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Kreisliga A Detmold

Vorbericht 29. Spieltag 18/19 A Detmold

Im Abstiegskampf sind die Würfel gefallen. Um den Aufstieg hat sich ein epischer Dreikampf entwickelt. Guckt mal rein.

Aufstiegskampf hoch drei

Kreisliga A Detmold (hk). Unfassbar, diese Spannung an der Tabellenspitze. Da jubelt ganz Fußball-Deutschland über das Meisterschaftsduell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund, doch die A Detmold setzt noch die Krone auf. Der TuS WE Lügde, FC Fortuna Schlangen und die SG Hiddesen/Heidenoldendorf haben jeweils 69 Punkte auf der Habenseite, liefern sich am Wochenende ein Fernduell. Lügde reist nach Brakelsiek, Schlangen nach Heiligenkirchen und zeitgleich empfängt Hiddesen/Heidenoldendorf den TuS Horn-Bad Meinberg. Im Abstiegskampf ist alles geregelt: Kachtenhausen/Helpup und Lage gehen runter.

 

Von Henning Klefisch & André Bell

 

Post TSV Detmold II vs. SuS Lage

(hk). Lippe-Kick berichtete darüber bereits vor einigen Wochen. Am Saisonende hört Jens Kaiser beim Post TSV Detmold II als Trainer auf. Im letzten Heimspiel seiner Abschiedstournee möchte er gerne die volle Punktzahl in der Werre-Arena behalten. Klar, seine Postler haben sich die Zugangsberechtigung für eine weitere Saison in Detmolds höchster Kreisliga gesichert, Lage wurde nicht versetzt. Kaiser ist ein Ehrenmann, betont er im Lippe-Kick-Gespräch doch: „Es geht um die Ehre. Ich habe Bock zu spielen, auch zu gewinnen. Deshalb werden wir alles geben.“ Auch vor diesem Spiel ist die Zahl der Fragezeichen nicht zu verachten, wünscht sich Kaiser doch im letzten Heimspiel als Coach der Postler: „Wir werden alles geben, ein gutes Spiel abliefern.“ Platz neun, wo der starke Aufsteiger SG Brakelsiek/Wöbbel beheimatet ist, ist sechs Punkte entfernt. Mit drei Siegen aus drei Spielen und günstigen anderen Ergebnissen könnten die Postler sogar einige Plätze im Klassement gutmachen.

 

Es ist aus und vorbei für SuS Lage. Der Abstieg ist nach der 0:4-Niederlage gegen den RSV Hörste nun besiegelt. Für den stolzen Traditionsverein wird es nunmehr darum gehen, sich anständig aus der Liga zu verabschieden, eine Linie zu entwickeln, die in der B-Liga praktikabel ist. Die Planungen für das Kreis-Unterhaus haben längst begonnen. Da es für beide Mannschaften um nichts mehr geht, können sie ganz bestimmt befreit aufspielen, ohne taktische Fesseln. Lage-Coach Branko Trailovic hat durchgesetzt, dass der Verein sich von drei Spielern trennt, die nicht in sein Konzept passen. „Diese Leute haben sich menschlich mir und dem Verein gegenüber nicht korrekt verhalten im letzten Spiel.“ Für den erfahrenen Coach geht es nun vor allem darum, dass er die wesentliche Ruhe in sein Team bekommt, auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Trailovic möchte nur Spieler in seiner Truppe haben, die „mit Herz und Seele“ dabei sind, auch „Lust“ haben. Für ihn ganz essenziell: Der Fokus soll auf die fußballerischen Aspekte gelegt werden.

 

Eleftherios Kurtis heißt der gute Mann, der ab 13.00 Uhr pfeift.

