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Best of Lippe-Kick

Best of Lippe-Kick 2019 – Lemgo holt sich den Pott!

Lemgo wollte den Pokal, Lemgo hat den Pokal. Im vierten Anlauf holt Team Lemgo den ersten Sieg beim Best of Lippe-Kick. Hier ist der Rückblick.

 

Traczuk, Dreskrüger, Löwen, Böke – Lemgo siegt!

Best of Lippe-Kick (ab). Was für Emotionen bei Team Lemgo! Nicht erst nach dem Schlusspfiff, schon während des Spiels kennt die Freude keine Grenzen mehr. Das Team Lemgo B- & C-Liga hat es geschafft. Im vierten Anlauf wird Team Detmold besiegt. Der Dreifach-Sieger muss sich erstmals geschlagen geben. 5:2 heißt es am Ende für die Hansestädter.

 

Dabei wirken beide Teams zunächst noch ziemlich nervös, spielen hektisch und ungenau, viele Fehlpässe dominieren die Anfangsphase. Dann aber finden die Mannschaften zu ihrem Spiel, Lemgo noch etwas besser als Detmold. Den ersten Annäherungsversuch an das Tor gibt es nach einer Ecke, als Patrick Traczuk (SV Wüsten) den Ball aber nur über das Tor köpfen kann. In der Folge bleibt Lemgo auch das aktivere Team, Detmold kann sich nur selten mal nach vorne arbeiten. Wenn, dann aber richtig gut. Aus der Distanz versucht es Jürgen Bolinger (FSV Pivitsheide), scheitert aber am guten Fänger Luca Sievert (SV Wüsten), der den Ball zur Ecke um den Pfosten lenkt. Die Ecke verpufft aber. Das Engagement, das Lemgo dann wieder an den Tag legt, wird weiterhin nicht belohnt. Julian Dreskrüger (ebenfalls SV Wüsten) tankt sich durch die gegnerische Defensive, lässt mit seinen Finten den ein oder anderen Gegenspieler stehen, der letzte Pass kommt aber zu ungenau. Nach dem Spielverlauf wäre eine Lemgoer Führung nicht unverdient gewesen. Die fällt stattdessen auf der anderen Seite. Detmold kann sich ungehindert nach vorne kombinieren, Kai Gast (SG Sabbenhausen/Elbrinxen) wird rund 20 Meter vorm Tor nicht angegriffen, was der Torjäger mit einem platzierten Schuss ins untere Eck mit dem 1:0 für Detmold bestraft.

 

Detmold verdient sich die Führung – Aber Lemgo schafft den Ausgleich

Der Rückstand bringt Lemgo gehörig ins Wackeln, von der anfänglichen Spielfreude ist zunächst nichts mehr zu sehen. Detmold verdient sich die Führung, ist nun bessere im Spiel und hat durch Marvin Dück (CSL Detmold), der insgesamt ein richtig starkes Spiel gemacht hat, die Chance auf das 2:0. Doch Lemgo rappelt sich wieder auf und kommt zurück ins Spiel. Pascal Oberwinter (TBV Jahn Alverdissen) spielt einen feinen Pass auf rechts, wo sich Patrick Traczuk gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und trocken mit einem satten Schuss in die Tormitte das 1:1 erzielen kann. Lemgo ist wieder im Spiel und will noch vor der Pause nachlegen, Oberwinter hat aus 16 Metern die Chance, verzieht aber knapp.

 

Detmold wackelt und fällt

In der Kabine haben die beiden Trainer Sebastian Milde (SV Wüsten) und Norman Dinkelbach (RSV Schwelentrup) offenbar die richtigen Worte gefunden, Team Lemgo kommt mit viel Elan auf den Platz zurück. Detmold scheint zunächst etwas beeindruckt. Ein feines Zuspiel von Oberwinter in den Lauf von Traczuk kann dieser nicht verwerten, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt Keeper Andre Swoboda (BSV Müssen; kam für Sascha Heidkemper (FSV Pivitsheide)) bleibt Sieger im Eins-gegen-Eins. Lemgo ist nun tonangebend, kann aus seinen Chancen aber noch nichts machen, was sich beinah wieder rächt. Denn auch Detmold hat seine Möglichkeiten, Jan Kemmler trifft mit einem Schlenzer die Latte, eine Doppelchance können Louis Klingenberg (TBV Jahn Alverdissen) und Eduard Löwen (RSV Schwelentrup) nur mit beherztem Eingreifen blocken. Doch dann belohnt sich Lemgo für sein gutes Spiel. Julian Dreskrüger tankt sich auf der linken Seite durch und erzielt mit einem Schuss ins lange Eck das verdiente 2:1 für die Hansestädter. Nur wenige Augenblicke später ist erneut Dreskrüger auf mit dem 3:1 zur Stelle. Der Jubel kennt jetzt schon keine Grenzen mehr, Sebastian Milde hält es nicht mehr an der Seitenlinie, sprintet über den Platz zum Doppel-Torschützen.

