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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 23. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Weiter in Stellung bringen, das müssen sich die Teams, die den dreifachen Punktgewinn im Blick haben. Freunde der B2 Lemgo, wir hätten da was für euch.

Caliskan hofft auf „Endspiel“-Sieg

Kreisliga B2 Lemgo (hk). In der 23. Runde kommt sicherlich wieder etwas Bewegung in das Tabellenbild. Im Keller wurde zuletzt fleißig gepunktet. Unter der Woche hat der TuS Leopoldshöhe II nach sieben Punkten aus drei Spielen damit ausgesetzt, verlor gegen die SG Hörstmar/Lieme II mit 1:3. Für die blau-weißen Löwen geht es am Sonntag zum TuS RW Grastrup/Retzen, der SV Werl-Aspe II bekommt es mit dem benachbarten TuS Bexterhagen II zu tun. Nach der unrühmlichen Niederlagensiege hofft Yunus Lemgo auf den Heimdreier gegen den TuS Ahmsen II, wäre dann punktgleich. Als Stimmungsaufheller dient das gestrige 3:3 gegen den SV Wüsten. Der Spieltag bietet auch weitere Lokalduelle, wenn der BSV Leese die SG Hörstmar/Lieme II begrüßt und der TuS Lockhausen die TSG Holzhausen/Sylbach.

 

Von Henning Klefisch

SV Werl-Aspe II vs. TuS Bexterhagen II

Die englischen Wochen sind ein Gräuel im Fußball. Höher- und unterklassig beschweren sich die Beteiligten über die vielen Spiele unter der Woche. Auch für Werl-Aspe II-Defensivspezialist Marius Grimm ist diese Schwierigkeit bekannt, sagt er doch mit Blick auf eine Gegneranalyse: „Die englischen Wochen machen eine Prognose schwierig. Der TuS war von den Ergebnissen sehr `wechselhaft`. Die Leistung war anscheinend auch nicht sehr konstant“, fehlt ihm das Fundament, um sachlich analysieren zu können. Dass die „Reds“ aber komplizierte Spiele zu bewältigen hatten, dessen ist er sich bewusst, möchte er sich nicht darauf festlegen, wie der Liga-Neuling tatsächlich am Sonntag agiert. Grimm betont: „Wir schauen aber auf uns und wir haben in der Woche darauf hingearbeitet, das erste Heimspiel in 2019 auf dem bekannten Heerser Bruch zu machen“, fühlt man sich dort stets besonders wohl. Im Nachbarschaftsderby geht es munter zur Sache, verfolgt Grimm doch auch noch einen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass wir wach, motiviert und mit Volldampf dieses Spiel bestreiten.“ Denn: „Wir brauchen weiterhin Punkte“, haben die Asper derzeit immer noch einen Abstiegsplatz inne. Grimm ist sich im Klaren, dass man sich „fast keine Punktverluste erlauben darf.“ Die Formel ist eindeutig: Acht Siege sind gewünscht worden, drei Stück sind schon eingefahren worden. Deshalb benötigt der SV Werl-Aspe II nach Adam Ries noch fünf Erfolge, soll die halbe Miete für den Klassenerhalt am Sonntag eingefahren werden. Erst unmittelbar vor dem Anpfiff wird sich herausstellen, wie die Personalsituation tatsächlich aussieht.

 

