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Bezirksliga Staffel 2

Vorberichte 22. Spieltag 18/19 Bezirksliga 2

Gelingt Augustdorf der erste Sieg? Findet Jerxen/Orbke den Anschluss? Wie reagiert Lemgo nach der letzten Niederlage? Diese und weitere Fragen werden am Sonntag beantwortet

 

Kellerduell für „Junx“ – Spitzengegner für FCA, TBV & Hör/Lie

Bezirksliga 2 (ab). Für unsere fünf lippischen Teams der Bezirksliga Staffel 2 stehen am Sonntag teils harte Aufgaben an. Die Teams auf den Rängen zwei, drei und vier geben sich am Sonntag die Ehre und reisen ins lippische. Der VfB Schloß Holte gastiert bei der SG Hörstmar/Lieme, der Gütersloher TV ist beim TBV Lemgo zu Gast und der VfR Wellensiek fährt zum FC Augustdorf. Auch der TSV Oerlinghausen ist auf Reisen, muss am Sonntag zum SC Bielefeld 04/26. Für den SV Eintracht Jerxen/Orbke geht es ins Kellerduell zum Tabellennachbarn SuK Canlar Bielefeld. Der neue Tabellenführer Spvg Steinhagen will seine Spitzenposition gegen den SC Hicret Bielefeld verteidigen. Einen weiteren Knaller im Abstiegskampf liefern sich der SV Avenwedde und Schwarz-Weiß Sende. Außerdem trifft Dornberg auf Friedrichsdorf.

SG Hörstmar/Lieme vs. VfB Schloß Holte

(hk). „Ein schweres Spiel. Wir gucken, was geht“, meint Hörstmar/Lieme-Coach Matthias Wölk. Er bewertet den momentanen Tabellenzweiten als „stärksten Gegner“ in der Liga. Es ist der „gute Spielaufbau und eine gute Spielanlage, ein überragender Torwart und ein sehr erfahrener und sympathischer Trainer“, ist Wölk sehr angetan von den Studtrucker-Jungs. Neben den Langzeitverletzten Ritter und Born wird auch der gelbgesperrte Dribbelkönig Artur Esko ausfallen. „Ich freue mich drauf“, will sich Wölk mit den Besten messen. Lukrativ: Mit einem Heimsieg könnte der Aufsteiger in die Top-Five vorstoßen.

 

„Eine gute Saison als Aufsteiger. Respekt“, sagt VfB-Coach Stefan Studtrucker vor dem Gastspiel in Hörstmar. Mühsam war der 1:0-Hinspielsieg gegen den Aufsteiger, weshalb er „voller Respekt“ über den Gegner spricht. Der Tabellenzweite will sich auf das eigene Spiel konzentrieren. Allerdings muss der ehemalige Arminia Bielefeld-Profi auf einige wichtige Stammkräfte verzichten. Das Herzstück Ibrahim Kalemci und Kevin Kröger fällt am Sonntag aus. Zwei schwerwiegende Ausfälle. Dazu kommen einige grippegeschwächte Akteure, deren Mitwirken sich erst kurzfristig entscheiden wird. Besonders der Ausfall vom Taktgeber Kröger schmerzt sehr. „Wir müssen gewinnen, um oben dranzubleiben. Der Druck ist immens groß für uns. Dem müssen wir uns stellen“, so Studtrucker im Lippe-Kick-Gespräch. Schließlich habe Steinhagen zuletzt einen echten Lauf gehabt, ihre letzten drei Spiele souverän gewonnen. „Sie ziehen ihren Turn durch”, will man sich selbst keine Schwächen erlauben.

 

Waldemar Klein pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz an der Magdeburger Straße in Hörstmar an.

 

TBV Lemgo vs. Gütersloher TV

(ab). Für den TBV Lemgo geht es nach der Niederlage am vergangenen Sonntag in Sende weiterhin gegen den Abstieg. Fünf Punkte beträgt das Polster zwar noch, da aber Avenwedde und Sende im direkten Duell aufeinandertreffen, könnte der Vorsprung schmelzen. Vor dem Duell mit dem bärenstarken Aufsteiger gibt man sich zurückhaltend beim TBV: „Gütersloh geht als klarer Favorit in das Spiel.“ Interimscoach Zalem Özmen kann aber versprechen: „Wir versuchen das beste rauszuholen.“ Das letzte Spiel sei „abgehakt“ und aufgearbeitet, so Özmen. Allerdings sieht es aus personeller Sicht für Sonntag „nicht gut aus“, wird man erneut auf Spieler aus Team B und der A-Jugend setzen, die ihre Sache bisher aber mehr als ordentlich gelöst haben.

