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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte Nachholspiele B2 Lemgo vom 31.03.19

Fünf Spiele sollen am Sonntag ausgetragen werden. Da die Wetterverhältnisse endlich einmal frühlingshaft und angenehm sind, werden wohl alle zehn Teams aktiv. 

 

Großes Spitzenspiel steigt an der Ilse

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Ein großes Kompliment muss den Spielplangestaltern der B2 Lemgo gezollt werden. Unmittelbar im Anschluss vom Wiederauftakt nach der langen Winterpause ist ein Nachholspieltag angesetzt worden. Keine Überraschung, dass alle fünf Partien auf dem Naturrasen ausgetragen werden. Der Spielplan wird weiter entzerrt. Spannend: Im großen Spitzenspiel hat der zweitplatzierte BSV Leese den Dritten TSG Holzhausen/Sylbach zu Besuch. Ein Anreiz: Mit einem Heimsieg übernimmt Leese die Spitzenposition. Die Entruper sind bis auf Rang vier vorgerückt. Mit einem Sieg gegen den TuS Ahmsen II wollen sie den vierten Platz verteidigen vor den gierigen Teams TuS Asemissen III und RW Grastrup/Retzen.

 

Von Henning Klefisch

TuS Leopoldshöhe II vs. TuS Bexterhagen II

Klappt es endlich im vierten Versuch? Es sieht gut aus für die Lütkehölter-Rückkehr in das Leopoldshöher Schulzentrum. Aufsteiger TuS Bexterhagen II weist ein ordentliches Polster auf die ungemütlichen Ränge auf, anders die Hausherren, die im Süden der Tabelle rangieren. Schon im Hinspiel mutierte der Außenseiter TuS Leopoldshöhe II zu einem echten Störfaktor für den Nachbarn aus Bexterhagen. Für Leo II-Kicker Max Meckelmann ist leicht verständlich, dass sein Team nun diese Vorstellung fortführen möchte. „Die Spieler sind hochmotiviert, und bereit, in diesem besonderen Spiel alles zu geben. Keiner von uns möchte ein Derby wie dieses verlieren“, hat sich dieser Antrieb auch auf die Trainingsleistungen niedergeschlagen. Was hat die Gegner-Analyse ergeben? „Bexterhagen II hat diese Saison einige starke Spiele gezeigt, und die Fehler des Gegners effektiv ausgenutzt. Gleichzeitig haben sie sich hinten auch immer wieder anfällig gezeigt“, so Meckelmann. Als probates Erfolgsrezept gibt er beim Nachbarschaftstreffen aus: „Dementsprechend wollen wir am Sonntag hinten dichthalten, aus der Defensive heraus aufbauen und in der Folge vorne erfolgreich sein.“ Was im Schötmar II-Match schiefgelaufen ist, wollen die blau-weißen Löwen nun verhindern, sind die Fehlerpunkte im Training gezielt angesprochen, auch umgesetzt, worden. „Alles in allem sehe ich dem Spiel am Sonntag positiv entgegen. Sofern wir unser Potential voll ausschöpfen, und die Ziele der Trainer umsetzen können, werden wir auf jeden Fall Punkte holen“, ist dies auch dringend erforderlich, um das zarte Pflänzchen Hoffnung nicht verdorren zu lassen.

 