Der aufstrebende Sportverein will die Abstiegsplätze verlassen, der Gast aus Bexterhagen kommt aus keiner guten Phase. „Naja, wenn wir nur die Ergebnisse sehen, dann waren die letzten drei Wochen natürlich nicht gut. Letztlich wissen wir aber, gegen welche Qualität wir gespielt haben und wie die Personalsituation teilweise aussah. Mit dem Spiel gegen den BSV Leese sind wir alle wieder einverstanden gewesen. Nun gilt es, in den nächsten Wochen wieder Punkte zu verbuchen“, so TuS-Trainer Dennis Lütkehölter. Durch die Rückkehr von Mäscher, Piel, Schmidt und Kampmeier stehen auch wieder mehr Kaderoptionen zur Verfügung. Die Ausfälle von Leon Schultz (Bänderriss) und nun auch Dominik Precht (rot) und Jascha Klatt (Urlaub), stehen dagegen. Was Zählbares soll am Sonntag jedoch mit auf den Heimweg genommen werden. Der Bex II-Coach weiß: „Im Hinspiel kriegen wir in der letzten Aktion den Ausgleich. Vorher mussten wir lange den Sack zumachen. Wir haben was gut zu machen und wollen uns die Punkte nun halt sichern.” Mit welchem Kader der SV aufläuft, ist immer eine Wundertüte. „Wir spielen gegen den Zweiten der Rückrundentabelle. Wir erwarten eine wohlmöglich verstärkte Mannschaft und somit eine schwere Aufgabe. Grundsätzlich vertraue ich aber auf unsere eigene Leistungsstärke“, betont Lütkehölter im Lippe-Kick-Gespräch.

TuS Ahmsen II vs. Yunus Lemgo

Dass die nächsten Wochen für den TuS Ahmsen II ganz entscheidend werden, damit rechnet Spielführer Daniel Pehlert absolut. Verliert sein Team das anstehende Heimspiel gegen Yunus Lemgo, wäre man punktgleich. Pehlert schaut voraus: „Die kommenden Spiele sind alle größtenteils gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt! Da zählen nur Punkte, egal, wie man sie bekommt“, werden Schönheitspreise speziell im Abstiegskampf nicht verteilt. Trotz der Punktejagd wollen die Grün-Weißen dennoch auch alles in die Waagschale werfen, um zugleich „ein vernünftiges Fußballspiel zu zeigen“, sollen doch auch die Trainingsleistungen widergespiegelt werden. Mit dem Anpfiff soll die Konzentrationsphase einsetzen, die Zweikämpfe angenommen, zudem Ruhe und Gelassenheit an den Tag gelegt werden. Ein Quintett an Verletzten fällt mit Damian Janik, Rene Hoffmann, Daniel Brinker, Harry Ziske und Niklas Niebuhr aus. Ob Julius Fleher mitspielt, ist unklar.

 

Bei Yunus Lemgo weht ein frischer Wind. Nur hauchzart verpassten die Delphine unter dem neuen Trainer Erhan Caliskan einen Sieg gegen den SV Wüsten. Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit war es der Tabellenzweite, der gegen neun tapfere Yunus-Kicker das 3:3 erzielt hat. Nun hofft der Drittletzte auf den Sieg: „Ich kenne den Gegner nicht, aber ich kenne meine Mannschaft und das anstehende Spiel ist das nächste Endspiel, was wir gewinnen wollen.“ Mit einem Auswärtsdreier könnte der Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt werden. Zugleich würde man definitiv weiterhin auf einem Nichtabstiegsrang verweilen.

FC Union Entrup vs. TuS Asemissen II

Made my day, das ist das Motto für den FC Union Entrup, wenn er sich in das erste Duell zurückzoomt: „Wir erinnern uns gerne zurück, zumindest an die zweite Halbzeit.“ Die Begründung: „Ein 3:0 aufzuholen, ist schon nicht schlecht, aber daraus ein 3:5 in Unterzahl zu machen, passiert echt nicht alle Tage“, rechnet er im folgenden Aufeinandertreffen mit dem TuS Asemissen II nicht damit. Man möchte und kann solch eine Wiederholung nicht noch einmal erleben, müssen doch auch die Nerven und das Herz geschont werden. „Als Sandwich-Truppe innerhalb des Vereins spielt Asemissen II eher unauffällig und konstant, steht aber eher hinter den Erwartungen der Vorsaison. Dem Torverhältnis nach zu urteilen, kommt eine starke Offensive, gepaart mit einer anfälligen Defensive, da kann man sich im Grunde drauf einstellen“, muss seine Mannschaft dagegen die richtigen Waffen einsetzen. Weil einige Union-Kicker angeschlagen sind, muss abgewartet werden, welche Spieler tatsächlich am Sonntag zur Verfügung stehen. Positiv: Zwei Urlauber feiern ihre Rückkehr. Die Verfolgungsjagd geht weiter: „Wir wollen nach wie vor Holzhausen/Sylbach einholen, dafür brauchen wir drei Punkte.“

