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Hallenfussball

LZ-Cup 2018/2019 – Nachbericht Zwischenrunde Lemgo

Die Favoriten geben sich in der Halle Aspe keine Blöße und ziehen vereint in die Endrunde ein. Einzig der TBV Lemgo macht es ein bisschen spannend.

Gruppe 1

1.TSV Oerlinghausen310:6+49
2.TuS Lipperreihe312:6+66
3.TuS Leopoldshöhe37:703
4.TuS Brake31:11-100

Tadic-Jungs machen es pragmatisch

(hk). Das Endtableau stellt keine Überraschung dar. Die vier Teams haben sich nach dem Tabellenbild in der Meisterschaft positioniert. Unentschieden sind verpönt in dieser Gruppe, gibt es doch ausschließlich Sieger und Verlierer. Der Bezirksligist TSV Oerlinghausen untermauert seine Favoritenstellung mit drei Siegen und dem ersten Platz. Der TuS Lipperreihe schafft es mit sechs Zählern immerhin in das Entscheidungsspiel. Ausgeschieden sind die A-Ligisten TuS Leopoldshöhe (drei Punkte) und der TuS Brake (0).

Von Henning Klefisch

 

Normalerweise denkt man immer, dass Zahlen im Fußball der einzig richtige Gradmesser sind, ist man doch schließlich nicht im Eiskunstlaufen, wo auch die B-Note zählt. Neun Punkte sind bilanziert für den TSV Oerlinghausen, doch das Torverhältnis von plus vier lässt schnell erahnen, dass die Tadic-Männer nicht die Christbaumkugeln vom Tannenbaum gespielt haben. Somit sieht Co-Trainer Jan Rüter keinen Grund, durchzudrehen, sondern legt den Finger realistisch in die Wunde: „Zufrieden sind wir nicht so recht. Das war heute leider mehr so „ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss“, was für uns als Trainer natürlich immer ein wenig ärgerlich ist“, haben die Bergstädter pragmatischen, zweckorientierten Fußball gespielt. Der Ertrag überwiegt, steht der TSV erneut in der Endrunde, „was natürlich eine geile Sache ist“, gibt es sonst im lippischen Fußball schließlich nicht die Chance vor mehr als 3.500 Zuschauern zu spielen. Die Rivalen in der Zwischenrunde, zumeist lokale Nachbarn mit Lipperreihe und Leopoldshöhe, „haben es alle super gemacht“, so Rüter, der in der heutigen Facebook-Welt dafür ein dickes Like geben würde.

Berauschend geht es für den TuS Lipperreihe in das Turnier, wird der TuS Brake nach starker Leistung im ersten Spiel mit 7:0 bezwungen. In der folgenden Partie verspielen die Rot-Weißen eine deutliche Führung, werden dafür mit der 2:4-Niederlage vom TSV Oerlinghausen bestraft. Immerhin qualifizieren sich die Westlipper für das Entscheidungsspiel gegen den VfL Lüerdissen, was aber vom Punkt verloren wird. Zuvor ist der Schlüssel für dieses Spiel ein 3:2-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den Namensvetter aus Leopoldshöhe.

Eine ausgeglichene Tordifferenz weist der TuS Leopoldshöhe auf, gewinnt die Partie gegen den TuS Brake mit 2:0, doch unterliegt jeweils knapp gegen Oerlinghausen (3:4) und Lipperreihe (2:3). „Wir haben die richtigen Schlüsse aus der Vorrunde in Bösingfeld gezogen, haben taktisch ein wenig anders agiert. Das ist vollends aufgegangen. Die Jungs haben das super umgesetzt“, sagt Leo-Coach Sebastian Brosch (Bild links) voller Anerkennung. Ganz sein Wohlergehen trifft die Tatsache, dass seine Mannschaft gegen die favorisierten Nachbarn aus Oerlinghausen und Lipperreihe gut mithält. So seien es „50/50-Entscheidungen“ gewesen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Da einige echte Leader auf die Ausfallliste gepackt werden, kommt für Brosch die gute Leistung seiner Mannschaft durchaus überraschend. Brosch selbst, ein durchaus fähiger Zocker, hat auf seine alten Tage noch einmal selbst die Fußballschuhe schnüren müssen. Auch Phillip Posteher, der in der Halle noch keine Vorbereitungsoption bis dato genossen hat, kommt zu Matchpraxis. „Wir sind sehr zufrieden, aber auch ein wenig traurig aufgrund des verpassten Endrundeneinzugs“, ist für Sebastian Brosch der Jahreswechsel jetzt dennoch nicht verpatzt. Im nächsten Jahr möchte er es mit seinem Team erneut versuchen, bleibt unverzagt.

