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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 30. Spieltag 18/19 B2 Lemgo

Es kommt am Samstag zur letzten Runde, ehe es in die lange Sommerpause geht. Die steht nun an. Lippe-Kick bereitet euch abschließend auf die acht Partien vor.

Der letzte Eindruck zählt

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Der finale Spieltag steht vor der Tür. Sämtliche Würfel sind gefallen. Die Liga nach oben verlässt der BSV Leese. Absteigen werden zwei Teams, die es sportlich sehr souverän geschafft haben, rangiert der TuS Asemissen III schließlich auf dem fünften Rang, der TSV Schötmar II an Position elf. Große Freude herrscht deshalb im Lager der Reservemannschaften aus Leopoldshöhe und Ahmsen, die sich als Profiteure erweisen, nunmehr für ein weiteres Jahr B-Liga Planungssicherheit haben. Es geht daher in der letzten Runde nur noch darum, einen guten letzten Eindruck zu hinterlassen, vielleicht tabellarisch etwas vorzurücken.

 

Von Henning Klefisch

 

Yunus Lemgo vs. TuS Lipperreihe II

Der feststehende Klassenerhalt und der Ramadan (Zuckerfest) haben dafür gesorgt, dass unter der Woche bei Yunus Lemgo nicht trainiert worden ist. Das Ersatzprogramm klingt lecker: „Wir haben uns auf Kaffee und Kuchen getroffen“, gibt Yunus-Coach Erhan Caliskan gegenüber Lippe-Kick einen interessanten Einblick. Da beide Teams völlig frei aufspielen können, es geht jeweils maximal um die Verbesserung von einem Tabellenplatz, hofft Caliskan auf einen „verletzungsfreien und schönen Samstag.“ Es könnte die eine oder andere Überraschung geben, was die Aufstellung betrifft: „Ich werde die Mannschaft komplett durchmischen und den ein oder anderen Mal auf einer anderen Position testen. Vielleicht ziehe ich mir selber auch noch mal die Schuhe an“, um dann mit seinen Spielern gemeinsam auf dem Platz zu stehen.

Ganz nach dem Geschmack von Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner ist die zeitige Anstoßzeit – bereits um 12.30 Uhr. Grundsätzlich gilt aber: „Bei Yunus ist es immer schwer zu spielen. Zum einen wegen des Rasens und zum anderen schlägt sich Yunus unter Wert. Sie haben gute, junge Spieler dabei und mit dem neuen Trainer auch wieder etwas Ordnung“, lobt er die Arbeit von Erhan Caliskan. Fast schon typisch für die bisherige Saison ist die Personalsituation, die einmal mehr sehr kompliziert ist. Erfrischend ehrliche Worte wählt Taverner bei Lippe-Kick: „Man weiß ja, wann man das letzte Spiel in einer Saison hat und dann ist es für mich als Trainer UNBEGREIFLICH, wenn man Absagen bekommt. Aber genau so war ja die komplette Rückrunde.“ Stammfänger Andre Spitzer schnuppert Lipperreiher A-Liga-Luft am Samstag. Ersatzfänger Marcel Schneegaß ist nicht vor Ort, weshalb Betreuer Michael „Gonzo“ Groth sich die Torwarthandschuhe überstülpt „nach gefühlten acht Jahren.“ Bitter: Die Gäste werden wohl gerade einmal exakt elf Kicker zusammenbekommen. Die Übungseinheiten unter der Woche waren ganz entspannt, bezeichnet Taverner diese als „ganz gut und locker.“ Für das abschließende Spiel hegt er den klaren Wunsch, dass sich keine Spieler der beiden Teams verletzen.

