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Hallenfussball

LZ-CUP 2018/19 – Nachbericht Endrunde Gruppe 2

Als Überraschungsmannschaft marschiert der SuS Pivitsheide mit drei Siegen ins Halbfinale, Barntrup und Augustdorf hingegen enttäuschen und fliegen raus

Gruppe 2

TBV Lemgo vs. SuS Pivitsheide 1:2

RSV Barntrup vs. FC Augustdorf 1:0

TBV Lemgo vs. RSV Barntrup 2:0

FC Augustdorf vs. SuS Pivitsheide 0:1

SuS Pivitsheide vs. RSV Barntrup 3:0

FC Augustdorf vs. TBV Lemgo 1:2

 

  1. SuS Pivitsheide 6:1 9 Punkte
  2. TBV Lemgo 5:3 6 Punkte
  3. RSV Barntrup 1:5 3 Punkte
  4. FC Augustdorf 1:4 0 Punkte

 

SuS marschiert, TBV macht es spannend – RSV und FCA enttäuschen

LZ-Cup (ab). Diese Tabellenkonstellation hatten wohl nur wenige auf dem Zettel. Der SuS Pivitsheide zeigt allen die lange Nase und marschiert mit drei Siegen und einer starken Defensivleistung ins Halbfinale. Dahinter wird es richtig spannend. Der TBV Lemgo sichert sich nach einer Auftaktniederlage mit sechs Punkten noch den zweiten Rang und kommt als bester Gruppenzweiter ebenfalls ins Halbfinale. Das Aus ereilt dagegen der bei vielen als Mitfavorit gehandelte RSV Barntrup. Und was ist eigentlich mit dem Titelverteidiger aus Augustdorf los, dem an diesem Sonntag so gar nichts gelingt? Null Punkte und nur ein einziges Tor und das bezeichnenderweise auch noch nach einem Abschlag von Keeper Sefik Kartal.

Von André Bell

 

Den Auftakt machen der TBV Lemgo und der SuS Pivitsheide. Die Ausgangslage war eigentlich klar, der SuS Pivitsheide würde sich strecken müssen, wenn man in dieser stark besetzten Gruppe was reißen möchte. Doch schon im ersten Spiel deuten die Skarupke-Schützlinge an, wozu sie fähig sind. Mit der ersten Möglichkeit bringt Samuel Töws den A-Ligisten mit 1:0 in Führung. Der TBV ist in der Folge bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Auch Keeper Heiko Langer wagt einen Ausflug in die Offensive, vertändelt allerdings den Ball. Und so fliegt die Kugel aus der eigenen Hälfte des SuS ins verwaiste Lemgoer Tor. 2:0 für Pivitsheide. In der Schlussminute kann der TBV nur noch mit einem satten Schuss in den Winkel auf 1:2 verkürzen. Die erste Überraschung ist perfekt. „Der Sieg über den späteren Sieger war wichtig“, sagt SuS-Obmann Henning Diekmann (Bild rechts) im Anschluss. Für die zweite Überraschung sorgt der SuS Pivitsheide dann direkt in seinem nächsten Spiel. Gegen Titelverteidiger FC Augustdorf spielt der SuS stark auf, kann sich in der Defensive auf seinen gut aufgelegten Keeper Marcus Alf verlassen, der seinen Kasten im weiteren Verlauf der Gruppe sauber halten wird. Ein einziger Treffer reicht dann, um den FCA schon vorzeitig nach Hause zu schicken. „Gegen Augustdorf war es eine sehr, sehr gute Leistung“, zeigt sich Diekmann sehr zufrieden. Mit zwei Siegen steht der SuS schon so gut wie sicher im Halbfinale, alles klar macht man aber gegen einen weiteren Favoriten. Gegen den RSV Barntrup läuft alles nach Plan. Ein frühes Tor besorgt das 1:0, zwei Distanzschüsse in den leeren Kasten des RSV sorgen für eine beruhigende 3:0-Führung. In der Folge kann Pivitsheide die Partie „solide zu Ende spielen“ und „überzeugend und verdient“ gewinnen. Als einziges Team gewinnt der SuS Pivitsheide alle drei Partien und steht nach starken Leistungen verdient im Halbfinale.

Dorthin will auch der TBV Lemgo, doch nach der Auftaktniederlage steht man bereits unter Druck. Dem hält die Mannschaft von Coach Ilker Siviloglu (Bild rechts), angetrieben von einem spielfreudigen Zalem Özmen, der später auch zum „Spieler des Turniers“ ausgezeichnet werden wird, aber Stand. Gegen den RSV Barntrup zeigt Lemgo eine klare Steigerung im Vergleich zum ersten Spiel und kann den letztjährigen Finalisten mit 2:0 besiegen. „Wir haben mit einer Niederlage angefangen, aber wir haben den Jungs immer eingeredet, dass wir die nächsten Spiele gewinnen und in das Halbfinale einziehen“, ist Siviloglu überzeugt von seiner Truppe. Und das auch völlig zurecht, wie sich zeigen wird. Denn im anschließenden Gruppenspiel gegen bereits ausgeschiedene Augustdorfer muss ein Sieg her. Und der TBV bestimmt auch das Spiel, zieht eine Art Powerplay auf, bringt den Ball aber nicht im Kasten unter. Den ersten Treffer erzielt dafür der FC Augustdorf. Keeper Sefik Kartal trifft mit einem Abschlag sehenswert zur 1:0-Führung. Lemgo erhöht den Druck und kann postwendend ausgleichen. Fatih Öztürk markiert aber nicht nur das 1:1, sondern 20 Sekunden vor Ende des Spiels auch noch sehenswert zum 2:1-Sieg für seinen TBV, der mit sechs Zählern doch noch ins Halbfinale einzieht. „Ich muss wirklich die Jungs loben“, ist Ilker Siviloglu erleichtert.