Die Silvesterparty lässt sich TuS Brake-Cheftrainer Axel Wehmeier (Bild rechts) von den Ergebnissen in der Zwischenrunde ebenso nicht versauen. Er hat es bereits im Vorfeld kommen sehen, dass die massiven Ausfälle nicht vernünftig ersetzt werden können. Immerhin ist eine Verbesserung im Turnierverlauf erkennbar gewesen: „Im ersten Spiel noch sang- und klanglos, aber wenigstens mit einer Steigerung in Spiel zwei und drei, war heute nicht mehr drin“, hängen die Trauben heute einfach zu hoch für die Walkenfeld-Kicker. Das Zünglein an der Waage spielt Brake im letzten Spiel, was nur knapp mit 1:2 gegen den Gruppensieger TSV Oerlinghausen verloren wird. Mit einem Remis hätten die Wehmeier-Akteure für ein erhebliches Spannungspotential in dieser Gruppe sorgen können. Der zum Saisonende scheidende Coach bedauert: „Leider wurde uns der Ausgleichstreffer nicht anerkannt. Der Ball hatte aus unserer und vieler neutraler Sicht die Torlinie überschritten, aber egal“, gibt es die Torlinientechnik bei den lippischen Hallenmeisterschaften zu Recht nicht. Die Zahlen geben für ihn die Verhältnisse auf dem Platz wieder, ist Oerlinghausen verdientermaßen weitergekommen. „Viel Glück an Miron und seine Jungs und natürlich allen anderen qualifizierten Teams“, zeigt er sich als fairer Verlierer, ergänzt mit Blick auf sein Team: „Ich bedanke mich bei jedem unserer Spieler, die dabei waren, es kann keinem ein Vorwurf gemacht werden.“ Diebisch freut er sich nun auf eine vierwöchige fußballfreie Zeit, wo Körper und Geist sich auch mit anderen schönen Dingen des Lebens beschäftigen können. Er empfiehlt seiner Mannschaft, dass sie fortan die Pause ausreichend genießen sollen, ehe es Anfang Februar wieder mit der Rückserienvorbereitung losgeht.

Die Ergebnisse im Überblick:

TuS LipperreiheTuS Brake7:0
TSV OerlinghausenTuS Leopoldshöhe4:3
TuS LipperreiheTSV Oerlinghausen2:4
TuS LeopoldshöheTuS Brake2:0
TuS BrakeTSV Oerlinghausen1:2
TuS LeopoldshöheTuS Lipperreihe2:3

 

Gruppe 2

1.RSV Barntrup313:3+109
2.VfL Lüerdissen311:7+46
3.TuS Ahmsen34:8-43
4.SC St. Pauli34:14-100

Rigorose Rote Teufel

(hk). Ein weiteres St. Pauli-Wunder bleibt aus. Ohne einen einzigen Zähler verabschiedet sich das Kellerkind der C2 Lemgo aus dem diesjährigen LZ-Cup. Auch der TuS Ahmsen sagt nach zwei Pleiten in drei Spielen auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr. In der Endrunde dabei sind der RSV Barntrup, der sich schadlos in der Zwischenrunde hält, alle möglichen Zähler einfährt. Lüerdissen schafft exakt zweidrittel davon, packt es im Nachsitzen auch nach Lemgo.

