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Hallenfussball

Futsal in OWL – eine erfrischende Alternative

Futsal ist eine Sportart, die in Deutschland einen richtigen „Boom“ durchlebt – mehr zum neuen Phänomen Futsal lest ihr im folgenden Bericht.

Futsal – Mehr als Hallenfußball

 

Futsalliga West (mt). Die Cherusker aus Detmold sind in Lippe die aktuell erfolgreichste Mannschaft. Auch die Black Panthers aus Bielefeld stellen eine gute Futsalmannschaft, sie sind sogar eine Liga höher in der aktuell höchsten Liga, der Futsalliga West unterwegs. Die „Cracks“ klopfen aktuell am Aufstieg in eben diese Liga. Ein besonderer Ball, der schwerer ist als ein normaler Fußball, dazu auch weniger springt. Zweimal 20 Minuten Spielzeit, der Ball wird eingespielt, nicht eingerollt. Die Vier-Sekunden-Regel sorgt dafür, dass die Kugel immer schnell wieder in Bewegung kommt, egal ob beim Torwart oder bei einem Freistoß, der Ball muss also innerhalb von vier Sekunden wieder im Spiel sein. Es gibt spezielle Auswechselzonen und gespielt wird im Vier gegen vier plus Torwart. Im Gegensatz zum normalen Hallenfußball darf der Torwart über die Mitte werfen und es gibt kumulierte Fouls, nach fünf Mannschaftsfouls gibt es einen Strafstoß. Das alles sind Besonderheiten der neuen Alternative zum Fußball.

Von Marcel Todte

 

Die Cherusker Detmold sind das erfolgreichste Futsalteam in Lippe. Sie führen aktuell die Oberliga Westfalen mit 24 Punkten an. Obwohl die Hinrunde für Präsident Michael Grundmann „natürlich super unglücklich“ mit der Niederlage in Unna angefangen hat, unter anderem der vielen Ausfälle an diesem Spieltag geschuldet, sind die „Cracks“ „insgesamt sehr zufrieden“ mit der Hinrunde in der zweithöchsten Liga, alle weiteren Spiele konnten die Detmolder für sich entscheiden. Fünf Spiele liegen noch an, um „den Aufstieg perfekt zu machen“, nachdem zu Beginn der Rückrunde gegen Unna und auch gegen den Tabellenzweiten Turbo Minden gewonnen werden konnte. Anders als beim Fußball gibt es beim Futsal keine klassische Vorbereitung, die Cherusker haben bisher zwei-dreimal trainiert, obwohl es schon Überlegungen gibt, das für die mögliche Zukunft in der höchsten Liga anzupassen. Auch wenn es auch mal kritische Töne aus den Vereinen gab, sieht Grundmann „keine Problematik“ darin, dass die Jungs samstags Futsal spielen und sonntags dann auf den lokalen Fußballplätzen unterwegs sind. Es gibt „zwar keine direkte Kommunikation“ mit den Vereinen, allerdings entscheiden die Spieler auch „ob oder wann sie spielen können.“ Die Cherusker haben einen großen Kader und „es gibt keinen Zwang“ so Grundmann weiter. Sie sind „eine eingeschworene Truppe“ und Themen wie Vereinswechsel oder Ablösesummen spielen im Futsal aktuell noch keine Rolle, die Cracks sind mit diesen Themen „noch nicht in Berührung gekommen“. Besonders für Grundmann und damit auch der Zauber des Futsalsports ist „die Action. Technisch anspruchsvoll und ohne große Pausen und damit für die Zuschauer enorm unterhaltsam“ ist der Präsident überhaupt nicht überrascht, dass „die meisten Leute direkt vom Virus infiziert sind.“

 

Black Panthers erleben „durchwachsene Hinrunde“

Die Black Panthers sind aktuell Vierter der Futsalliga West, der höchsten Liga in Deutschland. Obwohl die Panthers nicht trainieren, im Gegensatz zu den anderen Teams in der Liga, sieht Verantwortlicher Goran Novakovic „enorme individuelle Qualität“ in seiner Mannschaft. Das Ziel für die Rückrunde ist mindestens noch einen Platz gut zu machen und Holzpfosten Schwerte noch zu überholen. Den Lokalrivalen MCH Sennestadt noch einzuholen, sieht Novakovic auch noch als „möglich“ an. Es ist zwar noch nicht endgültig, aber voraussichtlich wird es in Zukunft eine Futsal-Bundesliga geben, deren Zusammenstellung womöglich über eine Dreijahreswertung geregelt werden könnte, dafür wäre es für die Black Panthers schon wichtig, noch Plätze gut zu machen. Problematisch sieht Novakovic die Regelung in Bielefeld, dass für den Stadtsportbund „Futsal keine Hallensportart ist“ und sie deshalb keine Hallenzeiten bekommen. Genauso wie bei den „Cracks“ gibt es keine Probleme mit dem Einsetzen der Spieler und der Zusammenarbeit mit den lokalen Vereinen. Gerade für die Weiterentwicklung der Spieler sieht Novakovic auch grundsätzlich positive Aspekte für den Vereinsfußball, die Spieler „verbessern ihre Handlungsschnelligkeit und die Art und Weise, in engen Räumen Lösungen zu finden.“ Die Saison läuft von September bis März. Dadurch dass der Futsal jetzt seit zwei Jahren an den Fußballausschuss angegliedert ist, sieht Novakovic auf jeden Fall Potential, einige Regelungen noch „zu verändern“ und an den Futsal „anzupassen“, beispielsweise Transferfristen sind an den Spielplan des Fußballs orientiert und müsste für den Futsal „anders gelegt werden.“ Für Novakovic ist das Besondere am Futsal, „dass es immer hin und her geht“ und die „Spielzeit Nettospielzeit ist“, in der der Torwart nicht angespielt werden darf und „dadurch automatisch nach vorne gespielt wird.“

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