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Kreisliga B2 Lemgo

Vorbericht 27. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Die Situation spitzt sich weiter zu. Der BSV Leese kann an diesem Wochenende den Aufstieg feiern. Wir haben alles in den Vorberichten.

Leo II unter Siegdruck

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Nur ein Sieg hilft dem bereits etwas abgeschlagenen Schlusslicht TuS Leopoldshöhe II im Gastspiel beim Vorletzten TuS Ahmsen II. Da sich diese beiden Mannschaften gegenseitig die Punkte stibitzen, bieten sich für die anderen Südpol-Mitglieder einige Optionen. Besonders: Die Mannschaften zwischen Rang 11 und 14 bespielen sich alle untereinander. Der SV Werl-Aspe II (14.) hat den Elften TSV Schötmar II zu Besuch, der TuS Lockhausen (12.) den einen Platz und zwei Punkte schlechter dastehenden Yunus Lemgo.

 

Von Henning Klefisch

 

SV Werl-Aspe II vs. TSV Schötmar II

Den Weg, den der SV Werl-Aspe II Richtung Klassenerhalt beschreitet, ist absolut vernünftig. Fleißig wie die Maurermeister haben die Asper sich aus dem Abstiegskampf herausgekämpft. Aber dennoch sind sie noch punktgleich mit dem TuS Ahmsen II, der den ersten Abstiegsrang belegt. Im Duell gegen den Lokalrivalen TSV Schötmar II sollen also die nächsten drei Punkte verbucht werden, könnte es zum eigenen Vorteil genügen, dass sich die anderen Mannschaften im Tabellenkeller die Punkte gegenseitig stibitzen. Selbst möchte man mit einem Heimsieg dem Schritt Klassenerhalt einen Schritt näherkommen, rechnet man sich einiges aus: „Gegen den momentan anscheinend nicht gut aufgelegten TSV sollten drei Punkte geholt werden. Weniger wäre im Abstiegskampf nicht gut“, wertet Aspes Abwehrspieler Marius Grimm. Der Schein trügt, sieht Grimm auch die Lohfeld-Jungs etwas unter Druck: „Es sind mittlerweile nur noch fünf Punkte! Sollte Ahmsen II gewinnen und TSV verlieren, sind es nur noch zwei Punkte bis zum Abstiegsplatz. Die werden alles geben“, um ein unruhiges Saisonfinish unter allen Umständen zu verhindern. Das eine oder andere graue Haar bekommt Marius Grimm, wenn er an das erste Aufeinandertreffen zurückdenkt. „Ich bekomme das Grauen. Es war ein Graus“, verrät er, um näher zu beschreiben, was ihm noch heute den Schrecken durch die Glieder fahren lässt: „Wir mussten mit zehn Mann starten, konnten zwar später „auffüllen“, aber die Leistung, die wir gezeigt hatten, war unteres Kreisliga C-Niveau.“ Deshalb ist es nur mehr als erstrebenswert, wenn er sich am Sonntag eine Reaktion erhofft. Dysfunktional, dass die Personalsituation ausgerechnet vor diesem so entscheidenden Spiel eher düster aussieht. Einige fallen aus, sind sie nicht da oder verletzt. Die Kaderbreite verringert sich dadurch automatisch. Seine gute Laune lässt sich Grimm davon aber nicht beeinträchtigen: „Ich bin dennoch frohen Mutes, dass wir am kommenden Sonntag die drei Punkte in Aspe behalten.“

 

Seit rund einer Woche sind die Kicker des TSV Schötmar II völlig entspannt im Übungsbetrieb. TSV II-Capitano Ersan Dargecit unterstreicht dies gegenüber Lippe-Kick: „Wir stellen uns individuell nicht mehr auf einzelne Gegner ein, sondern arbeiten an einem eigenen Spielsystem, das wir Woche für Woche versuchen umzusetzen. So werden wir auch für Werl-Aspe II keine extra Vorkehrungen treffen.“ Dass die Asper unter Erfolgsdruck stehen, ist für Dargecit völlig klar, auch, dass der Drittletzte ausgesprochen motiviert sein wird. Die Gefahr lauert: „Aber so eine Übermotivation bringt auch viel Unachtsamkeit mit sich, die wir, wenn es drauf ankommt, ausnutzen möchten.“ Er glaubt an ein „offenes Spiel“, in denen die Zuschauer voll auf ihre Kosten kommen. Am Samstag gibt es Erhellung, was die Personalsituation angeht.