 

Drei Plätze und neun Punkte besser steht der FC Union Entrup im Vergleich zur Reserve aus Asemissen da. Da ist es keine Sensation, wenn Asemissen II-Coach Jascha Pistor von einer „sehr schweren Aufgabe“ spricht, die sein Team in der Ilsekampfbahn erwartet. Die Vergangenheit und die Gegenwart sorgen für diese Annahme, verhehlt der Gästetrainer doch nicht: „In Entrup war es nie leicht und sie haben auch eine gute Truppe zusammen. Trotzdem wollen wir natürlich unseren Schwung der letzten beiden Siege mit in das Spiel nehmen und mit breiter Brust auftreten“, haben die Westlipper in den jüngsten beiden Partien doch unter Beweis gestellt, dass sie über ein großes fußballerisches Repertoire verfügen. „Zufrieden“ zeigt er sich mit der Darbietung seiner Mannschaft beim gestrigen Training. Ankommen wird es auch auf den Widerstand, den die Asemisser in Entrup zeigen müssen, ist die aktuelle Situation positiv für die Blau-Weißen: „Die Jungs sind momentan ganz gut drauf und wir wollen unbedingt nachlegen.“ Pascal Blöte, der an einer Knieverletzung leidet, fällt aus. Möglich, dass Tobias Risy seine Rückkehr in den Spielbetrieb feiert.

TuS Lockhausen vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Der 2:0-Sieg zuletzt über den TSV Schötmar II hat dem Körper und Geist des TuS Lockhausen richtig gefallen. Coach Stefan Braunschweig wiederholt gebetsmühlenartig: Die Unberechenbarkeit in dieser Liga ist ein echter Trumpf. „Jeder kann jeden schlagen. Wir sind mal dran, ein Team aus einer anderen Tabellenregion zu besiegen. Es gibt keine Übermannschaft in der Liga“, erklärt Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig im Lippe-Kick-Gespräch. Auf einige Dinge muss das abstiegsbedrohte Team vom Sepp unbedingt achten. Die Abwehr mutiert zu einem wahren Bollwerk, doch die Abteilung Attacke läuft noch nicht wie geschmiert. So hätte er gegen den TSV Schötmar II einen 8:1, vielleicht sogar einen 9:1-Kantersieg als wichtig für die Psyche, zugleich als einen Achtungserfolg, allzu gerne gesehen. Gut: Ballvirtuose Nicklas Bickley feiert seine Rückkehr, auch Jonas Weege hat beim Training seine großartigen Qualitäten unter Beweis gestellt. „Sie können über Sieg oder Niederlage entscheiden“, lobt Braunschweig seine Unterschiedsspieler. Einzig auf Philipp Bexten müssen die Hausherren verzichten. Braunschweigs leise Hoffnung mit Blick auf die TSG Holzhausen/Sylbach: „Wenn man auf Gegenwehr trifft, lässt man einige Prozente nach, als wenn es um die Meisterschaft oder den Klassenerhalt geht.“ Er verrät, dass es vor der gestrigen Übungseinheit „eine kleine Vorbesprechung“ gab. Was hat er seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben? „Wir müssen das umsetzen, nicht nur in der Kabine sitzen und mit dem Kopf nicken. Wir müssen das auf dem Platz umsetzen, was wir uns hart erarbeiten. Wir sind zu emotionslos. Einige haben Konzentrationsprobleme.“ Löblich: „Die Balance stimmt bei uns.“

 