TuS Leopoldshöhe II vs. TuS Asemissen II

Irgendwie klar. Dass der Klassenerhalt auf sportlichem Weg klar verpasst worden ist, schmerzt dem TuS Leopoldshöhe II-Kicker Max Meckelmann enorm. Im Nachbarschaftsduell soll eine Reaktion erfolgen, wie Meckelmann via Lippe-Kick betont: „Gegen Asemissen II wollen wir noch einmal zeigen, dass wir trotz der Umstände unseres Klassenerhalts in diese Liga gehören. Entsprechend wird Asemissen nichts geschenkt.“ Das Zusammenspiel untereinander soll verbessert werden, möchte man das Derby „mit vollem Einsatz“ für sich entscheiden. Das Ziel ist einleuchtend: „Wir wollen uns das Bier bei der nachfolgenden Mannschaftsfeier auch verdienen.“ Dass die Asemisser ihrerseits alles in die Waagschale werfen, davon zeigt sich Meckelmann überzeugt. „Allerdings“, vertraut er auch dem 12. Mann, „bin ich mir sicher, dass wir mit der Unterstützung am eigenen Platz das Derby gewinnen.“ In das Spiel gehen die Hausherren mit kompletter Besetzung.

Alles hat irgendwann einmal ein Ende. Auch das Trainerdasein von Jascha Pistor beim TuS Asemissen II. Es gibt für ihn ein schönes Derby zum Abschluss, geht es zur Reserve des TuS Leopoldshöhe. Im Lippe-Kick-Gespräch gibt er zu: „Klar, es ist Freude, aber auch etwas Wehmut, da dieses Kapitel jetzt erstmal zu Ende geht. Die Jungs werden schon alle ihren Weg machen, da bin ich mir sicher“, obwohl die Saison mit dem achten Platz bisher nicht nach Wunsch verlaufen ist. Eine große Bedeutung besitzt für ihn aber auch, dass der Spaß nie zu kurz gekommen ist, haben die Spieler stets ihre beste Laune präsentiert, jeder so, wie es seinem Naturell entspricht. In der kommenden Woche möchte sich die Mannschaft noch einmal treffen, um eine epische Abschluss-Sause zu zelebrieren. Davor ist der Fokus aber eindeutig auf das Spiel in Leopoldshöhe ausgerichtet, können die Asemisser dorthin nur mit den letzten Mohikanern anreisen. Der Spieltag an Pfingsten ist dafür ursächlich, dass sich einige Kicker Urlaub genommen haben, daher ausfallen – neben den vier Verletzten. Dass die Mannschaftsstärke am Samstag nicht gerade exorbitante Ausmaße annimmt, stellt für ihn keine Tragik dar, geht es in diesem letzten Saisonspiel doch für beide Mannschaften nur noch um die Ehre. „Daher“, so sein abschließender Wunsch, „hoffe ich einfach auf ein schönes, faires letztes Abschlussspiel, in dem der Spaß im Vordergrund steht und sich keiner verletzt.“ Schließlich ist es für Pistor auch eine Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte, hat er in Leopoldshöhe einst vier Spielzeiten bestritten. Ausgerechnet dort geht seine Reise also vorerst zu Ende. Im Übungsbetrieb sind keine komplizierten taktischen Einheiten geprobt worden, auch wurde die Kondition nicht bis zum Erbrechen gedrillt. Vielmehr hat man es mit einem „lockeren Spielchen“ entspannt angehen lassen. Sein Wunsch ist klar: „Schön wäre es natürlich, wenn der alte Kumpel Carsten Schulze nochmal das Tor hütet, dann würde ich mich eventuell auch nochmal einwechseln, um noch eine Bude zu machen.“ Dies wäre für ihn gleichbedeutend mit einem unvergesslichen Abschied.

