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Kreisliga B Detmold

Kreisliga B Detmold – Goalgetter-Report

Die derzeit fünf besten Torschützen der Kreisliga B Detmold haben wir hier für euch portraitiert.

Heimatverbundene Torjäger

Kreisliga B Detmold (ab). 79-mal konnten folgende fünf Herren in der ersten Halbserie dieser Saison jubelnd nach einem Torschuss abdrehen und mit ihren Teamkollegen einen Torerfolg feiern. Wir stellen euch die fünf besten Torjäger der Kreisliga B Detmold vor. Alle haben eines gemeinsam: Sie haben in ihrer Zeit im Senioren-Fußball immer für den gleichen Verein gespielt.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

Anton Habernoll

BSV Müssen, 18 Tore, 19 Jahre alt, Jugend des BSV Müssen, Jugend TBV Lemgo, Senioren BSV Müssen.

 

Sein aktueller Co-Trainer und zukünftiger Cheftrainer Jan Brinkmann findet folgende Worte für den Führenden der Torjägerliste in der B Detmold: „Anton Habernoll spielt in seiner ersten vollen Senioren-Saison und ist mit seinen 19 Jahren daher einer der jüngsten Spieler.
Durch sein Alter geht er meist entsprechend unbekümmert an die Sache ran und hat einfach Spaß am Fußball und das merkt man ihm dann auch auf dem Platz an. Vor allem ist er sehr ehrgeizig, würde und hat auch angeschlagen und verletzt gespielt, verpasst keine Trainingseinheit freiwillig und will immer auf dem Platz stehen. Manchmal ist das dann auch der falsche Ehrgeiz, wenn er eh nicht so richtig fit war und trotzdem nicht in der 80. Minute bei klarem Spielstand runter will. Andererseits hab ich lieber solche Spielertypen, die immer wollen und alles geben, als jemanden, der bei den kleinsten Anzeichen von Erschöpfung vom Platz möchte.
Obwohl er mit der jüngste Spieler ist, scheut er sich nicht Verantwortung zu übernehmen, egal ob es darum geht die Mannschaft zu motivieren, einen entscheidenden Elfmeter zu schießen (auch wenn es mal daneben geht), oder die Aufwärmung vor dem Spiel zu koordinieren.
Insgesamt ist er manchmal noch etwas hitzköpfig und lässt sich auch gerne mal mitziehen, wenn das Spiel nicht so gut läuft. Er möchte dann motivieren, was durchaus positiv ist, findet aber nicht immer den richtigen Ton.
Auch seine Entscheidungsfindung ist (vor allem auch altersbedingt) noch stark ausbaufähig. Manchmal wäre der einfache Pass oder ein abgebrochenes Dribbling mehr wert, als der dann folgende Ballverlust.
Vor dem Tor ist er für sein Alter schon recht kaltschnäuzig und hat einen entsprechenden Torriecher, lässt sich aber von zwei, drei vergebenen Chancen auch gerne mal verunsichern, obwohl er es besser weiß, dass das jedem passiert und passieren kann. Seine Schusstechnik ist sehr gut, seine Standardsituationen können immer zu Toren führen und insgesamt hat er eine sehr gute Technik und ein gutes Ballgefühl, wobei er – wie erwähnt – manchmal etwas zu verspielt ist.
Ein besonders schönes Tor war der Führungstreffer beim Kantersieg gegen Eichholz, welches auch zum Bitburger Tor des Monats ernannt wurde und entsprechend bei YouSport zu finden ist. Da hat er gesehen, dass der Torwart zu weit vor dem Tor steht und ihn aus rund 30 Metern mit einem Heber überlistet. Besonders emotional war sein Führungstreffer bei der unglücklichen 2:1-Niederlage in FSV Pivitsheide. In der zweiten Halbzeit hatte er die Vorentscheidung auf dem Fuß und haderte nach dem Spiel mit sich selber wegen den vergebenen Chancen, anstatt zu sehen, dass er uns überhaupt in die Situation gebracht hat, das Spiel eng zu gestalten. Aber das ist, denke ich, die Einstellung, die große Sportler auszeichnet.
Insgesamt denke ich, dass der BSV mit Anton noch viel Spaß in der Zukunft haben wird und er noch viele weitere Tore schießen wird, wobei man auch bedenken muss, dass er die Liste anführt, obwohl er einige Spiele verpasst hat und in einem Großteil der Spiele nicht bei 100 Prozent war.“

 

Kai Gast

SG Sabbenhausen/Elbrinxen, 17 Tore, 25 Jahre alt, spielte zuvor für den einen Teil der SG, den TSV Sabbenhausen.

