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2. Runde

Kreispokal Lemgo – Vorbericht 2. Runde

Tod oder Gladiolen. Raus oder weiter, Lippe-Kick hat die perfekte Vorbereitung für die Kreispokalspiele aus dem Lemgoer FuL-Kreis.

Milde hofft auf positive Standortbestimmung

Kreispokal Lemgo (hk). Zu 16 Partien kommt es in der zweiten Runde vom Lemgoer Kreispokal. Den Opener gibt es am heutigen Abend, wenn sich die Spielgemeinschaften aus dem Extertal und dem Kalletal bespielen. Den Abschluss bestreitet in einer guten Woche der Titelverteidiger TSV Oerlinghausen, der um 19.00 Uhr in der Fremde antreten muss. Der Kracher dieser Runde ist zweifelsfrei das Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte TBV Lemgo und RSV Barntrup. Dieses Duell zwischen Bezirksliga-Ab- und Aufsteiger findet inmitten von 13 Spielen am Sonntag statt. Anstoß ist am letzten Tag der Woche jeweils um 15.00 Uhr.

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SC Bad Salzuflen vs. TuS Brake

Für den SC Bad Salzuflen, der entgegen ursprünglicher Planungen doch auf Trainer Frank Biermann setzen kann (ein ausführlicher Bericht folgt kommende Woche), steht eine erste richtige Standortbestimmung an. Wo steht man nach dem Abstieg? Die Mannschaft ist kaum verändert worden, mit Necati Kezer und Stefanos Vasilaras haben nur zwei Stammspieler die Kurstädter nach dem Abstieg verlassen. Einige neue Kicker erhöhen die Auswahl für Biermann. „Wir wollen uns vernünftig verkaufen“, sagt er, kann aber „den Gegner nicht einschätzen.“ Klar, der Bielefelder hat sich im Kreis Lippe noch nicht wirklich umschauen können, auch für die Liga eine große Herausforderung. Die Vorbereitung auf die Saison „war so lala.“ Gegen den Liga-Konkurrenten geht man leicht favorisiert ins Spiel. Und „natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen“, macht Biermann dann auch klar, dass das Achtelfinale anvisiert wird.

 

Ein Freund vom nimmersatten Phrasenschwein ist ganz offensichtlich TuS Brake-Geschäftsführer Michael Berge, der völlig richtigerweise Lippe-Kick in den Notizblock diktiert: „Der Pokal hat immer seine eigenen Gesetze.“ Zum Kontrahenten aus Bad Salzuflen fällt es ihm spürbar schwer irgendwelche Einschätzungen abzugeben. Er weiß immerhin, dass sein Ex-Kicker Necati Kezer nicht mehr für den letztjährigen Bezirksliga 1-Vertreter aktiv ist. Die anderen Kaderveränderungen kann er nicht beurteilen. In der derzeitigen Urlaubszeit muss der neue und alte Coach Andreas Ridder auf einige wichtige Spieler wohl verzichten. Wie bewertet er die eigenen Neuzugänge: „Ich denke aber, dass wir uns mit unseren bescheidenen Mitteln schon verstärkt haben. Das Prinzip lautet ja auch bei uns unter anderem, auf die Jugend zu setzen“, sind diese Spieler schließlich noch formbar. Berge gibt einen Einblick, was in der bisherigen Übungsphase so getestet wurde: „In der Vorbereitung wurde natürlich Wert gelegt auf spielerische Akzente, Taktik etc., soweit es die Trainingsbeteiligung zuließ“, sind auch die allgemein wenig geliebten Konditionseinheiten in aller Ausführlichkeit durchgeführt worden. Akin Dogru urlaubt am Sonntag ziemlich lässig. Der restliche Kader steht dem neuen und alten Chefcoach Andreas Ridder vollends zur Verfügung.

 

Auf dem Rasenplatz an der Waldstraße ist Manfred Miske der Spielleiter um 15.00 Uhr.

 

TSV Schötmar vs. TBV Jahn Alverdissen

„Ich habe absolut gar keine Ahnung, was uns für ein Gegner erwartet“, wird es nicht nur für TSV-Präsident Ersan Dargecit eine große Überraschung am Sonntag-Nachmittag. „Dementsprechend können wir uns in keinster Weise auf den Gegner einstellen“, ist das allerdings kein allzu großer Nachteil, dem Gegner wird es schließlich ähnlich ergehen. Dargecit verrät: „Wir werden uns darauf konzentrieren, unser Spiel zu spielen und den Takt vorzugeben.“ Natürlich weiß man auch in Schötmar, „dass im Pokal andere Regeln gelten, da kann es ganz schnell zu bösen Überraschungen kommen, wenn man nicht aufpasst.“ Genau das soll aber am Sonntag verhindert werden. Fehlen werden die urlaubenden Burak Saka, Burhan Saka und Fitim Haxhimusa.