TuS Lockhausen vs. Yunus Lemgo

Die 6:1-Galavorstellung über den TuS RW Grastrup/Retzen war für den TuS Lockhausen äußerst hilfreich. Coach Stefan Braunschweig freut sich, dass seine Jungs verstanden haben, stellt nun bei Lippe-Kick heraus: „Wir konzentrieren uns nur auf uns, schauen nicht auf den Gegner. Der Kantersieg hat uns gutgetan.“ Insbesondere die Einstellung, die seine Akteure zuletzt gezeigt haben, hat ihm sehr gefallen. „Die Jungs haben verstanden, worum es geht. Zwei, drei Leute erkenne ich nicht wieder. Sie haben erkannt, dass Siege mehr Spaß machen als Niederlagen“, freut sich Braunschweig. Ihm ist ins Auge gestochen, dass in der späten Saisonphase die unten platzierten Teams „häufiger punkten.“ Klar ist für ihn aber auch: „Wir werden da nicht mit zitternden Füßen hineingehen, der Druck liegt eindeutig bei Yunus Lemgo.“ Der noch für dieses Spiel rotgesperrte Dennis Brakhage fällt aus, auch Goalgetter Burak Sana. Bei ihm ist die Kniescheibe erst heraus- dann wieder hineingesprungen. Diese Saison ist für ihn aber quasi gelaufen.

 

Für den frisch installierten Yunus Lemgo-Coach Erhan Caliskan ist vieles Neuland. Via Lippe-Kick weiß er immerhin zu berichten: „Mir ist der TuS Lockhausen nicht bekannt. Vorteilhaft für uns ist es, dass sie schon die erste Mannschaft sind und nicht Spieler aus der ersten runterholen können“, wie dies die Konkurrenten aus Werl-Aspe und Leopoldshöhe praktiziert haben. Voller Anerkennung zieht Caliskan beide Augenbrauen hoch, wenn er meint: „Ein 6:1-Sieg gegen Grastrup/Retzen ist schon eine Ansage, darum müssen wir denen unseren Fußball aufzwingen“, haben die Delphine sich aus dem Abstiegsstrudel etwas freigeschwommen. Erhan Caliskan gilt als moderner Coach, der ausgesprochen viel Wert darauf legt, Übungen mit dem Ball zu exerzieren. Auch Torraumsituationen standen bei den Übungseinheiten weit oben auf der Tagesordnung. Die Botschaft an seine Kicker ist klar: „Wir dürfen uns im Spiel nicht aus dem Konzept bringen lassen und müssen ruhig weiterspielen.“ Hinter dem Einsatz von Volkan Erdem, Sadik Ay und Kemran Mirsaidov steht noch ein Fragezeichen. Cüneyt Kurt, Kerim Kücüker und Halid Tufan spielen auf keinen Fall mit. „Wir wünschen uns einen schönen, verletzungsfreien Spieltag“, benötigt Yunus sein Personal noch für die finalen Spiele.

SV Wüsten vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Gewisse Parallelen erkennt SV Wüsten-Coach Sebastian Milde beim Gegner im Vergleich zu seinem eigenen Team. So haben beide Mannschaften spürbar Schwierigkeiten gehabt, in diesem Jahr Punkte zu ergattern. Im Hinspiel, Lippe-Kick war live vor Ort, war der Sportplatz in Retzen rappelvoll, zeigte der SVW eine hochkonzentrierte Vorstellung, gewann verdientermaßen dieses Spiel. Nun rechnet er mit einem Nachbarverein, der hochmotiviert sein wird, die Wüstener zu bezwingen. Selbst hat man aber das Tabellenbild vor Augen, wäre mit einem Derbysieg „Platz zwei so gut wie sicher.“ Andererseits: „Sollten wir verlieren, wird es eng, aber davon möchte ich erstmal nichts hören.“ Aus gutem Grund, hat der SVW in den vergangenen beiden Partien doch exzellent aufgespielt, zudem 14 Tore markiert. Eine Fortführung wäre ganz in seinem Interesse: „Wir wollen genau da weitermachen, was wir die letzten beiden Spiele auf den Platz gebracht haben.“ Hinter Sören Stocksieker und Bahzad Khalaf steht noch ein Fragezeichen, Hassan Berien fehlt verletzt, Kay Peikert müht sich noch im Aufbautraining. „Es wird wieder eng, aber auch das spielt für uns keine Rolle. Jeder weiß, wo es hingehen soll und jeder wird dafür alles geben“, vertraut er seinem Team. Was wird den TuS RW Grastrup/Retzen denn erwarten? „Retzen kann sich auf eine heimstarke Mannschaft einstellen, die den Platz mit allen Mitteln verteidigen wird. Es ist ein Doppel-Spieltag in Wüsten, denn die Zweite spielt auch zu Hause. Wir wollen Gas geben, denn es ist das letzte Mal in diesem Jahr, wo wir zusammen zu Hause spielen.“ Dieses schöne Beisammensein schildert Milde als „etwas Besonderes“, weil: „Beide Mannschaften wollen den Sieg zu Hause holen“, haben dies sich die eigenen Fans doch auch voll verdient.

