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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Goalgetter-Report

Kaum eine Rubrik erfreut sich so großer Beliebtheit wie der Goalgetter-Report. Lippe-Kick hat sich mal mit den Trainern unterhalten.

„Phänomen Henning Brinker ist immer gut gelaunt“

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Ein Quintett voller Tormaschinen, das haben wir im Portfolio für die B2 Lemgo als Empfehlung. Die treffsicheren Schützlinge sorgen für das Salz in der Suppe, sind die Belohner für ihre Teams. Die Position des Spitzenreiters kennt Patrick Traczuk schon von seinem Team SV Wüsten, führt er doch auch die Torschützenliste mit 22 Toren an. Der abschlussstarke Co-Trainer Jan Plöger ist entscheidend dafür, dass auch in diesem Jahr der BSV Leese vom Aufstieg in die A-Klasse träumen darf. Dass auch die Reserveteams über Spürnasen mit Torinstinkt verfügen, das beweisen der TuS Lipperreihe II mit Henning Brinker und die Teams aus Asemissen, die mit Maximilian Rost (TuS II) und Marc Schubert (TuS III) vertreten sind.

 

Von Henning Klefisch


Patrick Traczuk,

 

SV Wüsten, 27 Jahre alt, 22 Tore zuvor SC Bad Salzuflen, seit 2013 beim SV Wüsten.

 

Glänzende Augen bekommt SVW-Coach Sebastian Milde, sagt er doch über seinen Zögling: „Patricks Qualität ist ganz klar der Drang mit Ball, sofort in den Sechszehner zu kommen und dann früh den Abschluss zu suchen. Sein Eins-gegen-eins ist beeindruckend und wie er oftmals den Ball auch gegen drei Gegenspieler behauptet. Dann ist seine Stärke, den Ball vom Gegner abzuschirmen. Für mich ist er der torgefährlichste Spieler der Liga. Er hat ein gutes Gefühl für den Ball und weiß ganz genau, wie er sich in eine gute Position bringt, um zum Torerfolg zu kommen. Einfach ein klasse Typ, der die gesamte Mannschaft mitreißen kann. Das schönste Tor, was er geschossen hat, war gegen Bexterhagen II – beim 8:1-Sieg mit zehn Spielern – 70 Minuten lang. Er hat sich gefühlt gegen die gesamte Abwehr vom TuS Bexterhagen II durchgesetzt und aus spitzem Winkel aus circa 19 Metern den Ball ins Tor gewuchtet. Er ist einfach ein Stürmer, der weiß, wo man stehen muss und wo der Ball hin muss, und zwar ins Tor. Es macht Spaß, als Trainer ihn zu trainieren und seine Entwicklung zu sehen, die er im Vergleich zur letzten Saison gemacht hat. Die Formkurve ist diese Saison extrem hochgegangen, da unser Spielstil genau zu ihm passt. Ich traue Patrick diese Saison sehr viel noch zu und erwarte, dass er noch einmal einen großen Sprung macht und wir am Ende der Saison die Meisterschaft feiern, denn das ist sein größtes Ziel und das lebt er auch bei jedem Training und jedem Spiel vor. Patrick ist einfach ein feiner Kerl.“

 

Henning Brinker,

 

TuS Lipperreihe II, 30 Jahre alt, 16 Tore, TuS 08 Senne-Jugend, danach SpVg Steinhagen (2006 – 2010), TuS Lipperreihe (2010/11), VfL Ummeln (2014/15), seit 2016 wieder TuS Lipperreihe.

Thorsten Taverner blickt nicht in die Kristallkugel, wenn er über seine Spieler spricht. Der Menschenfänger aus Lipperreihe verlässt sich vielmehr auf seine Beobachtungsgabe. Fleißige Spieler schätzt er besonders, schlampige Genies eher weniger. An seinen Worten wird deutlich, dass er Hochachtung vor dem Blondschopf mit dem schönen Vornamen hat. „Phänomen Henning Brinker. Er ist mit seinen „30“ Jahren immer noch sehr gut in „Schuss“. Seit Jahren ist er ein Lipperreiher-Jung und geht mit seinem Einsatz vorweg. Er ist immer gutgelaunt. In dieser Saison ist er endlich mal fast komplett verletzungsfrei und hat dadurch und durch seinen Trainingseinsatz auch die Möglichkeit, viele Tore zu schießen. Sicherlich hätte er das eine oder andere Tor mehr haben können, aber insgesamt bin ich mit seiner Torausbeute zufrieden. Wir werden versuchen, in der Vorbereitung speziell an seiner „Schnelligkeit“ zu arbeiten und dass er seinen „Torriecher“ nicht verliert. Sein Kopfballspiel wird er auch noch verbessern müssen, damit er auch mehr Tore mit dem Kopf erzielen kann. Ich wünsche ihm und uns, dass er verletzungsfrei bleibt in der Rückrunde und den einen oder anderen Treffer noch erzielen wird. Es macht als Trainer viel Spaß, mit ihm zu arbeiten, weil man sieht, dass er immer mehr will.“

Maximilian Rost,

 

TuS Asemissen II, 16 Tore, 28 Jahre alt, seit 1994 beim TuS Asemissen, in der Serie 2016/17 beim TuS Helpup, danach wieder Asemissen.