 

Die Gäste aus Alverdissen, die mit einem 2:1 beim TuS Almena in die zweite Runde eingezogen sind, gehen als „klarer Außenseiter“ in die Partie, wie Betreuer Tim Rose meint. Über den Gegner kann er wenig sagen, „mit dem TSV hatten wir bisher keinen Kontakt. In den letzten Jahren hat Schötmar immer in höheren Ligen gespielt und wie bei Lippe-Kick zu lesen war, haben sie sich nach dem Abstieg neu aufgestellt und namhaft verstärkt.“ So sieht man das Spiel beim TBV Jahn „als zusätzlichen Test gegen einen starken Gegner vor dem Ligastart.“ Natürlich will man sich „so gut es geht verkaufen. Wenn wir einen Sahnetag erwischen, ist eventuell ja sogar eine Sensation möglich.“ Allerdings muss man nach dem Spiel am Donnerstag möglicherweise auf den ein oder anderen angeschlagenen Spieler verzichten. Definitiv fehlen wird Marvin Rust, Doppeltorschütze am Donnerstag, der sich im Training am Freitag schwer verletzt hat. Lippe-Kick wünscht gute Besserung. Ein herber Verlust für Alverdissen: „Er war die ganze Vorbereitung gut drauf und hat uns am Donnerstag mit seinen beiden Treffern in die zweite Runde gebracht und dann gestern die Verletzung. Wer Marvin kennt weiß aber, dass er sich wieder zurückkämpft.“ Sonst sieht es aber ganz gut aus, „wir werden eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen.“

 

Und die kämpft ab 15.00 Uhr um den Einzug ins Achtelfinale. Spielleiter auf dem Sportplatz im Zentrum Lohfeld ist der Sportskamerad Marco Prüßner.

 

SG Lüdenhausen/Talle/Westorf vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Für die neue SG Lüdenhausen/Talle/Westorf steht das erste Pflichtspiel der noch jungen Vereinsgeschichte an. Zu Gast ist die TSG Holzhausen/Sylbach. „Wir wissen nicht genau, was uns erwartet“, gibt Philip Pröhlemeier offen zu. Er, Coach Tim Schauf und die gesamte Truppe lassen sich „überraschen, aber sicherlich werden die Holzhausen/Sylbacher eine schlagkräftige Truppe aufs Feld bringen“, vermutet der Co. Klar: „Durch die Entstehung der neuen SG gab es beim Kader natürlich sehr viele Veränderungen. Resultierend daraus haben wir in der Vorbereitung Wert darauf gelegt, viele Spiele zu absolvieren, damit die Jungs sich untereinander auf dem Platz kennenlernen können.“ Wie weit man in diesem Punkt ist, wird der Sonntag zeigen. Für das Trainerteam „war es wichtig, alle Spieler in möglichst vielen Spielen zu sehen, um eine sinnvolle Mannschaftseinteilung vorzunehmen.“

 

TSG-Coach Stefan Brunk ordnet bei Lippe-Kick abgekürzt ein: „Wir spielen auswärts gegen einen starken B-Ligisten der Parallelstaffel und sehen diesem interessanten sportlichen Vergleich gerne entgegen“, freut sich der Gästetrainer sehr auf diese neue Spielgemeinschaft aus der B1-Klasse. Gleichwohl eine Standortbestimmung für die SG und die TSG vorliegt, „nehmen wir diesen Vergleich gerne an und werden versuchen, eine Runde weiterzukommen, auch wenn der „Kreispokal“ nicht oberste Priorität bei uns hat“, so sagt es Brunk. Man merkt ihm an: Der Ehrgeiz, in Bälde wieder um Punkte und Tore in der Liga zu kämpfen, ist gewaltig. Dennoch kann durch den Pokalwettbewerb viel Kraft getankt werden. Zugleich dient dieses Top- oder Flop-Ausschlussverfahren als interessante Abwechslung.

 

Wolfgang Lenger ist in der Ilsetal-Arena in Talle der Referee für diesen Vergleich.

FC Union Entrup vs. TuS Lipperreihe

(hk). Einen maximal mäßigen Start erwischten die Entruper. Ein Grund: Drei echte Leader sind beruflich so stark eingespannt, dass sie zwar nicht komplett den Verein verlassen, sondern vorläufig von Union-Coach Peter Lewecke nicht mehr nominiert werden. Die Rede ist von Fynn Simon, Jeremey Klotz und Dario Wildner. „Sehr, sehr kurzfristig“ haben sich Cengiz Erdem und Jan Billotin einen Abgang präferiert, „was uns etwas enttäuscht, wir aber am Ende nicht ändern können“, erklärt FCU-Keeper Timm Lessow. Vom TuS Brake aus der dortigen A-Jugend kommt Justin Vollbrecht nach Entrup, Adrian Stuckenbrock hat den Weg aus der eigenen Entruper Jugend hinein in den Seniorenbetrieb gefunden. Auch Tobias Althoff atmet erste Seniorenfußballluft ein, wird seine Trainingspremiere erst in der kommenden Woche erleben. Der in der Vorsaison ohnehin schon dünne Kader verkleinert sich noch einmal beträchtlich. Was die schlechte Vorbereitung noch weiter schwächt: In den ersten beiden Freundschaftsspielen haben die Kontrahenten keine Zeit gehabt, im avisierten Testkick gegen die SG Bentorf/Hohenhausen ist es der Spielermangel auf Entruper Seite gewesen, der für ein Verpassen vom Testspiel gesorgt hat. „Lediglich das kurzfristige Einspringen für Kirchheide II gegen Hörstmar/Lieme II konnten wir als Spiel nutzen“, verrät Lessow. Immerhin: Beim Fellensiek-Pokal in Waddenhausen hat es Partien gegen die gastgebende FSG Waddenhausen/Pottenhausen und gegen den Detmolder A-Ligisten FSV Pivitsheide gegeben. Lessow bezeichnet diese Begegenungen als die „einzigen ernstzunehmenden.“ Timm Lessow sagt dazu: „Stand heute muss ich sagen, sind wir unter den Voraussetzungen auf einem guten Weg, aber noch lange nicht da, wo man vor einem Spiel gegen TuS Lipperreihe, geschweige denn kurz vor Start der Serie sein müsste. Demnach werden wir das anstehende Pokalspiel als Test gegen einen verdammt spielstarken Gegner nutzen“, schafft man vielleicht die große Überraschung. Dies würde aber einem Husarenstück gleichen, zählt der auch als FC-Obmann aktive Lessow die Westlipper in die Liste vom „erweiterten Favoritenkreis der A-Liga“, haben sich die Westlipper mit einigen vielversprechenden A-Jugendspielern verstärkt. Diese neu erworbene Flexibilität und Qualität steigert die Lipperreiher Leistungsfähigkeit. Was wünscht sich der erfahrene Fänger für dieses Spiel: „Ziel ist ganz klar, so lange wie möglich Paroli zu bieten und Moral zu beweisen. Vielleicht können wir ja die Fulland-Jungs lange ärgern“, können die Entruper aus der Außenseiterrolle agierend ganz befreit aufspielen.