Die Voraussetzungen vor diesem Nachbarschaftsduell skizziert TSG Holzhausen/Sylbach-Coach Stefan Brunk kurz: „Wir spielen als aktuell, und ich betone aktuell, Dritter gegen eine Mannschaft, die nach meiner Einschätzung voll im Abstiegskampf steckt, und sicher wirklich nur alles geben wird“, verfügt der TuSL über eine enorme Qualität. Der momentane zwölfte Tabellenplatz entspricht nicht dem Leistungsvermögen der Schützlinge von Coach Stefan Braunschweig, die nur vier Punkte vor einem Abstiegsrang platziert sind. Über welche fußballerischen Qualitäten man verfügt, hat Lockhausen im Hinspiel unter Beweis gestellt, das sie gewonnen haben. Auch deshalb erinnert sich Brunk grundsätzlich gut zurück, wenn er sagt: „Spiele gegen Lockhausen waren und sind, auch in dieser Serie, bisher kaum mit vollen Punkten für uns versehen gewesen.“ Hoch ist die Achtung von Brunk für seinen Trainerkollegen Braunschweig, der mit seinem Coaching für neue Impulse in Lockhausen gesorgt hat. „Die letzten Ergebnisse sprechen für sich, für jede Mannschaft, es wird nur schwer für uns und wir müssen, um zu punkten, nur gut sein“, verrät er bei Lippe-Kick die mögliche Erfolgsrezeptur. Selbst möchte der Tabellendritte den Dreier anvisieren, wird es nach Einschätzung von Stefan Brunk darauf ankommen, „welches Team mehr will und auch mehr kann.“

TuS Asemissen III vs. TSV Schötmar II

Von einer guten Trainingswoche berichtet Asemissen III-Coach Florian Meerkötter, der einmal mehr von zahlreichen Ausfällen berichtet. Matthias Riediger, Raffael Giebel, Marius Nagel, Jonathan Epp, Justin Vogt, Christian Völkel, Julian Schulz, Michael Sedlaczek und Marc Schubert fallen aus. Meerkötter glaubt aber an den enormen Konkurrenzkampf in seinem Team, wenn er zuversichtlich feststellt: „Trotzdem werden die Leute, die mir zur Verfügung stehen, darauf brennen, es besser zu machen als letztes Wochenende.“ Den Gästen attestiert er eine „gute Offensive“, weiß aber auch um deren „defensive Anfälligkeit“ Bescheid. Folglich liegt die Priorität bei den Asemissern, zunächst einmal solide das eigene Gehäuse zu sichern. Die Angriffswucht sorgt für positive Gedankengänge bei ihm, sagt er doch: „Nach vorne hin haben wir eigentlich immer genug Qualität, um unserer Tore zu erzielen.“

 

TSV Schötmar II-Capitano Ersan Dargecit stellt fest: „Wir haben es am Sonntag mit einem Gegner zu tun, der sich in der oberen Tabellenhälfte fest verankert hat“, sind 39 Punkte und Tabellenrang fünf eine sehr ordentliche Ausbeute für die Asemisser. Von dieser bemerkenswerten Zwischenbilanz wollen sich die Lohfeld-Jungs nicht maßgeblich einschüchtern lassen. Man weiß, was man kann, hat dies auf dem Spielfeld auch häufig genug demonstriert. Auch das ausgeglichene Hinspiel, was man nur mickrig mit 0:1 verlor, hat ihm bewiesen, dass sein Team mit dem kommenden Gegner mithalten kann. „Wir erwarten am Sonntag wieder ein offenes Spiel auf beiden Seiten“, prognostiziert er. Gut möglich, dass die Gäste den Favoriten kommen lassen, auf Asemisser Fehler warten, um diese dann konsequent auszunutzen. „Wenn wir in der Defensive gut stehen, sollte das Spiel zu unseren Gunsten ausgehen“, glaubt er, dass hier der Schlüssel zum Erfolg liegt. Murat Incekara fällt aus, muss er doch seine Rotsperre absitzen.