Von Henning Klefisch

 

Die Nummer eins der ewigen LZ-Cup-Tabelle spielt auch so. Alle drei Spiele haben die Barbarito-Boys gewonnen, dabei einen Tor-Bonus von plus zehn erzielt. Auch wenn Coach Daniel Barbarito (Bild links) den Autor dieser Zeilen nach dieser Aussage am liebsten steinigen würde, aber der RSV Barntrup ist einer der Top-Favoriten auf den LZ-Cup-Sieg. Sehr beeindruckend marschierten die Roten Teufel in den Hallen-Himmel Phoenix Contact Arena, spielen taktisch diszipliniert, laufstark und spielerisch leichtfüßig. Ergo: Mit dieser Mannschaft wird zu rechnen sein. Barbarito beweist Rückgrat, hat eine klare Meinung zum Hallenfußball, den er kritisch bewertet. Also möchte er auch verbal nicht allzu sehr ins Detail gehen, sagt nur gegenüber Lippe-Kick: „Mit neun Punkten aus drei Spielen haben wir die Maximalausbeute geholt und fahren wieder nach Lemgo zur Endrunde.“ Wenn man eine Person als erstes mit dem LZ-Cup assoziiert, dann ist es definitiv Andreas Schlingmann, der Vereinsboss vom RSV Barntrup. Die Mannschaften, Trainer und Spieler kommen und gehen, doch die Stimme des LZ-Cups ist immer dabei, liefert eine allerbeste Mischung aus Unterhaltung und Information. Nach der bisher so berauschenden Darbietung ist es nur allzu verständlich, wenn Schlingmann folgende Gefühlsregung preisgibt: „Wir waren insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden. Zum x-ten Mal haben wir uns für die Endrunde qualifiziert und das mit sechs Siegen aus sechs Spielen“, macht sechs doch auch im Fußball Spaß. Die Sterne vom Himmel haben die Barntruper nicht gespielt, dafür sind die gestellten Aufgaben seriös erfüllt worden. Vielmehr ist dies ohne die beiden Hallenspezialisten wie Leon Baumeister und Johannes Lindemeyer geschehen. Schlingmann gefällt diese Erfolgsmischung: „Die Mannschaft hat auf einige ältere und erfahrene Spieler verzichtet und wurde durch junge, heiße Spieler ergänzt. Dadurch haben wir eine gute Mischung gehabt“, hebt er anerkennend den Daumen. Alte Recken, wie Oliver Sölter, Ingo Brand oder Dennis Meier, die schon so manche Schlacht auf dem Fußballfeld ausgefochten haben, als Unterschiedsspieler taugen. „Mit Kevin Elsner haben wir zu dem einen spielstarken Keeper zwischen den Pfosten“, meint Andreas Schlingmann voller Anerkennung. Keinen Erfolgsdruck möchte er den Seinen aufhalsen, wenn er gegenüber Lippe-Kick deutlich zu verstehen gibt: „In zwei Wochen freuen wir uns auf die Endrunde in Lemgo, fahren aber ganz entspannt dorthin und versuchen, das Beste herauszuholen. Die Favoriten kommen in diesem Jahr sicher vermehrt aus dem Detmolder Bereich“, teilt diese Ansicht Lippe-Kick.

Den wichtigen zweiten Rang sichert sich der VfL Lüerdissen. Zunächst gibt es einen deutlichen und zutreffenden 6:2-Erfolg über den zwei Spielklassen tiefer agierenden Sportclub aus St. Pauli, bevor das zweite Gruppenspiel verdientermaßen mit 1:4 verloren wird. VfL-Spielertrainer Tim Steffen (Bild rechts) moniert: „Wir machen zu schwerwiegende Fehler vor den Gegentoren, und das wird in der Halle schnell bestraft“, ist die Konzentration hier unablässig. Es folgt ein echtes Finale um Rang zwei mit dem TuS Ahmsen. Das eigene 1:0 erachtet Steffen als wichtig, haben sie bei eigener 2:1-Führung auch geschickt das Überzahlspiel zum eigenen Vorteil genutzt.