 

Bei den Gästen ist gefühlt die Hälfte vom gesamten Kader nicht spielfähig. Der neue Lipperreihe-Coach Frank Fulland möchte sich aber damit nicht aufhalten, will sich auf die Kicker konzentrieren, die in seinem Kader stehen. Er reibt sich etwas verwundert die Augen, sagt: „Ich verstehe nicht, warum jetzt Spiele angesetzt werden. Es ist Amateurfußball.“ Dass bereits Ende Juni im Lemgoer Kreisfußball der Liga-Alltag ruht, ist für ihn nur schwer nachvollziehbar, findet er dies „grenzwertig“, empfiehlt vielmehr: „Die Saison kann auch Mitte Juni abschließen.“ Dennoch ist die aktuell so schwierige personelle Situation eine, die sämtliche Teams betrifft. Es herrscht demnach Waffengleichheit. Trotzdem: „Das Pokalspiel ist ein guter Einstieg, eine schöne Abwechslung. Entrup ist ambitioniert, sie haben letzte Saison eine gute Saison in der Kreisliga B gespielt“, verfügen die Unioner über genügend Potenzial, um für die Überraschung zu sorgen. Um alle Akteure leistungsmäßig auf ein Level zu bekommen, sind die allseits wenig geliebten Ausdauereinheiten bevorzugt praktiziert worden. Der Jugend auch im Seniorenbereich die so wichtige Spielpraxis zu gewähren, ist ein Teil der DNA beim TuS Lipperreihe. Fullands abschließender Wunsch ist leicht nachvollziehbar: „Vielleicht mal ein Heimspiel gegen einen höherklassigen Gegner, dann ein voller Sportplatz“, wünscht er sich insgeheim ein wenig Losglück.

 

Stefan Wattenberg pfeift auf der Ilsekampfbahn in Entrup ab 15.00 Uhr an.

 

 

TBV Lemgo vs. RSV Barntrup

Es ist der Knaller in der zweiten Runde! Bezirksliga-Absteiger empfängt Bezirksliga-Aufsteiger. Der TBV Lemgo trifft auf den RSV Barntrup. Eigentlich eine Partie, die durchaus ein Finale hätte sein können. Doch die Auslosung hat es so gewollt. TBV-Coach Matthias Wölk hat großen Respekt vor dem kommenden Gegner: „Barntrup ist mit Oerlinghausen zusammen die stärkste Mannschaft im Kreis. Direkt zum Start ein richtiges Brett vor der Brust. Gerade in der Offensive sind sie extrem stark mit Elsner und Baumeister, die einfach überragende Fußballer sind. Das wird ein sehr schwerer Gegner. Wir werden schauen, wie wir das Spiel gestalten können.“ Der Pokal-Wettbewerb hat durchaus eine hohe Wertigkeit für den TBV Lemgo: „Wir wollen es erfolgreich gestalten, eine Runde weiterkommen.“ Allerdings ist der TBV „noch nicht eingespielt“, entsprechend ist „Barntrup der Favorit.“ Die Devise für die Hansestädter lautet, so lange wie möglich mitzuhalten und „für eine Überraschung zu sorgen.“ In der Vorbereitung hat man nur gegen Lügde gewinnen können, alle anderen Testspiele [gegen Hiddesen/Heidenoldendorf, TSV Horn & Post TSV Detmold; Anm. d. Red.] gingen verloren. Sorgen macht sich Wölk deshalb aber nicht: „Das ist nur Vorbereitung, das Ergebnis sagt nicht viel aus. In der Urlaubszeit fallen immer Spieler aus. Das gehört dazu.“ Alexander Ritter, Markus Esko, Leonard Beer sind für das Spiel keine Alternative, nach langwierigen Verletzungen erst im Lauftraining. Thomas Pries und Dennis Axt sind im Urlaub, Jonas Tews auf einer Familienfeier. Der Fokus in der Vorbereitung, dreimal die Woche wurde trainiert, lag im Teambuilding, die Jungs sollten sich kennenlernen: „Kein großes Ausdauertraining, nur spielerische Einheiten, Fokus lag auf Fußball. Ich bin kein Trainer, der die Spieler nur über den Wall laufen lässt.“

