflichtaufgabe war es ja nun wirklich nicht.“ Er hat nach 2:16 Toren und null Zählern korrekterweise erkannt: „Es war sicherlich nicht die beste Leistung, die wir abrufen konnten.“ Er merkt erklärend an: „Allerdings haben wir heute ohne echten Torwart gespielt, was man eventuell an den Ergebnissen auch sieht.“ Die knappe Niederlage gegen ein A-Liga-Spitzenteam hat ihm durchaus etwas Mut gemacht, befindet Gehrmann doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Gegen Ahmsen hat es gar nicht so schlecht ausgesehen und wir hatten eigentlich auch die Möglichkeit, zu gewinnen.“ Bedenklich: Im abschließenden Spiel ist beim 0:6 gegen Yunus Lemgo vollends die Spannung abgefallen. Dafür findet der Ta/We-Coach eine mögliche Rechtfertigung: „Nach circa zwei Stunden Warten ist es schwierig, wieder ins Laufen zu kommen und für uns ging es eh um nichts mehr.“ Sämtlichen Akteuren möchte er auf diesem Wege seine Genesungswünsche aussprechen. So gibt es doch einige Protagonisten, die sich etwas schwerer verletzt haben, wie etwa Alexander Ritter von der SG Hörstmar/Lieme, dem dies beim 7:0-Auftaktsieg über Talle/Westorf passiert ist.

Die Ergebnisse im Überblick

SG Talle/WestorfSG Hörstmar/Lieme0:7
TuS AhmsenYunus Lemgo3:1
SG Talle/WestorfTuS Ahmsen2:3
Yunus LemgoSG Hörstmar/Lieme0:5
SG Hörstmar/LiemeTuS Ahmsen6:0
Yunus LemgoSG Talle/Westorf5:0

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