 

Wie Bolle freut sich der kickende Grastrup/Retzen-Ultra Niklas Prante auf das Derby. Bei ihm geht die Liebe zu seinem Verein sogar bis unter die Haut, hat er den TuS doch auf seinem größten Organ tätowiert. „Keine Frage, dass es natürlich eines der Topspiele für uns ist. Wir wissen um Wüstens Stärke und gehen daher voll konzentriert an die Aufgabe“, schielen die Jedral-Jungs zumindest mit einem Auge noch auf den vierten Platz, den Union Entrup belegt. Dieser ist nur drei Punkte entfernt. Zugleich fühlt sich Prante mit seinem Team an der Ehre gepackt: „Nach der verpatzten Vorwoche haben wir natürlich auch einiges gutzumachen.“ Wie bewertet er den Tabellenzweiten? „Wüsten ist eine äußerst spielstarke Truppe mit guten Jungs, die trotz der schwierigen Aufstiegssituation sicherlich keine Spielfreude verloren haben. Das merkt man ja allein schon am erneuten Aufwärtstrend unserer Nachbarn“, hat der SVW die letzten beiden Partien gewonnen. Bedeutungsschwere Worte wählt Prante, wenn er meint: „Das Retzer Lazarett wird langsam im FuL Kreis Lemgo Kult“, sind es ein paar zwickende Oberschenkel oder Waden, die behandlungsfähig daherkommen.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. SG Hörstmar/Lieme II

Immer noch mit erheblichen Schwierigkeiten hat die TSG Holzhausen/Sylbach im Bereich der Personalfront zu kämpfen. Nach dem Stand von  Donnerstagabend kann die TSG gerade einmal elf Akteure aufbieten, was gegen solch einen unberechenbaren Kontrahenten sich als Hemmnis erweisen könnte. Zumal das Hinspiel-Remis den Brunk-Jungs sogar noch schmeichelte, war Hör/Lie II doch fußballerisch und chancentechnisch im Vorteil. Wie sieht Holzhausen/Sylbach-Trainer Stefan Brunk denn den Gegner? „Hör/Lie II ist aktuell eher schwer auszurechnen, siehe Ergebnisse und ebenso Gesamtsituation“, bedeutet Rang neun für den Gast doch eine sichere Platzierung im  Tabellenmittelfeld. Selbst macht Brunk wohl drei Kreuze, wenn die Serie endlich vorbei ist, begründet er doch via Lippe-Kick: „Denn wir gehen auf dem sogenannten Zahnfleisch, wollen nur noch ins Ziel, und das ist Platz drei oder vier, oder wie vor der Serie als Ziel ausgegeben: Platz fünf.“ Auf die fünfte Position haben die Blau-Weißen einen stattlichen neun Punkte Vorsprung, auf Rang vier immerhin sechs.