TSV Schötmar II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Die Gegnerauswahl ist voll und ganz nach dem Geschmack vom neuen TSV Schötmar-Präsidenten Ersan Dargecit – zugleich TSV II-Capitano -, der urteilt: „Holzhausen/Sylbach ist eine sympathische Truppe und die Spiele laufen immer fair ab.“ Der große Druck ist raus. Die TSG Holzhausen/Sylbach wird unabhängig vom folgenden Ergebnis auch am Saisonende den dritten Rang belegen. Die Schötmaraner Reserve kann in ihrem vorerst letzten Spiel immerhin noch auf den zehnten Platz klettern. Dargecit ist der Ansicht: „Ich denke, es wird einfach ohne großen Aufwand Fußball gespielt, mit dem Hauptziel, einfach nur Sport zu machen“, dies noch an der frischen Luft. Eine motivierende Maßnahme: „Jedoch möchten wir im letzten Spiel der Saison natürlich als Sieger vom Platz gehen, gerade vor den eigenen Zuschauern“, die von den beiden TSV-Mannschaften in dieser Saison nicht gerade häufig Fußball mit Verwöhnaroma zubereitet bekamen. Was kann Dargecit über Holzhausen/Sylbach sagen? „Uns ist bewusst, dass Holzhausen eine gut eingespielte Truppe ist und sie spielen schon länger zusammen. Sie haben eine starke Offensive, wenn du da nicht aufpasst und zu viele Fehler machst, kann es ganz schnell passieren, dass du in 90 Minuten komplett abgeschossen wirst“, soll dies mit einer konzentrierten Defensivleistung aber verhindert werden. Er sieht durchaus Möglichkeiten für die eigene Erfolgsperspektive: „Je offensiver sie spielen, umso mehr Lücken ergeben sich aber in der Defensive. Das haben wir im Hinspiel gut ausgenutzt und wollen es auch dieses Mal tun“, erwartet er viele Treffer in diesem Aufeinandertreffen.

 

TuS Asemissen III vs. FC Union Entrup

Auf die Langzeit-Pflegefälle Philip und Marcel Plaschke, Marcel Schilbert, Michael Sedlaczek und Marius Nagel wird Florian Meerkötter ebenso in seinem letzten Spiel als Asemissen III-Coach verzichten müssen. Zusammen mit Frank Gemmecke coacht er in der kommenden Spielzeit die Asemisser Zweitvertretung. Aus privaten Gründen können Christoph Nagel und Niklas Suchy dieses letzte Heimspiel auch nicht bestreiten. 18 Kicker sind aber wohlauf, stehen Meerkötter zur Verfügung. Mutmaßlich, denn das Mitwirken von einem Duo ist derzeit noch nicht vollends geklärt. Wie bewertet er die Unioner? „Mit Entrup erwartet uns eine kampfstarke Mannschaft, gegen die wir körperlich dagegenhalten müssen. Das Hinspiel in Entrup war sehr ausgeglichen.“ So hofft er, dass im Rückspiel der Kunstrasen als Vorteil dient. Er geht von einer Partie auf Augenhöhe zwischen den beiden Tabellennachbarn aus, soll sein langjähriges Wirken als Coach der Dritten mit einem Dreier und Rang fünf belohnt werden.

Künstliche Spannung oder einen unnötigen Druck möchte Union Entrup-Keeper Timm Lessow nicht erzeugen, sagt er doch im Lippe-Kick-Gespräch offenherzig: „Es geht quasi um nichts, außer Spaß zu haben und sich nicht zu verletzten. Für Asemissen III und auch für uns ist quasi keine Tabellenbewegung mehr möglich.“ Deshalb stand der Faktor Spaß auch beim Dienstagstraining in der Prioritätenliste ganz weit oben. Als positiv erachtet er: „Damit wir am Samstag auch stressfrei zu unserem Pfingstsportfest kommen, ist Asemissen III uns mit der Anstoßzeit entgegengekommen, vielen Dank!“ Es wird schon um 13.00 Uhr angepfiffen. Die Sehnsucht nach der Sommerpause ist enorm, auch die Neugierde auf die kommende Serie, weil: „Für uns ist es derzeit absolut unklar, in welcher Staffel wir nächstes Jahr antreten dürfen“, hängt dies sicherlich auch von den Absteigern aus der A-Klasse ab.

