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Bezirksliga Staffel 2

Vorberichte 18. Spieltag 18/19 Bezirksliga 2

Augustdorf empfängt Hörstmar/Lieme und Jerxen/Orbke die Bergstädter aus Oerlinghausen. Für den TBV Lemgo geht es gegen den Dritten aus Schloß Holte.

Doppelter Derby-Sonntag – Reaktion von Lemgo und Hör/Lie?

Bezirksliga 2 (ab). Nach turbulenten Tagen beim TBV Lemgo und bei der SG Hörstmar/Lieme beginnt am Sonntag wieder der Fußball-Alltag. Für die SG steht dabei das Derby beim Tabellennachbarn FC Augustdorf an. Der TBV Lemgo hat den Aufstiegskandidaten aus Schloß Holte zu Gast. Ein weiteres Derby findet beim SV Eintracht Jerxen/Orbke statt, wo der TSV Oerlinghausen seine Visitenkarte abgibt. Überraschungs-Spitzenreiter Gütersloher TV gastiert beim SuK Canlar Bielefeld. Derby-Time heißt es auch in Dornberg (gegen den SC Hicret Bielefeld) und Steinhagen (gegen den SV Avenwedde).

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

TBV Lemgo vs. VfB Schloß Holte

(ab). Beim TBV Lemgo dürfte man froh sein, dass man sich ab Sonntag endlich wieder auf Fußball fokussieren kann. In den letzten rund zwei Wochen überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst trat Ediz Türkmen von seinem Posten als Abteilungsleiter der Fußballabteilung zurück, dann wurde bekannt, dass Matthias Wölk – derzeit noch SG Hörstmar/Lieme – ab kommender Spielzeit die Hansestädter trainieren wird. Am vergangenen Dienstag warfen dann die bisherigen Trainer Ilker Siviloglu und Dennis Dinkelborg die Brocken hin. „Es sind Sachen vorgefallen, die man nicht einfach so hinnehmen und akzeptieren kann. Wir wollen auch nicht weiter darüber reden und wünschen den Jungs viel Erfolg in der Rückserie“, sagt Siviloglu gegenüber Lippe-Kick. Interimsweise wird Zalem Özmen den TBV bis Saisonende trainieren, Thomas Specht steht ihm als Assistent zur Seite. Özmen zeigt sich kämpferisch: „Die letzte Wochen stecken natürlich noch in den Köpfen, aber wir versuchen, das Beste daraus zu ziehen. Ganz Lippe wird auf das Spiel gespannt sein und beim LZ-Cup haben wir ja gemerkt, wie sehr uns das helfen kann.“ Allerdings ist die personelle Lage derzeit ziemlich angespannt. Nachdem Fatih Öztürk und Ali Celik nicht mehr für den TBV spielen werden, muss Özmen improvisieren: „Wir haben derzeit einen Kader von elf Spielern, die wir einsetzen können. Es werden wahrscheinlich der ein oder andere A-Jugendliche und Spieler von der zweiten Mannschaft dazustoßen.“ Eigentlich sollten Spieler der ersten Mannschaft die A-Liga-Truppe im Abstiegskampf unterstützen. Nun müssen Spieler aus Team B helfen, dass der TBV in der Bezirksliga bleibt. Denn das Saisonziel heißt nun: „Die Klasse halten.“ Und ausgerechnet jetzt kommt mit dem VfB Schloß Holte einer der Aufstiegskandidaten. „Schloß Holte gehört für mich zu den besten Teams der Liga. Aber wir werden das Spiel nicht herschenken“, verspricht Özmen vollen Einsatz.

 

Der wird gegen den Tabellendritten auch nötig sein. Trainer Stefan Studtrucker konnte mit seiner Mannschaft eine ruhige Vorbereitung genießen. Die Testspiel-Ergebnisse (1:1 gegen den SC Vlotho, 3:4 gegen den SC Wiedenbrück II und 3:2 gegen den FC Kaunitz) können sich durchaus sehen lassen. Und mit Berekat Oduncu, der vom Westfalenligisten SC Roland Beckum kommt, wurde die ohnehin starke Defensive – nur 17 Gegentore in 17 Spielen – noch einmal verstärkt. Das Hinspiel wurde eine Macht-Demonstration, mit 7:0 wurde der TBV vom Platz gefegt.