 

BSV Leese vs. TuS Asemissen III

Der Mensch im Allgemeinen und der Fußballer im Speziellen lebt von seinen Erinnerungen. Beim BSV Leese ist dies etwa konkret der Fall, wenn er sich an die Gastspiele des TuS Asemissen III auf dem heimischen Sportplatz an der Ilse zurückerinnert. Der sechste Tabellenplatz der Asemisser ruft beim scorenden Co-Trainer Jan Plöger viel Respekt hervor, unterstreicht er dies doch auch verbal: „Dass die Mannschaft Qualität hat, braucht man bei deren Tabellenplatz, glaube ich, nicht erwähnen.“ Er warnt: „Eine spielerisch gute Mannschaft, gegen die wir alles in die Waagschale werfen müssen, um am Ende die drei Punkte am Platz zu behalten. Denn nur das kann natürlich unser Ziel sein“, haben die Leeser immerhin 25 Punkte mehr als die Asemisser auf dem Punktkonto. Wie man richtig in Abschlusssituationen reagiert, darauf wurde der Fokus im Übungsbetrieb gelegt, soll der Belohnungseffekt doch realisiert werden. Es fehlt dem Tabellenführer die nötige Konstanz in den eigenen Leistungen, haben sie in den Vorwochen gut und schlecht gespielt, weshalb Plöger nach dem Gesetz der Serie glaubt, dass nun eine „gute Leistung“ ansteht. „Ich bin da sehr zuversichtlich“, ist das Sehnsuchtsziel A-Liga-Aufstieg doch direkt vor Augen. Falls der Verfolger SV Wüsten gegen Grastrup/Retzen straucheln sollte, könnte Leese schon mit einem Punktgewinn die Party starten. Wie lautet denn der Matchplan der Kasper-Kicker? „Wir werden unser Spiel wie gewohnt durchziehen, sind seit September letzten Jahres unbesiegt und wollen nun auch die letzten vier Spiele für uns entscheiden“, will man sich doch mit Glanz und Gloria aus dem langjährigen Aufenthaltsort verabschieden.

 

Beim TuS Asemissen III verfolgt man auch seine Ziele. Als Tabellensechster haben sie nur noch drei Zähler Rückstand auf den viertplatzierten FC Union Entrup. Einen Strich durch die Rechnung könnte die miserable Personalsituation machen, fehlt am Wochenende eine komplette Elf. Deshalb sieht er sein Team auch als „klaren Außenseiter.“ Aus einer stabilen Abwehr heraus agierend wollen die Westlipper erfolgreich sein. Der Ehrgeiz bei den Asemissern ist enorm, durfte sich Meerkötter doch über eine stark frequentierte Dienstagseinheit erfreuen. Fast alles, was laufen konnte, war vor Ort, kickte mit. Der Wunsch von Asemissen III-Coach Florian Meerkötter: „Aus diesen Grund versuchen wir, uns gegen Leese so gut es geht zu verkaufen und aus einer guten Defensive zu kommen.“ Es gibt einen Silberstreif am Horizont, dass der eine oder andere brauchbare A-Jugendkicker im Seniorenbetrieb debütiert. Beim anstehenden Heimspiel ist Besserung in Sicht, johlt Meerkötter leicht: „Die folgende Woche sollte sich die Personalsituation wieder etwas entspannen.“ Für ihn steht fest: „Leese spielt eine starke Rückrunde und wird am Ende der Saison zu recht aufsteigen.“

TuS Leopoldshöhe II vs. TuS Ahmsen II

Man muss jetzt nehmen, was man bekommen kann. Jetzt ist es wichtig für das Schlusslicht TuS Leopoldshöhe II. „Für uns zählt nur ein Sieg. Sollten wir keine drei Punkte mitnehmen, können wir wohl mit der Kreisliga-C planen“, befürchtet Leo II-Kicker Max Meckelmann nicht zu Unrecht. „Entsprechend wollen wir unbedingt gewinnen.“ Das erste Duell mit dem Vorletzten aus Ahmsen hat ihn darin bestätigt, „dass dies keine leichte Aufgabe wird.“ Die richtigen Lehren aus dem 2:2 gegen den SV Werl-Aspe II zu ziehen, darauf wird es in diesem Kellerduell definitiv ankommen. Was ist denn konkret wichtig? Meckelmann kennt die mögliche Lösung: „Um wieder erfolgreich zu sein, müssen wir unseren Killerinstinkt wiederfinden, also unsere Chancen wieder effektiver nutzen. Danach gilt es, von Woche zu Woche zu schauen“, werden die blau-weißen Löwen zumindest am Sonntag in Bestformation auflaufen. Was im Training im Fokus stand: „Wir haben diese Woche versucht, einfach wieder etwas lockerer zu werden, indem wir viele Spielformen und Trainingsspiele gemacht haben“, erklärt Meckelmann im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Gekommen, um zu gehen – von einem Abstiegsplatz. Das ist wohl das Motto vom TuS Ahmsen II, der sich außerordentlich unwohl fühlt auf einem direkten Abstiegsrang. Auch Capitano Daniel Pehlert findet den Kurs, den sein Team genommen hat, alles andere als beruhigend: „Nun stehen wir da, wo wir schnellstmöglich wieder wegwollen! Das sollte am liebsten jetzt am Sonntag schon gelingen – mit einem Sieg gegen Leo II“, würde man die Löwen damit wohl den Abgrund hinunterstürzen. Vor heimischer Kulisse fordert er: „Einfach Vollgas.“ Auch die Konzentration, die Intensität in den Zweikämpfen im letzten Drittel soll gelebt werden. „In der Defensive muss die Kommunikation stimmen und die Bereitschaft da sein, jeden Meter für den anderen zu laufen! Dann bin ich optimistisch, dass wir mit einem Heimsieg Leo wieder distanzieren können“, klappt es vielleicht dann auch mit dem erhofften Sprung auf einen Nichtabstiegsrang. Rene Hoffmann und Daniel Brinker fallen immer noch verletzungsbedingt aus, Nico Bösener und Thomas Peters sind angeschlagen, Kevin Rausch muss arbeiten, Roman Arent ist gesperrt und Pehlert hat private Verpflichtungen zu erledigen.

