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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 20. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Es geht in die 20er Zahl an Spieltagen. Lippe-Kick enttäuscht euch hoffentlich nicht, macht es abermals sehr ausführlich.

Taverner und seine zwei Gefühlswelten

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Das Gute ist so nah. Während die deutschen Vertreter im Europapokal in Reihe aus den Wettbewerben purzeln, steigt die hiesige Vorfreude auf den lokalen Fußball. Im Tabellenkeller benötigen der TuS Leopoldshöhe II (acht Punkte) und der SV Werl-Aspe II (elf) eine extraordinäre Aufholjagd, um den Klassenerhalt wieder als realistisch zu betrachten. Leo II könnte hiermit im Heimspiel gegen den TuS Lockhausen beginnen, währen die Asper damit gegen den Tabellendritten TSG Holzhausen/Sylbach fortfahren können. Mit dem Aufeinandertreffen zwischen dem TuS Bexterhagen II und dem Namensvetter aus Grastrup/Retzen kommt es zudem an diesem 20. Spieltag zu einem Aufeinandertreffen mit ganz viel Lokalkolorit. Allerdings hat uns die Nachricht erreicht, dass das Heimspiel von Leopoldshöhe II definitiv ausfällt, das in Bexterhagen wohl auch.

 

Von Henning Klefisch

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. SV Werl-Aspe II

Seit beachtlichen dreieinhalb Monaten wartet die TSG Holzhausen/Sylbach auf ein Meisterschaftsspiel. Seitdem gab es fünf Testpartien. Die beiden Remis bei den A-Ligisten TuS Bexterhagen (2:2) und dem SV Werl-Aspe (1:1) waren das Höchste der Gefühle. Teils deutliche Niederlagen gab es gegen den TBV Lemgo II (2:4), den TSV Krankenhagen (1:4) und vor gut zwei Wochen beim BSV Müssen (2:9). Man darf wirklich gespannt sein, wie das Team von Coach Stefan Brunk spielen wird. Als Tabellendritter stehen die Blau-Weißen für eine gewisse Klasse.

 

So wirklich wählerisch sollte sich der SV Werl-Aspe II nicht mehr geben, wenn es darum geht, die Zähler für das Wunschziel Klassenerhalt einzutüten. Im Frühspiel dieser Runde gastiert der Vorletzte schon um 11.00 Uhr am Vormittag auf dem Kunstrasenplatz in Ahmsen. Ursprünglich ist die Partie auf 13.15 Uhr in Holzhausen datiert worden, aber der Naturrasenplatz ist bei den anhaltenden Regenfällen nicht bespielbar. Aspes-Abwehrrecke Marius Grimm ist nicht gerade hellauf begeistert, offenbart er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Durch die Zeitverschiebung und die Verlegung muss der Kader etwas neu gewürfelt werden.“ Julian Lindheim und Grimm fallen aus, Christian Kärmer weiß es noch nicht, Soumah muss für seine Ampelkarte büßen. Die Stimmungslage ist im Abstiegskampf von einer äußerst großen Relevanz, weshalb die Basis für ein erfolgreiches Arbeiten beim SV Werl-Aspe II gegeben ist. „Wir sind heiß und wollen an den Erfolg der letzten Woche anknüpfen.“ Beim 1:0-Erfolg über den FC Union Entrup hat der SV WA II auf eindrucksvolle Art und Weise unter Beweis gestellt, dass er auch klar favorisierte Teams besiegen kann.

 