 

TSV Rischenau vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(hk). Das Ende naht – das Saisonende zumindest. Nach einer zweiwöchigen Pause haben die Kicker des TSV Rischenau noch zwei Spiele zu absolvieren, ehe die Sommerpause wartet. In diesen beiden Partien wollen die Hausherren „alles raushauen“, wie TSV-Obmann Sebastian Tunke ankündigt. Dazu zeigt man sich auch ein Stück weit voller Nächstenliebe gesegnet, möchte man auch die eigenen Anhänger beglücken: „Zu Hause wollen wir uns und den Fans einen schönen Heimabschluss bieten“, ist dies gleichbedeutend mit einem Sieg. Obacht, lautet die Devise, denn auch Tunke hat die Dörenwälder Seriensieger zuletzt genau beobachtet: „Diestelbruch/Mosebeck ist ein starker Gegner. Man kennt sich. Ich denke, es wird ein enges Spiel“, ändert dies aber nichts daran, dass man sich wenig gastfreundlich präsentieren möchte – was die Punkte betrifft. Vielsagend erklärt der Manager mit Rückgrat: „Es ist besser, wenn ich über die letzten Trainingswochen nicht so viele Worte verliere. Mit dem einen oder anderen wird es da aber noch ein Gespräch zu geben“, wird vielleicht Lippe-Kick verifizieren, was diese Unterhaltung ergeben hat.

 

Große Lust auf den nächsten Dreier verspürt Di-Mo-Co-Trainer Lennart Rethmeier. Er ist gierig nach Siegen, sagt demnach auch: „Wir wollen den fünften Sieg in Folge einfahren.“ Ein Grund für den Erfolg könnte sein, dass Cheftrainer Sascha Weber meist auf die gleichen Spieler bauen kann. „Das macht es uns natürlich einfacher“, so Rethmeier, der erklärend fortführt: „Das erste Mal in dieser Saison lassen sich so die ersten Automatismen in unserem Spiel sehen.“ Ob Sturmtank Martin Rethmeier in Rischenau in seinem letzten Auswärtsspiel im Di-Mo-Dress mitspielt, steht noch nicht fest, hat er sich doch eine Prellung zugezogen, weshalb er abstinent beim Training war. Patrick Hoffmann, Malte Wrenger und Fabian Richts fehlen immer noch. „In Rischenau sahen wir zuletzt immer ganz gut aus, dennoch erwartet uns natürlich eine schwierige Aufgabe. Für Rischenau ist es das letzte Heimspiel der Saison“, stimmt dies.

 

Justus Rehermann pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr an. Schauplatz ist der Rasenplatz in Rischenau.

 

SG Kachtenhausen/Helpup vs. Blomberger SV

(ab). Im Hinspiel war für die SG Kachtenhausen/Helpup nichts zu holen. 0:6 unterlag man in Blomberg. „Auch diesmal ist Blomberg haushoher Favorit“, so Obmann Pascal Schmale im Vorfeld der Partie. Die SG will versuchen, „wie gegen alle Mannschaften, gerade aber gegen die von oben, defensiv gut zu stehen und möglichst lange die Null zu halten.“ Schließlich will man „an dieser Stelle diese Saison vernünftig zu Ende bringen.“ Und damit das Bierchen besser schmeckt, wären drei Punkte ganz nach dem Gusto des Obmanns, denn: „Wir werden im Anschluss den vorgezogenen Saisonabschluss bei unserem letzten Heimspiel feiern.“

 

Im Vorbeigehen wird der Blomberger SV bei der SG nichts holen können. „Kachtenhausen steht zwar als Absteiger fest, kann aber nun auch ohne Druck auflaufen“, weiß Mike Winkler. Er erwartet, dass der BSV „natürlich ein anderes Gesicht als gegen Diestelbruch“ zeigt und „mit einem Dreier den fünften Platz“ sichert. Personell gibt es am Sonntag mehr Alternativen als noch zuletzt, unter anderem ist nun auch Chris Milinski spielberechtigt. Dazu kehren Rjabokin und Wilhelmi zurück, dafür fällt Stirz wohl aus.

 

David Zschocke hat die Spielleitung. Um 15.00 Uhr ist Anstoß im Sportpark Helpup.