FC Union Entrup vs. TuS Lipperreihe II

FC Union Entrup-Obmann und Fänger Timm Lessow fühlt sich an das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams zurückerinnert. Auch dieses Mal müssen die Unioner mit einem „verdammt schmalen Kader“ Vorlieb nehmen. Bornscheuer, Grote und T. Pape haben berufliche, respektive private Dinge zu erledigen. Abraham muss seine Gelbsperre nach seiner High Five absitzen, Dario Wildner fehlt verletzungsbedingt. Im Optimalfall feiert Domenic Wildner in der kommenden Woche sein Comeback. „Salopp gesagt: Wenn wir elf Spieler haben, die geradeaus laufen, sind wir glücklich. Der Kader der Zweiten sieht nicht besser aus“, kann von dort infolgedessen auch nicht viel Hilfe erwartet werden. Die Zielsetzung: „Einen Punkt zu behalten wäre gut. Drei Punkte wären überragend.“ Einzig der eigene Rasenplatz auf der Ilse-Kampfbahn könnte sich als Wettbewerbsvorteil erweisen, haben die Lipperreiher traditionell auf diesem Untergrund eher ihre Probleme. Lessow lässt sich aber allzu gerne positiv überraschen von seiner Rumpftruppe.

 

In den Schwärmmodus gerät TuS Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner, wenn er über den anstehenden Gastgeber philosophiert: „Union Entrup ist für mich eine Top-3-Mannschaft. Sie spielen gerade zu Hause einen kampfbetonten Fußball. Es ist für jede Mannschaft schwer, in Entrup zu gewinnen.“ Zumal es für die Kunstrasentruppe aus Lipperreihe auf einen Naturrasenplatz geht. Gut haben es die Lipperreiher im Hinspiel gemacht, demnach verdientermaßen mit 2:0 triumphiert. Taverners Befürchtung: „Am Sonntag wird es sicherlich schwerer, auch nur einen Punkt zu holen“, haben sich die Unioner im Saisonverlauf doch hervorragend entwickelt. Ein Zustand, der nicht immer der status quo war, was Taverner deshalb auch kritisiert hat: „Wir haben diese Woche sehr gut trainieren können und freuen uns jetzt auf die letzten Spiele.“ Familiären Verpflichtungen haben am Sonntag Mathea, Theunert, Franzke und Duncanson nachzugehen. Es ist doch die Hochzeit der Familienfeiern. Flegel und Weber plagen sich mit Verletzungen herum, fehlen definitiv. Ob Heers mitwirken kann, steht noch in den Sternen. Taverner kündigt via Lippe-Kick an: „Trotzdem werden wir versuchen, den Gegner auf dem „geliebten“ Rasenplatz Paroli zu bieten.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. SG Hörstmar/Lieme II