TuS Lipperreihe II vs. TSV Schötmar II

„Diese Woche haben wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge trainiert“, gibt TuS Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner gegenüber Lippe-Kick zu. Diese zweischneidige Gefühlslage kann er auch begründen: „Es waren die letzten beiden Trainingseinheiten auf unserem „Kunstrasen“ und am Sonntag machen wir unser letztes Meisterschaftsspiel.“ Ganz in seinem Sinne bewertet er die Trainingsleistungen seiner Mannschaft, gerät er in Wallung: „Man merkt, wie geil die Stimmung in der Mannschaft ist.“ Das erste Duell mit den Schötmaranern hat ihm ganz und gar nicht gefallen, spricht er doch bedeutungsschwere Worte, wenn er anmerkt: „Es war für mich das schlechteste Spiel, was ich in den letzten Jahren gesehen habe.“ Arrogantes Auftreten und viele Stellungsfehler sind ursächlich für die Hinspielpleite gewesen. Aus dieser ziehen die Lipperreiher nun ihre Motivation, wollen die Rot-Weißen doch nach dem Sieg über Leopoldshöhe II den nächsten Maximalertrag verbuchen. Seine Analyse hat ergeben: „Beim Gegner sind viele gute Einzelspieler am Ball, die schon im Hinspiel gezeigt haben, was sie können, wenn man sie lässt.“ Gut möglich, dass der Engländer Duncanson in der vergangenen Woche zum Feierbiest mutiert ist, haben seine Premier League-Clubs doch ihre Stärke im Europapokal demonstriert. Vier Teams haben sich in der Champions League für das Viertelfinale qualifiziert, zwei in der Europa League. Man mutmaßt, dass Duncanson daher besoffen vor Glück ist. Aus Verletzungsgründen wird er gegen die Lohfeld-Jungs passen. Arbeiten muss Artur Seib. Zantop und Theunert haben familiäre Angelegenheiten zu erledigen. Auch Co-Trainer Sebastian Mathea ist nicht dabei, wird er doch an die A-Ligatruppe abgegeben, die über Personalnot klagt. „Ich erwarte am Sonntag eine Mannschaft auf dem Platz, die mir zeigt, dass sie es besser können als im Hinspiel“, formuliert Thorsten Taverner abschließend seine Erwartungshaltung.

 

Jeder Tipper würde Herzrasen bekommen, müsste er Partien des TuS Lipperreihe II tippen. „Lipperreihe II ist schwer einzuschätzen. Man weiß nie, wo sie Punkte holen und wo sie welche liegen lassen werden“, wünscht sich Schötmar II-Capitano Ersan Dargecit wohl klammheimlich, dass Letzteres am Sonntag eintreten wird. Die Westlipper bewertet er als ein „gut eingespieltes Team“, hat seine Mannschaft dennoch das erste Duell für sich entscheiden können. Nicht vergessen werden sollte jedoch, dass die Schötmaraner im besagten Spiel einen 5:2-Vorsprung beinahe noch verspielt hätten. Den Kampfgeist der Rot-Weißen hat Dargecit nicht vergessen. Daher gilt für ihn auch die Devise: „Auch wenn wir die letzten Spiele gegen Lipperreihe II gewonnen haben, nehmen wir das Spiel sicherlich nicht auf die leichte Schulter.“ Mit einer gewissen spielerischen Leichtigkeit haben die Lohfeld-Jungs zuletzt die SG Hörstmar/Lieme II in die Knie gezwungen. Nun wird ein Resultat erwartet, verspürt Dargecit keinerlei Interesse an dem drohenden Abstiegssumpf: „Jetzt muss so langsam auch mal ein Sieg her, damit wir uns nicht plötzlich im Abstiegskampf wiederfinden“, zieht der Erfolgsdruck doch ganz leicht im Nacken. Ansprechend: Der nach einer Ampelkarte zuletzt pausierende Erdal Celik gibt sein Comeback.

 

TuS Asemissen II vs. BSV Leese

Weiterhin gibt es hohe Hürden für den TuS Asemissen II zu bewältigen. In der Vorwoche erlebten sie beim SV Wüsten (0:5) ein echtes Waterloo. Nun geht es mit dem Aufeinandertreffen gegen den BSV Leese gegen das nächste Schwergewicht. TuS II-Coach Jascha Pistor adelt den Tabellenzweiten: „Auch Leese gehört für mich ganz klar und zu Recht da oben hin um das Rennen des Meistertitels. Eine gute, kompakte, robuste Truppe, die mit Spielern, wie die beiden Plöger-Brüder oder auch Sascha Langer enorme Qualität mitbringt.“ Auch diesmal klagen die Westlipper über arge Personalprobleme. Pistor weiß zwei Tage vor dem Spiel nicht einmal, welche Spieler tatsächlich einsatzfähig sind. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass „wir in das Spiel gehen und alles geben, um für uns ein positives Ergebnis zu erzielen. Klar, wenn du ein Spiel angehst, möchtest du es gewinnen, alles andere ist Quatsch“, könnte er diese Aussage guten Gewissens auch unter Meineid äußern. Dass diese Aufgabe „sehr, sehr schwierig“ wird, will er gar nicht erst in Abrede stellen. Trotzdem möchten die Asemisser sich in diesem Duell keineswegs verstecken, den Gegner fordern. Jascha Pistor hofft auf seine Transformer-Qualitäten: „Ich möchte gewinnen und werde das auch auf meine Jungs transportieren. Was dann am Ende bei rumkommt, sehen wir dann“, muss diese Begegnung erst einmal gespielt werden.

