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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorberichte Nachholspiele vom 3.03.19

Bis auf die Begegnungen in Blomberg und Kachtenhausen werden alle anberaumten Nachholspiele wie gewünscht über die Bühne gehen. Lippe-Kick lässt sich nicht lumpen, weckt ein wenig die Vorfreude.

Raus aus dem Winterschlaf

 

Kreisliga A Detmold (hk). Die Entourage der höchsten Detmolder Spielklasse hat sehnsüchtig darauf gewartet, dass der Spielbetrieb endlich wieder Fahrt aufnimmt. Schließlich weiß man auch im Lipperland: Fußballspiele ohne Wettkampfcharakter sind etwa so wie Bier ohne Alkohol, Siegfried ohne Roy und die erste Fußball-Bundesliga ohne den 1. FC Köln und den Hamburger SV. Am Sonntag wird die kollektive Vorfreude gestillt, wenn es um jeweils 15.00 Uhr zu einem Dreierpack an Spielen kommt.  Als einziges Team aus dem Spitzenquartett ist die SG Hiddesen/Heidenoldendorf involviert, die beim gierig lauernden SV Diestelbruch/Mosebeck zu Besuch ist. Ebenfalls mit von der Partie: Die Auseinandersetzungen der Tabellennachbarn aus Heiden und Berlebeck/Heiligenkirchen und von Horn-Bad Meinberg und Rischenau. Da der Rasenplatz in Blomberg nicht bespielbar ist, fällt die Partie der Gastgeber gegen den Post TSV Detmold II aus. Das gleiche Schicksal ereilt die Protagonisten der Partie zwischen der SG Kachtenhausen/Helpup und dem RSV Hörste.

Von Henning Klefisch

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. TSV Rischenau

Was gewesen ist, zählt nicht mehr. TuS-Coach Richard Soethe zeichnet es grundsätzlich aus, dass er eindeutig im Hier und Jetzt lebt. Er ist ein Mann des Indikativs, nicht des Konjunktivs. Demzufolge sagt er gegenüber Lippe-Kick: „Nun geht es Sonntag um drei Punkte und alles aus der Vorbereitung ist Makulatur, die Uhren werden auf Null gestellt und jeder muss beweisen, wie er in der Meisterschaft aufgestellt ist. Daher wird sich Sonntag zeigen, wer gegebenenfalls aus der Vorbereitung besser herauskommt.“ Soethe weiß: Die Kälte aus dem Tabellenkeller fühlt sich nicht wohlig an. Deshalb möchte er mit seiner Mannschaft der unbeliebten Tabellenregion Lebewohl sagen, sich mit punktreichen Spielen nach der Winterpause von den unteren Plätzen absetzen. Bis auf den beruflich aktiven Housseb Rassil, den noch nicht spielberechtigten Gianni Bovino und Daniel Rellmann (Muskelfaserriss) stehen Soethe sämtliche Akteure zur Verfügung. Die Einschränkung: „Allerdings mit unterschiedlichem Fitnessgrad und da muss ich mal schauen, wie ich die richtige Mischung finde. Ich freue mich auf den Saisonstart und ein schönes Spiel mit hoffentlich positivem Ausgang für uns“, gibt es doch auch noch eine deftige Hinspielpackung wiedergutzumachen.

 

Einhergehend mit den ansehnlichen Wetterverhältnissen ist die Vorbereitung positiv aus Sicht des TSV Rischenau verlaufen. Weniger Laufinhalte, dafür mehr Einheiten mit dem Ball, sind Bestandteil beim Tabellenzehnten gewesen. TSV-Obmann Sebastian Tunke moniert jedoch: „Die Beteiligung hätte bei dem ein oder anderen sicher besser sein können, auch deshalb bin ich auf Sonntag sehr gespannt“, ist Wettkampf eben etwas völlig anderes. Einen Unterschied im Vergleich zur Hinserie möchte er schon ganz gerne erleben: „Klar ist, dass wir nach dem miserablen Saisonstart dieses Mal besser aus den Startlöchern kommen wollen und auch müssen.“ Gegen die Kurstädter rechnet er mit einem „engen und umkämpften Spiel.“ Zwei unvergessliche Auseinandersetzungen hat es mit dem TuS in dieser Saison gegeben. Das nun nachzuholende Spiel ist am Ursprungstermin wegen eines Flutlichtausfalls abgebrochen worden. Mitte Oktober wurde das Hinspiel auf heimischem Platz mit 5:1 gewonnen. Tunkes Laune ist auch ein knappes halbes Jahr später immer noch prächtig, sinniert er doch: „Das wohl beste Saisonspiel.“

 

An der Pfeife im Waldstadion Bad Meinberg: Paul Meier.

