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Kreisliga C1 Lemgo

Vorberichte 14. Spieltag 18/19 C1 Lemgo

Sechs Spiele und zwölf Teams. Lippe-Kick liefert euch die volle Dosis C1 Lemgo. Klickt euch rein.

Otto-Männer vor großer Bewährungsprobe

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Diese Liga ist schlichtweg fantastisch. Eine kurze Erklärung: In der Winterpause ging es darum, die untersten C-Klassen neu zu verteilen. Für mich war aber schnell klar, dass ich diese C1 Lemgo weiterhin behalte, dafür freiwillig meinen eigentlich freien Samstag opfere. In keiner C-Liga sind die Klickzahlen so ansprechend, arbeiten die Vereine so gut mit, auch, wenn ich stets einen leichten Herzkasper bekomme, wenn einige O-Ton-Geber mich erst am Samstag-Mittag mit frischer Ware versorgen. Bekanntlich spielt dann neuerdings und auch nur zeitlich begrenzt der 1. FC Köln zuweilen. Auch vor der 14. Runde gibt es den großen Vorbericht mit ganz viel Stimmen und Stimmungen aus den Vereinen.

 

Von Henning Klefisch

 

FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II vs. RSV Barntrup III

Grundlegende Probleme bei der Gegnerbewertung verspürt SSW II-Coach Torsten Petri. „Der Gegner ist für mich persönlich schwer einzuschätzen“, weiß er aber, dass seine Mannschaft in der eindeutigen Favoritenrolle ist. Immerhin mischen die Sporker ambitioniert im Aufstiegsrennen mit, haben ein Spiel mehr und vier Punkte weniger als der Primus SG Extertal/LaSi II. Auf Pascal Niedermeier und „Wolle“ Petri müssen die Gastgeber in diesem Spiel verzichten, was für den Cheftrainer Petri aber kein Grund zur Beunruhigung ist, weil: „Aber wir sind genügend Spieler, um das kompensieren zu können.“

 

In der „absoluten Underdogrolle“ sieht RSV Barntrup III-Coach Fabio Schwarze seine roten Teufel. Er nimmt sich ganz bewusst ein prominentes Beispiel: „Aber man sieht es ja auch in der Bundesliga, dass die David gegen Goliath-Spiele die besten sind“, können die Barntruper in diesem Spiel nur überraschen. Alles andere als ein klarer Sieg für den FC SSW II würde eine gewaltige Überraschung bedeuten. Schwarze führt weiter aus: „Ich will uns jetzt nicht mit Bundesliga vergleichen, aber wir rechnen uns aus, dass wir einen Punkt entführen können. Alles andere wäre ein Bonus“, könnte er damit Recht haben. Mit der Einstellung und der Moral seiner Mannschaft zeigt er sich vollauf einverstanden, können die Nordlipper in Bestbesetzung auflaufen. „Wir werden versuchen, den Gegner ins Stolpern zu bringen und ein bisschen zu ärgern“, so die Hoffnung vom Gästetrainer. Eine mögliche Ausrede hat er auch schon mit einem Lächeln auf den Lippen parat: „Wenn es am Ende nichts wird, dann war es eben ein Platzfehler.“

 

RSV Schwelentrup II vs. SG Kalldorf II

Ein Hühnchen zu rupfen, das hat der RSV Schwelentrup II noch mit der Zweiten aus Kalldorf. Mit einem 10:0 schossen die Kalletaler die Schwelentruper vom Sportplatz. RSV II-Spielertrainer Sebastian Beine weiß noch: „Da hatten wir einen rabenschwarzen Tag und einen guten Gegner“, ergibt diese Kombination eben solch eine herbe Niederlage. Im heimischen Bergstadion wird nun erneut ein „starker Gegner“ erwartet. Die Stimmung nach dem 3:0 über die SG Talle/Westorf II ist gut, möchte man sich aber keinen Ergebnisdruck auferlegen: „Sonntag gilt es, natürlich mit der Leistung an unser letztes Spiel anzuknüpfen und im Gegensatz zum Hinspiel ein gutes Spiel abzuliefern“, hofft „Bomber.“ Die Favoritenrolle schiebt er mit aller Vehemenz den Gästen zu, hofft zugleich auf einen perfekten Tag für den möglichen Überrasschungscoup: „Bei uns muss Sonntag wieder alles hundertprozentig passen, wenn wir was mitnehmen wollen.“