Gnädig zeigt sich Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann (Bild links), der meint: „Es war gar nicht soooo schlecht, aber wir sind dann leider doch nur Dritter in der Gruppe geworden und somit ausgeschieden. Aber es war ganz ok.“ So haben die Grün/Weißen eine „ordentliche“ Leistung gezeigt. Zudem gibt es keine Neuzugänge im Verletztenlazarett. „Mit ein bisschen mehr Fortune in der einen oder anderen Entscheidung des Spielleiters hätte vielleicht sogar ein Punkt mehr rausspringen können, aber dafür müssen ja erstmal Chancen und dann auch noch Tore erzielt werden“, ist dies die Grundlage. Ehrlich muss Lothar Köhnemann feststellen, dass seine Schützlinge „nicht unbedingte Hallen-Spezialisten sind.“ Immerhin kann er erfreut registrieren, dass eine Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren zu resultieren ist. Wenn Köhnemann mit der Pfeife rauchend im Schaukelstuhl sitzt, einen guten Cognac zu sich nimmt und seinen Enkelkindern beim Spielen beobachtet, dann könnte Ahmsen auch in der letzten Runde dabei sein, so seine persönliche Zeitspanne. „Allen Mannschaften in der Endrunde viel Erfolg und ein glückliches Händchen beim Finale in Lemgo“, hat er auch das große Ganze im Blick.

Es hat nicht sein sollen. Ein erfolgreiches LZ-Cup-Kapitel geht aus Sicht des SC St. Pauli nun zu Ende. Mit drei Niederlagen und 4:14 Toren ist es nur die rote Laterne, die hell bei den Paulianern leuchtet. Trainer Simon Meschonat ordnet die Aussichten wirklichkeitsnah ein: „Es war toll in die Zwischenrunde einzuziehen und heute in der Halle vertreten zu sein. Wirkliche Chancen auf ein erneutes Weiterkommen haben wir uns nicht ausgerechnet, schließlich war die Konkurrenz in der Gruppe größtenteils nochmal eine Klasse höher als in der Vorrunde“, hat der C-Ligist als Leichtgewicht in Duellen mit Schwergewichten antreten müssen. Meschonat sieht das Positive: „Trotz alledem haben die Jungs sich gut verkauft, gut mitgespielt, auch wenn zwei Ergebnisse am Ende recht hoch ausgefallen sind.“ Bemerkenswerte Paraden hat Pauli-Fänger Simon Heinrich gezeigt, heimst er auch reichlich Lob von den Kontrahenten ein. „Ein sehr gutes Abschneiden und eine Klasse Leistung unsererseits im diesjährigen LZ-Cup, welches uns Auftrieb in Sachen Ligabetrieb geben sollte“, hofft Simon Meschonat im Lippe-Kick-Gespräch auf die Langzeitwirkung.

Die Ergebnisse im Überblick:

VfL LüerdissenSC St. Pauli6:2
RSV BarntrupTuS Ahmsen3:1
VfL LüerdissenRSV Barntrup1:4
TuS AhmsenSC St. Pauli2:1
SC St. PauliRSV Barntrup1:6
TuS AhmsenVfL Lüerdissen1:4

 

Entscheidungsspiel TuS Lipperreihe vs. VfL Lüerdissen 4:5 n. N.

Im Endspiel um ein Endrundenticket steht es nach der vierminütigen Spielzeit 1:1. Tim Steffen trifft für den VfL. Es bleibt auch nach einer Viertelstunde beim Remis, beide Teams meiden das Risiko, weshalb die Entscheidung vom Punkt gesucht werden muss.  Man merkt beiden Teams in der Endphase an, dass keiner den spielentscheidenden Fehler machen möchte. Daher geht es in das Neunmeterschießen, was stets auch mit viel Glück verbunden ist. „Ich freue mich in diesem Zusammenhang für meine Schützen, dass sie ihre Neunmeter so gut gesetzt haben (Cöhring, Havadir, Klewe und nochmal Cöhring) und für Luc Brunton, der den vierten Neuner richtig gut pariert“, überzeugen Schütze und Schnapper gleichermaßen. Nun überwiegt zum Jahresende die gespannte Erwartung auf das, was noch kommt: „Ich bin stolz auf meine Jungs und wir freuen uns jetzt natürlich auf die Endrunde! Das ist halt ein tolles Erlebnis, vor so vielen Zuschauern zu spielen! Wir sind froh, die Endrunde erreicht zu haben, auch wenn es am Ende durch 9-Meter-Schießen glücklich war!“ Dennoch hat er auch den Blick für den unterlegenen Kontrahenten: „Lipperreihe hätte es genauso verdient gehabt, sie haben ein starkes Turnier gespielt!“