BSV Leese vs. TuS Lockhausen

Der Fachmann staunt, der Laie wundert sich, dass der BSV Leese schon wieder vor heimischer Kulisse spielt. Erst in der vergangenen Woche ist bekanntlich der SV Wüsten in Leese mit 3:2 bezwungen worden. BSV Co-Trainer Jan Plöger klärt im Lippe-Kick-Gespräch auf: „Erst einmal ein Riesen-Dankeschön an den TuS, dass sie der Spielverlegung zugestimmt haben und wir so ein zusätzliches Heimspiel haben, denn im Anschluss wird es eine Meisterfeier geben“, sind diese Argumente auch sehr gut nachvollziehbar. Die Achtung vor dem Gast ist erheblich, betont Plöger doch: „Lockhausen ist immer ein unbequemer Gegner. Lockhausen ist kämpferisch sehr gut und ich glaube, der Trainerwechsel hat auch nochmal neuen Schwung gebracht“, meint er die Inthronisierung von Trainerfuchs Stefan Braunschweig. Nach der feststehenden Meisterschaft und dem damit verbundenen A-Liga-Sprung nach 37-jähriger Abstinenz, haben es die Leeser deutlich entspannter angehen lassen. „Es wurde nicht besonders viel gemacht“, gibt Plöger unumwunden zu und verrät: „Mal schauen, was wir für eine Mannschaft ins Rennen schicken. Es werden wohl fünf bis sechs Stammkräfte nicht dabei sein“, bietet dies zugleich auch eine Chance für Nachrücker.

Nicht großartig trainiert hat der TuS Lockhausen, der im Kreisspiel im Modus fünf gegen zwei agiert, danach ein Abschlussspiel bestritten hat. „Das wird eine reine Jux-Einheit, ein Spaß-Spiel“, erklärt Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig vorab. Deshalb hat man auch allzu gerne das Heimrecht getauscht. „Mehr können wir dem Gegner nicht entgegenkommen“, teilt Braunschweig mit einem Schmunzeln im Lippe-Kick-Gespräch mit. Wie seine Kicker den drohenden Abstieg verhindert haben, ist aller Ehren wert. Die Positionen sollen vorab gelost werden, so ist der Plan. Auch Ex-Profi Stefan Braunschweig ist mittendrin in der Verlosung, sagt: „Meine Jungs haben gut gearbeitet. Vielleicht hat der eine oder andere Glück, dass er auf einer Position spielt, wo er besser spielt“, ergeben sich hier vielleicht neue Perspektiven. Sein Wunsch in Richtung des Kontrahenten: „Ich hoffe auch, dass die Leeser das als Freundschaftsspiel sehen.“ Philipp Bexten und Lars Sundermann fehlen aber.

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS Bexterhagen II

33 Punkte nach 29 Spielen und Tabellenplatz zehn, das sind die statistischen Werte der SG Hörstmar/Lieme II vor dem Abschlussspiel gegen den starken Aufsteiger aus Bexterhagen. Sogar der Sprung hinein in den einstelligen Tabellenbereich könnte glücken, wenn der TuS Lipperreihe II verliert, man selbst sein Spiel gewinnt. Im ungünstigsten Fall könnte die Spielgemeinschaft aber auch in der Tabelle vom TSV Schötmar II, vom TuS Lockhausen und vom SV Werl-Aspe II überholt werden. Dann wäre es nur Rang 13 im Endklassement.