 

Man benötigt kein Grundstudium in Psychologie, um zu erahnen, dass Kalldorf II-Coach Jens Rasche die Duelle mit Neuner-Mannschaften nicht gerade als Herzensangelegenheit ansieht. Auch der Ascheplatz gehört nicht gerade zu den Lieblingsorten der Schwarz-Gelben. Den glorreichen 10:0-Hinspielsieg zu bestätigen, wird nahezu unmöglich sein. „Wir wollen den Sieg“, fordert Rasche, der mit einem gut besetzten Kader die Reise über Burg Sternberg antritt. „Wir werden eine kräftige Mannschaft dabeihaben“, werden die körperlichen Tugenden relevant sein. Der Gästetrainer warnt aber, dass das Momentum für die Schwelentruper sprechen könnte, haben diese zuletzt überzeugend ihren Premierensieg gefeiert.

 

SG Extertal/LaSi II vs. FC Unteres Kalletal II

Nach derzeitigem Stand wird die Reserve aus Extertal/LaSi keinen guten Kader in das kommende Heimspiel schicken. Neben einer Reisewelle hat die Männer von Chefcoach Ralf Otto auch eine Krankheitswelle mit voller Wucht getroffen. Was immerhin versöhnlich ist: „Elf Spieler sollten wir aber zusammenbekommen.“ Die Hausherren sind Tabellenführer, weisen derzeit einen vier Punkte-Bonus auf den ersten Verfolger FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II auf. „Ziel ist, drei Punkte bei uns zu behalten“, formuliert es Otto, der damit klarstellt, seine eigenen Hausaufgaben voller Pflichtbewusstsein zu erledigen. Zahlentechnisch sollte der FC Unteres Kalletal II als klarer Außenseiter in dieses Duell gehen, weisen die Kalletaler doch 18 Zähler weniger auf. Dennoch ist sich Ralf Otto bewusst, dass die Wahrheit auf dem Platz liegt: „Es waren immer sehr enge Spiele. Im Hinspiel haben wir 2:1 gewonnen. Wenn uns das wieder gelingt, bin ich zufrieden“, würde er sich auch mit einem schmutzigen Sieg mal anfreunden. Was erstaunlich ist und der SG II-Coach unbedingt dieses Mal ändern möchte: „Im Hinspiel haben wir ein Dutzend hundertprozentiger Chancen vergeben.“

 

Unteres Kalletal II-Polyvalenz-Kicker Steffen Weiß besitzt eine hohe Meinung über den kommenden Gegner, bezeichnet die Zweitvertretung aus dem Extertal als die „mit Abstand Top-Mannschaft der Liga“, die wohl zeitnah die Liga nach oben verlassen wird. „Ich denke auch, bei drei Mannschaften in einer Spielgemeinschaft sollte das Ziel nicht unbedingt sein, dass man in der C-Liga mit zwei Mannschaften rumlungert“, könnte sich dies nach dem aktuellen Stand der Dinge in der kommenden Serie doch signifikant ändern. Im ersten Aufeinandertreffen hielt UK II zunächst noch ganz ansprechend mit, doch musste letztlich der körperlichen Unterlegenheit Tribut zollen. Worauf kommt es an, damit der Tabellensiebte auch in der Fremde einen guten Eindruck macht? „Gut dagegenzuhalten, wird der Schlüssel sein. Man muss über den Kampf kommen über 90 Minuten Die Spielflüsse müssen gut unterbrochen werden, sonst geht das durchaus böse aus. Möglicherweise auf die ein oder andere Chance lauern, um Zählbares zu erwirtschaften“, wird die potentielle Erfolgs-Mischung aus Konzentration, Mentalität, Disziplin, Mut und Effizienz bestehen. Gut möglich, dass es im Personalsektor zur einen oder anderen Änderung kommt. Weiß etwa wird in der Rückserie bei der ersten Mannschaft seine Fangkünste demonstrieren. „Ein Sieg wäre super, allerdings muss man realistisch sehen, dass der Favorit nicht aus dem Kalletal kommt. Einen Punkt mitzunehmen, ist bei richtiger Einstellung sicher machbar , große Mannschaften kann man immer ärgern“, haben dies doch zuletzt auch im höherklassigen Fußball Freiburg und Heidenheim gegen die Mia san mia-Bayern eindrucksvoll bewiesen.

