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Frauenfussball

LZ-Cup 2018/19 – Vorberichte Endrunde der Frauen

Gerrit Barthelmeus kümmert sich beim diesjährigen LZ-Cup um die Frauen, liefert den Vorbericht für die beiden Halbfinals. 

Gibt es einen Wiederholungstäter für den Titel oder gibt es eine Überraschung?

LZ-Cup (gb).  Zum dritten Mal kommt es in der Phoenix Contact Arena zur Endrunde des LZ-Cups der Frauen. Nachdem der TSV Sabbenhausen den Sieg bei der Premierenveranstaltung 2017 feiern konnte, folgte im letzten Jahr der Erfolg des FC Donop/Voßheide. Auch in diesem Jahr kämpfen wieder vier Teams um die Hallenkrone. Neben dem FC Don/Voß und der SG Alverdissen/Extertal aus dem Kreis Lemgo, wollen auch der TSV Sabbenhausen und der VfL Hiddesen aus dem Kreis Detmold am Ende des Tages den begehrten Pokal in die Luft strecken.

Von Gerrit Barthelmeus

 

FC Don/Voß vs. SG Alverdissen/Extertal

Souverän setzte sich der Titelverteidiger in der Qualifikation durch. Neben 33 selbst erzielten Toren stand lediglich ein Gegentreffer. „Obwohl einige Leistungsträger aus dem Vorjahr nicht mehr zur Verfügung standen, haben wir die Vorrunde gut gemeistert, was man auch an den Punkten und dem Torverhältnis sieht“, berichtet ein zufriedener Don/Voß-Coach Mario Gottschalk. Von seinen Spielerinnen wünscht sich der Coach, „dass alle mit Leidenschaft und Kampf ihr Bestes geben.“ Zum Halbfinalgegner fasst sich der Trainer kurz: „Es spielt keine Rolle, welcher Gegner es ist, alle sind schwer und keiner wird sich kampflos ergeben“, geht er von hart umkämpften Partien aus. Vorbereitet haben sich er und sein Team in der kleinen Turnhalle in Voßheide. Personell sind alle dabei.

„Die ganze Saison steht voller positiver Überraschungen. Also warum nicht jetzt Donop?“, waren die Worte von Kapitänin Antonia Keil, nachdem das Los gezogen wurde, berichtet SG Alverdissen/Extertal Trainer Daniel Düwel, der noch heute unheimlich stolz auf die hervorragende Leistung seines Teams in der Qualifikation ist. „Aus einer sicheren Defensive haben wir sehr gut kombiniert und viele spielerische Lösungen gefunden.“ Er weiß aber auch, dass „wir am oberen Limit unserer Möglichkeiten gespielt haben und gegen Don/Voß nun zwölf fehlerfreie Minuten abliefern müssen. Zum Halbfinalgegner muss er nicht viel sagen. Don/Voß ist in seinen Augen seit Jahren die unangefochtene Nummer 1 im lippischen Frauenfußball und der glasklare Favorit. „Aber wir werden dagegenhalten und glauben an unsere Außenseiterchance“, gibt sich der Coach kämpferisch, der seine Mädels in den großen Hallen in Barntrup und Bösingfeld, sowie dem Soccerdome Detmold vorbereitet hat. Auch die SG hat die Bestbesetzung am Start.

TSV Sabbenhausen vs. VfL Hiddesen

Nach einer sehr konzentrierten und seriösen Qualifikation ist der Bezirksligist in die Endrunde nach Lemgo eingezogen. „Dass man als Favorit immer auch stolpern kann, zeigt das Entscheidungsspiel“, beweist, dass sich TSV-Trainer Jürgen Hasse der Favoritenrolle gegen den B-Ligisten VfL Hiddesen bewusst ist und diesen Gegner sicherlich nicht unterschätzen wird. Auffällig beim Titelträger von 2017 ist, dass es in der Qualifikation acht verschiedene Torschützen gab. Das zeigt, „dass wir uns neben der hervorragenden Einstellung auch spielerisch im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben“, war man letztes Jahr noch sehr von Anja Heptner und Faye Oakley abhängig. Für die Endrunde sieht er vor allem im Nutzen der Torchancen Potential in seiner Mannschaft. Zufrieden stimmen würde ihn, unabhängig vom Ergebnis, wenn sein Team durch ihre Leidenschaft und Hingabe einen Teil der Zuschauer erreicht. „Es ist ein unglaubliches Privileg für eine Amateurmannschaft, vor 4000 Zuschauern spielen zu dürfen“, schwärmt er. Begeistert zeigt er sich von der Arbeit des VfL Hiddesen. Die junge, freche und leichtfüßige Mannschaft erinnert den Trainer sehr „an unsere unbekümmerten Anfangsjahre.“ Mit zwei lockeren Einheiten in der kleinen Halle in Sabbenhausen zur Vorbereitung tritt der motivierte Bezirksligist mit dem besten Kader die Reise nach Lemgo an.

Im Lager vom VfL Hiddesen gibt es keinen, der sich nicht auf die Endrunde freut. „Da unsere erste Herren-Mannschaft ebenfalls an der Endrunde teilnimmt, gibt uns das mit der Unterstützung der VfL-Fans zusätzlich Rückenwind“, sagt Hiddesen-Spielerin Anna-Lena Hinder.
Auf dem Weg ins Finale hat dem VfL in die Karten gespielt, dass „der Gruppenzweite noch ein Entscheidungsspiel bestreiten durfte.“ Die Gruppengegner Müssen und Pivitsheide kannte man bereits aus dem Ligabetrieb und dass mit dem TSV Sabbenhausen ein anderes Kaliber auf die Hiddeser trifft, war allen klar. Man möchte nun versuchen, „die Chancenverwertung zu verbessern und sich der physischen Überlegenheit des Gegners entgegen zu stellen“, so Hinder, die aufgrund einer Kreuzband-Operation zum Zuschauen verdammt ist. Als „eine Sensation“ würde sie das Weiterkommen bezeichnen, wo man dann, vermutlich, auf das für sie stärkste Team vom FC Don/Voß treffen würde, die sie als absoluten Titelfavoriten betitelt. Personell gesehen fehlen neben ihr auch die Spielführerin Amelie Böttcher krankheitsbedingt, sowie die Top-Torjägerin der Hiddeser. Dennoch pocht man im Halbfinale auf eine Revanche für die 0:3-Niederlage aus der Qualifikation. Alle anderen sind fit und nach dem Abschlusstraining am Freitagabend in der Halle in Hiddesen hochmotiviert, um die Sensation herbeizuführen.
Fazit: Man kann sich auf kampfbetonte Spiele freuen. Die vermeintlich „Kleinen“ wollen alles versuchen, die „Großen“ zu ärgern und so für einen dritten Hallen-Champion bei der dritten Endrunde in Lemgo zu sorgen.

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