 

Löwen und Böke machen den Sack zu

Detmold gibt sich aber noch nicht geschlagen, hat die Chance zum Anschlusstreffer. Kai Gast versucht es erneut aus der Distanz, aber Torhüter Timo Menkhoff (TSG Holzhausen/Sylbach) lenkt den Ball mit den Fingerspitzen noch an die Latte. Die Entscheidung fällt kurz darauf, als Eugen Löwen (RSV Schwelentrup) nach einem schönen Zuspiel die Nerven behält und den Ball an Swoboda vorbei ins Tor befördert. Pascal Oberwinter trifft dann noch einmal den Pfosten, nach einem Konter und einem gekonnten Lupfer über Swoboda hinweg macht Lukas Böke (BSV Leese) endgültig alles klar. Für Detmold reicht es nur noch zum 2:5 durch Kai Gast.

 

Zusammenhalt ausschlaggebend

Und dann kennt der Jubel keine Grenzen mehr, Lemgo siegt erstmals beim Best of Lippe-Kick. Egal, welchen Spielern man nach dem Spiel gefragt hat, ausschlaggebend war der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. So hörte man mehrfach den Satz „Es war, als würde man schon ewig zusammenspielen.“ Sebastian Milde und Norman Dinkelbach haben offenbar die perfekte Mischung gefunden. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass Team Detmold bei Weitem nicht so unterlegen war, wie das Ergebnis am Ende aussagt. Auch Sven Großmann (SG Sabbenhausen/Elbrinxen) und Sören Müller (SuS Pivitsheide II) hatten ihre Truppe gut auf- und eingestellt, aber auch Großmann muss nach dem Spiel ehrlich zugeben, dass „Lemgo das einfach besser gemacht“ hat. Den Siegerpokal bekommt Kapitän Fabian Schneider (SG Extertal/Laßbruch/Silixen) auf dem Balkon des Vereinshauses vom FSV Pivitsheide überreicht. Als Spieler des Spiels wird Doppeltorschütze Julian Dreskrüger ausgezeichnet. Lippe-Kick gratuliert recht herzlich.

 

Milde: „Die Mischung hat gepasst“

Sebastian Milde ist auch am Tag nach dem Spiel noch geflashed: „Wir haben auf jeden Fall hochverdient gewonnen, waren in der ersten Halbzeit etwas am schwimmen, haben aber die richtigen Hebel gezogen und auch in der Höhe verdient gewonnen. Hervorzuheben ist der Mannschaftsgeist, das war extrem stark. Wir haben uns schon um 12 Uhr getroffen, waren noch Kaffee trinken und ein kleines Stück spazieren, um uns nochmal zu sammeln. Die Mischung in der Mannschaft hat einfach gepasst. Den Teamgeist muss man so krass hervorheben, das ist eine ganz besondere Mannschaft.“ Und die wird so auch weiter in Kontakt bleiben. Ohnehin wird man sich unter der Saison treffen, wenn man in der Liga aufeinandertrifft. Dinkelbach und Milde werden sich auch mit ihren Vereinen aus Schwelentrup und Donop/Voßheide duellieren. Und Norman Dinkelbach, der Ende März 2020 das 40. Lebensjahr erreicht, hat bereits die gesamte Mannschaft zu sich eingeladen. „Das zeigt, was man mit dem Teamgeist erreichen kann“, meint Milde weiter. „Aber auch spielerisch war das einmalig, einfach stark. Und was nach dem Spiel noch gelaufen ist, wie die Jungs gefeiert haben, wie stolz sie waren, dass Norman und ich sie trainiert haben, das kann man nicht in Worte fassen.“

 

„Pipi in den Augen“

Als sich Sebastian Milde dann am morgen nach dem Spiel nochmal die Bilder und Videos des Spiels und der anschließenden Party angeguckt hat, bleibt kein Auge trocken. „Da hatte ich schon ein bisschen Pipi in den Augen. Wir können das noch gar nicht richtig fassen, aber wir haben den Pott nach Lemgo geholt und ich hoffe, dass die nachfolgenden Mannschaften daran anknüpfen können, damit der Pott mal ein paar Jahre in Lemgo bleibt.“ Zu guter Letzt richtet Milde seinen Dank an Mitstreiter Norman Dinkelbach: „Das war schon ein bisschen beängstigend, wir gut wir zusammen agiert haben. Wir haben und wegen der Aufstellung nicht abgesprochen, haben uns am Samstag nochmal eine ¾ Stunde zusammengesetzt und hatten zu 95% die gleiche Aufstellung. So eine gute Zusammenarbeit ist schon eine Sache für sich. Es ist schwer, zwei Trainer zu finden. Beide haben verschiedene Ideen, aber wir haben immer gute Kompromisse gefunden und waren schnell einer Meinung.“ Das größte Lob geht aber an die Mannschaft, „die den Traum wahr gemacht hat. Ich bin mega stolz.“

 

Dank an das Schiri-Trio

Ein großer Dank geht auch an das Schiedsrichter-Trio Sebastian Fischer, Imdat Yumusak (beide FSV Pivitsheide) und Andrew Wilson (SuS Pivitsheide), die ihre Sache mit Bravour und groß aufzufallen gemeistert haben. Herzlichen Dank nochmal an dieser Stelle.

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