 

SG Bega/Humfeld II vs. SG Bentorf/Hohenhausen III

Trotz des Hinspielsieges zeigt sich die favorisierte SG Bega/Humfeld II gewarnt. Insbesondere in den ersten 45 Minuten sorgten die Kalletaler mit einigen schönen Ballstafetten über die linke Seite für Torgefahr, weshalb Andre Brakemeier, der Coach der Hausherren, den Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen möchte. Ungewohnt wird es für die Dörentruper sein, sich daran zu gewöhnen, gegen eine Neunertruppe zu agieren, auch die neuen Verhältnisse anzunehmen. „Wir sind gut in die Rückrunde gestartet, konnten einen ungefährdeten Sieg bei einem unangenehmen Kontrahenten einfahren und sind daher umso motivierter, den guten Eindruck zu bestätigen“, so der neue Coach nach dem 2:0-Auftaktsieg beim FC Unteres Kalletal II. Dieses Heimspiel im Waldstadion Bega zu gewinnen, ist das erklärte Ziel, möchte der Tabellenvierte doch die Aufstiegschancen weiterhin wahren. Die Wertschätzung für den Kontrahenten ist aber groß, wie Brakemeier auch argumentativ belegt: „Bentorf/Hohenhausen III ist die stärkste der Mannschaften, die nicht mit im Aufstiegsrennen sind, damit sind die Spiele gegen sie sozusagen die schwersten “Pflichtsiege”, die es zu erringen gilt“, haben die Kalletaler doch schon mehrfach bewiesen, dass sie einen schwer zu bespielenden Gegner darstellen. Die Personalsituation liest sich eher so mittelprächtig, werden Spielführer Tim Gramsch und die beiden Mittelfeldspieler Jan Woznikowski und Dario Großmann ausfallen. Mit einem Lächeln auf den Lippen teilt Andre Brakemeier Lippe-Kick daher mit: „Es kommt uns also durchaus gelegen, dass wir ausgerechnet diesen Sonntag nur neun Spieler auf den Platz bringen müssen.“

 

Endlich wieder Fußball spielen. Darauf freut sich die Drittvertretung aus Bentorf/Hohenhausen ganz besonders. Dass es direkt gegen solch einen hochkarätigen Gegner geht, wird eine anspruchsvolle Aufgabe darstellen. „Wir haben großen Respekt vor Bega und sind natürlich Außenseiter. Sowohl die erste als auch die zweite von Bega/Humfeld machen einen tollen Job. Negative Erinnerungen an Bega habe ich nicht. Das ist doch auch mal schön“, findet Ben/Hoh III-Spielertrainer Julian Gerber im Lippe-Kick-Gespräch. Die Unwahrheit möchte er nicht sprechen, will er deshalb auch nicht den Personalzustand als „rosig“ bezeichnen. Immerhin spielen „solche Granaten“ wie Kapitän Schumacher, Linnenbecker oder Sturmtank Sieker derzeit so prächtig, dass sie ein erfolgreiches Bewerbungsschreiben an die B-Ligatruppe aussenden. „Wir mussten lange graben, um den Kader komplett zu haben. Aber wir sind fündig geworden und konnten mit Stobbe eine TSG-Legende reaktivieren“, hat diese schon Spuren in der lokalen Fußballszene gesetzt. Auch der Mythos Kreie zeigt Präsenz und sorgt für einen dankbaren Gerber: „Das macht mich schon stolz, wenn ich sehe, wie unsere Jungs die Mannschaft nicht im Regen stehen lassen. So soll es sein, das macht halt auch eine Dritte aus. Dieser Zusammenhalt.“ Mit diesen guten Voraussetzungen möchte Ben/Hoh III nach einer guten Hinserie auch das zweite Halbjahr mindestens auf Rang sechs eintrudeln.