Letzter Spieltag auch für den TuS Bexterhagen II – es geht auswärts zur SG Hör/Lie II. „Wir hätten zwar aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, werden allerdings einen netten Ausflug machen und mit einem Ohr beim Abstiegsendspiel unserer ersten Mannschaft sein“, gibt Coach Dennis Lütkehölter bekannt. So werden bei den Gästen einige Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt weniger gespielt haben. Außerdem werden wohl ein paar Spieler mit zum A-Liga-Spiel reisen, um dort für weitere Wechseloptionen zu sorgen. Lütkehölter erklärt: „Einige trainieren richtig gut, haben aber Spieler vor sich, die noch ein wenig besser sind. Nun werden wir da Einsatzzeiten verteilen, um nochmal eine entsprechende Wertschätzung auszudrücken.“ Im Anschluss soll es dann zum Saisonausklang ins Bexterhäger Sporthaus gehen. „Da feiern wir eine tolle erste B-Liga Serie, die mit dem siebten Tabellenplatz endet. Außerdem will ich auch gerne noch einen weiteren Sieg einfahren und den Klassenerhalt der ersten Mannschaft eingetütet wissen. Dann wird aus dem Saisonabschluss wohl eine wilde Partynacht“, sind die Wünsche auf Bexterhäger-Seite vielschichtig.

TuS RW Grastrup/Retzen vs. TuS Ahmsen II

Das Pfingstsportfest der Rot-Weißen aus Grastrup/Retzen wird am Sonntag seine Hochphase erleben. „Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt“, frohlockt RW-Kicker Niklas Prante, der sich in ausgesprochen großer Vorfreude vor dem Wochenende zeigt. Angenehmer für Körper und Geist hätte er es aber empfunden, wenn seine grundsätzlich fußballerisch hochdekorierte Mannschaft sich in einer besseren Position befunden hätte, vielleicht mit einem Ranking in den Top-Drei. Dies war aber mehr Wunsch als Realität, war die Personalmalaise von Grastrup/Retzen doch schon gewaltig in dieser Saison. Er gleitet in die Welt vom Konjunktiv ab: „Mit Ahmsen II wäre eine Mannschaft gekommen, die bis auf das Blut gefightet hätte. Das Publikum hätte sie auch gefordert, die Gladiatoren kämpfen zu sehen, wenn es für sie noch um etwas gegangen wäre“, lebt der Fußball aber im Tatsächlichen. Was Realität ist: Auf dem Zahnfleisch on Tour sind die Hausherren, die sich bekreuzigen werden, wenn der Abpfiff dieser Spielzeit erfolgt. Mehrere Akteure fehlen RW-Coach Martin Jedral auch am Sonntag. So viel Klarheit wie bei einem Blick durch ein Milchglas herrscht bei den Hausherren vor, was die Analyse über den Gegner TuS Ahmsen II betrifft. Man lässt sich überraschen. Was ihm jedoch bewusst ist: „Man hat auch sehr viel Glück gehabt, jetzt schon vorher raus zu sein, nicht mehr am letzten Spieltag kämpfen zu müssen“, können die Grün-Weißen völlig befreit aufspielen. Da dies für beide Teams gilt, rechnet Prante fest damit, dass viele Unterhaltungselemente bei diesem Spiel vor wohl zahlreichen Zuschauern präsentiert werden. „Es wird wohl kein Schienbein gebrochen, auch nicht auf den Knöchel getreten“, wünscht sich der Kult-Kicker viel Fairness, erwartet diese auch. Danach müsse man die Wunden lecken und die Mannschaftsfahrt in vollen Zügen genießen.

Sehr interessiert beobachteten es die Akteure des TuS Ahmsen II, dass der TuS Asemissen III und der TSV Schötmar II freiwillig auf das Startrecht in dieser Liga verzichten. Der Klassenerhalt ist trotz des sportlichen Verfehlens gebongt worden. Nun gehen die Ahmser mit einem ganz simplen Anspruch in das finale Spiel: „Wir wollen die Saison mit einem vernünftigen Auftritt zu Ende bringen und ein ansehnliches Spiel zeigen“, dies sagt Spielführer Daniel Pehlert. Daniel Brinker, Christian Kowalewski, Roman Arent, Kevin Rausch, Kevin Buchmann, Marcel Übbing und Harry Ziske müssen allesamt passen. Was wurde im Übungsbetrieb denn so exerziert? „Im Training ging es darum, die Laune positiv zu halten, viele Kleinigkeiten im spielerischen Bereich zu verbessern, damit wir wieder zu den einfachen Mitteln finden und sie beherrschen, um zu unserem Spiel zu finden“, soll die schwierige Saison für den Aufsteiger mit einem Lächeln enden.

