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Bezirksliga

Kreispokal-Endspiel-Lemgo – Der Vorbericht

Klassenerhalts-Freude trifft Abstiegsfrust. Das ist die Ausgangslage vor diesem Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Oerlinghausen und dem TSV Kirchheide. Lippe-Kick hat hier die Vorbereitung mit einem schönen Vorbericht im Angebot.

„Die Favoritenrolle liegt natürlich bei uns“

 

Kreispokal-Finale Lemgo 2019 (hk). Der Titel im Lemgoer Kreis-Pokal winkt und damit automatisch der Sprung in den Westfalen-Pokal. Der gastgebende TSV Oerlinghausen hat mit einem positiven Erlebnis die Bezirksliga 2-Spielzeit beendet, packte die Mannschaft von Coach Miron Tadic doch den Klassenerhalt. Viel gegensätzlicher könnte die Stimmungslage beim TSV Kirchheide nicht sein, ist man doch nach einem 2:2 bei der SG Bentorf/Hohenhausen in die B-Liga abgestiegen. Klar ist: Ein Finale muss nur gewonnen werden. Schon wenige Augenblicke nach dem Spiel stellt keiner mehr die W-Fragen.

 

Von Henning Klefisch

 

TSV-Co-Trainer Jan Rüter gibt via Lippe-Kick zu: „Die letzten Wochen waren sehr kraftaufreibend, gerade solche Spiele wie gegen den Gütersloher TV (4:1) oder Hicret Bielefeld (3:1) haben sehr viele Körner gekostet.“ Aus diesem Grund ist die Trainingsbelastung etwas dosiert worden, möchte man mit der so wesentlichen Kraft künftig vernünftig haushalten. Trotzdem haben sich die Bergstädter seriös auf diese Begegnung vorbereitet, will man am Ende etwas in die Höhe stemmen, den Sprung Richtung Westfalen-Ebene in diesem Wettbewerb schaffen. Dass beide Teams verdientermaßen den Einzug in dieses Finale geschafft haben, steht für Rüter völlig außer Frage, sagt er schließlich auch über den Gegner: „Wir haben Respekt vor Kirchheide, sie

Jan Rüter

haben gegen Hörstmar/Lieme gewonnen, was uns in der Saison in zwei Spielen nicht gelungen ist. Aber die Favoritenrolle liegt natürlich bei uns. Wenn ich da was anderes sagen würde, würde man mir das eh nicht glauben“, könnte er damit Recht haben. Das Spiel in der heimischen Arena am Kalkofen ist ein Segen, zählt Jan Rüter die Vorteile doch kurz auf: „Wir kennen die Abläufe, die Kabinen, den Platz.“ Die Tatsache, dass die beiden Finalisten aus einem völlig unterschiedlichen Rhythmus kommen, bewertet Jan Rüter, dies klar und gut nachvollziehbar: „Ich finde den Zeitpunkt des Spiels nicht fair. Ganz unabhängig davon, ob uns das zugutekommt. Wir hatten seit zwei Wochen kein Spiel und Kirchheide kämpft zwei Tage vorher noch um den Klassenerhalt, für die geht es da um alles. Und zwei Tage später sollen die dann noch ein Finale spielen? Das gibt es nicht mal bei den Profis, dass man samstags in der Liga spielt und am Montag noch ein Pokalspiel hat.“ Der mögliche Alternativ-Vorschlag: „Man hat über das Jahr gesehen genug Feiertage, wo man das Finale hätte spielen können. Vielleicht könnte man auch den ganzen Kreis-Pokal mal umstrukturieren, die Termine neu verteilen. Für die Bezirksligisten ist es einfach suboptimal mit zwei Wochen Pause. Den Spannungsabfall im Training merkt man einfach, da ist man nicht hundertprozentig mit dem Kopf bei der Sache, das ist ganz normal.“ Tadic und Rüter können beinahe ihr komplettes Team einsetzen. Einzig das Mitwirken von Nico Zünd ist noch unklar, hat dieser sich bei der Übungseinheit am Dienstag eine leichte Verletzung zugezogen. Beachtlich: 20 Kicker haben sich beim Training unter der Woche um ein Startelf-Mandat für den Pokal-Kracher beworben.

Die Abstiegspille liegt dem TSV Kirchheide noch schwer im Magen, muss dieser Niederschlag zunächst einmal verkraftet werden. Um dies auszutherapieren, bietet sich an, wieder schnell zu kicken. Das Finale dient als perfekte Ablenkung. TSV-Trainer Andre Plaß betont: „Ein Finale ist immer was

A. Plaß

Besonderes. Das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun“, will er Liga und Pokal nicht miteinander vermischen. Und: „Vor einer großen Kulisse und eventuell im Westfalenpokal zu spielen, sollte jedem Fußballer nochmal einen Motivationsschub geben.“ Möchte Plaß etwas über den klassenhöheren Rivalen sagen? Eher nicht, sagt er doch konkret: „Über den Gegner und deren Aussagen vorm Finale möchte ich mich nicht äußern.“ Immerhin: „Oerlinghausen II ist der Favorit in diesem Finale.“ Welche Kicker tatsächlich mitspielen können, ist noch nicht geklärt, sind doch einige Kicker nach gestern noch angeschlagen.

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