TuS Lüdenhausen II vs. SG Extertal/LaSi III

Es kommt Bewegung in den Personalsektor beim TuS Lüdenhausen II. Petig und Keßler sind nicht dabei, aber die Rügge-Brüder Lars und Marc stehen zum ersten Mal in diesem Jahr im Kader. „Wir freuen uns erstmal, dass es das erste Heimspiel 2019 ist und gleich ein doppelter ,,herrlich”, so ein prächtig gelaunter Lüdenhausen II-Spielertrainer Jan Rügge. Vor dem Duell gegen den Vorletzten hofft er: „Wir wollen gegen Extertal /LaSi III natürlich das auf den Rasen bringen, was wir in Schwelentrup gut gemacht haben und den ersten Heimsieg 2019 holen“, sollen die heimischen Fans am Erlenhain doch verwöhnt werden. Das Hinspiel haben die Kalletaler nur deshalb verloren, weil sie einen „dummen Fehler“ begangen haben. Kater hofft auf den Lerneffekt: „Das soll nicht noch einmal passieren.“

 

Selig erinnert sich SG Extertal/LaSi III-Coach Marcel Bonte zurück: „In der Hinrunde haben wir ein gutes Spiel geliefert und auf heimischem Boden mit 2:0 gewonnen. An diese Leistung wollen wir anknüpfen, um das Beste herauszuholen!“ Eine gewisse Dringlichkeit ist den Extertalern bekannt, wollen sie sich doch aus dem Süden der Tabelle doch schnellstmöglich entfernen. „Wir wollen die drei Punkte und brauchen diese!“ Trotzdem: „Wir wissen aber auch, dass es sehr schwer wird, aber wir werden kämpfen“, laufen die Bonte-Boys in Bestbesetzung auf.

 

SG Talle/Westorf II vs. RSV Schwelentrup

Keinerlei Erfahrungswerte für das Hinspielduell besitzt RSV Schwelentrup-Coach Norman Dinkelbach. Der Grund: Die erste Begegnung ist ausgefallen. Da ist es für die Analyse doch vorteilhaft, dass die RSV-Reserve stets die Gegner zuvor bespielt. Dinkelbach sah einen „souveränen Sieg“ seiner Zweiten. „Aber trotzdem unterschätze ich unseren Gegner nicht. In der letzten Saison sahen wir sehr schlecht bei der Begegnung in Talle aus. Hatten es gerade mit einem Unentschieden gebogen gehabt“, dient dieses Spiel als Warnhinweis genug. Deshalb müssen die Dörentruper im morgigen Spiel mit ganz viel Konzentration in dieses gehen. Einige Spieler können die Reise gen Kalletal nicht mitmachen, wird der Kader dennoch ansprechend genug sein. „Schön wäre es natürlich, drei Punkte nach Schwelentrup mitzunehmen. Aber wir bekommen nichts geschenkt und müssen was dafür tun“, wird eben auch der Tabellenfünfte beim Zehnten malochen müssen. Wie könnte der gewünschte Auswärtssieg denn gelingen? Konzentriert ins Spiel kommen, den Schwung und das Kämpferische, Moralische vom letzten Spieltag mitnehmen und dann könnten wir uns belohnen“, verrät Dinkelbach im Lippe-Kick-Gespräch.

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