 

Schiedsrichter ist der Paderborner Sportsfreund Janik Stork. Anstoß ist wie gewohnt um 15:00 Uhr auf dem Jahnplatz in Lemgo.

 

FC Augustdorf vs. SG Hörstmar/Lieme

(hk). Die Vorfreude steigt. Das ist einfach mal ein unfassbar schönes lippisches Derby – für alle Beteiligten. Viele Zuschauer sind wohl garantiert, wenn sich der FC Augustdorf mit der SG Hörstmar/Lieme bespielt. Beide Bezirksliga 2-Vertreter haben mutmaßlich die treuesten und leidenschaftlichsten lippischen Anhänger. Auch FCA-Coach Matthias Heymann freut sich wie Bolle auf diesen Vergleich mit reichlich Lokalkolorit: „Alle in der Mannschaft, inklusive Trainierteam, freuen sich, dass es am Sonntag endlich wieder losgeht.“ Mit schweren Beinen im Gepäck sind die Sandhasen die Vorbereitung angegangen, verlief der LZ-Cup mit dem Ausscheiden in der Gruppenphase der Endrunde doch eher so mittelgut. Auch Wettergott Petrus hat sich nicht mit den Augustdorfern fraternisiert, waren die äußeren Bedingungen nicht gerade fußballförderlich. Heymann erklärt: „Wir hatten zu Beginn der Vorbereitung quasi nur bei den Testspielen den Ball am Fuß. Das hat sich auch in den Ergebnissen widergespiegelt.“ Als „keine guten Spiele“ klassifiziert er das 1:3 in Löhne und das 1:1 bei Höxter. Der Lernwille ist löblicherweise existent, ist die Leistungssteigerung erkennbar. „Mit jeder Einheit kam auch ein Stück Sicherheit zurück. Beim Test in Post (3:3) und Neuenbeken (2:1-Sieg) sah das schon ziemlich gut aus“, freut sich Heymann über diesen Aufschwung. All dies führt bei Heymann zu der Annahme, dass sein Team „gut gerüstet“ für den überraschend starken Aufsteiger ist. Mit freier Sicht auf den Kontrahenten meint er: „In Hörstmar ist aktuell viel Unruhe drin. Wir werden sehen, wie die Spieler mit der aktuellen Situation umgehen.“ Die Hinserie beim Aufsteiger verlief prächtig, hat die Spielgemeinschaft den Sennekickern doch einiges im ersten Saisonduell abverlangt. Daher gilt: „Wir sind auf jeden Fall gewarnt. Es wird wichtig sein, ihr schnelles Umschaltspiel zu verhindern. Wir wollen mehr Punkte als in der Hinrunde holen“, ist die Maßgabe ambitioniert. Die Ausfallliste ist nicht von schlechten Eltern. Erkrankt sind Marc Wiemann und Davut Sansar. Beide fehlen, wohl auch Tobias Schaad – ebenfalls von einer Krankheit heimgesucht. Es gesellen sich die langzeitverletzten Waldemar Seibel, Jason Tissen und Malte Kiel dazu. Trotzdem kann das Trainerduo Heymann und Steven Hengstler mit einem 18 Mann-Kader in die Partie gehen. Fröhlich zeigt sich Heymann gestimmt: „Wir haben daher eine Menge Möglichkeiten und sind optimistisch, erfolgreich in die Rückrunde zu starten.“

 