Die Gefühlswelt beim RSV Barntrup ist dagegen eine ganz andere. Nach dem späten Auftaktsieg gegen den FC Augustdorf, erst 15 Sekunden vor Schluss erzielt Martin Meijer das 1:0 für den RSV, gelingt den roten Teufeln nichts mehr. Nicht mal mehr ein weiterer Treffer. Dennoch hat man mit den drei Punkten eine gute Ausgangslage. Gegen Lemgo „haben uns aber individuelle Fehler das Genick gebrochen“, meint Coach Daniel Barbarito (Bild rechts) über die zwar „verdiente Niederlage, aber es ärgert mich, wenn es durch blöde Fehler unsererseits passiert.“ Dennoch winkt weiterhin das Halbfinale, denn mit einem Sieg im abschließenden Gruppenspiel gegen den SuS Pivitsheide wäre man mit drei weiteren Zählern sogar wieder im Rennen um den Gruppensieg gewesen. Doch es kommt ganz anders. Drei schnell hintereinander folgende Gegentore bedeuten das Aus für den RSV Barntrup. „Letztendlich hat auch da der Gegner verdient gewonnen“, zollt Daniel Barbarito der Mannschaft von Carsten Skarupke seinen Respekt: „Denen hätte ich den Finaleinzug gegönnt.“ Kritisch äußert sich der RSV-Coach über den Spielmodus: „Für mich immer noch völlig unverständlich, warum in der Endrunde die Spielzeit auf zwölf, statt wie gewohnt 15 Minuten reduziert wurde. Ich kann doch nicht von Runde zu Runde irgendwelche Regeln ändern. Die Zuschauer, die sich die Endrunde angucken, sind die letzten Jahre auch geblieben und haben sich auf ein, zwei Stunden mehr Hallenfußball eingestellt. Entweder ich spiele alle Runden mit zwölf Minuten oder alle mit 15, aber nicht so ein hin und her. Völlig Banane.“

Und was war nun eigentlich mit dem FC Augustdorf los? Der späte K.O. gegen Barntrup im ersten Spiel ist nur der Auftakt zu einer völlig indiskutablen Leistung des Titelverteidigers. Gegen Pivitsheide gelingt offensiv so gut wie nichts und auch gegen Lemgo kann man sich nur selten befreien. Das mit Sefik Kartal ein Keeper mit einem Abschlag das einzige Tor erzielt, steht sinnbildlich für das, was der FC Augustdorf auf’s Parkett gebracht hat. „Natürlich sind wir alle enttäuscht wie der Tag für uns gelaufen ist. Null Punkte und nur ein Tor können natürlich nicht unser Anspruch sein“, meint Coach Matthias Heymann. Zwar steht der FCA „defensiv eigentlich recht ordentlich, vier Gegentore in drei Spielen sind absolut ok. Aber nach vorne haben wir viel zu verkrampft gespielt. Keine gute Bewegung gehabt und zu wenig Risiko eingegangen.“ „Schade“, findet Heymann, „denn es wäre sicherlich was drin gewesen. Trotz dieser schlechten Leistung wurden ja auch alle Spiele nur mit einem Tor verloren.“ Insgesamt empfindet der Coach „das sportliche Niveau deutlich geringer als im letzten Jahr. Umso ärgerlicher, dass wir es nicht auf den Platz bringen konnten.“ Besonders leid tut es ihm für die „überragenden Fans“, die erneut für eine fantastische Stimmung während der Spiele des FCA sorgen. „Das war schon mega und hat es so in Lippe glaube ich noch nicht gegeben.“ Aber etwas anderes stößt Matthias Heymann sauer auf: „Wenn ich in der Zwischenrunde von einem Sportjournalisten höre, eigentlich könntet ihr auch mal ausscheiden damit auch die „Kleinen“ eine Chance haben, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Solche Aussagen kann ich nicht ernst nehmen. Gerade wenn man sieht, wie wenig in den anderen Blöcken los war.“ Nun gilt es, die „Spieler wieder aufzumuntern“, im nächsten Jahr will man „wieder angreifen.“ Nachdem am Dienstag die Vorbereitung auf die Rückrunde beginnt, steht am kommenden Samstag noch der Auftritt beim Artesia-Cup in der Witex-Halle auf dem Programm.

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