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Bezirksliga Staffel 2

Vorbericht 29. Spieltag 18/19 Bezirksliga 2

Die Spannung ist spürbar, es geht auf die Zielgerade. Oerlinghausen und Lemgo kämpfen um den Klassenerhalt.

 

TSV oder TBV? – Hör/Lie und „Junx“ sind mittendrin

Bezirksliga 2 (ab). Wird es ein Herzschlagfinale zwischen dem TSV Oerlinghausen und dem TBV Lemgo? Es läuft darauf hinaus. Die Ausgangslage für beide Kontrahenten könnte unterschiedlicher kaum sein. Der TBV Lemgo spielt auswärts beim bereits abgestiegenen SuK Canlar Bielefeld, drei Punkte sind hier Pflicht. Der TSV Oerlinghausen empfängt zu Hause den Gütersloher TV, der sich noch Hoffnungen auf den direkten Aufstieg bzw. auf Rang zwei macht. Kein leichtes Unterfangen. Ob noch weitere Teams zittern müssen, liegt auch in den Händen der SG Hörstmar/Lieme und des SV Eintracht Jerxen/Orbke. Denn mit Sende bzw. Friedrichsdorf sind die beiden verbliebenen Kandidaten auf den Abstieg im Lipperland zu Gast. Für den FC Augustdorf geht es gegen den VfB Schloß Holte, der auch noch auf den Aufstieg hofft. Den Aufstieg klar machen kann die Spvg Steinhagen. Mit einem Sieg beim SC Bielefeld 04/26 ist man durch.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

FC Augustdorf vs. VfB Schloß Holte

(ab). Nachdem der Klassenerhalt sichergestellt ist, hat sich der FC Augustdorf ein neues Ziel gesetzt. Trainer Matthias Heymann verrät es: „Wir sind hochmotiviert, in den letzten beiden Spielen gegen Schloß Holte und Steinhagen zu punkten und somit wie 2018 mindestens 39 Punkte zu holen.“ Zwar weiß Heymann auch zu gut, dass „diese beiden Teams harte Brocken“ sind, „aber wir haben schon in beiden Hinspielen gezeigt, dass wir mithalten können.“ Dem VfB unterlag man im Hinspiel durch ein Last-Minute-Tor noch mit 1:2. Für das Rückspiel stehen Heymann 20 bis 22 Spieler zur Verfügung. Er hofft auf zahlreiche Zuschauer: „Wir wollen den Zuschauern, vor hoffentlich großer Kulisse, einen würdigen Abschluss im letzten Heimspiel bieten. Die 650 Zuschauer vom letzten Spieltag gegen Schloß Holte aus dem Jahr 2015 werden es aber wohl nicht ganz werden.“

 

Den Direktaufstieg hat der VfB Schloß Holte wohl vor zwei Wochen mit dem 1:2 gegen den SC Bielefeld 04/26 verspielt, kurz nachdem Trainer Stefan Studtrucker vor die Tür gesetzt wurde. Nun geht es noch darum, Rang zwei vor dem punktgleichen Gütersloher TV abzusichern. Denn, wenn es in der Regionalliga West bei zwei westfälischen Absteigern bleiben sollte, bestreiten alle Tabellenzweiten der zwölf Bezirksligen Aufstiegsspiele. Einer aus zwölf heißt es dann.

 

Doch zunächst geht es nach Augustdorf. Dort ist um 15.00 Uhr Spielbeginn. Schiedsrichter ist René-Pascal Wagner aus Lübbecke.

 

TSV Oerlinghausen vs. Gütersloher TV

(ab). Dem TSV Oerlinghausen droht weiterhin der Super-GAU. Nachdem man seit Spieltag 15 über dem Strich steht, droht nun der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Der Trend zeigt in die falsche Richtung, aus den letzten fünf Liga-Spielen holte man nur einen einzigen Zähler. Und mit dem Gütersloher TV hat man einen Gegner, für den es selbst noch um etwas geht. Zudem hat der TBV Lemgo mit SuK Canlar Bielefeld den machbareren Gegner und könnte vorbeiziehen. Doch beim TSV Oerlinghausen wird man auch diesmal „wieder alles uns in der Macht stehende versuchen, um Punkte zu holen.“ Zwar spielt man gegen „eine Mannschaft, die das ganze Jahr eine brutale Qualität gezeigt hat und auch definitiv zurecht dort oben steht“, aber chancenlos sieht man sich bei den Bergstädtern absolut nicht. Zumal es personell wieder „etwas besser als die letzte Woche“ aussieht, wenn es auch trotzdem noch diverse Fragezeichen gibt, die endgültig erst am Sonntag über einen Einsatz entscheiden werden.

