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Hallenfussball

Stadtwerke-Pokal 2019 – Der Vorbericht

Es ist doch immer wieder beeindruckend, wie die Stadtwerke Bad Salzuflen den Lokalsport unterstützen. Auch Lippe-Kick gefällt dies, berichtet umfangreich von diesen inoffiziellen Stadtmeisterschaften.

Kampf um die Kurstadt-Krone

 

Stadtwerke Pokal (hk). Exorbitant ist die Neugierde auf die diesjährige Ausgabe vom Stadtwerke Pokal. Acht Mannschaften kämpfen um den inoffiziellen Titel des Salzufler Stadtmeisters. Im Vergleich zu den Vorjahren fehlen die beiden C-Ligisten SV Rojhilat Bad Salzuflen und Borussia Bad Salzuflen. Deshalb wird das Oktett in zwei Vierergruppen gegeneinander antreten. Ab 10.30 Uhr veranstaltet der SV Werl-Aspe die Partien in der Sporthalle Aspe. Nun zum Formalen: Ein Spiel dauert zwölf Minuten und der Platzierungsmodus sieht wie folgt aus: Punkte, Tordifferenz, Anzahl der erzielten Tore und letztlich kommt es zum direkten Vergleich. Interessant: Alle acht Teams ziehen in das Viertelfinale ein, treffen dann die schwächsten Teams aus der Gruppenphase auf die stärksten Teams.

Von Henning Klefisch

 

Einen Wanderpokal und Geldpreise in Höhe von 950 Euro spenden die Stadtwerke Bad Salzuflen für die diesjährigen Stadtmeisterschaften. Henry Tiemann vom Sport-Eck ist für die Einkaufsgutscheine und die Prämierung der besten Einzelspieler verantwortlich. „Alle Bad Salzufler Fußballer bedanken sich bereits im Vorfeld für die großzügige Unterstützung“, erklärt Turnierleiter Meik Gronemeier vom SV Werl-Aspe. Hungrig und durstig müssen weder die Zuschauer noch die Aktiven bleiben, gibt es schließlich genügend Verpflegung. Gronemeier wirft ein weiteres Highlight ein: „Im Anschluss findet die Frauen-Handball-Verbandsliga-Partie zwischen Spitzenreiter Handball Bad Salzuflen und der HSG Hüllhorst statt. Auch diese Begegnung hat nach Aussage vom Teammanager Carls Derbycharakter und passt damit bestens in den Sporttag in der Halle Aspe. Anwurf ist um 17.30 Uhr“, erklärt er via Lippe-Kick.

 

Gruppe A

Drei B-Ligisten und ein abstiegsgefährdeter Vertreter aus der A-Klasse. So gestaltet sich das Teilnehmerfeld der Gruppe A, weshalb mit einer hohen Leistungsdichte gerechnet werden sollte. Eine knorke Vorbereitung hat der B-Liga-Spitzenreiter SV Wüsten nicht durchgeführt, um sich auf diese Aufgaben vorzubereiten. Coach Sebastian Milde (Bild rechts) hat vielmehr ein gewisses Grundvertrauen in seine Mannschaft: „Ich weiß, was meine Mannschaft leisten kann in der Halle und bin guter Dinge, wenn sie sich an den Plan halten und selber bereit sind viel zu leisten, dass wir auch um den Titel mitspielen können“, liegt dieser aus objektiver Sicht durchaus im Bereich des Möglichen. Keine explizite Gegneranalyse kann er anstellen, gibt er doch via Lippe-Kick ehrlich zu, dass die Kaderauswahl der Teams aus Holzhausen/Sylbach, Lockhausen und Schötmar für ihn schlecht einzuschätzen ist. Als Favorit auf den Endsieg hat er den SV Werl-Aspe ganz oben auf seiner Rechnung. „Wir freuen uns auf ein schönes Turnier und wollen selbst schönen Fußball spielen“, traut er durchaus seinem Kader zu, dass dieser einen ansprechenden Kick anbietet. In gewisser Hinsicht wird auch die Eigenständigkeit der Wüsten-Spieler von Relevanz sein: „Es kommt darauf an, wie weit die Jungs gehen wollen, aber ich weiß, dass wir Bock haben. Wir fahren nicht umsonst dahin.“

So wirklich disponibel bereitet sich die TSG aus Holzhausen/Sylbach nicht auf dieses Turnier vor. Chefcoach Stefan Brunk ist am Sonntag nicht vor Ort, weshalb Henri Ellerbrok, der Coach der Reserve, für die Mannschaft bei diesem Turnier zuständig ist. Die Freude am lustigen Kicken, das ist seine Maßgabe für dieses Derby-Turnier. Zur Mannschaftsrekrutierung weiß er zu berichten: „Ich denke, wir haben einen guten Mix aus beiden Seniorenmannschaften dabei, um einen ansehnlichen und erfolgreichen Ball zu spielen.“ Nach der Gruppenphase wird es erst richtig interessant in der K.-o.-Phase. Keine leichten Aufgaben erwartet er zunächst gegen zwei Ligakonkurrenten und den klassenhöheren TSV Schötmar. „Nichtsdestotrotz werden wir uns nicht verstecken und versuchen, unser Bestes zu geben.“ Was ihm durchaus gefällt: „Durch den interessanten Turnier-Modus ist natürlich auch nach der Vorrunde noch alles drin. Unser Ziel ist: mindestens das Halbfinale zu erreichen“, wächst man doch bekanntlich an seinen Aufgaben.