 

TuRa Heiden vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

„Sehr zufrieden“ zeigt sich TuRa Heiden-Coach Thorsten Geffers mit den Testspielen, steigert dies deutlich die Vorfreude auf das, was noch kommt. Dennoch sind sich auch die Kicker von der Rotenbergkampfbahn bewusst: Es juckt in den Füßen, dass es endlich wieder um Punkte und Tore geht. Vielseitig verlief die Einstimmung auf die wichtigste Saisonphase, verrät Geffers doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Im Januar haben wir uns mit Spinning-Einheiten fit gehalten. Die letzten Wochen konnten wir dann dreimal die Woche in Lage auf dem Kunstrasenplatz trainieren.“ In den Testmatches blieben die Heidener unbesiegt. Vom Lemgoer A-Ligisten SV Werl-Aspe trennte man sich 4:4, Siege gab es gegen den Lemgoer B2-Ligisten FC Union Entrup (8:0) und den Dritten der A-Liga Höxter, den TuS Vinsebeck (3:2). Über sein Ex-Team weiß er zu berichten: „Eine Einschätzung zu BHK ist sicherlich schwierig. Man wird sehen, welches Team nach der Winterpause besser aus den Startlöchern kommt. Natürlich haben sie personell mit Sinner und Trockel nachgelegt. Es bleibt aber abzuwarten, wie schnell die Spieler sich integrieren.“ Im Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn erwartet Geffers ein ausgeglichenes Duell, in dem die Tagesform über Wohl und Wehe entscheidet „und welches Team den größeren Willen zeigt“, glaubt er. Auf das Trio Affeldt, Hillmann und Sven Freitag werden die Hausherren auf jeden Fall verzichten müssen. Vage sind die Einsatzmöglichkeiten von Jann König und Jannik Drewes. Die Kaderbreite ist dennoch ansprechend, kann Thorsten Geffers doch aus 16 Akteuren auswählen.

 

Auch Anfang März ist das Wetter unbeständig. Deshalb haben die Heidener clever vorgebaut und die Partie auf den Kunstrasenplatz nach Lage verlegt. Auch BHK-Obmann Matthias Kuhlmann merkt treffend an, dass vielleicht die Gerüchteküche brodeln könnte, wenn eine Naturrasen-Mannschaft wie Heiden auf die auf Kunstrasen erprobten Sportfreunde trifft. Einen möglichen Vorteil für sein Team sieht er jedoch nicht. Der einleuchtende Grund: „Heiden hat die gesamte Vorbereitung nach meinem Kenntnisstand auf diesem Kunstrasenplatz absolviert. Den Platz hat der Gegner kennengelernt, dort dauerhaft trainiert, weiß also, wie der Hase läuft“, begründet Kuhlmann im Lippe-Kick-Gespräch. Höchste Konzentration fordert der ehemalige Bezirksliga-Kicker von seinem Team, sieht er in den Heidenern doch eine defensivstarke Mannschaft, die zudem im Umschaltspiel ihre Stärken besitzen. „Wir müssen da sehr aufpassen“, sensibilisiert Matthias Kuhlmann seine Jünger. Als richtiger Warnschuss dient hierbei sicherlich auch die Hinspielniederlage auf dem heimischen Kunstrasen. Er wünscht sich eine Wiedergutmachung für das 0:2 aus dem ersten Duell. „Das wird schwierig, aber möglich. Ich bin aber optimistisch, dass wir das hinbekommen. Wir haben die drei Punkte als Ziel“, ist sein wohltemperierter Gemütszustand auch darauf zurückzuführen, dass die Vorbereitung in Gänze nach seinem Geschmack verlaufen ist. Die BHK-Jungs sind motiviert, scharren mit den Hufen. Bitter: Florian Kersting plagt sich mit einer Sprunggelenksverletzung herum, fällt auf jeden Fall aus. Der zuletzt als Coach beim Post TSV Detmold und RSV Barntrup aktive Jan Trockel verstärkt die Sportfreunde erstmalig in diesem Spiel. Der 39-jährige Raumdeuter spielt somit unter seinem Kumpel Jan Schaper, mit dem er in seligen Zeiten gleich zweimal Uni-Vizemeister mit der Hochschule Bielefeld geworden ist.

 

Spielleiter Philip Dräger bläst um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz Werreanger zum Anpfiff.