Immer noch mit erheblichen Schwierigkeiten hat die TSG Holzhausen/Sylbach im Bereich der Personalfront zu kämpfen. Nach dem Stand von Donnerstagabend kann die TSG gerade einmal elf Akteure aufbieten, was gegen solch einen unberechenbaren Kontrahenten sich als Hemmnis erweisen könnte. Zumal das Hinspiel-Remis den Brunk-Jungs sogar noch schmeichelte, war Hör/Lie II doch fußballerisch und chancentechnisch im Vorteil. Wie sieht Holzhausen/Sylbach-Trainer Stefan Brunk denn den Gegner? „Hör/Lie II ist aktuell eher schwer auszurechnen, siehe Ergebnisse und ebenso Gesamtsituation“, bedeutet Rang neun für den Gast doch eine sichere Platzierung im Tabellenmittelfeld. Selbst macht Brunk wohl drei Kreuze, wenn die Serie endlich vorbei ist, begründet er doch via Lippe-Kick: „Denn wir gehen auf dem sogenannten Zahnfleisch, wollen nur noch ins Ziel, und das ist Platz drei oder vier, oder wie vor der Serie als Ziel ausgegeben: Platz fünf.“ Auf die fünfte Position haben die Blau-Weißen einen stattlichen neun Punkte Vorsprung, auf Rang vier immerhin sechs.

 

TuS Asemissen II vs. TuS Bexterhagen II

Das Gefühl, wie ein Siegerbierchen schmeckt, haben die Asemisser in den letzten drei Partien nicht erleben dürfen. Die Älteren unter uns werden sich erinnern, als der TuS Asemissen II am 14. April mit 2:1 in Entrup triumphierte. Seitdem wurden aber null von neun möglichen Punkten geholt. „Nach den letzten Spielen müssen wir uns mal wieder konzentrieren, eine ordentliche Leistung zu bringen, welches dann natürlich im Optimalfall mit einem Sieg endet“, hofft Coach Jascha Pistor auf einen Derbysieg. Die Vorstellung bei der 2:4-Niederlage bei Yunus Lemgo am vergangenen Sonntag hat ihn massiv gestört. Das Kommando von Pistor ist klar: „Das letzte Spiel war sehr schwach und das heißt es zu ändern und wieder Fußball zu spielen – mit einem gesunden Selbstbewusstsein und Spielfreude.“ Als echter Stimmungsdämpfer dient die Trainingswoche, die Pistor als „sehr mau“ bezeichnet. Einige Kicker sind im Team vom scheidenden Coach noch angeschlagen. Der gesperrte Torben Kessemeier fehlt auf jeden Fall weiterhin. Wie findet er den Gegner denn so? „Bexterhagen II ist eine gute, solide Truppe, die in der Regel meist über das Kollektiv kommt, daher heißt es für uns volle Konzentration und sofort zeigen, dass wir wollen, das erwarte ich von meinen Jungs.“ Abseits vom Spielfeld ist die Vorfreude enorm, dass er mit Dennis Lütkehölter einen „alten Bekannten“ wieder sieht, soll dieser aber keinesfalls Gastgeschenke in Anspruch nehmen dürfen. „Höchstens ein Bier nach dem Spiel kann er bekommen“, haben wir hier den Bogen geschlagen.

Zur ungewohnten Anstoßzeit um 17:00 Uhr startet das letzte Gemeindederby dieser Saison. „Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir kurz vor Serienende punktgleich mit Asemissen II stehen, hätte ich ihn wohl ausgelacht“, so Bex-Coach Dennis Lütkehölter. Für das Tabellenbild hat er zwei Faktoren ausgemacht. „Wir machen es besser als erwartet und Asemissen läuft in vielen Partien mit dem letzten Aufgebot auf und bleibt somit weit hinter den Erwartungen zurück.“ Am Sonntag fehlen auf Seiten der Gäste mit Robin Eichmann und Peter Klozik zwei Stammspieler. Pascal Linke, wie auch Leon Schultz stehen ebenso nicht zur Verfügung. Dafür sind Marc Stühlmeyer, Saas Shamo Yousif und Jascha Klatt zurück im Kader. „Ich hoffe, dass wir damit etwas mehr Torgefahr entwickeln werden“, war zuletzt lediglich die Chancenverwertung ein Manko. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen werden wohl auch zwei Akteure erst im Laufe des Spieles dazustoßen. Lütkehölter: „Das habe ich auch selten erlebt, aber so isses halt.“ Sein fußballerisches Comeback nach mehreren Monaten im Ausland gibt Marcel Diekmann. „Er soll erstmal langsam wieder ankommen. Dennoch denke ich, dass er uns sofort mit seiner Qualität weiterhilft“, erklärt der Gäste-Coach. Vor seinem Trainerkollegen Jascha Pistor und der gegnerischen Offensive hat er Respekt. „Wenn sie ihre Offensivraketen an Bord haben, schießen sie auch immer Tore. Jascha macht da einen guten Job! Bei dem oft dezimierten Kader ist es echt ärgerlich für jeden Trainer.“ Im Tor der „Roten“ wird wohl Steven Sonntag zum Einsatz kommen. Stammtorhüter Max Mäscher muss aller Voraussicht in der Ersten ran. „Wir fahren dort hin, um das Spiel zu gewinnen. Wir wollen bis Saisonende noch auf Zug bleiben“, so die klare Ansage des Trainers.