Freiwilligenarbeit erfreut sich beim TuS Lockhausen allergrößter Beliebtheit. Einmal wöchentlich gibt es die zwanglose Möglichkeit, in der Soccer-Arena die Winterpause zu verbringen. Obmann Matthias Höcker erklärt die Sinnhaftigkeit dieser Aktion: „Die Jungs sollen sich in der längeren Pause nur ein bisschen bewegen, damit sie nicht einrosten.“ Höcker wird keine Kiebitze losschicken, um die Kontrahenten penibel zu analysieren, kennt man doch schließlich zwei Teams aus dem Liga-Alltag. Hilfreich ist der Blick in den Rückspiegel, hat sich Lockhausen im Vorjahr doch den zweiten Platz sichern können. „Das versuchen wir natürlich zu wiederholen“, kündigt Matthias Höcker via Lippe-Kick an. Da einige Zocker nach Verletzungsproblemen zunächst regenerieren müssen, werden sie außen vor bleiben. Was wirklich beruhigend ist: „Wir werden aber schon eine Truppe an den Start bringen. Die Jungs sollen Spaß bei dem Turnier haben“, gilt dies doch als Basis für ein erfolgreiches Schaffen. Was jetzt nicht völlig abwegig ist: „Wichtiger für uns ist natürlich die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Meisterschaft. Da legen wir den Fokus drauf.“

Sogar mit dem Attribut „sehr“ versieht TSV Schötmar-Schriftführer Yasin Altinisik seine Wertschätzung für dieses Stadtturnier. Immerhin wird durch diesen Wettbewerb auch seine Kommunikationsfähigkeit und sein Erinnerungsvermögen gefordert und gefördert: „Man sieht viele bekannte Gesichter und unterhält sich über alte gemeinsamen Erinnerungen.“ Dies ist auch der Grund, warum die Schötmaraner in den vielen Freundschaftsduellen gut aussehen möchten. Deshalb agieren die Lohfeld-Kicker nicht aus der kalten Hose, wie Altinisik im Gespräch mit Lippe-Kick erklärt: „Aus dieser Intention haben wir uns mit Hallentrainingseinheiten über Wochen hinweg vorbereitet und fiebern dem Turnier zu.“ Die Schötmaraner werden in Bestbesetzung auflaufen wollen, soll doch bitteschön der schwere Pokal dieses Jahr in die Vitrine vom Türkischen Sportverein wandern. Was er nicht vergessen möchte: „Die ganze TSV Schötmar-Familie drückt dem TSV Horn unser tiefes Mitgefühl für den verstorbenen Oguzhan Yavuz aus.“

 

Gruppe B

Richtig stark besetzt ist die zweite Gruppe, kämpfen doch die beiden A-Liga-Schwergewichte TuS Ahmsen und SV Werl-Aspe ebenso um eine gute Platzierung wie Aufsteiger TuS Bexterhagen und der fähige B-Ligist TuS RW Grastrup/Retzen.

Als Titelverteidiger geht der Gastgeber SV Werl-Aspe in diesen prestigeträchtigen Wettbewerb. „Daher stehen wir etwas unter Druck“, blickt Werl-Aspe-Co-Trainer Carsten Voelzke (Bild links) im Lippe-Kick-Gespräch auch auf die mentale Belastungsprobe. Immerhin gibt es mit Ahmsen und Bexterhagen auch noch zwei altbekannte Gesichter aus der Liga, mit dem TuS RW Grastrup/Retzen einen leistungsstarken Rivalen eine Spielklasse abwärts. „Alles recht starke Gegner“, so der „Kaiser“, der sich gespannt zeigt: „Mal gucken, wie wir da durchkommen!“ Einige Einheiten gab es unter dem Hallendach, ist dadurch die nötige Fitness und Spielstärke erlangt worden. Im Vergleich zur Teilnahme beim Classic-Cup in Barntrup steigert sich die Kaderqualität, „mit dem wir das Halbfinale erreichen sollten“, so ein optimistischer Voelzke im Lippe-Kick-Gespräch.