Auch der Gütersloher TV geht mit einer Niederlage ins Gepäck in dieses Duell. Allerdings hält man sich beim GTV nicht lange mit Niederlagen auf. „Wir hadern nicht, jeder Rückblick ist zuviel. Wir haben das Spiel analysiert und werden am Sonntag wieder ganz anders auftreten“, verspricht Coach Jakob Bulut. Dass der TBV einen Aderlass zu verzeichnen hatte, ist auch Bulut nicht verborgen geblieben, dennoch ist der Respekt weiterhin groß: „Die Qualität ist nach wie vor vorhanden, sie haben immer noch Spieler, die ein Spiel allein entscheiden können, wie Hett, Specht, Özmen oder Topalca. Wir betrachten den Gegner als Kollektiv und die Ergebnisse zeigen, dass die Jungs Charakter haben.“ Man selbst freut sich auf „jedes Spiel, das wir überkreislich spielen dürfen. Wir sind gespannt auf neue Plätze.“ Auch Nebenkriegsschauplätze wie z.B. die prekäre finanzielle Situation, die gelöst wurde, oder auch der Weggang von Bulut zur neuen Spielzeit zum SV Avenwedde, werden ausgeblendet. „Dafür haben wir eine sportliche Führung, damit sowas gar nicht erst an die Mannschaft rankommt. Wir werden auch am Sonntag wieder mutig und unbekümmert auftreten“, ist es doch die offensive Spielweise, die manch Zuschauer staunen lässt. Hiobsbotschaften gab es allerdings nach dem letzten Spiel, neben der Partie gegen Steinhagen hat man auch zwei Spieler langfristig verloren. Tim Gebranzig wird nach einem Muskelbündelriss in dieser Saison nicht mehr auflaufen können und auch Alexander Kromm muss nach einer Bänderverletzung drei bis vier Wochen aussetzen.

Schiedsrichter Kaan Basci aus Lübbecker leitet die Partie, um 15.00 Uhr ist Anstoß.

 

SuK Canlar Bielefeld vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

(hk). Die Sparrenburg-Kicker und die Lipper eint, dass sie bereits etwas abgeschlagen am Tabellenende stehen. Die einzige Währung, die wirklich zählt, ist ein dreifacher Punktgewinn. Mit Grauen erinnert sich Canlar-Cheftrainer Dario Scardino an das Hinspiel zurück: „Wir haben da schön einen auf dem Arsch bekommen.“ Nun möchten die Bielefelder also ihr Heimspiel gewinnen. Dieses Unterfangen werden sie wahrscheinlich in Bestbesetzung antreten. Die Anerkennung ist groß, für das, was das Schlusslicht so kann: „Jerxen hat eine verdammt junge Mannschaft, die kompakt steht und auf Konter lauert“, analysiert er. Zugleich gibt er als Zielsetzung aus: „Wir sind auf Wiedergutmachung vom Hinspiel aus. Vor allem nach dem Spiel gegen Oerlinghausen hoffe ich, dass die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht zeigt“, schmerzt ihm die 2:7-Niederlage doch allzu sehr. Auch vergisst er bei neun Zählern Rückstand zum rettenden Ufer nicht zu erwähnen: „Es wird auch mal Zeit, ein Spiel zu gewinnen!“

 

Mit ganz viel Glanz in seinen Augen erinnert sich SVE-Manager Hubert Orynczak an das erste Aufeinandertreffen zurück: „Gegen Canlar hatten wir im Hinspiel unseren höchsten Saisonsieg mit 6:2, somit schöne Erinnerungen“, sind Punkte für das Schlusslicht ein eher seltenes Vergnügen in dieser Spielzeit. Von 21 Spielen haben sie nur fünf nicht als Verlierer beendet. Wenn die „Junx“ wirklich punkten wollen, sollten sie schleunigst jetzt damit beginnen: „Am Sonntag steht das direkte „Kellerduell“ an, bei dem wir natürlich erneut als Sieger vom Platz gehen wollen, um mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Es täte uns gut“, erklärt Orynczak vielsagend gegenüber Lippe-Kick.

 

Frederik Jaschinski wird dieses Kellerduell ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Gadderbaum leiten.

 

SC Bielefeld 04/26 vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Der SC Bielefeld 04/26 ist in diesem Jahr zu Hause ungeschlagen. Zwar hat man auf eigenem Geläuf erst zwei Spiele absolviert, die wurden aber gegen Sende und Hicret Bielefeld mit 3:1 gewonnen. Dennoch steckt man weiter im Abstiegskampf, vier Punkte liegt man nur von den Abstiegsrängen entfernt. SCB-Co-Trainer Matthias Wöhrmann hat gute Erinnerungen an das Hinspiel: „Oerlinghausen haben wir im Hinspiel geschlagen und das wollen wir natürlich im Rückspiel zu Hause auch.“ Dass man mit Miron Tadic den Trainer des Gegners seit etlichen Jahren kann, ist „sehr wichtig für unsere Ausrichtung.“ Den TSV bezeichnet Wöhrmann als „Wundertüte.“ Die Gastgeber sind personell arg gebeutelt und müssen sich daher „sehr strecken. Unsere Ausfallliste ist lang und es fehlen einige wichtige Spieler.“ Namentlich sind dies Rano Sabir, Basam Hikmet und Max Stockhaus, die definitiv ausfallen werden. Hinter Robin Welge steht ein dickes Fragezeichen. Dennoch: „Wir werden im Großen und Ganzen unser Spiel spielen, wie sonst auch. Wir wollen und werden an Oerlinghausen vorbeiziehen.“