 

Gruppe 3

1.SC Bad Salzuflen313:7+69
2.SG Kalldorf310:7+36
3.TuS Sonneborn38:9-13
4.FC SSW33:11-80

Kurstädter sind weiter – Kalldorf scheitert im Entscheidungsspiel

LZ-Cup (ab). Mit dem SC Bad Salzuflen hat sich der Bezirksligist als Gruppensieger durchgesetzt, dahinter kämpfen zwei A-Ligisten um den zweiten Rang. Gut gespielt aber ohne Punkte muss der FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen das Aus nach der Zwischenrunde hinnehmen.

Von André Bell

 

„Drei Siege, neun Punkte“, fasst SCB-Kicker Hamo Marhosevic (Bild rcehts) kurz und knapp zusammen, was der Bezirksligist „auf dem Papier souverän“ erledigt hat. Aber: „So souverän war es nicht.“ Marhosevic wiederholt, was er schon nach der Vorrunde moniert hatte: „Wir haben schlecht verteidigt, die Abstimmung fehlt noch. So machen wir uns das Leben selbst schwer.“ Besonders gegen Kalldorf zu Beginn des Spiels, als man 1:2 hinten liegt. Doch Keeper Georgios Athanassiadis zeigt erneut seine Torjäger-Qualitäten und trifft höchstselbst zum Ausgleich. Am Ende steht ein 5:3-Erfolg für die Kurstädter auf der Anzeigetafel. Gegen den FC SSW tut man sich etwas leichter, siegt mit 3:0 und ist damit so gut wie durch. Gegen Sonneborn liefert man sich ein munteres Scheibenschießen, fährt beim 5:4 aber erneut alle drei Zähler ein. Ziel erreicht. „Wir wollten in die Endrunde, deshalb sind wir zufrieden.“ Und nach der Zwischenrunde ist man immer noch ohne Niederlage, „was schon sehr schön ist“, so Marhosevic. Denn letztendlich „zählen nur die Ergebnisse, wie man spielt interessiert gar keinen.“ Für die Endrunde hält der erfahrene Futsal-Akteur die Erwartungen aber gering: „Mal gucken, was da geht. Mit den Neuzugängen, die dann vielleicht spielberechtigt sind, können wir aber eine noch bessere Truppe stellen.“

Einen sehr guten Eindruck hinterlässt die SG Kalldorf, die nur gegen den SCB das Nachsehen hat. Wichtig ist der 2:1-Erfolg über den TuS Sonneborn im zweiten Spiel, der am Ende über Rang zwei entscheidet. Mit einem klaren 5:1 über den FC SSW macht die Brill-Truppe das Entscheidungsspiel klar. „Ich bin wirklich zufrieden mit der gezeigten Leistung meiner Mannschaft und denke auch, dass wir uns gut verkauft haben.“ Und auch die Organisation findet Stpehan Brill (Bild links) klasse: „Das Turnier war gut organisiert und die Bewirtung wirklich sehr gut.“ Einzig den Termin findet der Coach weiterhin „etwas unglücklich und ich hoffe beim nächsten Mal, dass es nicht wieder zu diesem Zeitpunkt stattfindet.“

Für den TuS Sonneborn war das Turnier „ab dem ersten Spiel spannend“, findet Kicker Michael Kamlah (Bild rechts). Die erste Aufgabe mit Spork kann der A-Ligist noch knapp mit 3:2 meistern, „doch schon Kalldorf war ein wenig cleverer, so dass wir als Verlierer vom Platz gehen mussten“, so Kamlah. Dann steht das entscheidende Spiel gegen den SC Bad Salzuflen an: „Die Jungs gingen unbeschwert ins Spiel und gingen auch früh mit zwei Toren in Führung. Erst beim 5:4-Endstand ging Salzuflen das erste Mal im Spiel in Führung und gewann nach 15 Minuten auch das Spiel.“ Das bedeutet das Aus für den TuS Sonneborn nach der Zwischenrunde: „Leider konnten wir die günstige Gruppenkonstellation nicht nutzen, um nach Lemgo zu kommen. Nun heißt es endgültig Winterpause und Kraft tanken für die kommende Vorbereitung.“ Und wie auch Brill, findet auch Michael Kamlah lobende Worte für Gastgeber SV Wüsten: „Bezüglich der Verpflegung hat Wüsten sich nicht lumpen lassen. Gute Arbeit von den Gastgebern!“