 

TuRa Heiden vs. SC Türkgücü Detmold

(hk). Die lippische Anfield Road, die Rotenberg-Kampfbahn in Heiden, wird am Sonntag zum letzten Mal in dieser Serie bespielt. Das Programm ist laut Coach Thorsten Geffers bereits eindeutig geplant: „Im Anschluss der Partie wird zusammen mit der zweiten Mannschaft, dem Verein und den zahlreichen Fans noch gefeiert.“ Zuvor möchten die Heidener Leistung zeigen, die empfindliche 2:5-Hinspielpleite vergessen machen. „Da hatten meine Jungs zu viel Respekt und sind nie richtig ins Spiel gekommen“, moniert Geffers bei Lippe-Kick. Zwei Siege in Serie haben zur Rückkehr vom Selbstvertrauen geführt, sind es knappe Erfolge gewesen, die dank einer mannschaftlichen Geschlossenheit verbucht wurden. Man musste sich beim 1:0 über den SuS Lage und beim 4:2 über den TuS Horn-Bad Meinberg mächtig strecken. Am Ende zählt aber die Maximalausbeute aus diesen beiden Spielen. Keine Einsatzminuten in dieser noch kurzen Serie erhalten die Kicker Markmann und Björn Freitag, werden zudem Peter Werner (Urlaub) und Maximilian Unverricht (Finger gebrochen) ausfallen. Pascal Peuker hat Schwierigkeiten mit seiner Leiste. Sein Mitwirken ist noch unklar. Das erfahrene Trio Böckhaus, di Paterniano und Affeldt steht im Vergleich zum Kurstadt-Gastspiel wieder zur Verfügung.

 

„Ein unangenehmer Gegner am Wochenende“, lässt sich Erhan Eksioglu vom neugierigen Lippe-Kick-Reporter eben entlocken. Der SC Türkgücü Detmold-Coach gibt zu: „Ich kann Heiden diese Saison echt schlecht einschätzen. Sie spielen mal gute Spiele und dann aber auch unter ihren Möglichkeiten“, erkennt er gewisse Gemeinsamkeiten mit seinem Team. Eksioglu weiß, dass diese Kulisse für die Heidener spricht, einen Vorteil für den Gastgeber darstellt. „Sie spielen zu Hause sehr aggressiv nach vorne“, hat er diese Spielweise analysiert. Das eigene Spiel den Heidenern aufzudrängen, das wird das gewünschte Ziel der Residenzler sein. „Wir müssen einiges in den letzten Spielen besser machen, damit wir die Punkte einfahren“, so Eksioglu, der wohl mit seiner Wunschelf auflaufen kann.

 

Gregorio Voce leitet diese Begegnung.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. TuS Horn-Bad Meinberg

(hk). Hätte sich SG Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach Markus Rüschenpöhler vorab einen Gegner gewünscht, wäre es ganz bestimmt nicht der TuS Horn-Bad Meinberg gewesen. Die Kurstädter mutierten zu Serientätern, waren sechs Mal in Serie erfolgreich. Erst am vergangenen Spieltag ist die Erfolgsserie gerissen, als der TuRa Heiden mit 4:2 im Waldstadion siegte. Was vielleicht für Hiddesen/Heidenoldendorf sprechen könnte: Gegen die anderen beiden Aufstiegsanwärter wie Lügde (0:8) und Schlangen (0:2) tat sich das Team von Cheftrainer Richard Soethe ausgesprochen schwer, verlor jeweils. SG-Coach Markus Rüschenpöhler erklärt: „Wir müssen höchste Konzentration an den Tag legen, hohes Tempo bringen, denn es wird ein sehr schweres Spiel, eine unangenehme Aufgabe für uns“, sind es deshalb Tugenden wie „Respekt“ und „Vorsicht“, die für den Tabellendritten zu einem wichtigen Ratgeber mutieren. Auf dem heimischen Kunstrasenplatz in Heidenoldendorf möchte die Spielgemeinschaft seine Hausaufgaben gegen die Naturrasenmannschaft erledigen, den 2:1-Auswärtssieg aus der Vorwoche in Schlangen weiter vergolden. „Die Jungs sind gewillt“, registriert Rüschenpöhler äußerst aufmerksam, wissend, dass er auf einige wichtige Kicker verzichten muss. Namen sind für ihn Schall und Rauch, rückt er gegenüber Lippe-Kick mit der Sprache nicht heraus, welche Spieler konkret ausfallen. Fakt ist: Einen 18-Mann-Kader wird er wohl voll bekommen, kann der Kopfmensch Rüschenpöhler sich noch zwei Nächte intensiv Gedanken machen, welche Spieler ihm die größten Siegchancen versprechen. Es ist überraschend, mit welcher Reife und Abgeklärtheit diese insgesamt junge Mannschaft auftritt, die gut gemischt zu sein scheint, weil mit echten Schlachtrössern wie Serkan Cabuk, Steffen Hinder und Sebastian Schönfelder besetzt. Man steht vor dem großen Ziel, diese goldene Generation überkreislich agieren zu lassen, stimmt einen die Perspektive allgemein bei der SG doch hoffnungsfroh. Aber: Der Druck ist da, kann dieser nicht verneint werden. Allerdings wünscht Rüschenpöhler sich, dass sein Team locker auftritt, keineswegs verkrampft. Auch er ist, bei aller Liebe zum schönen Spiel, ganz Pragmatiker, fordert einen Sieg über den TuS. Seine Gegneranalyse hat ergeben, dass die Kurstädter zu Beginn dieses Jahres nicht mit der Mannschaft zu vergleichen sind, die nun auftritt. Darauf wird der Taktikfuchs seine selbstbewusste Elf einstellen.