„Wir wissen aus dem Hinspiel, dass dieses Derby eine knappe und intensive Angelegenheit werden wird“, gibt Bexterhagen II- Coach Dennis Lütkehölter zum Besten. In personeller Hinsicht sind die Roten sehr gut aufgestellt. Alle Spieler sind einsatzfähig und brennen! „Es werden einige Akteure sicherlich enttäuscht sein, aber ich werde nun einmal nur 14 Spieler zum Einsatz bringen können.” Im Hinspiel war die Partie lange Zeit offen – am Ende setzten sich die Hausherren aus Bexterhagen mit 1:0 durch. Es wird auch die Rückkehr vieler ehemaliger Leos an die ehemalige Wirkungsstätte sein. „Klar ist das auch etwas Besonderes und ich hoffe, dass die Jungs dadurch noch mal heißer sind. Letztlich ist das Kapitel aber auch mehr als abgeschlossen“, so Lütkehölter. Von den Leos erwartet man eine kampfstarke und kompakte Defensive. Die Roten wollen hingegen, trotz der sicherlich nicht idealen Platzverhältnisse, den Ball laufen lassen, aber auch konsequent ihr eigenes Tor vor Kontern schützen. „Ich denke, wir werden zu Chancen kommen. Diese gilt es mit aller Konsequenz zu nutzen. Wir werden unsere Tore schon schießen – eventuell brauchen wir etwas Geduld.” Doch alleine auf das spielerische Momentum will sich der Coach nicht verlassen. „Wer nicht konsequent in jeden Zweikampf knallt, der sitzt ganz schnell neben mir auf der Bank“, soll es keine Nachlässigkeit in der Basisarbeit geben. Doch die vergangene Trainingswoche stimmt den Trainer zuversichtlich. „Trotz schlechter Platzverhältnisse haben wir sehr engagiert und mit viel Freude trainiert.”

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS Asemissen III

Die epische Effizienz des TuS Asemissen III, die hat Hör/Lie II-Coach Hannes Hildebrandt nicht aus seiner Gedankenwelt verbannen können. „Die Torchancen wurden eiskalt genutzt“, gibt er bei Lippe-Kick zu Protokoll. Im Training unter der Woche sind Abschlüsse und das Zweikampfverhalten etwas intensiver trainiert worden. Die Marschroute ist eindeutig: „Wir möchten endlich mal wieder auf dem heimischen Rasen Fußball spielen und uns dann mit einem Sieg belohnen.“ Aufpassen: Als Tabellenzwölfter hat die SG Hörstmar/Lieme II 20 Punkte und damit sechs mehr als die Reserve aus Werl-Aspe, die den ersten Abstiegsrang bevölkern. Das Positive: Drei Spiele mehr haben sie im Vergleich zu den Aspern noch in der Hinterhand. Auch die Personalsituation liest sich angenehm. Nur Dominik Granitza fehlt definitiv.

 

„Das Hinspiel haben wir knapp, aber verdient gewonnen“, sinniert Asemissen III-Trainer Florian Meerkötter. Er kommt zu der Schlussfolgerung: „Daher erwarte ich, dass uns nichts geschenkt wird.“ Die „Unbesiegbaren“ aus dem westlichen Teil von Lippe wollen zu dieser ansprechenden Serie eine Fortführungsgeschichte schreiben, zugleich auch die volle Punktzahl verbuchen. Auf ein Quartett muss der Tabellenfünfte verzichten. Marc Schubert (Urlaub), Christoph und Marius Nagel (Familie), sowie Adrian Sieweke (privat) spielen am Sonntag keine Rolle. Bei der heutigen finalen Übungseinheit gibt es noch mehr Erleuchtung bezüglich der Kaderzusammensetzung. Wie lautet die Vorgabe? „Unser Ziel ist es, zunächst nur unsere eigene Leistung auf den Platz zu bringen”, sagt Meerkötter.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. Yunus Lemgo

Groß ist die Spiellust beim TuS RW Grastrup/Retzen. Noch mehr Nachholspiele im Wonnemonat Mai, dies wollen die Rot-Weißen auf keinen Fall erleben. Grastrup/Retzen-Kicker Niklas Prante ist bereit: „Wir sind nach wie vor bestens vorbereitet, kein Wunder nach nun gefühlten drei Monaten Vorbereitung ohne Meisterschaftsspiel. Wir haben anstrengende, aber gute Wochen hinter uns, und freuen uns auf die Aufgaben.“ Eine präzisere Bewertung der Nachbarstädter, so etwas will Prante nicht vornehmen, weiß er diese Vorsicht auch zu begründen: „Man startet ja meistens mit frischer Form in die neue Halbserie und wir wollen auf alles vorbereitet sein, gehen also von einem vollbesetzten Lemgoer Kader aus.“ Auch die eigene Mannschaft kann annähernd in voller Montur auflaufen. Bis auf ein, zwei Wackelkandidaten bietet Coach Martin Jedral wohl seine Bestformation auf.