 

Kai Gast gehört zu den Stürmertypen, denen man dieses gewisse Etwas nachsagt. Auch sein Coach Sven Großmann findet: „Kai ist ein spezieller Stürmer und Torjäger, den ich so auch noch nicht kennengelernt habe.“ Zu den Stärken gehört ganz klar das, was einen Stürmer ausmacht: „Seine Tore, die er macht. Er braucht nicht viele Chancen. Er ist schnell, dribbelstark und weiß, wo das Tor steht. Deshalb ist er für uns unverzichtbar.“ Ein Stürmer, den man „kaum bändigen kann“, womit wir zu seinen Schwächen kommen: „Er schießt oft über das Ziel hinaus, wo er vor Rot oder Gelbrot steht. Wenn er das noch abstellt, ruhig bleibt im Spiel und seine Chancen noch besser nutzt, dann ist er einer, der auch eine Klasse höher spielen und da seine Tore machen kann. Aber seine Schwächen, die er leider im Spiel hat, genauso wie seine Stärken, werfen ihn immer wieder zurück. Er ist ein lieber, feiner Kerl, aber daran muss er dringend arbeiten. Das weiß auch die Mannschaft. Wir lassen ihm da aber auch relativ viel Spielraum. Ich weiß aber auch, dass Kai einer ist, der alles für die Mannschaft gibt. Wenn er das aber abstellt, könnte er noch wertvoller für uns sein, dann könnten wir vielleicht auch ein, zwei Plätze höher stehen. Aber wie gesagt, ein feiner Kerl, er passt in die Welt. Ich hoffe, dass er in der Rückrunde noch mehr Tore schießt, damit wir die ein, zwei Plätze höher kommen.“

 

David Hoffmann

SF Oesterholz/Kohlstädt, 16 Tore, ein Eigengewächs der Sportfreunde

 

Mit seinen 16 Toren hat David Hoffmann einen großen Anteil daran, dass die Sportfreunde auf einem Aufstiegsrang überwintern und von der Rückkehr in die A-Liga träumen dürfen. Björn Brinkmann, der am vorletzten Freitag auf der JHV zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, sagt über den Torjäger: „David ist eine der Säulen in unserer Mannschaft und in unserem System. Er ist ein absoluter Führungsspieler und kann die Mannschaft mitreißen, auch, wenn es mal nicht so läuft. Mit seinen Toren kann er den Unterschied ausmachen. Er ist immer gefährlich und sehr treffsicher. Er braucht kaum Chancen und macht er den ersten weg, dann folgen meistens noch zwei, drei Tore. Ein großes Plus ist ebenfalls, dass er mit der Kugel am Fuß noch pfeilschnell und fast kaum ohne Foul zu stoppen ist. Er bereitet aber auch Tore der anderen exzellent vor. Und er ist überall einsetzbar. Er kann sowohl auf den Außen spielen oder auch in der Zentrale hinter den Spitzen. Im Spiel hat er kaum Schwächen, obwohl er mit seinen jungen Jahren noch viel lernen kann. Schwächen hat er eigentlich fast keine. Vielleicht ist er durch schon sehr viele und langwierige Verletzungen ein bisschen anfälliger geworden, da spielt auf dem Platz auch der Kopf eine Rolle. Er gibt nun einmal immer alles und man hat immer ein mulmiges Gefühl, wenn er mal nach einem Foul liegen bleibt.

Kurzum: Ein Kumpeltyp außerhalb des Platzes, der mit anpackt, egal ob beim Auf- oder Abbau oder sonstigen Diensten. Auf dem Platz ein Leadertyp der voran geht und den Unterschied macht. Ein Amateurkicker, wo wir stolz drauf sind ihn bei uns haben zu dürfen!“

 

Heinrich Warkentin

CSL Detmold, 16 Tore, 30 Jahre alt, spielt seit seinem ersten Seniorenjahr für den CSL Detmold

 

Heinrich Warkentin hat den CSL Detmold mit seinen Toren auf Rang zwei geschossen. Auch deshalb träumt der Absteiger von der direkten Rückkehr ins Detmolder Kreisliga-Oberhaus. Sein Mitspieler Alfred Leingang beschreibt Warkentin wie folgt: „Heinrich ist einer der Spieler im Team, der voran geht. Er ist Kapitän der Mannschaft und geht voran. Seine Stärken sind sein unbedingter Wille ein Spiel gewinnen zu wollen und durch seine Flexibilität und seiner Geschwindigkeit ist er auf vielen Positionen variabel einsetzbar.“

 

Jannik Rother

TuS Eichholz/Remmighausen, 15 Tore, 24 Jahre alt, seit den G-Junioren spielt er bei den Grün-Weißen, also: seit zwei Jahrzehnten.

 

Der nicht minder gut kickende TuS-Co-Trainer Marco Barkowski zeigt sich ausgesprochen angetan, wenn er über den auch im Tennis-Sport talentierten Rother spricht: „Jannik Rother ist technisch sehr begabt, konditionell gut aufgestellt, schnell und abschlussstark.
Dadurch, dass der Fußball bei ihm nur an zweiter Stelle steht, sind Pünktlichkeit und Laufbereitschaft im Training Dinge, an denen er arbeiten könnte.
An ein besonders schönes Tor kann ich mich nicht erinnern. Wenn man ihn fragt, wird er sicher sagen: „Alle Tore waren besonders schön“, erklärt Barkowski mit einem Schmunzeln auf seinen Lippen.

Vigilant Team Sports

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