Dass der FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen am Ende ohne Zähler als Vierter die Zwischenrunde beendet, sagt nichts über die gezeigte Leistung aus, findet Co-Trainer Rouven Post (Bild links): „Wir haben in meinen Augen zwei gute Spiele gemacht und ein schlechtes. Leider haben wir uns mit keinem Punktgewinn belohnen können. Gerade in den ersten beiden Spielen fehlte uns oft das Quäntchen Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.“ So habe die Truppe „gegen den Ball sehr diszipliniert verteidigt und agiert.“ Im ersten Spiel gegen Sonnenborn „hatten wir Pech“, geht Post mit Glücksgöttin Fortuna ins Gericht und gegen Bad Salzuflen „hat sich am Ende wohl doch der Klassenunterschied gezeigt. Gerade hier haben wir bis fünf Minuten vor Schluss eine Top-Leistung gezeigt.“ Einzig im letzten Spiel gegen Kalldorf, in dem theoretisch noch die Chance auf Rang zwei bestand hat der FC SSW laut Post „verdient verloren, da wir hier nicht ansatzweise das gespielt haben, was uns in den beiden Spielen davor ausgezeichnet hat.“ Sein Fazit: „Wir sind mit einer relativ jungen Truppe angetreten, haben Erfahrung sammeln können und freuen uns auf das nächste Jahr. Rückblickend bin ich mit der diesjährigen Leistung der Truppe sehr zufrieden.“

Die Ergebnisse im Überblick:

FC SSWTuS Sonneborn2:3
SC Bad SalzuflenSG Kalldorf5:3
FC SSWSC Bad Salzuflen0:3
SG KalldorfTuS Sonneborn2:1
TuS SonnebornSC Bad Salzuflen4:5
SG KalldorfFC SSW5:1

 

Gruppe 4

1.SG Hörstmar/Lieme315:2+139
2.TBV Lemgo311:10+16
3.SG Bentorf/Hohenhausen310:12-23
4.TSG Holzhausen/Sylbach34:16-120

Hör/Lie souverän – Lemgo macht es spannend

LZ-Cup (ab). Schon vor der Zwischenrunde war klar, dass nur mindestens einer der Favoriten direkt das Ticket zur Endrunde wird lösen kann. In dem Fall ist es die SG Hörstmar/Lieme, die sich souverän durchsetzt. Dahinter läuft der TBV Lemgo ein, der sich über den Umweg Entscheidungsspiel aber ebenfalls für die Endrunde qualifizieren kann. Einen guten Eindruck macht auch die SG Bentorf/Hohenhausen, es reicht aber nur zu drei Punkten. In der Rolle des Außenseiters macht auch die TSG Holzhausen/Sylbach eine gute Figur, kann die Favoriten aber nicht wirklich in Bedrängnis bringen.

Von André Bell

 

