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Kreisliga B2 Lemgo

Leo II – Hoffnung lebt weiter

Das Zahlenwerk verspricht wenig Hoffnung für den TuS Leopoldshöhe II. Dennoch haben sich die Leos noch längst nicht aufgegeben, wie Spieler Max Meckelmann bei Lippe-Kick klarstellt.

Aufgeben ist keine Lösung

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Quasi bei Null anfangen musste der TuS Leopoldshöhe II im Sommer 2018. Kicker Max Meckelmann spricht auch deshalb von einer „besonderen Situation“ für alle Beteiligten. Immerhin mussten die Löwen eine neue Mannschaft aufbauen, ist das Gerüst nach Bexterhagen abgewandert. Der Leo II-Kicker gibt zu: „Unser Vorstand hatte jeden angesprochen, der irgendwie gegen einen Ball treten kann.“ Daher sollten die bisher errungenen acht Saisonzähler auch unter realistischen Gesichtspunkten betrachtet werden.

Von Henning Klefisch

 

Die Ernüchterung bei der Auftaktveranstaltung war gewaltig, sind es gerade einmal zwei Akteure gewesen, die an einem Training Begeisterung zeigten. „Zu diesem Zeitpunkt wirkte die ganze Mühe umsonst“, muss Meckelmann zugeben, der sich darüber erfreut, dass sich die Situation alsbald verbessert. Wenige Wochen später ist die Kadergröße beträchtlich angewachsen, ist die Mischung eine ganz besondere beim aktuellen Schlusslicht der B2 Lemgo. Deshalb ist es kein Wunder gewesen, dass die Saisonpremiere völlig verpatzt wurde. Gegen Yunus Lemgo gab es eine herbe – sogar noch schmeichelhafte – 0:5-Pleite. Das Stellungsspiel war wenig fortgeschritten und auch die Körperlichkeit besaß noch viel Luft nach oben. Trotz dieses Desasters zum Saisonbeginn blieben alle Leopoldshöhe II-Kicker optimistisch, was auch in den anstehenden Übungseinheiten sichtbar wurde.

 

Gute Leistungen gegen Favoriten

Meckelmann möchte auch nicht unerwähnt lassen: „Eine weitere Motivation war sicherlich auch das Derby gegen Bexterhagen. Viele Spieler haben hier Freunde, und zudem kickten einige bekannte Gesichter mit. Dementsprechend wollte keiner die Punkte dort lassen“, sind Niederlagen im Nachbarschaftsduell immer besonders bitter. Trotz der 0:1-Niederlage boten die Blau-Weißen ein bemerkenswertes Spiel, zeigten sich gut erholt von der Heimdemütigung, wurden aber dafür bestraft, dass sie auch beste Möglichkeiten ungenutzt ließen. Am dritten Spieltag folgte der erste Saisonzähler mit dem 1:1 bei der SG Hörstmar/Lieme II, nachdem man zuvor gegen Lipperreihe II (1:2) noch knapp unterlegen gewesen ist. Der Premierenpunkt hat die Moral spürbar gestärkt. Einen positiven Einfluss auf die folgenden Resultate nahm dieser aber nicht. Pleiten gab es gegen den TuS Lockhausen (0:2) und TSV Schötmar II (1:3), besonders schmerzhaft wurde es dann beim 0:7-Debakel beim TuS Asemissen III. Man musste mit dem Schlimmsten rechnen, denn die anstehenden Begegnungen gegen den TuS RW Grastrup/Retzen und den SV Wüsten waren ganz hohe Hürden für die immer noch sieglosen Leopoldshöher. Max Meckelmann hebt aber anerkennend beide Daumen gen Himmel, sagt: „Jedoch hat auch hier das Team wieder Charakterstärke und Kampfeswillen gezeigt, und konnte gegen beide Favoriten mithalten.“ Trotz der beiden knappen Niederlagen ist abermals bewiesen worden, dass man absolut konkurrenzfähig ist. Ein möglicher Nachteil: „Die beiden Spiele hatten allerdings einiges an Kraft gekostet. Die Spieler wirkten müde, und entsprechend ging das Duell deutlicher als nötig verloren.“

 

Yunus-Pleite schmerzt sehr

In der Folgezeit ist die Wandlung aber vorbildlich, ist im Kellerkrimi überzeugend mit 1:0 gegen den SV Werl-Aspe II gewonnen worden. Auch gegen den TuS Ahmsen II ist dank einer körperlich hervorragenden Leistung ein Sieg herausgesprungen. Anstatt aber den so wichtigen Schwung mitzunehmen, geht es beschwerlich weiter. Allzu deutlich fiel die Niederlage gegen den FC Union Entrup aus, ist in diesem Spiel mit 1:8 unterlegen worden. Beim torlosen Remis gegen das Spitzenteam TSG Holzhausen/Sylbach ist sogar der Maximalertrag möglich gewesen, zeigte der Außenseiter doch ein beachtliches Spiel. Am 16. Spieltag kommt es zum letzten Spiel vor der Winterpause. Auch im Rückspiel unterliegt Leopoldshöhe II Yunus Lemgo. Meckelmann befindet im Lippe-Kick-Gespräch: „Für uns sicherlich ein Indikator, inwiefern die Arbeit der Trainer und Spieler Früchte getragen hat. In dieser Saison war dies sicherlich eine der bittersten Niederlagen, da wir auf Augenhöhe spielten, Chancen hatten und dann unglücklich das Gegentor fingen. Zudem konnte Yunus durch den Sieg Luft zwischen sich und uns bringen“, haben die Delphine hier eine Art Vorentscheidung herbeigeführt. Neun Punkte Differenz, das ist schon ein dickes Brett, was die kampfstarken Löwen bohren müssen, um den bitteren Gang in die C-Klasse zu vermeiden.

 

„Als Team sind wir zusammengewachsen“

Resultierend beschreibt der Leo II-Akteur, „dass wir eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen hatten.“ Realistisch merkt er an: „Die große Lücke zum Nicht-Abstieg ist für uns natürlich ein Problem, und die Chancen zum Klassenerhalt stehen sicherlich aktuell nicht gut“, ist mit Blick auf die drei-Punkte-Arithmetik grundsätzlich aber einiges möglich, wenn die Leos früh genug mit der Aufholjagd beginnen. Die Leistungssteigerung im fußballerischen Bereich ist unverkennbar, ist dies aber nicht häufig genug mit dem Punkteertrag belohnt worden. Speziell die Auftritte in den Duellen mit den Spitzenteams sollten als Mutmacher dienen. „Was mich diese Saison allerdings am meisten freut, ist, dass wir als Team zusammengewachsen sind, auch außerhalb des Platzes. Es macht unglaublichen Spaß, miterleben zu können, wie alle 100 Prozent geben, im Training, wie im Spiel, um die nötigen Punkte zu sammeln“, lässt sich Meckelmann durch diese Verhaltensweise positiv stimmen.

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