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Kreisliga C2 Lemgo

TuS RW Grastrup/Retzen II – In Schlagdistanz

Der TuS RW Grastrup/Retzen II hat gegen Ende der Hinrunde gezeigt, dass man ganz vorne mitspielen kann. Reicht es dieses Jahr für den großen Wurf?

Drechshage: „Da oben nochmal ein Wörtchen mitsprechen“

Kreisliga C2 Lemgo (ab). Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz, den die TSG Holzhausen/Sylbach II belegt. Diesen zu verkürzen auf ein Team, dass überhaupt erst zwei Spiele verloren hat, gleicht einer Herkules-Aufgabe. Doch die Truppe um Coach Timo Drechshage wurde im Winter noch einmal qualitativ verstärkt und will ein Wörtchen mitreden um den Aufstieg. Dafür wird in der Winter-Vorbereitung an der ein oder anderen Stellschraube gedreht. Denn insgesamt ist der Coach zwar zufrieden, sieht aber noch Luft nach oben.

 

Besonders die „Art und Weise“, wie die Mannschaft „gearbeitet und gespielt“ hat, hat dem Coach imponiert: „Wir waren fleißig, zielstrebig und vom System immer flexibel.“ Und wenn doch einmal Probleme innerhalb der Mannschaft aufgetreten sind, die zum Beispiel beim Auswärtsspiel in Hörstmar/Lieme (1:3) ihren negativen Höhepunkt hatte, wurden diese „beseitigt und besprochen, sowie von der Mannschaft gut verarbeitet. Wir haben uns gerade in den letzten Spielen so richtig gefunden und sind als Team noch enger zusammen gerutscht.“ Rückblickend hat sich die Mannschaft, mit Blick auf die Tabelle, den ein oder anderen Aussetzer erlaubt, der den Rückstand auf Rang zwei, der ja mindestens zu Aufstiegsspielen berechtigen würde, erklärt. So wurden die Spiele in Lockhausen und beim SC St. Pauli nicht gewonnen, in Leese gab es nur mit viel Mühe einen Dreier. „Das war sehr schlecht bis zur Halbzeit“, denkt Drechshage (Bild links) nur ungerne zurück. Seine Analyse: „Im Einzelnen waren es individuelle Fehler und manchmal auch Pech. In Lockhausen spielen wir 90 Minuten auf ein Tor und die Kirsche will nicht rein. Das ist Fußball. In Pauli machen wir in der 90. Minute das 2:3 und bekommen in der 92. Minute noch den Ausgleich.“ Der Coach sucht die Schuld aber nicht nur in der Mannschaft, sondern ist auch selbstkritisch genug, um zu sagen, dass er „vielleicht taktisch anders hätte handeln können, aber hätte, hätte…“

Vier Punkte gegen Top-Teams

Andererseits haben die Rot-Weißen aber gegen Ende der Hinrunde auch gezeigt, dass man zu den Top-Teams der Liga gehört. „Gegen Holzhausen machen wir ein Top-Spiel und gewinnen“, erinnert sich Drechshage an den 3:2-Erolg gegen den Tabellenführer. Die Niederlage in Wüsten ist unglücklich, „keiner hatte die Niederlage verdient“ und mit „Kampf und Glück“ holt man einen Zähler gegen den TBV Lemgo III, der bislang einzige Punktverlust des Tabellenführers überhaupt. „Wir haben aber auch aus diesen vermeintlich einfachen Spielen gelernt und es dann schon besser gemacht, gerade in der Defensive“, sieht der Coach im Vergleich zum Saisonstart eine positive Entwicklung.

Duo kommt „nicht, um die Bank zu erwärmen“

Passend dazu holt man sich in der Winterpause neue Verstärkungen hinzu. Dazu gehört Sascha Oelrichs (Bild rechts), der aus der ersten Mannschaft kommt und schon in der Hinrunde in einigen Spielen „eine Verstärkung war.“ Externe Neuzugänge sind Sascha Korwes vom BSV Leese und Oliver Miosga vom TuS Quelle. Timo Drechshage beschreibt die Spieler: „Sascha ist ein spielstarker Innerverteidiger oder Sechser mit Erfahrung und Übersicht. Wir kennen uns noch aus gemeinsamen Wüstener Zeiten. Mit seinen 35 Jahren erhoffe ich mir Ruhe, Übersicht und in den gewissen Momenten seine Erfahrung, die Dinge defensiv spielerisch zu klären. Oliver ist hingegen ein schneller und mit 21 Jahren junger Außenspieler. Als Rechtsfuß auch über links einzusetzen, um dann mit Tempo nach innen zu ziehen, wo ich seine absolute Stärke sehe. Menschlich passen die beiden total ins Team und sind bestimmt nicht gekommen, um die Bänke zu erwärmen am Sonntag.“

Zuhause eine Macht

Sechs Punkte Rückstand auf Holzhausen/Sylbach II. Das ist schonmal ein Brett. Dazwischen liegt ja auch noch der SV Wüsten II, „die auch ins Rollen gekommen sind“, hat Drechshage die Filies-Truppe auch auf der Rechnung. Man schaut aber nur auf sich selbst: „Mein Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen und dafür halte ich meinen Kader für stark genug.“ Zudem man heimstark ist. Man hatte zwar erst fünf Heimspiele, die konnte man aber allesamt für sich entscheiden. „Wenn die Vorbereitung ihr Ziel erreicht, dann erwarte ich eine hungrige, punkt- und torgierige Truppe, die nochmal ein Wörtchen mitsprechen möchte da oben“, haben die Rot-Weißen den Aufstieg noch lange nicht abgehakt. Vorbereiten auf die Rückrunde, die am 10. März mit einem Heimspiel gegen den SC St. Pauli beginnt, wird man sich auf dem Kunstrasenplatz in Aspe und zudem in der Soccerhalle in Bad Salzuflen. „Schwerpunkt wird natürlich der Winterspeck sein, der wegzuarbeiten ist, und dass wir noch schneller ins Umschaltspiel kommen, das hat mir in vielen Phasen noch nicht geschmeckt“, so Drechshage. Testspiele gibt es reichlich: Am 10.2. beim BSV Müssen II, am 17.2. gegen Werl-Aspe II, am 24.2. gegen Belle/Cappel II und am 3.3. beim Herforder C-Ligisten SG Schweicheln II. Und das ganze mit einem 28 (!!) Mann starken Kader, der auch quantitativ seines Gleichen sucht in der Liga. Dabei sind gleich drei Torhüter und „einige Verletzte und arbeitsbedingt fehlende, due wieder an Bord sind.“ Abschließend freut sich Timo Drechshage auf einen „sportlich fairen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft und auf eine respektvolle Rückrunde mit jedem Team dieser Liga.“

Stadtwerke Bad Salzuflen

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