TuS RW Grastrup/Retzen vs. TuS Leopoldshöhe II

„Von Entwicklung zu sprechen, ist schwer vom Ansatz des Zahnfleisches aus gesprochen, aber wir sind natürlich stolz auf den Kampf, den wir mit dem dezimierten Kader geliefert haben über die letzten Wochen hinweg“, versucht es Grastrup/Retzen-Kicker Niklas Prante gewohnt bildlich zu umschreiben. In den Übungseinheiten sind vor allem Kurzpässe und das Situationsspiel wesentlicher Bestandteil gewesen, „damit wir immer eine Idee auf dem Rasen haben.“ Mit Vergnügen blickt Prante auf das erste Aufeinandertreffen mit Leopoldshöhe zurück, ist es doch ein Hechtsprung von Salvatore Völkel gewesen, der für den Punktgewinn bei den Blau-Weißen gesorgt hat. „Das nehmen wir natürlich gerne mit, auch wenn die Stadt den Platz danach bestimmt von der Einflugschneise befreien musste – das tut uns heute noch leid, aber wir werden für den kosmetischen Schaden sicher nicht mit drei Punkten zahlen, die nehmen wir natürlich gerne wieder im Rückspiel und werden wie in den letzten Wochen wieder dafür beißen“, sind es einmal mehr markige Worte, die Prante verwendet. Neben dem rotgesperrten Stanislav Kibernik steht hinter dem Einsatz von Klimov und Losch noch ein Fragezeichen. Einmal mehr auf der Ausfallliste: Prante, Warkentin und Kreie.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der aktuellen Baustellensituation rund um das neue Kunstrasen-Kleinspielfeld stehen am Sportplatz in Grastrup nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung. Bitte weicht deshalb, sofern der Parkplatz bereits voll ist, auf den Ausweichparkplatz auf dem Gelände der Firma BECO (Niebäumer) an der Alten Landstraße 1 aus. Von hier erreicht ihr den Sportplatz in circa fünf Minuten Fußweg. Vielen Dank für euer Verständnis.

 

Selbstverständlich möchte Leopoldshöhe II die Aufholjagd weiter fortführen. Allerdings wird dies gegen Grastrup/Retzen nicht leicht. Spieler Max Meckelmann von den Gästen fordert, dass die Seinen „Fehler vermeiden müssen“, glaubt er doch, dass die Rot/Weißen mit einer gewaltigen Effizienz bestechen werden. Allen ist klar: Die Hausherren sind in der klaren Favoritenrolle. Dennoch zeigt sich Meckelmann in gewisser Art und Weise auch zuversichtlich: „Wenn wir allerdings unsere Art zu spielen, so weiterführen können, werden wir es Grastrup/Retzen schwer machen“, wird es das Ziel der abstiegsbedrohten Löwen sein, „erneut für überraschte Gesichter zu sorgen“, zugleich im Optimalfall den Auswärtsdreier zu verbuchen. Max Meckelmann hat das Tabellenbild vor Augen, wenn er treffend konstatiert: „Nach wie vor sind wir nur drei Punkte davon entfernt, mit Yunus gleichzuziehen, und wir sind wild entschlossen, auch diesen Sprung noch zu schaffen.“

SV Wüsten vs. TuS Lipperreihe II

Was ist nur mit dem SV Wüsten los? Es muss ein mentales Problem sein, es fehlt offenbar die Selbstverständlichkeit, das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Als ehemaliger Tabellenführer schwächelt das Milde-Team derzeit massiv, hat am Sonntag mit 0:3 bei der SG Hörstmar/Lieme II verloren, auch gestern Abend nur Remis bei Yunus Lemgo gespielt. Wahrlich keine Form, um den BSV Leese in Verlegenheit zu bringen. Nun geht es für den Zweitplatzierten also in das Spiel gegen den Tabellenachten. SVW-Coach Sebastian Milde plaudert aus: „Lipperreihe II hat um eine Spiel-Verlegung gebeten. Dies konnten wir leider nicht bestätigen, da wir selbst Personal-Probleme haben.“ Der sonst so kommunikative Milde fordert eine Reaktion, erklärt daher im Lippe-Kick-Gespräch: „Es gibt nicht viel zu sagen. Meine Spieler wissen, dass sie was gut zu machen haben nach dem Auftritt gegen Lieme und Yunus“, brodelt es in ihm.