 

Für RSV-Coach Daniel Barbarito hat der TBV Lemgo in der Kreisliga eigentlich nichts verloren, kann die Hansestädter aber nicht wirklich einschätzen, sagt stattdessen: „Da hätte ich mir letzte Saison mal Hörstmar/Lieme angucken sollen. Dann würde meine Gegneranalyse ein bisschen konkreter ausfallen.“ Entsprechend konzentriert sich Barbarito auf die eigene Mannschaft, aber wohlwissend, „dass Lemgo eine super Truppe beisammen hat. Die Spieler, die aus Hörstmar gekommen sind, haben nicht umsonst eine Bombensaison gespielt. Dazu dann die Spieler, die in Lemgo geblieben sind. Das Gesamtpaket der Mannschaft hat nichts in der Kreisliga zu suchen. Deshalb wird auch kein Klassenunterschied erkennbar sein“, vermutet der Coach. In den beiden Testkicks am vergangenen Donnerstag und vorigen Sonntag hat der RSV Barntrup zwei verschiedene Gesichter gezeigt: „Wir haben im Test gegen Landesligist Brakel (0:2) vieles richtig gemacht und ein 2:2 wäre dort vom Spielverlauf her eher das richtige Ergebnis gewesen. Am Donnerstag im letzten Test gegen Jerxen-Orbke (2:4) haben wir dann Fußball zum Abgewöhnen gespielt. Mag auch daran gelegen haben, dass ich mein System ein wenig umgestellt habe.“ Deshalb wird sich Barbarito bezüglich des Pokal-Matches noch „Gedanken machen, mit welcher Taktik wir letztendlich ins Spiel gehen werden.“ Auch für den Bezirksliga-Aufsteiger ist ein Weiterkommen im Pokal das Ziel: „Grundsätzlich möchte ich jedes Spiel gewinnen, also auch im Pokal soweit wie möglich kommen.“ Aber: „Bezirksliga bedeutet auch Hobbyfußball und so muss ich auf einige Urlauber verzichten, wie Kamp, Franz, Funk oder Tim Sölter. Dazu gesellt sich noch Hoffmann, der eine Bänderdehnung hat.“

 

Schiedsrichter der Partie, die um 15.00 Uhr auf dem Jahnplatz angepfiffen wird, ist Marko Grujic.

 

SC St. Pauli vs. SV Werl-Aspe

Als einziger C-Ligist hat es der SC St. Pauli in die zweite Runde geschafft, gegen A-Ligist SV Werl-Aspe ist man, erneut, krasser Außenseiter. „Als Kreisliga-A-Team natürlich haushoher Favorit“, sagt Coach Simon Meschonat über den SVWA, im Übrigen der ehemalige Verein von SC-Kapitän Sören Langhammer, für den dieses Spiel natürlich „etwas ganz Besonderes ist.“ Meschonat ist erneut zu Umstellungen gezwungen: „Uns fehlen neben den fünf Urlaubern, die bereits am Donnerstag zu ersetzen waren, nun zusätzlich mindestens drei weitere Stammkräfte. Manuel Behlen, Felix Klemen und Siegtorschütze Tim Scherzer weilen nun ebenfalls im Urlaub.“ Also heißt es, gegen den SV vermehrt zu rotieren und „mehreren Spielern, die in den vergangenen Wochen der Vorbereitung weniger Spielzeit hatten, die Chance zu geben, sich zu zeigen.“ So werden auch „ein paar Spieler dabei sein, die aushelfen, um die Urlaubswelle aufzufangen. Die Partie dient also zum Einspielen für den Ligaauftakt.“ Und schon vor dem Zweitrunden-Spiel ist diese Pokalsaison für den SC St. Pauli eine geschichtsträchtige, denn: „Da es für unseren Verein der erste Pokalsieg seit Gründung im Jahr 2011 war, ist die Krombacherpokal-Saison dieses Jahr sowieso bereits als Erfolg zu verbuchen.“

 

Eine große Unbekannte ist der SC St. Pauli auch für den SV Werl-Aspe. Berührungspunkte gab es bislang nicht, man lief sich letzte Saison mal über den Weg, als der SVWA in Brake zu Gast war und zuvor der SC beim TuS Brake III um Punkte kämpfte. Die Favoritenrolle ist aber auch so klar verteilt. „Wir werden das Spiel seriös angehen und wollen in die zweite Runde einziehen“, so die Erwartungshaltung von Carsten Voelzke. Der Co-Trainer, der zum Zeitpunkt des Spiels noch im wohlverdienten Mallorca-Urlaub weilt, erwartet „einen sehr defensiven Gegner, dennoch sollte unsere spielerische Stärke für einen Sieg reichen.“ Der Kader des A-Ligisten wurde in der Sommerpause gewaltig aufgerüstet, zwölf neue Spieler haben die Schwarz-Weißen an Land ziehen können. Zugleich wurde dem SV eine weitere Verjüngungskur verpasst. 21,5 Jahre ist der Altersschnitt. Abgänge gab es keine, aber Leon Fröhling und Jan Liese (beide Studium) stehen nicht zur Verfügung. Fehlen werden die nächsten Wochen noch Alex Schneider, Dennis Niehaus und Mike Zünd, die allesamt verletzt sind. Da auch Coach Bonzo Meier auf Mallorca ist, wird der SV Werl-Aspe von A-Jugendtrainer Marcio Goncalvez gecoacht.“

 

Anstoß auf der West-Alm ist um 15.00 Uhr. Rudi Brunke leitet die Begegnung.