 

Der Auftakt für den BSV Leese hat es wahrlich in sich. Für den Aufstiegsfavoriten führt am Sonntag der Weg nach Asemissen. „Ein richtig schweres Auswärtsspiel“, meint Co-Trainer Jan Plöger treuherzig bei Lippe-Kick. Er möchte am liebsten nicht über diese unangenehme Erfahrung sprechen, um es dann doch zu tun: „Ein Gegner, an den wir aus der Hinrunde keine guten Erinnerungen haben. Zum Zeitpunkt des Hinspiels hatten wir unsere schlechteste Saisonphase und dementsprechend ist es Asemissen II gelungen, drei Punkte aus Leese zu entführen“, haben die Kasper-Kicker in diesem Spiel die Hälfte ihrer Saisonniederlagen kassiert. Plöger hätte nicht den Ruf als ehrgeiziger Fußballer, wenn er nicht sagen würde: „Damit ist unser Ziel für Sonntag natürlich ganz klar: Die wollen wir uns zurückholen“, meint er die drei Zähler. Ihm ist bewusst, dass mit einem Erfolg in solch einem komplizierten Auswärtsspiel die mentale Stärke weiterwachsen könnte. Dennoch verfolgt auch der Gegner seine egoistischen Absichten, wie Plöger betont, wenn er klarstellt: „Asemissen II wird Wiedergutmachung betreiben wollen nach der deutlichen Niederlage letzten Sonntag gegen Wüsten (0:5).“ Vielsagend kann er dem neugierigen Lippe-Kick-Reporter zur Personalsituation berichten: „Wir hoffen, dass niemand ausfällt“, um dann auch etwas konkreter zu werden: „Wir hoffen, dass Christoph Scheibe pünktlich von seinem Medical Trip aus Ecuador zurückkehrt.“ Da er nicht mit der deutschen Bahn diese Überfahrt zurücklegt, dürfte die Zuversicht dafür ansteigen.

Yunus Lemgo vs. SV Wüsten Spiel fällt aus

Äußerst gerne erinnert sich Yunus Lemgo-Interimstrainer Ali Sener an das Hinspiel, gerät er doch noch in echte Verzückung: „Das Hinspiel war für mich das beste Spiel der Saison.“ Nun ist es schwierig. Die äußeren Bedingungen haben eine explizite Vorbereitung auf dieses Spiel unmöglich gemacht, ist der Platz auf der West-Alm nicht wirklich bespielbar gewesen. So ist etwa auch das gestrige Nachholspiel den Wetterverhältnissen zum Opfer gefallen. „Ich hoffe, dass wir diesen Sonntag mal spielen“, wünscht sich Sener. Der Knipser vom Dienst, Monzer Hantro, fehlt. Andere Spieler, die auch wissen, wo das gegnerische Tor steht, müssen dafür in die Bresche springen. Auf einen Spielausfall hat er keine Lust: „Sonst haben wir irgendwann nur noch Nachholspiele in der Woche. Das macht die Kaderplanung schwierig“, kommen dann zu den verletzten und gesperrten Akteuren schließlich dann auch noch die Studenten und Schichtarbeiter.

 

Als Spitzenreiter geht der SV Wüsten mit dem Anspruch in diese Partie, optimal zu punkten. Coach Sebastian Milde befürchtet mit Blick gen Himmel: „Die Platzverhältnisse sind schwierig. Doch damit wollen wir uns gar nicht erst beschäftigen“, soll dies keineswegs als ein mögliches Alibi dienen. Mit der Fortführung der Leistung aus dem glamourösen 5:0-Sieg gegen den TuS Asemissen II soll ein weiterer Schritt Richtung A-Liga-Rückkehr gegangen werden. Er weiß noch, dass das Yunus-Hinspiel nicht wunschgemäß verlaufen ist, gab es in dieser Partie einige Hindernisse, die überwunden werden mussten. Daraus will man die richtigen Lehren ziehen, nun von Beginn an Gas geben. „Wir werden Sonntag dahin fahren und die drei Punkte holen“, gibt Milde als Maßgabe aus. Auch weiterhin fehlen wichtige Akteure bei den Gästen, die dennoch mit einer „schlagkräftigen und heißen Truppe“ auf die West-Alm fahren, wie der Wüstener Trainer klarstellt.

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