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Bezirksliga

Bezirksliga – Goalgetter-Report

Auch in den Bezirksligen wird scharf geschossen. Wir stellen euch die sechs besten lippischen Torjäger einmal genauer vor.

 

Viel Erfahrung und noch mehr Talent

Bezirksliga (ab). Bevor die ersten Bezirksligisten am morgigen Sonntag aus dem Winterschlaf erwachen, werfen wir noch schnell einen Blick auf die besten Torschützen unserer lippischen Bezirksliga-Vereine und stellen euch die Torgaranten genau vor. Vom talentierten Jungkicker bis hin zum erfahrenen Torjäger ist alles dabei. Sechs Teams, sechs Spieler. Vorgestellt von ihren Trainern, sportlichen Leitern oder Obmännern.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

Felix Buba

(hk). Post TSV Detmold, 12 Tore, 28 Jahre alt, Jugend beim TuRa Heiden, FC Gütersloh, Arminia Bielefeld, Senioren beim TuS Dornberg, VfB Fichte Bielefeld, SV Rödinghausen, erneut VfB Fichte, VfR Wellensiek, seit Sommer 2017 beim Post TSV Detmold.

 

Post TSV-Manager Michael Grundmann schnalzt voller Anerkennung mit der Zunge, sagt er doch über die personifizierte Tormaschine: „Felix ist für mich der beste Stürmer in Lippe, er hat alles, was ein Top-Stürmer mitbringen muss. Er ist schnell, torgefährlich, hat eine gute Technik, ist sehr ballsicher und unheimlich ehrgeizig! Er ist ein absoluter Führungsspieler, der auch mal in schlechten Phasen ein Tor aus dem Nichts macht. Auf dem Platz gibt er immer 100 Prozent und kämpft bis zum Umfallen. Das vermisse ich bei vielen anderen manchmal. Ich kann mich an Spiele erinnern (Ahlen, Kaunitz etc.), wo er ehemalige Regionalligaspieler komplett auseinandergenommen hat. Gerade in Knallerspielen, wo wir normal Außenseiter sind, hat er uns oft durch seinen Willen, Ehrgeiz und seinen Toren den Sieg gebracht. Wir haben es schmerzlich gemerkt, als er uns am Ende der Hinrunde sechs Wochen durch eine Verletzung gefehlt hat, wir konnten kein Spiel gewinnen. Ich bin mir sicher, wenn er sich nicht verletzt hätte, würde er jetzt 20 Tore haben und Post TSV Detmold sechs, acht Punkte mehr auf dem Konto. Trotzdem hat er auch Tage, wo er echt viel verballert und sehr viele Chancen braucht. Manchmal muss er auch vor dem Tor den freien Mitspieler neben sich sehen, aber Stürmer müssen ja auch ein bisschen egoistisch vor dem Tor sein“, sagt Grundmann über den Deutsch-Niederländer.

 

Markus Wittmann

(ab). Türkischer SV Horn, 12 Tore, 21 Jahre alt, spielte zuvor bei Suryoye Paderborn, kam 2017 zum TSV.

 

Thorsten Schmiech, Trainer des Bezirksligisten, beschreibt seinen Offensivmann wie folgt: „Markus ist ein sehr talentierter Kicker, der eine enorme Geschwindigkeit mit Ball erreicht und seine Torgefahr beidfüßig und mit einem guten Kopfballspiel präsentiert. Außerdem ist er ein sehr bodenständiger und anständiger Typ, der sich selber nicht so wichtig nimmt und das Team immer im Fokus sieht. Markus ist aufgrund seiner charakterlichen Stärken, trotz seiner erst 21 Jahre, fast noch wichtiger fürs Team als aufgrund seiner fußballerischen Qualitäten. Für uns ist Markus ein wichtiger Faktor im Spiel, weil jeder weiß, dass wir einen fleißigen Arbeiter auf dem Platz haben, der aus dem Nichts ein Tor erzielen kann. Verbessern kann er sicher noch das taktische Rückwärtsverhalten und hier und da einen konsequenteren Zug zum Tor darf er auch noch entwickeln.“

 

Saliou Abou

(ab). TBV Lemgo, 10 Tore, 29 Jahre alt, spielte zuvor unter anderem für den TuS Dornberg, den SC Herford, den BV Bad Lippspringe und die Spvgg Bad Pyrmont. Seit Januar 2018 beim TBV unter Vertrag.