 

 

SV Wüsten vs. TuS Ahmsen

(hk). An der Favoritenrolle des TuS Ahmsen will SV Wüsten-Pressesprecher Marvin Bahlo nicht rütteln. Auch die Statistikwerte sprechen klar für die Gäste. Als Tabellendritter aus der Vorsaison in der A Lemgo geht es gegen den ambitionierten B2-Ligisten. „Neben starken individuellen Spielern zeichnet sich die Mannschaft vor allem durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit aus. Aber“, verwendet Bahlo den verbalen Klassiker, „der Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze.“ Die Gewichtung ist aber eindeutig zugunsten der Liga, die mehr Bedeutung besitzt. „Darauf gilt es sich zu fokussieren“, empfiehlt Bahlo. Er verrät, dass neben der Integration der Neuzugänge auch Konditionseinheiten eine nicht unwesentliche Wichtigkeit beigemessen worden ist. Neben Coach Sebastian Milde steht auch das Spielerquartett Luca Sievert (VfL Lüerdissen), Patrick Traczuk (TSV Oerlinghausen), Kay Peikert und Yanik Hesse beim SVW nicht mehr unter Vertrag. Alle vier sind unumstrittene Stammspieler in der Vorsaison gewesen. Mit Achim Wenzel gibt es nun die pure Erfahrung als Trainer, hat der Tabellenzweite aus der Vorsaison zudem auch sehr viel Fantasie bei den Neuverpflichtungen bewiesen.

 

Einmal mehr ist der SV Wüsten nur knapp am A-Liga-Aufstieg im Vorjahr gescheitert, weshalb Ahmsen-Obmann Lothar Köhnemann den Gegner als „den Topfavoriten der Kreisliga B“ sieht. Im ersten Pflichtspiel nach der ausgedehnten Sommerpause weiß man nie so wirklich, wo man steht. „Wenn wir allerdings schnell eine Lücke finden können, ja, dann kann oder wird es vielleicht eine klare Sache.“ Einerlei, andererseits: „Aber ich erinnere ungerne an Spiele, bei denen man nicht diese erwähnte schnelle Führung erzielte und es dann ein sehr langwieriges und zähes Spiel wurde“, möchte der TuSA auf solch eine Erfahrung allzu gerne darauf verzichten. Wüsten könnte sich als Stolperstein erweisen, möchte der SVW doch auch unbedingt in die nächste Runde einziehen. Um die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Aufgabenbewältigung zu erhöhen, ist in der Vorbereitung einiges studiert worden. Die Ballsicherheit stand ganz weit oben in der Prioritätenliste, auch die taktischen Elemente, das Ballbesitzspiel und die Steigerung der Gemeinschaft. Was er damit zum Ausdruck bringen möchte: „Wir sind sehr, sehr eng zusammengerückt.“ Gespannt wie ein Flitzebogen zeigt sich Köhnemann vor dieser Darbietung. Gerrit Morawek und Florian Ewert haben am Wochenende andere Tauben auf dem Dach, arbeiten müssen Philipp Schüler und Max Kampf, während Trainer-Filius Marius Tönsmann verletzungsbedingt ausfällt.

 

Malte Arend ist für die Leitung dieser Begegnung um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten verantwortlich.

 

FC Donop/Voßheide vs. VfL Lüerdissen

(hk). Wer Sebastian Milde kennt, der weiß, dass er ein sehr unruhiger Kamerad ist. Klar, er testet ausgesprochen gerne, dennoch ist der neue Hoffnungsträger vom FC Donop/Voßheide Trainer genug, um zu wissen, dass Pflichtspiele ein ganz anderes Empfinden hervorrufen. Das Donoper San Siro wird gegen den haushohen Favoriten aus Lüerdissen wohl einem Hexenkessel gleichen, sind die FC-Fans on fire, werden ihr Team wohl zahlreich wie frenetisch zujubeln. Die Tatsache, dass die Lüerdisser favorisiert in diese Partie gehen, soll sogar noch „eine Extra-Portion Motivation“ besorgen. Das Ziel ist für Milde klar: „Wir wollen uns sehr gut präsentieren und versuchen, Lüerdissen das Leben sehr, sehr schwer zu machen. Aber es ist schon eine tolle Mannschaft, gegen die wir spielen und die Ergebnisse in der Vorbereitung sprechen für sich“, haben die Lüerdisser in Summe eine beeindruckende Performance in den letzten Wochen demonstriert. Von dieser Qualität wollen sich die Don/Voß-Kicker keineswegs ins Bockshorn jagen lassen, möchte man die eigenen Fähigkeiten aus der Außenseiterrolle heraus präsentieren: „Aber klar ist natürlich: Wir wollen zeigen, was wir drauf haben!“ Selbst hat der B1-Ligist im taktischen Bereich viel geprobt, sich einige Pläne präpariert, „der aber noch ausgearbeitet werden muss von den Spielern.“ Den Weg, den die Milde-Männer in den letzten Wochen beschritten haben, ist bis dato positiv: „Wir wollen uns selber beweisen, wie weit wir sind“, betont er im Lippe-Kick-Gespräch. Angenehm: Beim Abschlusstraining hat der B1-Ligist 17 Spieler begrüßen dürfen.