SV Wüsten vs. SV Werl-Aspe II

Sein Abschlussspiel als Trainer beim SV Wüsten bestreitet Sebastian Milde gegen den Nachbarverein SV Werl-Aspe II. Zur neuen Serie zieht es Milde bekanntlich zum B1-Vertreter FC Donop/Voßheide. Mit ganz viel Herzblut ist er Coach beim SVW gewesen, hofft nun auf einen erfolgreichen Abschluss. „Es war mir eine Ehre, für Wüsten als Trainer zu arbeiten“, erklärt Milde im Lippe-Kick-Gespräch, will er sich bei allen Kickern bedanken, die bei den Wüstenern in den ersten beiden Mannschaften aktiv gewesen sind während seiner Ägide. Speziell die Leistungen beim letztjährigen LZ-Cup haben es ihm besonders angetan, erinnert er sich zudem an viele bemerkenswerte Spiele in der Liga zurück. „Ich möchte mich bei der Mannschaft und beim Verein bedanken. Es war sehr, sehr schön.“ Ohne viel Stress ist die Trainingswoche abgelaufen, gab es am Donnerstag eine Übungseinheit, wo munter drauflos gezockt worden ist. Danach wurde entspannt gegrillt. Auch nach dem Abschlussspiel am Samstag ist Ähnliches geplant. Dezent verbessert hat sich die Personallage, steht Spielführer Kay Peikert nunmehr wieder im Kader, nachdem er ausgesprochen lange verletzungsbedingt ausgefallen ist. Seine Spielzeit soll mutmaßlich auf nur zehn bis 15 Minuten dosiert werden. „Er wollte unbedingt unter meiner Leitung spielen“, berichtet Milde im Lippe-Kick-Gespräch, freut sich darüber explizit. Der frisch vermählte Bastian Meißner befindet sich im Urlaub, beglückwünscht Lippe-Kick dem Führungsspieler zur Hochzeit an dieser Stelle. Berien Hassan und Mahsum Önen können verletzungsbedingt nicht mitwirken. Das Ziel für das Spiel: „Wir wollen voll auf Sieg spielen, wollen uns richtig gut präsentieren“, soll das Wirken von Milde mit einem positiven Resultat beendet werden.

Zurzeit läuft es darauf hinaus, dass Christian Kärmer und Viktor Schneider ausfallen. Dennis Haugk urlaubt, bei einigen anderen Spielern fehlt noch die Rückmeldung, ob sie bis Samstag einsatzfähig sind. Nach seiner Verletzungsabstinenz soll Manuel Kleinschmidt mit einem Einsatz beglückt werden. Werl-Aspe II-Abwehrspieler Marius Grimm sagt über den Kontrahenten: „Wüsten hat eine grandiose Hinrunde gespielt, leider dann aber nach der Winterpause einige Male gepatzt und so die Führung hergegeben“, ist die Vizemeisterschaft daher letztlich ein verdientes Endresultat für den Klub aus dem 3.700 Einwohner-Ort in der Nähe von Bad Salzuflen. Den besonderen Ansporn bestätigt Grimm, wenn er den gegnerischen Trainer ins rhetorische Visier nimmt: „Sebastian Milde bestreitet am Samstag sein letztes Spiel für Wüsten und will noch einmal zeigen, dass Wüsten zu den Top-Teams gehört. Sie werden motiviert und ambitioniert in die Partie gehen. Ich hoffe, dass wir das auch werden“, nachdem der Klassenerhalt geschafft ist. Vielleicht können die Asper auch den so wichtigen Aufwind nach dem charakterstarken 4:4 gegen Grastrup/Retzen mitnehmen, lag man schließlich gegen den Nachbarverein bis in die Schlussphase hinein bereits mit 1:4 in Rückstand.

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