Hörstmar/Lieme-Coach Matthias Wölk freut sich „riesig“ auf das Spiel, haben die schneereichen Verhältnisse schließlich dafür gesorgt, dass nur zwei Testspiele stattgefunden haben. Gegen den Westfalenligisten VfL Theesen gab es ein 0:6, gegen den Post TSV Detmold ein 1:1. „Die Vorbereitung in Hörstmar ist immer nicht zufriedenstellend“, betont Wölk, der dies aber aus den letzten sechs Jahren so kennt. „Ich bin nicht überrascht“, gibt er demnach zu. Immerhin: In der Halle hat die Spielgemeinschaft einige Einheiten absolviert, neben Übungen für den Kraftbereich wurde auch dem Handballsport gefrönt. „Der FCA hat einen riesengroßen Kader. Sie spielen einen körperbetonten Fußball“, so Wölk, der von seiner Mannschaft eine spielerisch anständige Vorstellung erwartet. Obacht: Bei Hör/Lie fehlen Alexander Ritter und Phillip Born langfristig. Hinter dem Einsatz von Patrick Siebert steht noch ein Fragezeichen. Nicht geklärt, ob der beruflich stark involvierte Kicker von Köln direkt nach Augustdorf kommt. Und: Arno Warkentin ist frisch Vater einer Tochter geworden. Hier wird kurzfristig entschieden, ob er seine Glücksgefühle vielleicht auf dem Fußballplatz zeigen darf. Den momentanen sechsten Tabellenplatz möchte Hörstmar/Lieme allzu gerne verteidigen. „Wir sind richtig gut drauf, haben eine super Stimmung, wollen die exzellente Derbybilanz fortführen“, schreibt Wölk seinem Team in die To-do-Liste.

 

Schiedsrichter Johannes Kuse reist aus Minden an. Um 15:00 Uhr ist Anpfiff.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Auch beim SV Eintracht Jerxen/Orbke steht am Ende der Saison eine Veränderung an. Coach Bastian Möller will kürzer treten und reicht den Staffelstab an seinen langjährigen Assistenten Marco Schlobinski weiter. Bis dahin steht das Ziel „Klassenerhalt“ ganz oben auf der Agenda.  Angesichts der tabellarischen Lage ein Dreier im Derby ein wichtiger Schritt raus aus dem Keller. Das weiß auch Obmann Hubert Orynczak: „Sonntag steht ein Pflichtsieg auf dem Programm. Die ersten Spiele werden richtungsweisend für die Rückserie sein. Wir haben sieben Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Es wird grundsätzlich eine Mammutaufgabe, uns aus dem Tabellenkeller herauszukämpfen.“ Die Erinnerungen an das Hinspiel in Oerlinghausen sind „keine guten, konnten wir doch keinen Punkt mitnehmen. Dies gilt es nun zu ändern.“ Mut macht die Vorbereitung, denn: „Die lief soweit gut und unsere Jungs sollten körperlich und mental entsprechend vorbereitet sein.“

 

Beim TSV Oerlinghausen lief die Vorbereitung nach Plan. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, der Spirit in der Mannschaft passt. Es wird konzentriert und gut gearbeitet, aber auch der Spaß ist jedem anzumerken“, freut sich Jan Rüter über die aktuelle Verfassung der Bergstädter. Man will gleich im Derby an die vor der Winterpause gestartete Serie mit drei Siegen in Folge anknüpfen und den Vorsprung auf die Abstiegsränge vergrößern. Das wird jedoch nicht in Form eines frühlingshaften Spaziergangs geschehen: „Ich erwarte ein Spiel, in dem beide Mannschaften nichts zu verschenken haben werden. Beide Mannschaften werden alles investieren, um die volle Punktausbeute zu holen.“ Rüter stimmt den Pessimisten, die Jerxen „schon abgeschrieben haben“, nicht zu: „Das sehe ich überhaupt nicht so. Da sind, ebenso wie bei uns, viele junge Spieler im Team und da braucht es vielleicht etwas mehr Anlauf, um in eine Saison zu kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie am Ende der Saison über dem Strich stehen werden. Dafür haben sie einfach zu viel Qualität in ihren Reihen.“ Gleichzeitig gilt das auch als Warnung an die Mannschaft, den Tabellenletzten nicht zu unterschätzen. Beim TSV Oerlinghausen liegt der Plan bereit, „wie bei jedem Gegner sonst auch, den wir am Sonntag umsetzen wollen.“ Aus personeller Sicht müssen die Gäste auf die beiden Dauerbrenner Mikail Bas und Daniel Nadig – beide hatten in der Hinrunde die meisten Spielminuten – verzichten. Außerdem stehen hinter drei weiteren Spielern noch Fragezeichen.

 

Der Kreis Gütersloh sendet seinen Schiedsrichter Florian Böhm zu diesem Duell, das um 15:00 Uhr angepfiffen wird.

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