 

Es fühlt sich ganz bestimmt etwas unwohl an, wenn aus Sicht von Yunus Lemgo auf das Tabellenbild geblickt wird. Drei Punkte, sprich ein Sieg, das ist die Differenz zum Abstiegsrang, wo der SV Werl-Aspe II steht. Zuversicht schöpfen sollten die Delphine aus dem letzten Spiel beim BSV Leese, verpasste man beim Aufstiegsaspiranten doch nur denkbar knapp den möglichen Punktgewinn bei der 2:3-Niederlage. Das hat auch Interimstrainer Ali Sener natürlich nicht vergessen, wenn er sagt: „Wir wollen an die Leistung von letzter Woche nahtlos anknüpfen. Mit dem Einsatz und der Mentalität nehmen wir in Retzen etwas mit“, soll aus den Defiziten gelernt werden, die in Leese gezeigt wurden. Dabei können die Jungs von der West-Alm wohl in Bestbesetzung antreten. Nur Sener fehlt, wird aber beim Coaching von Ercan Erdem ersetzt. Für den Ausfallenden ist klar: „Hauptsache, wir machen unser Ding.“

 

BSV Leese vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Der Blick auf das Tabellenbild spricht Bände. Das spannende Spitzenspiel dieser Nachholrunde ereignet sich in Leese. Die Frage ist: Übernimmt der BSV die Spitzenposition oder rückt auch Holzhausen/Sylbach dem Führungsduo mit einem Auswärtssieg auf die Pelle? Unvorhergesehenes wird es nicht geben, wenn man den Worten von Leese Co-Trainer Jan Plöger lauscht. Er hat noch bestens im Hinterkopf, dass die TSG das erste Saisonduell dank einer gewaltigen Effizienz zu ihren Gunsten entschied. Die Leeser haben im Hinspiel ein undankbares Bündnis mit den Torumrandungen erlebt, die sie mehrfach anvisiert haben. Die Torschusspanik war beim BSV Leese in diesem Spiel größer als bei einer 38-jährigen Kinderlosen. Plöger glaubt: „An dem Tag hätten wir noch Stunden spielen können – der Ball wäre wohl nicht reingegangen.“ Vor heimischer Kulisse wollen sie dies tunlichst besser machen, den Heimdreier einfahren, um somit endlich Tabellenführer zu werden. Zugleich hätte man einen lästigen Verfolger auf gleich sieben Punkte distanziert. „Dafür müssen wir aber eindeutige Schwächen, die wir gegen Asemissen II und Yunus definitiv gezeigt haben, abstellen. Sonst gibt es am Sonntag ein böses Erwachen“, so der Wunsch von Plöger. Er geht in die Tiefe: „Wir müssen deutlich konsequenter verteidigen, besser umschalten, offensiv wie defensiv, und auch eine etwas bessere Chancenverwertung könnte von Vorteil sein.“ Der Torabschluss ist ebenfalls ein Bestandteil der diesjährigen Trainingswoche gewesen. „Wenn wir uns an unseren Plan halten, werden wir gute Chancen haben zu gewinnen“, wäre die Belohnung so nah.