 

Auf Seiten des TSV Oerlinghausen rechnet man mit einem „sehr ausgeglichenen Duell, bei dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.“ Co-Trainer Jan Rüter meint: „Beide Mannschaften wissen um die Brisanz, dass es nach unten in der Tabelle noch nicht genug Punkte sind um „beruhigt“ zu sein.“ Mut macht das klare 7:2 am letzten Sonntag gegen SuK Canlar Bielefeld. Rüter ist „zuversichtlich, wenn wir in unserer Chancenverwertung ähnlich auftreten wie letzten Sonntag gegen Canlar, weil genügend Chancen erspielen wir uns fast immer zu Hauf.“ Personell steht hinter diversen Spielern, die sich mit kleineren Blessuren rumplagen oder erkältet sind, noch ein Fragezeichen.

 

Schiedsrichter ist der Sportsfreund Eugen Fritz aus dem Kreis Lübbecke, um 15.00 Uhr ist Anstoß.

 

FC Augustdorf vs. VfR Wellensiek

(ab). Schafft der FC Augustdorf am Sonntag den Turnaround? Nach bislang drei Spielen steht man immer noch ohne Punkt da. Dennoch macht Coach Matthias Heymann eine Sache Mut: „Wir sind schlecht in die Rückrunde gestartet, haben uns aber von Spiel zu Spiel verbessert. Wir sind jetzt einfach mal dran wieder zu punkten und uns für den Aufwand zu belohnen, den wir Woche für Woche betreiben. Aktuell sind es Kleinigkeiten die fehlen.“ Da allerdings die Teams aus der unteren Tabellenhälfte, allen voran SW Sende, „fleißig punktet, ist der Abstand nach unten natürlich kleiner geworden. Aber das betrifft das komplette Mittelfeld der Liga.“ So sieht Heymann den FCA derzeit „drei Punkte hinter unserem Soll.“ Die Aufgaben in den kommenden Tagen sind allerdings nicht im Vorbeigehen zu erledigen. „Wellensiek und auch Hicret am Mittwoch sind natürlich hohe Hürden für uns“, weiß auch Heymann um die Schwere der Aufgabe. „Wenn wir aus den beiden Spielen drei Punkte holen, bin ich zufrieden. Im Anschluss kommen mit Oerlinghausen, Jerxen und Friedrichsdorf Mannschaften auf Augenhöhe.“ Für Sonntag sieht es personell gut aus. „20 Spieler stehen zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten fehlen Serdar Caliskan und Marc Wiemann“, so der Coach.

 

Dominik Popiolek, Trainer des VfR Wellensiek, hat den FC Augustdorf als „fairen, aber unangenehmen Gegner“ abgespeichert. Denn: „Wie stabil und gut sie sind, sieht man an den knappen Ergebnissen gegen die Top-Vier-Teams der Liga.“ Popiolek zählt auf: „2:3 gegen Steinhagen – Gegentor zum Endstand in der 98.! 1:2 gegen Schloß Holte – Gegentor zum Endstand in der 90.! 1:2 gegen Wellensiek, 2:3 gegen GTV – Gegentor zum Endstand in der 90. und das Hinspiel gar mit 3:2 gewonnen.“ Daran sieht der Coach, „dass der FCA an guten Tagen jedem Gegner gefährlich werden kann.“ Seine tiefergehende Analyse hat zudem ergeben, dass die Sandhasen „meisten mit vier etatmäßigen Angreifern (Eck, Rottschäfer, Schaad, Sömmer) in der Startelf spielen, welche insgesamt annähernd 80% der Tore erzielt haben. Zudem haben Sie mit Marco Mescheder einen absoluten Top-Verteidiger in den eigenen Reihen.“ So ist der FCA, wie jeder Gegner, „auf seine Art und Weise eine besondere Herausforderung, jedes Spiel hat eine andere Historie – Augustdorf auf Rasen wird ein harter Brocken.“ Für den VfR Wellensiek dennoch kein Grund, vor dem Anpfiff die weiße Fahne zu hissen, im Gegenteil. Die Form stimmt: „Wir haben einen guten Lauf, die letzten fünf Pflichtspiele allesamt gewonnen, jedoch oft erst in der allerletzten Minute für uns entschieden.“ So hat sich der VfR aber noch einmal in Position gebracht, liegt nur noch sechs Punkte hinter Rang eins. Am Sonntag muss Popiolek auf Douglas Vollmer, Andre Tichonovic, Matthias Schürmann-Averbeck, Ilias Yarhin, Kerem Kirici und Othman Rabah verzichten.

Garrit Kniepkamp aus dem Kreis Gütersloh leitet die Partie. Um 15.00 Uhr ist Anstoß.

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