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Kreisliga C2 Lemgo

TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II – Mit Elan und Neuzugängen im Angriffsmodus

Der TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II ist in die Saisonvorbereitung gestartet und will im kommenden Spieljahr ganz oben mitspielen. Das eine Wort will aber niemand in den Mund nehmen.

 

Konkurrenzkampf innerhalb des Teams ist groß

Kreisliga C2 Lemgo (ab). Am vergangenen Sonntag bat Timo Drechshage seine Mannschaft zum Trainingsauftakt. Volles Programm war angesagt, was doch den ein oder anderen Spieler erstaunt dreinblicken ließ. Die Anforderungen sind hoch, das Saisonziel auch. Man will hoch hinaus, über den Aufstieg spricht offiziell aber zumindest niemand. Die Neuzugänge sorgen dagegen für zusätzlichen Konkurrenzkampf, besonders in der Defensive.

 

O.R.v.l.: Chris Möller, Trainer Timo Drechshage, Luca Schuckmann
U.R.v.l.: Niklas Prante, Sören Bertram, Nick Rüger

Denn dort spielen sowohl Sören Bertram als auch Nick Rüger, die beide vom Herforder C1-Meister TV Elverdissen II zu den Rot-Weißen wechseln, vornehmlich. Der „wunde Punkt“, wie Drechshage die Defensive seiner Elf bezeichnet, soll unter anderem mit beiden, die sowohl innen als auch außen agieren können, behoben werden. „Bei beiden war im Winter schon klar, dass sie im Sommer zu uns stoßen werden“, verrät Timo Drechshage. Aus der eigenen Jugend stößt mit Luca Schuckmann zudem ein weiterer Abwehrspieler dazu. Alle drei sollen für „mehr Stabilität“ im Abwehrbereich sorgen und „die Konkurrenzsituation innerhalb der Verteidigung“ anheizen. Für die Offensive hat man einen „Glücksfall“ an Land ziehen können. Chris Möller war zuletzt wegen einer Verletzung außer Gefecht gesetzt, „spielte aber schon Bezirks- und A-Liga und auch noch höher“, so der Coach, der aber aus gutem Grund nicht näher ins Details gehen möchte. Möller ist offensiv flexibel einsetzbar, kann innen aber auch außen spielen. „Ich will mir im Training erstmal ein Bild von ihm machen“, so Drechshage. „Aber offensiv haben wir uns noch einmal verstärkt.“ Denn dort wird vermutlich auch Niklas Prante zum Einsatz kommen. Zuletzt zählte er eher zur ersten Mannschaft, war aber auch lange verletzt und will über die zweite Mannschaft wieder Spielpraxis sammeln. „Er war letzte Saison schon ein Riesen-Teil der Mannschaft, könnte auf der Sechs, aber auf jeden Fall zentral spielen“, so der Coach gegenüber Lippe-Kick. Insgesamt achtet Drechshage darauf, flexibel spielen zu lassen: „Kein Spieler soll sich auf nur einer Position festspielen. Man muss eh immer mal switchen, es fehlen immer mal Spieler.“ Auf der anderen Seite gibt es übrigens keinen einzigen Abgang zu verzeichnen, so dass die Rot-Weißen erneut mit einem richtig großen Kader in die Saison gehen können.

 

Zeichen für „gut funktionierende Mannschaft“

Das wertet Timo Drechshage als Zeichen für eine „gut funktionierende Mannschaft. Alle haben Spaß an der Sache, es ist eine Gemeinschaft zusammen gewachsen. Der Geist in der Kabine ist gut, jeder fühlt sich wohl. Sportlich entwickelt sich die Mannschaft immer weiter.“ Und das ist notwendig, wenn man die gesetzten Ziele erreichen will. Offiziell ist das Wort „Aufstieg“ tabu, aber wenn man Drechshage zuhört, weiß man, was er will: „Von oben kommt keiner runter, der um den Aufstieg mitspielt, wir haben keine Übermannschaft mehr in der Liga. Wenn ich Platz drei oder vier als Ziel ausrufe, wird uns das keiner mehr abnehmen. Wir haben uns nochmal verstärkt. Das eine Wort will ich aber nicht in dem Mund nehmen. Wir wissen allerdings auch, was alles dazu gehört. Man darf sich keine Schwäche erlauben, jedes Spiel müssen wir so angehen, als wäre es das wichtigste der Saison. Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen, müssen jetzt zeigen, dass wir aus den Fehlern der letzten Saison gelernt haben. Und bei Erfolg ist auch die Laune in der Mannschaft gut.“ Trotzdem wird es innerhalb des großen Kaders harte Entscheidungen geben: „Ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht jedem Recht machen werde. Aber alle müssen was investieren. Wer hohe Ziele hat, muss mehr tun als die anderen.“

 

Stolz auf Auswahlspieler

So wird von Tag 1 der Vorbereitung an hart gearbeitet. In Sachen System und Spielweise wird sich aber nicht viel ändern: „Wir haben Spieler dazu geholt, die zu uns passen. Man sagt uns eine aggressive Spielweise nach, den Schuh wollen wir uns aber nicht anziehen. Wir wollen gewinnen, wir wollen Tore schießen, ich werde die Jungs immer heiß machen und Leidenschaft vorleben. Aber man muss nach jedem Spiel jedem noch ins Gesicht blicken können.“ Abschließend wirft Timo Drechshage noch einen Blick zurück auf das diesjährige Best of Lippe-Kick: „Wir haben uns für Pablo [Florian Perner; Anm. d. Red.] gefreut. Dass so einer ins Team kommt und das Spiel dann auch noch gewinnt, macht mich als Trainer sehr stolz. Das ist eine Ehre. Die Mannschaft steht voll dahinter, da gibt es auch keine Missgunst. Der ganze Kader gehört dazu. Das war ein krönender Abschluss der Saison.“ Und am Tag danach ging es für Perner & Co. In Retzen voll zur Sache. Für das eine Ziel, das keiner laut aussprechen will.

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