 

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

„Die Vorbereitung lief ganz okay. Die Ergebnisse waren zufriedenstellend und ohne Niederlage“, wird Di-Mo Co-Trainer Lennart Rethmeier jetzt keine Polonaise durch den Dörenwald tanzen. Der Grund ist ganz einfach: Im spielerischen Bereich hat er noch erheblichen Steigerungsbedarf erkannt. Dazu kommt ein Schicksal, was man auch seinem größten Feind nicht wünscht. Rethmeier konstatiert säuerlich: „Leider haben wir immer noch die Verletzungsseuche.“ Ein klares Indiz dafür: „Nach zwei Jahren musste sogar ich im letzten Testspiel für einige Minuten die Schuhe anziehen“, erklärt er vielsagend bei Lippe-Kick. Er zählt das Lazarett der Fußlahmen und zum Zuschauen verdammten Akteure auf: „Timo Schiewe fällt noch drei Wochen aus (Bänderriss), Malte Wrenger (Sprunggelenk), Simon Jevsovar (Leiste), Marvin Roets (Finger gebrochen) und Martin Rethmeier (Trainingsrückstand).“ Ausgerechnet, mag man sich denken, wenn man einen flüchtigen Blick auf den Gegner aus Hiddesen/Heidenoldendorf wirft, der nicht völlig unverschuldet den vierten Rang im Zwischenklassement einnimmt. Lennart Rethmeier sagt ganz ehrfurchtsvoll: „Wir treffen auf eine spielerisch sehr starke Mannschaft.“ Man möchte sich Urlaub von den Personalsorgen nehmen, geht von einem Spiel voller Spannung aus. Das Sprachrohr formuliert abschließend noch einen frommen Wunsch: „Ich erhoffe mir ein leidenschaftliches und aggressives Spiel unserer Mannschaft.“

 

Ein knappes Vierteljahr hat die Spielgemeinschaft aus Hiddesen/Heidenoldendorf kein Ligaspiel mehr bestritten. Man darf gespannt sein, wie die „jungen Wilden“ nach der Meisterschaftspause aufspielen werden. SG-Coach Markus Rüschenpöhler weiß dies natürlich, beginnt aber zunächst mit der empathischen Gegneranalyse: „Di-Mo hat sich mit Sicherheit ein wenig mehr von der Hinrunde versprochen. Dennoch sind sie gerade zu Hause sehr stark, spielen attraktiven Offensivfußball“, rechnet er deshalb mit einer Monsteraufgabe für seine Schützlinge, speziell im Defensivbereich. Rüschenpöhler glaubt an die enorme Motivation der  gewünschten Leistungssteigerung durch die Hausherren. Rüsche, der alte Fuchs, lässt sich aber nicht entlocken, welche Spieler tatsächlich passen müssen, spricht nur etwas schwammig von einigen Ausfällen. Die Namen der Fehlenden hält er aber geheim. Trotzdem: „Wir werden einen guten Kader am Start haben“, ist bei der bekannten Quantität und Qualität im SG H/H-Team doch auch davon auszugehen. Als heiter bis wolkig können die unterschiedlichen Trainingsleistungen beschrieben werden. Markus Rüschenpöhler: „Ich vertraue den Jungs, dass es uns gelingt, wieder in den Wettbewerbsmodus zu kommen, wir richtig gierig und giftig dabei sind, und alles dafür tun, dass wir erfolgreich sind und genügend Punkte einfahren.“ Nicht nur der legendäre Alfred Preißler wusste es, dass „entscheidend auf dem Platz ist“, verwendet Rüschenpöhler gerne diesen altbekannten, aber weiterhin tagesaktuellen Slogan der deutschen Fußball-Geschichte. Was in den Testspielen gut oder weniger gut verlaufen ist, besitzt für den Blondschopf keinerlei existentielle Bedeutung mehr, zählt schließlich allein die Leistung am Sonntag. Natürlich möchte die SG aus ihrer Favoritenrolle Kapital schlagen. „Wir fahren nach Diestelbruch, um das Spiel zu gewinnen“, so der Team Detmold Auswahltrainer 2016. Es sollen sich die Spritkosten doch auch rentieren. Das große Aber möchte er nicht unerwähnt lassen: „Wir wissen um die sehr, sehr schwere Aufgabe, die uns bevorsteht.“ Der mentale Aspekt spielt eine erhebliche Rolle, will die talentierte Truppe doch mit einem Erfolgserlebnis in das neue Fußballjahr starten.

 

Cumali Colak ist der Schiedsrichter für diese Begegnung um 15.00 Uhr im Dörenwald-Stadion.

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