 

Nur als Sieger möchte der klassenhöhere VfL Lüerdissen dieses Do oder Die-Spiel beenden. „Wir sind heiß aufs erste Pflichtspiel und wollen natürlich eine Runde weiterkommen!“ Wie bewertet VfL-Coach Tim Steffen die Ausgangsposition? „Wir gehen zwar als Favorit in die Partie, wissen allerdings auch, dass es auf des Gegners Platz in einem K.O.-Spiel alles andere als leicht wird gegen Don/Voß!“ Es ist davon auszugehen, dass der FC die Galliermentalität an den Tag legen möchte, sich vom Publikum tragen lassen will, um so die Außenseiterchance zu nutzen. Lüerdissen zeigt sich jedoch gewappnet, ist man in den letzten Wochen fleißig unterwegs und hat die persönliche To-Do-Liste abgearbeitet, betont Steffen doch: „Kompaktheit, strukturiert vorgehen, klar zu spielen, war uns wichtig, haben wir viel Wert auf Defensivarbeit gelegt“, um die Abwehr zu einem Bollwerk zu entwickeln. Verstärken wird den Kader mit Heiner Beckmann, Kenneth Klocke, Kristian Wolf, Daniel Schwarz, Luca Sievert und Patrick Günther ein Sextett. Bei Günther muss noch abgewartet werden, ist dieser noch verletzt, folglich noch nicht spielfähig. Wichtig für Steffen: „Alle haben sich prima eingefügt ins Team und wir konnten die Abgänge Patrick Cöhring, Tim Krüger, Alex Kirsch und Matze Golla (beruflich bedingt) gut kompensieren!“ Endlich hat auch für den VfL Lüerdissen die fußballfreie Zeit ein Ende gefunden. Tim Steffen kann es kaum erwarten, dass der Pflichtspielmodus endlich Einzug hält.

 

Alexander Schnüll ist der Referee um 15.00 Uhr im Eichenstadion Donop.

 

 

TSV Kirchheide vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Es gab einige Hypotheken für den TSV Kirchheide in der diesjährigen Sommervorbereitung des TSV Kirchheide. Urlaube, Sommergrippe und Verletzungen, diese Gründe hörte TSV-Coach Andre Plaß am häufigsten, als seine Spieler sich abmeldeten. Modifizierungen im Spielaufbau, dazu eine Steigerung der Spritzigkeit, das ist wichtig für Plaß gewesen. Sehr bitter sind die Verluste von Akteuren wie André Bultmann (zum kommenden Gegner aus Leopoldshöhe) und Max Kater(Ben/Ho), hat der A-Liga-Absteiger im Gegenzug die talentierten Noel Kampmeier, Lukas Hillebrand und Chris Hermsmeier hochgezogen – aus der eigenen Reserve. Wie bewertet der TSV-Trainer denn den letztjährigen Ligarivalen: „Die Leos sind ein guter Gegner im Pokal. Die letzten Spiele waren immer knapp. Das ist ein super Test, bevor es in die Liga geht. Auf Ellermeier, Kurz und Laqua muss der Außenseiter verzichten.

 

Ein frischer Wind hat Einzug gehalten beim TuS Leopoldshöhe. Vor dem Aufeinandertreffen zweier ehemaliger SuS Lage-Trainer sagt der neue Leo-Coach Christian Martens gegenüber Lippe-Kick: „Kirchheide habe ich beim Rückrundenspiel und am Anfang der Vorbereitung gesehen. Sie haben eine robuste Mannschaft und kommen über ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Zudem sind sie im Mittelfeld gut besetzt“, geht er trotz der Favoritenrolle der eine Spielklasse höher agierenden Leos von einem „knappen Match“ aus. Selbst weilt Martens im Griechenland-Urlaub, versucht durch seinen Konsum die wirtschaftliche Situation der Hellenen ein wenig zu verbessern. Er ist davon überzeugt, dass ihn John Edwards angemessen vertritt, seine Schützlinge zudem mit einer angemessenen Einstellung aufwarten. Was er im Bereich der Trainingsleistungen gesehen hat, gefiel ihm ausgesprochen, ist die Vorbereitung voll und ganz nach seinem Gusto gewesen. Negativ, wofür es keinen Schuldigen gibt: „Für mich ist es nur schade, dass ich aufgrund meines Jobs, jedes Jahr ausschließlich nur in diesem Zeitraum Urlaub habe. Diese zehn Tage fehlen mir leider mit der Mannschaft“, ist dies parallel zur heißen Phase der Sommervorbereitung, dieses Mal sogar mit dem Start in die Pokalspielrunde. Diesem Nachteil zum Trotz erwartet er einen „guten Saisonstart“, hat er die Gier in den Augen seiner Jungs erkannt: „Meine Leo-Männer sind hungrig auf Erfolg. Wir haben gute Neuzugänge bekommen, die sich sofort zurechtgefunden haben. Dies ist kein Wunder, da sie alle schon bei Leopoldshöhe gespielt haben“, hat sich der Stallgeruch als überaus hilfreich erwiesen. Stand jetzt können die blau-weißen Löwen in Bestbesetzung auflaufen, sind jedoch einige Akteure noch angeschlagen. „Trotzdem“, will sich Martens davon nicht beirren lassen, „werden wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen!“

 

Udo Dissmeier ist um 15.00 Uhr auf dem Kirchheider Westhang der Übungsleiter.