 

Die 2:4-Heimpleite gegen den TuRa Heiden war ein wahrer Stimmungskiller für den TuS-Trainer Richard Soethe. Diese Minusleistung mussten die Kurstädter in der abgelaufenen Woche aufarbeiten, damit so etwas keine Gewohnheit wird. „Einer Motivation bedarf es eigentlich nicht, wenn man gegen so eine Topmannschaft aufläuft“, werden Lügde und Schlangen dem TuS sicherlich ganz stark die Daumen drücken. Erfahrungswerte gab es mit der Spielgemeinschaft in gleich zweifacher Ausführung. Innerhalb von nur zehn Tagen verlor der TuS jeweils mit 0:2 im Pokal und in der Liga. In beiden Fällen fehlten aber spielentscheidende Akteure bei den Soethe-Jungs. „Ich hoffe am Sonntag auf eine deutliche Leistungssteigerung, denn ansonsten dürfte es ein Debakel geben wie im Nachholspiel in Lügde, denn die personellen Voraussetzungen sind keinesfalls rosig“, schwant ihm dann nichts Gutes. Echte Leader fallen aus. Im Detail: Dennis Tille (5. gelbe Karte), Housseb Rassil (beruflich verhindert), Marco Bovino (schon längere Zeit verletzt) und Can Ünal (immer noch verletzt). Soethe sorgt sich: „Wir müssen mal schauen, wie wir das Problem mit der Viererkette lösen, hier haben wir mit den fehlenden Spielern Dennis Tille und Housseb Rassil, die neben Maurice Grüttner spielen können, ein großes Loch.“ Auf den Positionen, die primär für das Toreschießen zuständig sind, gibt es Optionen. Beim heutigen Abschlusstraining wird ein offenes Casting angeboten, haben die einsatzfähigen Schützlinge die Möglichkeit, Eigenwerbung zu betreiben. Vielleicht kommt Soethe noch die eine oder andere schlaue Idee. Die Zielsetzung, die Richard Soethe ausruft, ist nachvollziehbar: „Wir wollen dem Gegner Paroli bieten und so zu einem interessanten Spiel beitragen, auch wenn Hiddesen/Heidenoldendorf durch die hervorragende Serie und den Lauf, inklusive Sieg in Schlangen, klarer Favorit ist“, ist im Fußball bekanntlich aber alles möglich.

 

Referee Andreas Steffen übernimmt in diesem Spiel die Leitung.