BSV Leese vs. TuS Asemissen III
Der Mensch im Allgemeinen und der Fußballer im Speziellen lebt von seinen Erinnerungen. Beim BSV Leese ist dies etwa konkret der Fall, wenn er sich an die Gastspiele des TuS Asemissen III auf dem heimischen Sportplatz an der Ilse zurückerinnert. Der sechste Tabellenplatz der Asemisser ruft beim scorenden Co-Trainer Jan Plöger viel Respekt hervor, unterstreicht er dies doch auch verbal: „Dass die Mannschaft Qualität hat, braucht man bei deren Tabellenplatz, glaube ich, nicht erwähnen.“ Er warnt: „Eine spielerisch gute Mannschaft, gegen die wir alles in die Waagschale werfen müssen, um am Ende die drei Punkte am Platz zu behalten. Denn nur das kann natürlich unser Ziel sein“, haben die Leeser immerhin 25 Punkte mehr als die Asemisser auf dem Punktkonto. Wie man richtig in Abschlusssituationen reagiert, darauf wurde der Fokus im Übungsbetrieb gelegt, soll der Belohnungseffekt doch realisiert werden. Es fehlt dem Tabellenführer die nötige Konstanz in den eigenen Leistungen, haben sie in den Vorwochen gut und schlecht gespielt, weshalb Plöger nach dem Gesetz der Serie glaubt, dass nun eine „gute Leistung“ ansteht. „Ich bin da sehr zuversichtlich“, ist das Sehnsuchtsziel A-Liga-Aufstieg doch direkt vor Augen. Falls der Verfolger SV Wüsten gegen Grastrup/Retzen straucheln sollte, könnte Leese schon mit einem Punktgewinn die Party starten. Wie lautet denn der Matchplan der Kasper-Kicker? „Wir werden unser Spiel wie gewohnt durchziehen, sind seit September letzten Jahres unbesiegt und wollen nun auch die letzten vier Spiele für uns entscheiden“, will man sich doch mit Glanz und Gloria aus dem langjährigen Aufenthaltsort verabschieden.
Beim TuS Asemissen III verfolgt man auch seine Ziele. Als Tabellensechster haben sie nur noch drei Zähler Rückstand auf den viertplatzierten FC Union Entrup. Einen Strich durch die Rechnung könnte die miserable Personalsituation machen, fehlt am Wochenende eine komplette Elf. Deshalb sieht er sein Team auch als „klaren Außenseiter.“ Aus einer stabilen Abwehr heraus agierend wollen die Westlipper erfolgreich sein. Der Ehrgeiz bei den Asemissern ist enorm, durfte sich Meerkötter doch über eine stark frequentierte Dienstagseinheit erfreuen. Fast alles, was laufen konnte, war vor Ort, kickte mit. Der Wunsch von Asemissen III-Coach Florian Meerkötter: „Aus diesen Grund versuchen wir, uns gegen Leese so gut es geht zu verkaufen und aus einer guten Defensive zu kommen.“ Es gibt einen Silberstreif am Horizont, dass der eine oder andere brauchbare A-Jugendkicker im Seniorenbetrieb debütiert. Beim anstehenden Heimspiel ist Besserung in Sicht, johlt Meerkötter leicht: „Die folgende Woche sollte sich die Personalsituation wieder etwas entspannen.“ Für ihn steht fest: „Leese spielt eine starke Rückrunde und wird am Ende der Saison zu recht aufsteigen.“

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