 

TuS Bexterhagen vs. TuS Asemissen

(hk). Viel hat sich nicht getan beim TuS Asemissen. Nach der verpassten direkten Rückkehr in die Bezirksliga wurden nur kosmetische Kaderkorrekturen vom neuen Coach Carsten Skarupke vorgenommen. Angreifer Robin Kemena wechselt vom Lemgoer B1-Ligisten FC Donop/Voßheide nach Westlippe. Weitere Verstärkungen: Hannes Withöft (nach Kreuzbandriss), Tim Ende (nach Pause) und Marvin Schröder. Den Verein verlassen haben Patrick Bathelmeus (Wellensiek), Marius Ravenschlag (Pause), ebenso Sebastian Klaßes (Co-Trainer Herford). Obmann Florian Meerkötter erklärt, was sich zuletzt so getan hat: „In der Vorbereitung ging es im Wesentlichen darum, dass die Mannschaft die neue Spielphilosophie unseres neuen Trainers Carsten Skarupke verinnerlicht.“ Er weiß: „Erfahrungsgemäß dauert es immer seine Zeit, bis die neuen Automatismen greifen.“ Die Eingespieltheit der fähigen Kicker könnte sich als ein echter Trumpf erweisen, weshalb Meerkötter auch seine Mannschaft in der Favoritenrolle im Gastspiel beim TuS Bexterhagen sieht. „Bexterhagen gilt es trotzdem nicht zu unterschätzen, Sie haben eine junge und gute Truppe zusammen“, findet er.

 

Axel Wattenberg ist ab 15.00 Uhr für die Spielleitung auf dem Rasenplatz in Bexterhagen verantwortlich.

 

 

FC Unteres Kalletal vs. FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen

Die erste Runde hat der FC UK souverän gemeistert, der SC Lemgo/West wurde klar mit 5:0 besiegt. „Sonntag wird natürlich viel schwerer, Spork ist eine ganz andere Hausnummer“, weiß Coach Sven Mingram aber vor dem Zweitrunden-Duell gegen den letztjährigen Ligakonkurrenten. „Ich erwarte Spork wie immer zweikampfstark, schnelles zielstrebiges Spiel nach vorne mit Positionswechsel, immerhin sind sie auch zurecht aufgestiegen“, so der Coach. „Es wird ein schweres Spiel und der Maßstab für die nächsten Spiele, wenn man das harte Auftaktprogramm von uns betrachtet.“ Kalldorf, Brake II, Bega/Humfeld und Lüdenhausen/Talle/Westorf sind die ersten vier Gegner des FC UK in der B1 Lemgo. Insofern ist das Spiel gegen den FC SSW eine gute Standortbestimmung. Doch leider sind „drei Schlüsselspieler im Urlaub, wir müssen uns was einfallen lassen. Aber es ist halt Pokal und da ist bekanntlich alles möglich“, setzt Mingram auf das Pokal-Gesetz.

 

Auch für den FC SSW ist dieses Spiel eine gute Standortbestimmung, bevor es eine Woche später zum A-Liga-Auftakt gegen den VfL Lüerdissen geht. Coach Markus Kettern freut sich auf das Duell im Kalletal: „Gegen UK haben wir die letzten Jahre eigentlich immer getroffen. Das waren meist rassige Spiele auf Augenhöhe“, erinnert sich der Coach. „Meist mit dem besseren Ende für uns.“ Das soll auch diesmal das Ziel sein. Für das Vorhaben haben die Gäste „17 Mann an Bord“ und will versuchen, die „Erfolgsserie gegen UK fortzusetzen.“

 

Ob das gelingt entscheidet sich ab 15.00 Uhr. Dann wird Jonas Engelke das Spiel im Stadion am Kirchberg anpfeifen.

 

SG Kalldorf vs. TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen

Für Kalldorf-Coach Stephan Brill ist der Gegner eine Unbekannte. „Ich kann Grastrup-Retzen gar nicht einschätzen.“ Es gab kurz Kontakt beim letztjährigen LZ-Cup, als man in der Vorrunde aufeinandertraf, aber sonst keinerlei Berührungspunkte.“ Die ganz großen Ambitionen legen die Kalletaler in Sachen Kreispokal nicht, wie Brill zugibt: „Wir gehen ganz locker an die Sache heran, probieren noch ein bisschen was für den Ligastart und versuchen uns auch noch etwas einzuspielen.“ Natürlich „wäre es schön, die nächste Runde zu erreichen, es wäre aber auch kein Beinbruch, wenn nicht.“

 