 

Für den Gütersloher TV geht es noch um Tabellenplatz zwei und mögliche Aufstiegsspiele für die Landesliga. „Wir versuchen, die beiden Spiele zu gewinnen“, so Trainer Jakob Bulut vor dem Gastspiel des bärenstarken Aufsteigers in der Bergstadt. „Wie schon zuvor gegen Wellensiek“, als man beim 2:2 aber nur einen Punkt holte. Im Hinspiel siegt der GTV mit 5:2. Dass das Rückspiel ähnlich torreich endet, glaub Bulut „eher nicht“: „Der TSV wird wohl darauf bedacht sein, die Null zu halten und uns auszukontern. Aber davon müssen wir uns freimachen, das Spiel hochseriös angehen und eine gute Leistung bringen. Deshalb liegt auch unser Hauptaugenmerk auf eine gesicherte Defensive.“ Man will nicht den Fehler machen und „den Gegner aufbauen und ihn einladen.“ Dass der TSV Oerlinghausen unten drin hängt, „kann Kräfte freimachen“, vermutet Bulut. Die Favoritenrolle liegt bei den Gästen, zu verschenken hat Gütersloh nichts: „Das Spiel wird ganz normal gespielt.“ Und das auf Seiten des Gütersloher TV mit dem identischen Kader wie in der Vorwoche. Auch Frederik Thumel, der nach Verletzung in der Vorwoche für zehn Minuten ran durfte, wird diese Saison nicht mehr auflaufen können: „Der Einsatz war eher kontraproduktiv“, so der Coach im Nachhinein.

 

Schiedsrichter Thorsten Echterling aus Höxter pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. SW Sende

(hk). Völlig befreit und ohne Druck aufzuspielen, das ist doch auch im Amateurfußball schonend für Körper und Geist. Beim Absteiger aus Jerxen/Orbke haben wohl schon vor einigen Wochen die Planungen für die A-Klasse begonnen, war in dieser Spielzeit doch von Anfang an der Tabellenkeller der bevorzugte Aufenthaltsort. Noch zittern muss der Gegner SW Sende, für den diese Partie an der Bundesstraße eine große Bedeutung besitzt. Sechs Punkte sind es für die Schwarz-Weißen auf einen Abstiegsrang, den aktuell der TBV Lemgo einnimmt. SVE-Obmann Hubert Orynczak blickt nun auf das erste Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten zurück: „Keine guten Erinnerungen gibt es zum Hinspiel, haben wir dieses knapp mit 2:3 verloren“, somit wichtige Punkte gegen einen direkten Rivalen um den Klassenerhalt aus der Hand gegeben. Welche Motivation verfolgen die „Junx“ in den anstehenden zwei Partien? „Auch wenn es für uns um nichts mehr geht, möchten wir uns in den letzten beiden Spielen anständig präsentieren und danach in die Sommerpause gehen, um mit frischem Elan in die nächste Saison zu starten. Punkte verschenken wir nicht“, will das Möller-Team sein Gesicht wahren. Ein Ziel wird es zudem sein, dass die Lipper nicht mit der roten Laterne im Gepäck den Gang in den Kreisfußball antreten müssen.

 

Vom gegnerischen Tabellenplatz möchte sich Sende-Trainer Jürgen Prüfer nicht aus dem Takt bringen lassen, ist er sich der anspruchsvollen Aufgabe eindeutig bewusst: „Wir erwarten ein sehr schweres und intensives Spiel.“ Seine plausible Erklärung: „Jerxen/Orbke hat sich ergebnistechnisch diese Saison oft unter Wert verkauft und etwas Lehrgeld bezahlt. Ich halte sie allerdings für eine spielstarke und schnelle Mannschaft.“ Dennoch möchte das Team aus dem Kreis Gütersloh mindestens einen Zähler einheimsen. Auf Lemke, Fröse, Mayer und Arnold wird er nicht setzen können. Weiterhin fällt zudem Güzel aus.