Für die SG Hörstmar/Lieme beginnt das Turnier vom Ergebnis her zwar richtig gut, aber: „Im ersten Spiel haben wir etwas Nervosität gezeigt. Die vielen Zuschauer haben vielleicht gehemmt“, vermutet Coach Matthias Wölk (Bild links). Andererseits hat es „Ben/Hoh auch wirklich stark gemacht. Sie hatten keinen Druck, spielten befreit auf.“ Roman Spieß erweist sich als sicherer Rückhalt, kann zunächst einen Strafstoß parieren, ist beim Führungstreffer für Ben/Hoh dann aber machtlos. Erst nach dem Rückstand nimmt Hör/Lie allmählich Fahrt auf und gewinnt das Spiel am Ende noch klar mit 4:1. „Für den Turnierverlauf ist das erste Spiel brutal wichtig“, weiß Wölk. Und im Duell mit Liga-Konkurrenten TBV Lemgo zeigt die SG das „bis dato bestes Spiel in der Halle“ in der diesjährigen Hallensaison. „Schon in der Kabine habe ich gemerkt, dass meine Mannschaft sehr fokussiert ist“, berichtet der Coach stolz, „alles hat funktioniert, wir waren selbstbewusst und spielstark. Eine wirklich richtig gute Leistung. Einzig das Gegentor ärgert Matthias Wölk. „Wir müssen offensiv schnell umschalten und gut nach hinten arbeiten.“ Im letzten Spiel gegen Holzhausen/Sylbach würde ein Punkt bereits zum Gruppensieg reichen, doch auch gegen den B-Ligisten spielt die SG ihr Spiel souverän runter, kann es sich sogar leisten, Janzen zu schonen. 5:0 heißt es am Ende. Der Coach fordert: „Das müssen wir endlich in der Endrunde fortsetzen, den Schwung mitnehmen. In den letzten Jahren haben wir das nicht so geschafft. Mit Esko und Arno Warkentin haben wir starke Techniker in unseren Reihen.“ Ein dickes Lob kassieren zudem die beiden Unparteiischen Timo Franz-Sauerbier und Marko Grujic: „Richtig stark sind die Schiedsrichter Sauerbier und Grujic gewesen. Sauerbier verkörpert eine tolle Ausstrahlung, kann strittige Szenen nach dem Spiel fachmännisch erklären. Er genießt ein hohes Standing bei den Spielern und Trainern, weil er viel Lockerheit und Fachkenntnis vereint. Grujic hat es auch klasse gemacht. Mit den Schiedsrichterleistungen kann man sehr zufrieden sein. Gerne häufiger so.“ Zur Endrunde in Lemgo fährt die SG Hörstmar/Lieme erneut als Mitfavorit, zu den Aussichten seines Teams meint Wölk: „Die Detmolder Teams sind brutal stark. Augustdorf kommt sehr über die physische Komponente, Hiddesen/Heidenoldendorf hat unfassbar gute, wendige, schnelle, technisch starke Spieler. Block, Jöstingmeier, Schönfelder und Rüschenpöhler sind in der Halle Granaten. Post TSV Detmold ist immer klasse, ein ganz heißer Favorit auf den Titel.“ Als Vorteil erachtet der Coach, dass er diesmal „Mentalitätsspieler Siebert“ dabei hat, „der in engen Situationen helfen kann. Er zeigt den unbedingten Siegeswillen, ist ein Leader.“ Und auch Schneidermann und D. Hildebrandt sind wieder mit dabei. Geplant sind vorab zwei Trainingseinheiten.

Mit kleinem Kader war der TBV Lemgo angereist, nur sieben Spieler sollen vor Ort gewesen sein, was am Ende aber kein Problem gewesen ist. Der Start glückt mit dem 4:2 gegen eine aufmüpfige TSG Holzhausen/Sylbach. Zwar geht das Duell mit Hör/Lie am Ende klar verloren, doch mit dem 6:2 gegen Bentorf/Hohenhausen lösen die Hansestädter das Ticket für das Entscheidungsspiel gegen die SG Kalldorf. Und abgesehen „vom Spiel gegen Hörstmar waren wir eigentlich zufrieden“, meint Ilker Siviloglu (Bild rechts). Der Coach fordert aber: „Natürlich müssen wir in der Endrunde noch etwas drauflegen, aber es werden ja noch ein, zwei Spieler dazukommen.“