 

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. FC Fortuna Schlangen

(hk). Das war eine richtig schmerzhafte Niederlage. Vor heimischer Kulisse hätte der FC Fortuna Schlangen gegen den Verfolger SG Hiddesen/Heidenoldendorf eine Vorentscheidung herbeiführen können, doch verlor mit 1:2 – dies absolut verdient. Nun wartet der Tabellensechste SF Berlebeck/Heiligenkirchen auf die Schützlinge von Coach Uwe Hohnhold: „Wir gehen trotz der Niederlage letzte Woche gegen SG Hiddesen-Heidenoldendorf gestärkt ins Spiel in Heiligenkirchen“, gibt sich FC-Betreuer Jens Riepenhausen hoffnungsfroh. Warum denn? „Wir haben bis dato eine gute Rückrunde gespielt. Und trotz der Niederlage ist ja noch nichts entschieden.“ Er hat Recht, der neutrale Fußballfan ist den Schlängern in gewisser Hinsicht auch dankbar, haben diese doch für ein Hitchcock-Finale im Kampf um das Bezirksliga-Ticket gesorgt. Wie soll es denn gegen die Sportfreunde erfolgreich werden? „Wir müssen wieder mit mehr Mumm ins Spiel gehen und das umsetzen, was uns stark gemacht hat. Dann werden wir oben weiter dranbleiben.“ Auch Riepenhausen hat im Blick: Noch eine Niederlage und der Aufstiegstraum könnte zerplatzen wie eine Seifenblase. Die Sportfreunde möchten die Gäste nicht unterschätzen, denn: „Die zwei Siege der SF gegen unsere Mitkonkurrenten sind Warnung genug. Berlebeck/Heiligenkirchen hat gute Einzelspieler in ihren Reihen, die immer für Gefahr sorgen.“ Riepenhausen sieht einen Schlüssel zum Erfolg darin, die BHK-Offensive lahmzulegen, selbst früh zu pressen, die Gegenspieler unter Druck zu setzen. Über die Zweikämpfe wollen die Rennekamp-Jungs zum Erfolg kommen. „Wenn uns das gelingt, sind wir halt spielerisch so weit, dass wir Akzente setzen können“, kommt erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Hohnhold muss auf keinen Spieler in dieser so wichtigen Begegnung verzichten. Beim heutigen Abschlusstraining wird Klarheit herrschen, welche Akteure ein Kadermandat zugesprochen bekommen.

 

Für die Spielleitung ist Referee Cumali Colak zuständig.

 

RSV Hörste vs. SuS Pivitsheide

(hk). Wenn man wollen würde, könnte man zu Fuß gehen von Hörste nach Pivitsheide. Macht wohl eh keiner, aber auch Hörstes deutsch-portugiesischer Flügelflitzer Dennis Gerstenberg-Guerreiro stellt fürwahr fest: „Dieses Spiel ist natürlich ein ganz besonderes, alleine die Nähe zueinander macht es zu einem etwas anderen Spiel.“ Gut gespielt hat der Rasensportverein im Hinspiel, stimmte die Leistung, aber nicht das Ergebnis, fühlt sich Gerstenberg-Guerreiro mit seinem Team doch „deutlich“ unter Wert verkauft. Nachdem mit einem faszinierenden 4:0-Auswärtssieg der Klassenerhalt eingefahren wurde, Lokalrivale SuS Lage zudem in die B-Liga geschickt wurde, ist die Stimmung entspannter, die Trainingseinheiten auch, wie der Hörste-Kicker erklärt und beobachtet hat, „dass bei vielen eine Last abgefallen ist.“ Zudem zeigt er ein großes Interesse an einer Serientäterschaft: „Wir wollen natürlich die Euphorie und die positiven Ergebnisse auch als Anreiz nehmen, eine kleine Serie zu starten.“ Oliver Peters kann auf keinen Fall mitspielen, vielleicht muss auch Mattias Dick passen. „Für das letzte Heimspiel in dieser Saison wollen wir unseren treuen Anhängern ein Geschenk machen und die Sache mutig angehen“, würden sich die lautstarken Schlachtenbummler doch auch über einen Derbysieg gegen das viertbeste Team der Liga außerordentlich freuen.