Die Mischung macht es wohl beim TuS Ahmsen. Konkret: Ein Trio aus der Ersten, ein Quartett aus der Reserve und ein Duo aus der A-Jugend, das ist die Zusammensetzung der Mannschaft. Wichtig ist, dass keine verletzungsbedingten Erinnerungen davongetragen werden. Obmann Lothar Köhnemann (Bild rechts) wird nicht hibbelig: „Wir gehen vollkommen entspannt in das Turnier, wollen uns gut präsentieren und ein bisschen Spaß haben.“ Seine Gegneranalyse hat ergeben, dass sämtliche Gruppen-Kontrahenten ihre Teams munter durchgemischt haben, wird ebenso bei diesen Teams der Spaß eine hohe Relevanz besitzen. Ergo: „Wir freuen uns auf ein feuchtfröhliches und richtig gutes Turnier, bei dem es bestimmt den ein oder anderen Schwank zu erzählen gibt“, freut sich der rhetorisch so begabte Köhnemann schon darauf mega. Ein echtes Novum, was dieses Turnier auszeichnet: „Auch der Gruppenletzte ist noch in der Lage, nachher ganz oben zu stehen. So stirbt die Hoffnung doch wie immer zuletzt”, so der Freund gepflegter Phrasen. Über die Rivalen kann er berichten: „Unsere Gegner sind alles gestandene Mannschaften aus der Nachbarschaft. Egal, ob Kreisliga B oder A, in der Halle – und gerade in diesem Fall bei einer inoffiziellen Stadtmeisterschaft – sind es allesamt prestigeträchtige Duelle, bei dem jeder jeden schlagen will. Quasi alles Ortsderbys“, könnte er diese Aussage sogar unter Eid tätigen. Konkret möchte er keine Befindlichkeiten über die Gegnern anstellen, weiß er konkret nicht, wie es allgemein um die Stärken und Schwächen unter dem Hallendach bestellt ist. Man merkt ihm zeitig an, dass die in der kommenden Woche beginnende Vorbereitung mehr Wichtigkeit für ihn besitzt.

Völlig ehrlich gibt Bexterhagen-Betreuer Uwe Wehmeyer (Bild rechts) zu: „Wir machen einen sogenannten Kaltstart. Wir haben uns weder mit Hallentraining, noch anderweitig auf dieses Hallenturnier vorbereitet“, ist das Kicken aus der kalten Hose doch auch eine feine Geschichte. Die Freude am guten Spiel besitzt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Reds, die sich der Schwere der Aufgaben bewusst sind. Immerhin kommt es doch mit den Kontrahenten aus Werl-Aspe und Grastrup/Retzen zu Aufeinandertreffen mit zwei ehemaligen Gewinnern der Stadtmeisterschaften. „Dazu mit Ahmsen sicherlich den Favoriten der gesamten Veranstaltung“, weiß er um die hohe fußballerische Qualität der Grün/Weißen. Mit der nötigen Motivation im Gepäck wollen die Bexterhäger ihre Option suchen, zudem das Maximale anstreben. Wehmeyer befürchtet bereits: „Wobei wir bestimmt etwas Anlaufzeit brauchen, um uns an die besonderen Begebenheiten der Halle zu gewöhnen.“

Ausschließlich auf den Stadtwerke-Cup möchte sich der TuS RW Grastrup/Retzen nicht vorbereiten. Grundsätzlich gab es einige Einheiten unter dem Hallendach, ohne sich aber konkret auf mögliche Turniere vorzubereiten. Timo Drechshage, der am Sonntag für die Mannschaft zuständig ist, kündigt bei Lippe-Kick an: „Wir wollen alles geben und schauen, was dabei rumkommt. Bei den anderen Teams weiß man ja auch nicht genau, was am Ende für Spieler in der Halle stehen“, gleicht die Kaderauswahl vieler Truppen bei diesem Kurstadt-Kick einer Überraschungstüte. Dennoch schreibt der Budenzauber meist seine eigenen Geschichten, traut der Coach der RW-Zweitvertretung seiner Mannschaft auch eine Überraschung gegen höher eingeschätzte Teams zu. Die Voraussetzung ist für ihn leicht ersichtlich: „Wichtig ist, dass wir alles geben, und keine Verletzungen aufkommen. Die Jungs sollen Spaß haben, gerade sich mit höherklassigen Mannschaften zu messen und denen alles abzuverlangen“, kommt man doch als B-Ligist nicht allzu oft in den Genuss, sich mit Teams wie Ahmsen, Werl-Aspe oder auch Bexterhagen zu messen. Mit folgender Truppe wird Drechshage den Erfolg suchen und vielleicht auch finden: Andre Brandenburg, Leon Beckmann, Sascha Oelrichs, Dominic Exner, Henrik Weber, Jascha Prüßner, Marcel Frentzel, Florian Perner und Philipp Fieseler.

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