Für die SG Bentorf/Hohenhausen ist es genau so gelaufen, „wie es die Experten vorausgesagt haben“, so SG-Kicker Niklas Brand (Bild links). Unglücklich verläuft das Spiel gegen Hörstmar/Lieme: „Wir konnten ein super Spiel nicht veredeln und haben mit Pech verloren. Hör/Lie ist in der Halle sehr clever. Gegen uns waren sie aber nicht so griffig in den Zweikämpfen und haben uns viel angeboten. Sie hatten eine bessere Chancenverwertung und deswegen verdient gewonnen.“ Besser läuft es dann im zweiten Spiel gegen die TSG: „Wir haben uns den Sieg vorgenommen und munter auf 7:2 gestellt.“ Damit ist die Ausgangslage für das letzte Spiel gegen den TBV Lemgo klar: Ein Sieg und die SG spielt das Entscheidungsspiel. Doch: „Wir sind voll ins offene Messer gelaufen und lagen schnell zurück mit 0:2. Irgendwann ist dann der Kopf blockiert und Lemgo hat sehr gute Spieler, um uns laufen zu lassen. Zwar hatten wir noch die dicke Chance zum 3:4, dann war aber Feierabend und hinten heraus fallen die Tore fünf und sechs.“ Niklas Brand urteilt: „Auf die ersten beide Spiele können wir stolz sein. Im letzten Spiel fehlten wohl die Kraft und Konzentration und durch haarsträubende Fehler lassen wir Lemgo 6:2 gewinnen.“ Abschließend möchte der Angreifer „Hörstmar und Lemgo zum Weiterkommen gratulieren und wir sind froh, dass wir verletzungsfrei aus dem Turnier gehen.“

Nur als Zuschauer wird die TSG Holzhausen/Sylbach die Endrunde verfolgen können. „Wie, so denke ich, realistisch prognostiziert, wurde mehr oder weniger gespielt und das Endergebnis der Gruppe spiegelt es wieder“, urteilt Coach Stefan Brunk (Bild rechts). Nach couragiertem Auftritt gegen den TBV Lemgo und auch gegen Ben/Hoh hadert er: „Wir konnten, trotz der Niederlagen gegen Lemgo und Ben/Hoh, in denen wir in Führung waren und erhöhen hätten müssen, leider gegen diese Gegner keinen Punkt einfahren, obwohl dieses möglich war.“ Und auch abschließend gegen Hör/Lie setzt eine Niederlage gegen „eine sehr gute Mannschaft“, so dass sich die TSG „mit insgesamt null Punkten aus der Zwischenrunde verabschiedet.“ Dennoch findet der Trainer für seine Truppe lobende Worte: „Meine Mannschaft hat sich trotz null Punkten als guter B-Ligist, vor allem in den ersten beiden Spielen gegen TBV Lemgo und Ben/Hoh, ordentlich bis gut verkauft, leider fehlte es vor dem gegnerischen Tor an Kaltschnäuzigkeit und Zielsicherheit, ebenso wie hinten nur einfache Fehler nach jeweiligem Rückstand gemacht worden sind.“ Einzig gegen die SG Hörstmar/Lieme war „de facto nichts zu holen, so dass dieses letzte Spiel mit nur 0:5 ordentlich über die Bühne gebracht wurde.“

Die Ergebnisse im Überblick:

TSG Holzhausen/SylbachTBV Lemgo2:4
SG Bentorf/HohenhausenSG Hörstmar/Lieme1:4
TSG Holzhausen/SylbachSG Bentorf/Hohenhausen2:7
SG Hörstmar/LiemeTBV Lemgo6:1
TBV LemgoSG Bentorf/Hohenhausen6:2
SG Hörstmar/LiemeTSG Holzhausen/Sylbach5:0

 

Entscheidungsspiel SG Kalldorf vs. TBV Lemgo 1:4

Ins Entscheidungsspiel geht der A-Ligist als Underdog, nach zuvor guten Leistungen war das Erreichen der Endrunde allerdings keine Utopie. Doch gegen den Bezirksligisten hat die Mannschaft von Stephan Brill das Nachsehen: „Leider sind wir im Entscheidungsspiel gescheitert. Man muss aber ehrlich sagen, dass der TBV verdient gewonnen hat. Die technisch starken Spieler haben wir nicht in den Griff bekommen.“ Oliver Hett und Patrick Kötter bringen den TBV mit 2:0 in Front. Zwar kann es Justin Mayer aus neun Metern noch einmal spannend machen, doch Zalem Özmen und Thomas Specht schießen den TBV Lemgo zur Endrunde. „Für uns war es wichtig die Endrunde in der Lipperlandhalle zu erreichen. Wir haben unser Ziel erreicht“, kommentiert TBV-Coach Ilker Siviloglu das Weiterkommen seines Teams.

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