 

Hermann Brechmann leitet diese Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Jerxen/Orbke.

 

SG Hörstmar/Lieme vs. TuS Friedrichsdorf

(hk). Eine allgemein schleichende Lustlosigkeit in Bezug auf den Fußball hat SG Hörstmar/Lieme-Stürmer Tobias Fitz bemerkt, registriert er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Es wird Zeit, dass diese Saison endlich endet, die Luft ist wie bei vielen Mannschaften raus, weil es um nichts mehr geht.“ Das Heimspiel gegen den leicht abstiegsgefährdeten TuS Friedrichsdorf möchte Hör/Lie unbedingt gewinnen, wird dabei jedoch auf ein Sextett verzichten müssen. Mindestens. Erst am Spieltag selbst gibt es die frohe Kunde, welche Kicker spieltauglich sind – oder eben nicht. Was fällt Fitz zum Hinspiel ein? „Es gab ein unnötiges Unentschieden, wo wir einige Chancen liegen gelassen haben, das soll am Sonntag besser laufen.“ Interimstrainer Alexander Ritter hat seinen Fokus auf ein sicheres Kurzpassspiel gelegt, zudem das Ausspielen von Überzahlsituationen. „Mal schauen, was unsere grandiosen Anhänger davon am Sonntag auf dem Platz bestaunen dürfen“, zwinkert Fitz dem Zeilenknecht seines Vertrauens lässig zu.

 

Um 15.00 Uhr pfeift Niklas Skora dieses Aufeinandertreffen an. Schauplatz ist der Rasenplatz an der Magdeburger Straße in Hörstmar.

 

SuK Canlar Bielefeld vs. TBV Lemgo

(ab). Im Kellerduell hat der SuK Canlar Bielefeld einiges wiedergutzumachen. „Wir haben im Hinspiel derbe eine auf den Arsch bekommen“, erinnert sich Dario Scardino. Mit 2:7 unterlag man auf dem Jahnplatz. Aber: „Dadurch, dass Lemgo im Winter einige Abgänge zu verbuchen hatte, kann ich die Mannschaft ganz schwer einschätzen.“ Die Ausgangslage ist klar: „Für Lemgo geht es um alles und für uns um nichts. Wir können befreit aufspielen, aber mir fehlen etliche Spieler.“ Dennoch wird der Tabellenletzte alles geben: „Wir wollen das Spiel gegen Lemgo gewinnen.“

 

Von wollen kann beim TBV keine Rede sein, eher von müssen, sonst droht an diesem Spieltag bereits der Abstieg. Bei einer Niederlage des TBV Lemgo reicht dem TSV Oerlinghausen ein Punkt. Auch Ingo Sperlich stellt klar: „Das ist unser letzter Schuss. Wenn wir Sonntag verlieren, sind wir weg. Wenn wir gewinnen und Oerlinghausen verliert, sind wir punktgleich. Das wird ein ganz heißes Eisen.“ Sperlich warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Die haben nichts zu verlieren, können befreit aufspielen. Und gerade nach unserer Negativserie wird das kein einfaches Spiel.“ Beim TBV Lemgo greift man „nach dem Strohhalm, um drei Punkte mit nach Hause zu bringen. Das will man zwar jedes Wochenende, aber wenn man die Hoffnung aufrechterhalten könnte, wäre ein Sieg existenziell notwendig.“ Allerdings: „Wir haben keinen riesengroßen Kader mehr aufgrund der Vergangenheit, aber ich hoffe sehr, dass wir das gewuppt kriegen.“ Fehlen wird der gelbgesperrte Fabio Hildebrand. „Das tut weh, Fabio ist eine Bank. Wie bei Saliou letzte Woche merkt man so einen Ausfall.“ Alle anderen Spieler sind aber an Bord.

 

Der Gütersloher Unparteiische Thomas Schmidt leitet das Spiel. Um 15.00 Uhr ist Anstoß.

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