 

60 Zähler in dieser starken A-Liga zu holen ist eine prächtige Leistung. Man hat sich mit dem vierten Platz die Champions League-Teilnahme gesichert, wenn man nicht in der Kreisliga spielen würde. Dennoch ist die Performance bemerkenswert, werden sie hinter dem Triumvirat Lügde, Hiddesen/Heidenoldendorf und Schlangen einlaufen, „was für uns ein großer Erfolg ist“, meint SuS-Kicker Daniel Wichmann. Sehr gut möglich, dass beide Teams druckbefreit aufspielen können, sind die Saisonziele doch bereits realisiert. Mit viel Spaß am Fußball soll den Zuschauern auf einem der am schönsten gelegenen Sportplätze in Lippe beste Unterhaltung angeboten werden. „Für uns geht es darum, eine super Saison sehr gut zu Ende zu bringen. Da jeglicher Druck weg ist, können beide Mannschaften befreit aufspielen, darauf freuen wir uns. Aber wenn man ganz ehrlich ist: An diesem Spiel ist nichts Besonderes dran! Wir wollen gewinnen, wie immer. Das wird Hörste auch wollen und deshalb gehen wir von einem umkämpften Spiel aus“, zeichnet es den Pivitsheider Taktgeber Daniel Wichmann aus, dass er nichts schöner schmückt als es tatsächlich ist. Die Younes-Jünger sieht Wichmann als eine „bissige Mannschaft“, die sich auch den „Klassenerhalt erkämpft hat.“ Mit dem Anpfiff müssen die Pivitker außerordentlich konzentriert sein, auch aus dem Berlebeck/Heiligenkirchen-Spiel lernen. Dort performte man ganz ordentlich, doch musste einem 0:2 hinterherlaufen. „Sowas soll uns nicht wieder passieren“, soll diese Einmaligkeit bleiben. Die Comeback-Qualitäten, es nach einem 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg zu drehen, haben es Wichmann angetan, ist dies doch ein Indiz für eine wahre Charakterstärke der SuSler. „Wir wollen Spaß haben und Fußball spielen“, ist die mögliche Erfolgsformel doch ganz simpel. Die Ausfälle im Team von Cheftrainer Carsten Skarupke sind allerdings zahlreich. Fänger Marcus Alf und Fußball-Artist Viktor Enns urlauben. Oliver und Niklas Petkau sind verletzt, auch Lukas Stölting, Dimitri Block oder Felix Klein fallen aus. Ein Schreckensszenario könnte zur bitteren Realität werden, befürchtet Daniel Wichmann doch: „Wir werden vermutlich mit elf Spielern anreisen müssen. Trotzdem wollen wir Gas geben und das Spiel gewinnen“, will er kein mögliches Motiv in Anspruch nehmen.

 

Lukas Homburg ist der Schiedsrichter in Hörste.

 

SG Brakelsiek/Wöbbel vs. TuS WE Lügde

(ab). „Lügde ist schon ein dickes Brett“, sagt Falk Weskamp voller Anerkennung für den kommenden Gegner. Aber: „Wir haben ja nichts zu verlieren und müssen nicht nach unten gucken, das macht es ein wenig angenehmer.“ Dennoch erwartet die SG niemand geringeren als den Tabellenführer: „Da alle jetzt punktgleich sind, kann sich keiner einen Patzer erlauben.“ Die SG will „auf jeden Fall versuchen, dagegenzuhalten und uns zu wehren.“ Was das Personal angeht kann Weskamp noch nicht sagen. „Normalerweise haben wir bis auf die Langzeitverletzten alle Mann an Bord.“ Und dann „mal sehen, vielleicht gelingt eine Überraschung.“

 

Auf die könnte Andreas Hoffmann mit seinem TuS WE Lügde getrost verzichten. Aber auch Hoffmann weiß: „Das wird kein Selbstläufer am Sonntag. Brakelsiek kann befreit aufspielen, haben sie die Klasse letztendlich doch sehr souverän gehalten.“ Dennoch ist die Zielsetzung klar: „Für uns gibt es zum jetzigen Zeitpunkt kein anderes Ziel als die drei Punkte und dafür werden wir Gas geben.“ Der Kader steht erst am Samstag. Sicher ist nur, dass Blum, Türkoglu, Jagalla und Thiele in den Kader zurückkehren.

 

Auch auf dem Sportplatz in Brakelsiek ist um 15.00 Uhr Anstoß. Michael Knöner ist der Spielleiter.

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