 

Ausgerechnet für das Spitzenspiel gibt es notgedrungen einen Wechsel auf der Trainerposition. Die erfahrenen Rolf Hermann und Clemens Wolf sind am Sonntag für das Coaching zuständig, da Chefcoach Stefan Brunk im Urlaub weilt. Wolf betont: „Die Spiele gegen Leese sind immer spannend und hitzig. Hier ist es ganz wichtig, die 90 Minuten mit voller Konzentration zu spielen und den Leeser-Sturm früh aufzuhalten. Leese ist immer sehr torgefährlich und gut in der Offensive“, gibt es nicht nur die Plöger-Brothers, die für stetige Torgefahr sorgen. Bitter, dass der hochsensible Rasenplatz in Holzhausen auch weiterhin gesperrt ist, weshalb dort nur rudimentär geprobt werden konnte. Der tiefe Rasenplatz in Leese bietet keine optimalen Bedingungen, sind diese aber für beide Teams existent. „Dennoch sind wir guter Dinge und wollen die drei Punkte selbstverständlich mit nach Holzhausen nehmen“, so Clemens Wolf. Wichtig für das Selbstbewusstsein war der 5:1-Sieg zuletzt gegen den TuS Ahmsen II, investierten sie viel, bekamen auch den gerechten Lohn gegen einen allerdings auch schwachen Kontrahenten. Keinen Einblick gewährt Wolf in die Personalsituation. Ihm ist vor allem wichtig: „Wir wollen ein gutes und faires Spiel abliefern und am Ende mit einem Lächeln vom Platz gehen.“

FC Union Entrup vs. TuS Ahmsen II

Eine frustrierende Niederlage erlitt der TuS Ahmsen II im ersten Aufeinandertreffen, welches man durch eigenes Zutun verliert. Neben zwei roten Karten gesellt sich noch ein Eigentor hinzu. Deshalb offenbart Entrup-Keeper Timm Lessow Schwierigkeiten, viel über den Aufsteiger mitzuteilen: „Auf Grund des Spielverlaufs kann man tatsächlich über die Qualität des Gegners nichts sagen“, haben im Hinspiel zu viele Faktoren das Abrufen der wahren Leistungsfähigkeit erschwert. Bei den Unionern muss Timo Pape arbeiten, Jeremy Klotz und Leon Zettel geben ihr Comeback nach einer Krankheit respektive Verletzung. Ahmsen II kann Lessow nur „schwer einschätzen, erklärt er doch: „Nur 0:1 gegen Wüsten, aber 1:9 gegen Wüsten. Haushoch gegen Lipperreihe II verloren, aber gegen die direkte Konkurrenz gab es häufig nur knappe Ergebnisse“, wiederholt er gebetsmühlenartig: „Daher ganz schwierig einzuschätzen und zu bewerten.“ Die Trainingspremiere gab es in dieser Woche auf dem Entruper Rasenplatz. Dort, wo das Nachholspiel stattfindet, könnte dies ein Vorteil im Vergleich zur Gästemannschaft sein. Ein mögliches Spiel-Drehbuch: „Mit den letzten beiden Partien im Hinterkopf stellen wir uns grundsätzlich erst einmal auf Kampf ein. Das erste Heimspiel in 2019 muss drei Punkte bringen“, spielt hier immerhin der Tabellenvierte gegen den Elften.

 

Die Abstiegsangst ist bei der Reserve aus Ahmsen noch nicht allgegenwärtig. Sieben Zähler und ein Spiel mehr als der Messwert SV Werl-Aspe II sorgen nicht für Panikattacken. Zwei Wünsche äußert Capitano Daniel Pehlert: „Wir wollen uns einfach besser präsentieren als im Hinspiel, auch als am letzten Sonntag gegen Holzhausen/Sylbach“, gab es in diesen Partien doch Minus-Vorstellungen. Die Fähigkeiten, um in Entrup zu überraschen, haben die Grün/Weißen intus. „Dann wollen wir schauen, was möglich ist“, möchten sich die Grün-Weißen jetzt nicht voreilig in Hektik bringen lassen. Gewissheit herrscht im Personalbereich, muss Coach Christoph Schlautkötter den Ausfall vom Trio Damian Janik, Rene Hoffmann und Roman Arent kompensieren.

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