Der Bekanntheitsgrad der Kalldorfer ist auch in Grastrup/Retzen nicht viel größer als umgekehrt. Dennoch meint Coach Thore Eitner: „Kalldorf wird unsere erste richtige Bewährungsprobe.“ Seine Jungs sind „hochmotiviert, die nächste Runde zu erreichen.“ Zwar sieht Eitner seine Truppe eher in der Rolle des Außenseiters, „aber das kann für uns ein großer Vorteil sein.“ Der Coach schätzt, dass Kalldorf „alles in die Waagschale werfen“ wird, um diese Saison „wieder um den Aufstieg mitzukämpfen.“ Besonders achtgeben muss seine Mannschaft auf den „hervorragenden Sturm“ der Kalldorfer. Die Marschroute: „Wenn wir die Jungs unter Kontrolle bringen, ist das schon die halbe Miete. Ich denke, es wird ein harter Kampf.“ Den müssen die Rot-Weißen ohne die urlaubenden Julien Rohmann und Max Rosenberg angehen. Janis Flügge fehlt aus persönlichen Gründen. „Ansonsten kann ich aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Eitner.

 

Da der Platz in Kalldorf nach erfolgloser Reparaturarbeiten nun vollends zerstört ist, weicht die SG Kalldorf ins Waldstadion Westorf aus, wo auch am Sonntag gespielt wird. Um 15.00 Uhr ist dort Anstoß, Timo Franz-Sauerbier wird die Partie leiten.

 

BSV Leese vs. TuS Sonneborn

(hk). Was herrscht nur für eine unfassbare Euphorie rund um den A-Liga-Neuling BSV Leese, der nach fast vier Jahrzehnten wieder zurück ist in der Lemgoer Elite-Kreisliga. Ein ganz wichtiger Spieler im Aufstiegskampf war der kickende Co-Trainer Jan Plöger, der ganz neue Erfahrungswerte sammeln wird: „Mit dem TuS Sonneborn kommt am Sonntag ein Gegner nach Leese, mit dem wir eigentlich noch nie – zumindest seitdem ich spiele – Berührungspunkte hatten.“ Folglich ergeben sich für den wuchtigen Edeltechniker einige Komplikationen bei der Bewertung. Der Liga-Neuling möchte vor heimischer Kulisse den Schwung vom Aufstieg mitnehmen, seine traditionelle Heimstärke gegen den neuen Ligakonkurrenten zeigen. Den erhöhten Schwierigkeitsgrad dieser Aufgabe kennt Plöger nur allzu gut, sind die Sonneborner schon lange ein fähiges Mitglied in der A Lemgo. „An einem guten Tag kann Sonneborn auch die besten Teams der Liga schlagen.“ Der Abstiegskampf ist für die Blau-Gelben in den letzten Spielzeiten ein unbekanntes Terrain gewesen, freut sich Jan Plöger auf „eine sehr gute Standortbestimmung“, die auf seine Männer wartet. Einer wahren Triumphfahrt glich die bisherige Vorbereitung, haben die Kasper-Kicker alle Partien für sich entschieden. Die Detmolder A-Ligisten RSV Hörste und SuS Pivitsheide sind jeweils mit 2:1 in die Schranken gewiesen worden, wie auch der B-Liga-Aufsteiger TBV Lemgo III. Gar mit 3:0 triumphierten die Leeser gegen Detmolds B-Ligavertreter SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Trotz der Siegesserie hat der konzentrierte Plöger noch Steigerungspotential erkannt. Ein Zustand, der für wenige Sorgenfalten in der aktuellen Situation sorgt. Was ist in der Vorbereitung Bestandteil gewesen? Kondition und Taktik, sind dies Trainingsinhalte, die das Rad nicht neu erfinden lassen.

 

Mit viel Respekt vor dem BSV Leese geht Sonneborn-Kicker Marcel Krügel in dieses Spiel. „Sie haben sich sehr gut verstärkt“, so sein Urteil. Er gibt zu: „Ein schwer einzuschätzender Aufsteiger, aber wir fahren dahin, um zu gewinnen und in die nächste Runde einzuziehen.“ Durchschnittlich sind beim Training der Sonneborner 16 bis 20 Akteure aktiv gewesen, haben die Trainer Maule und Taube einige Fitnesseinheiten durchgeführt, auch „taktische Formationen und Verhaltensmuster“ eintrainiert, so Krügel. Neu im Team vom TuS Sonneborn: Alexander Müller, René Bruckschen und Mohammed Mardnli (alle zweite Mannschaft) und Frederic Frey, den es vom TuS Almena an die B1 zieht. Als Abgänge sind Michael Kamlah (Babypause), Daniel Westphal (Karriereende), wird Athletik-Coach, Philipp Quast (Karriereende), wird Torwarttrainer, Jan Oliver Drawe zum MTSV Aerzen (Bezirksliga) und Pascal Faße zu konstatieren. Letzteren zieht es zum Detmolder B-Ligisten SG Istrup/Brüntrup. Am Sonntag fehlen aus dem aktuellen Kader: Robin Niemeier (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), André Marter (muskuläre Probleme) und Patrick Lasotta (Prellung).

 

Auf dem Sportplatz an der Ilse pfeift Denis-Toprak Kudat diese Begegnung um 15.00 Uhr an.

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