 

Asemissen II-Coach Jascha Pistor weiß, was er an Maximilian Rost hat, der nicht völlig abwegig als „the fox in the box“ durch die lippischen Strafräume unterwegs ist. Auf seiner Streiftour ist er für die gegnerischen Abwehrspieler so gefährlich wie ein Igel in der Kondomfabrik, mutmaßt man doch, dass er über ein eingebautes Tor-Navi verfügt. Interessant: Er trägt die 17 als Rückennummer, weil sein Vater im Handballverein auch stets diese Nummer getragen hat. „Er ist nicht nur ein Top-Fußballer, sondern auch persönlich ein richtig feiner Typ. Er ist ja nicht nur unser momentan bester Knipser, sondern auch unser Capitano, was er auch sehr gut umsetzt. Er geht in seiner Art und Weise immer voran, zieht auch die Jungs immer mit, ist sehr ehrgeizig in seinem Spiel. Maximilian macht auch mal Wege, die weh tun und versucht auch immer das Maximum aus sich und der Truppe herauszuholen. Ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der aber auch ganz genau weiß, wo das Tor steht. Seine Tore sprechen für sich, aber auch der Anteil an einigen anderen Toren sind da nicht weniger wichtig. An eine schöne Bude aus der Hinrunde kann ich mich erinnern in Bexterhagen, wo er das Ding aus gut 35 bis 40 Metern fast von der Seitenauslinie trocken in den Giebel zimmert, das war schon sehr sehenswert. Als ausbaufähig fällt mir nur eine Sache ein: Bei den direkten Freistößen, welche eigentlich eine seiner Stärken sind, erinnert das momentan eher an eine seiner anderen Lieblingssportarten, dem Football und das Field Goal (sorry fox😅), aber da lasse ich mich in der Rückrunde gerne vom Gegenteil überzeugen. Ich muss „the fox in the box“ aber auch ein großes Kompliment aussprechen. Wie schon erwähnt, ist er ein absoluter Teamplayer. Das sieht man auch daran, dass er schon die komplette Hinrunde an Knieproblemen leidet, sich aber in den Dienst der Truppe stellt und sich vor jedem Spiel eine Schmerztablette reinhaut, um dem Team zu helfen. Ich wünsche ihm natürlich, dass er in der Rückrunde die Hinrundenmarke von den 16 Toren nochmal knackt und dass der begnadete Liverpool-Fan den Meistertitel der „Reds“ feiern kann.“


Jan Plöger,

 

BSV Leese, 15 Tore, 29 Jahre alt, A-Jugend TBV Lemgo, seit zehn Jahren zurück beim Heimatverein in Leese.

 

Tobias Kasper schätzt seinen spielenden und treffenden Co-Trainer doch sehr, schwärmt er immerhin im Lippe-Kick-Gespräch über den 15-fachen

J. Plöger

Saisontorschützen: „Ich kenne Jan schon mein Leben lang als guten Freund. Ich bin mit ihm und seinem Bruder Tim aufgewachsen. Unsere Eltern sind gut befreundet. In erster Linie zeichnet Jan sein unglaublich präziser Schuss aus. Er kann auf dem Platz jede Position spielen. Egal, wo ich ihn brauche, kann ich mich stets auf ihn verlassen. Das macht ihn so goldwert. Wichtig ist für ihn und uns, dass er im Kopf frei ist, dann hat er das Potenzial, der beste und wertvollste Spieler der Liga zu sein.“ Schönstes Tor? „Ich habe zu viele schöne Tore von ihm gesehen, da fällt mir spontan aus der Hinrunde keines ein. Er schießt oft die wichtigen Tore, zum Beispiel gegen Bexterhagen II oder Lockhausen, die uns zum knappen Sieg geführt haben.“

 

Marc Schubert,

 

TuS Asemissen III, 13 Tore, 28 Jahre alt, zuvor VfL Osnabrück-Jugend, seit 2014 beim TuS Asemissen, seit Sommer 2016 beim TuS Asemissen III.

 

Florian Meerkötter gilt als Analytiker in der Trainerbranche, der aufgrund seiner Jovialität und Geselligkeit als Spielerversteher gilt. Er urteilt über seinen besten Torschützen wie folgt: „Marc kommt gebürtig aus dem Raum Osnabrück und hat eine Zeit lang in der Jugend des VfL Osnabrück gespielt. Aufgrund seiner Ausbildung kam er dann nach Bielefeld und er hat sich dem TuS Asemissen angeschlossen. Er spielt meistens bei uns auf der Zehn. Er ist technisch stark und daher schwer vom Ball zu trennen. Neben seinen eigenen 13 Toren hat er auch schon zwölf Treffer in der laufenden Saison vorbereitet. Steigerungspotential hat natürlich jeder Spieler in unserer Liga. Marc kann sich insgesamt noch in der Defensivarbeit gegen den Ball verbessern. Insgesamt bin ich aber mit seiner Entwicklung in dieser Saison sehr zufrieden. Sein schönstes Tor war am ersten Spieltag gegen Holzhausen/Sylbach, nach 20 Sekunden mit einem Schuss von der Mittellinie.“

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