 

Sein mitspielender Interimstrainer Zalem Özmen bezeichnet den Togolesen als einen „unfassbar starken Spieler, der jeder Mannschaft weiterhelfen kann.“ Sein größtes Plus: „Er kann sowohl als Innenverteidiger als auch Stürmer spielen. Er ist menschlich klasse und bringt die Mannschaft gerne zum Lachen. Er ist wichtig, weil wir mit ihm keine schlechte Laune auf und neben dem Platz spüren. Seine große Stärke ist sein athletischer Körper und sein Wille.“ Abou könnte allerdings noch torgefährlicher sein, denn ihm fehlt laut Özmen etwas „die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor.“

 

Sören Rottschäfer

(ab). FC Augustdorf, 10 Tore, 19 Jahre alt, überzeugte letzte Saison in seinem ersten Seniorenjahr beim BSV Müssen, wechselte dann im Sommer zum FCA.

 

FC Augustdorf-Coach Matthias Heymann hält große Stücke auf Rottschäfer und traut ihm noch viel mehr zu, als er bisher schon gezeigt hat: „Sören ist mit seinen 19 Jahren bereits ein wichtiger Teil unserer Mannschaft geworden. Mit seiner Geschwindigkeit und körperlicher Robustheit passt er ideal in unser Spielsystem. Vor dem Tor ist er sehr konsequent und sucht schnellstmöglich den Torabschluss. Mannschaftlich passt es super. Auch neben dem Platz gibt Sören immer Vollgas. An seinen Schwächen arbeiten wir. Defensivarbeit gehört bekanntlich nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Stürmers. Zudem müssen wir ihn manchmal daran erinnern, dass wir unsere Spieler auch anhand der Trainingsleistung unter der Woche und nicht nur an den Spieltagen bewerten und aufstellen. Man muss aber sagen, dass er die Punkte, die es zu verbessern gilt, gut aufgenommen hat und seit dem Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde auch schon sehr gut umsetzt. Ich bin davon überzeugt, wenn er so weiter macht, schießt er die Rückrunde mehr als zehn Tore! Es ist für uns natürlich schwer so einen Spieler in Augustdorf zu halten. Aber er fühlt sich wohl und man sieht durch unsere Arbeit mit ihm eine positive Entwicklung auf und neben dem Platz. Ich denke, dass zwei, drei Jahre am Stück in einer Mannschaft, in unserer Mannschaft, für seine Entwicklung sehr wichtig wären. Wenn er dann die Möglichkeit bekommt ein oder zwei Ligen höher zu spielen, werden wir ihn dabei unterstützen und keine Steine in den Weg legen.“

 

Jonas Dosch

(hk). SV Eintracht Jerxen/Orbke, 9 Tore, 20 Jahre alt, seit der Jugend beim SV Eintracht Jerxen/Orbke

 

SVE-Obmann Hubert Orynczak beschreibt seinen treffsichersten Spieler wie folgt: „Jonas ist ein quirliger und pfeilschneller Spieler, der selbst mit Ball am Fuß flinker ist als die meisten Abwehrspieler. Er ist im Sturm ein sehr wertvoller Spieler für uns. Zudem ist er ein klasse Typ und passt hervorragend in unser Team.“

 

Jan-Justin Johannhörster

(ab). TSV Oerlinghausen, 9 Tore, 20 Jahre alt, ein Eigengewächs der Bergstädter

 

TSV-Co-Trainer Jan Rüter kennt „JJ“, wie er innerhalb der Mannschaft genannt wird, schon aus der Jugend des TSV. Er sagt anerkennend über den Youngster: „Jan-Justin ist ein extrem explosiver Stürmer mit einem wahnsinnig starken Schuss. Das wichtigste ist jedoch, dass er vor allem gegen den Ball unheimlich stark ist und aufgrund seiner Laufstärke unserem Spiel dadurch gut tut. Seine größte Schwäche ist, dass er zu häufig noch mit dem Kopf durch die Wand will, auch wenn das schon deutlich besser geworden ist. Menschlich ist Jan-Justin ebenso einwandfrei wie auf dem Platz, man kann eine Menge Spaß mit dem Jungen haben.“ „Selbst, wenn er einen manchmal zur Weißglut treibt“, schiebt Rüter herzhaft lachend hinterher.

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