 

Das Spiel steht auf der Kippe, wie Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner unterstreicht: „Nachdem Wüsten einen Verlegungsantrag von uns abgelehnt hat, kann ich nicht sagen, mit wem und ob wir überhaupt antreten können.“ Warum hat Taverner denn den Antrag gestellt? „Ich habe nur elf Spieler, wovon noch drei angeschlagen sind.“ Eine Reaktion, die nicht gerade für grenzenlose Begeisterung bei Taverner sorgt: „Leider wollte Wüsten das Spiel nicht verlegen und so werden wir Sonntag abwarten, mit wem wir auflaufen werden.“ Was kann Taverner über den Gegner sagen? „Wüsten hat mit Traczuk einen für die Kreisliga B überragenden Stürmer und ein Team, das einen guten, schnellen Ball spielt.“ Auch er hat die zuletzt so dosierte Punktejagd der Wüstener nicht vergessen, glaubt, dass die Motivation noch stärker sein wird. Einen Vorboten hat er im Blick: „Die Trainingstage von uns spiegelten alles wider, was wir am Sonntag sehen: eine sehr geringe Beteiligung. Trotzdem werde ich versuchen, meine Mannschaft so einzustellen, dass wir den Gegner ärgern können“, betrachtet Taverner auch weiterhin den SV Wüsten als eindeutigen Favoriten.

BSV Leese vs. SG Hörstmar/Lieme II

Vielleicht könnte der BSV Leese der SG Hörstmar/Lieme II mal eine Kiste Früh Kölsch spendieren, hat der folgende Gegner doch Schützenhilfe im Aufstiegskampf geleistet. Am letzten Spieltag siegte Hör/Lie II nämlich mit 3:0 gegen den ärgsten Verfolger aus Wüsten. Leese Co-Trainer Jan Plöger spricht von einem „großen Ausrufezeichen“, was der Außenseiter gesetzt hat. „Dass die eine gute Mannschaft sind, wussten wir auch vorher, aber jetzt hat wirklich jeder verstanden, dass sie nicht zu unterschätzen sind, zumal Hör/Lie II wie jedes Jahr gegen uns nochmal besonders motiviert sein wird“, ist es doch auch ein Nachbarschaftsduell. Daher ist sich Plöger völlig bewusst, dass sein Team nur mit einer Top-Leistung dieses Spiel erfolgreich bestehen wird. „Wir werden wie in jedem Spiel unser Ding durchziehen“, wird nicht nach links und nach rechts oder gar nach hinten geschaut. Man möchte sein eigenes Rennen fahren, dabei traditionell auch die Körperlichkeit nicht zu kurz kommen lassen: „Mit vollem Einsatz und voller Leidenschaft“, betont Plöger. Wenn diese Elemente tatsächlich auf dem Spielfeld umgesetzt werden, zeigt er sich optimistisch, dass der Favoritensieg möglich ist. Langer muss gesperrt zuschauen, Bostan und Frölich sind verletzt.

 

Einfach grandios, was die SG Hörstmar/Lieme II in diesen Tagen auf den Rasen zaubert. Zunächst ist der Meisterschaftskandidat SV Wüsten mit 3:0 bezwungen worden, ehe der irre Leopoldshöher Lauf von den Hildebrandt-Jungs ausgebremst wurde. Sie gewannen verdient mit 3:1. Die Hürden werden nicht gerade niedriger: „Mit Leese kommt am Sonntag noch einmal eine super starke Truppe auf uns zu“, warnt Coach Hannes Hildebrandt. Den Rückenwind aus den letzten erfolgreichen Spielen möchte die Spielgemeinschaft dafür nutzen, um auch den Nachbarverein diesmal mehr zu ärgern. Sorgenfalten sind bei Hildebrandt sichtbar, wenn er über die vergangenen Duelle sinniert: „Gegen Leese haben wir in den letzten Jahren immer verloren.“ Hör/Lie II kann also nur gewinnen, liegt der Druck eindeutig auf Seiten des Ballspielvereins. Über den Klassenerhalt muss sich die Spielgemeinschaft nicht mehr allzu viele Gedanken machen, sieht es bei zehn Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang sehr gut aus. Ganz bewusst hat Hildebrandt nach dem intensiven Spiel am Dienstag die gestrige Einheit gestrichen. Ein logischer Grund: Die angeschlagenen Spieler sollten sich erholen.

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