Connect with us

Kreisliga B Detmold

SG Kachtenhausen/Helpup – Neue Spieler und neues Konzept

Der Abstieg der SG Kachtenhausen/Helpup hat sich relativ früh abgezeichnet. Es gibt einen Neuanfang in der B-Liga. In eine völlig neue Rolle schlüpft der neue Sportdirektor Rudi Frank, wie er bei Lippe-Kick erklärt hat.

Frank ist nun der Strippenzieher

 

Kreisliga B Detmold (hk). Rudi Frank kehrt zurück in die heimatlichen Gefilde. Zwei Spielzeiten lang kickte er für den TuS Kachtenhausen (2011-2012; 2016-2017), ehe es ihn 2017 zum FC Augustdorf weiterzog. Dort übernahm er für eine Spielzeit die Drittvertretung in der C-Liga, davor kickte er für die erste und zweite Mannschaft. Er entwickelte die Mannschaft als Trainer weiter, hinterlässt ein bestelltes Feld bei den Sandhasen. Nun fungiert er als Sportlicher Leiter bei der Spielgemeinschaft aus Kachtenhausen/Helpup.

 

Von Henning Klefisch

 

Zu Beginn dieses Jahres wurde dem 31-Jährigem klar, dass ihm derzeit das Coaching eher weniger Freude bereitet. Er geht mehr ins Detail, erklärt, warum er sich viele Dinge vorstellen kann, die ihm deutlich besser gefallen: „Ich möchte definitiv nicht in einer Mannschaft sein ohne sportliche Ambitionen. Damit meine ich ein Teil just for fun und ein Teil ehrgeizig.“ Was er nicht verneinen möchte: „Das Team habe ich aber sehr gemocht. Wir haben den einen oder anderen schönen Abend verbracht“, hat es zwischenmenschlich ausreichend gefunkt bei den Sennestädtern. Dennoch hat ihn die Trainertätigkeit letztlich eher so mittelmäßig begeistert. Er schildert: „Nach meiner Absage gab es für mich in Augustdorf nichts, was mich sportlich reizen würde. Da kam die Anfrage von der SG zur rechten Zeit.“ Trotzdem ist ihm der FCA „aber auch sehr ans Herz gewachsen, da sehr viele coole Typen mitarbeiten und spielen.“

 

„Stimmung und Selbstvertrauen sollen gestärkt werden“

 

Zunächst ist sich Frank „nicht sicher gewesen“, ob er die neue Aufgabe als Sportlicher Leiter tatsächlich wie gewünscht mit Leben füllen kann. Immerhin schlüpft er doch in eine neue und verantwortungsvolle Rolle. Nachdem der Familienvater in sich gegangen ist, hat er für sich entschieden, dass er nach dem frühzeitig feststehenden Abstieg aus der A-Klasse den Neuaufbau liebend gerne mitgestalten möchte. Eine seiner primären Aufgaben ist es gewesen, für die Spielerakquise zuständig zu sein. Nach welchen Kriterien sind die neuen Kicker ausgewählt worden? „Wir haben bei den Neuzugängen den Fokus darauf gelegt, dass sie als Typen gut in die Mannschaft passen und natürlich auch die sportlichen Fähigkeiten zu uns passen. Auch war eine Hoffnung, dass durch die Neuzugänge die Stimmung und das Selbstvertrauen bei den Spielern wieder gestärkt wird, die zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt haben.“ Immer gegen etwas zu spielen, ist schließlich weniger wohltuend für das eigene Selbstbewusstsein als um etwas zu spielen.

 

Frank forciert die Kommunikation

 

Rudi Frank (Bild links) zeichnet sich durch eine enorme Flexibilität aus. Er kann managen, auch selbst kicken. Ursprünglich ist er überhaupt nicht als Fußballer eingeplant gewesen. Da aber die Stürmernot im Kader gewaltig ist – es steht aktuell kein Angreifer zur Verfügung – wird auch der Routinier „das eine oder andere Mal die Schuhe schnüren.“ Auch deshalb ist noch möglich, dass weitere Neuverpflichtungen getätigt werden. Was erfüllt Frank als Sportlicher Leiter denn so für Aufgaben? „Ich kümmere mich um die erste und zweite Mannschaft sowie um die A-Jugend. Der Kern der Aufgabe ist, dass die Trainer und Spieler sich um das Sportliche kümmern können und sich um den Rest keinen Kopf machen müssen. Natürlich zählen Gespräche mit Spielern dazu, aus anderen Vereinen wie auch natürlich die eigenen.“

 

Einstellige Ränge als Saisonziel

 

Sein großes Ziel wird es sein, dass seine Trainer sich vor den Partien reichlich Gedanken machen müssen, welche Spieler sie auswählen müssen. Ein „guter Konkurrenzkampf“, der es schwer bei der Spielernominierung macht, ist für den neuen Strippenzieher bei der SG K/H förderlich für die Leistung und somit für die Ergebnisse. Mit welcher Marschroute geht der A-Liga-Absteiger das Abenteuer B-Klasse an? „Da sich bei uns nach dem Abstieg einiges getan hat und ein Neuanfang gestartet wurde, ist es schwierig, ein klares Ziel auszugeben. Das Team muss erst noch zueinander finden bei den vielen Neuzugängen. Aber ein einstelliger Tabellenplatz ist definitiv drin. Bei den Eindrücken, die ich in den Vorbereitungsspielen gewonnen habe, denke ich, werden wir auch das ein oder andere Team auf jeden Fall ärgern können.“

 

Rudi Frank stellt seine neuen Hoffnungsträger vor:

 

Joel Rathmann, 21 Jahre alt:

„Joel kommt vom SC Bad Salzuflen und hat bereits in der Rückserie ein paar Spiele für uns gemacht. Er ist Rechtsverteidiger, kann aber auch in der Innenverteidigung spielen. In der Vorbereitung hat er eine enorme Zweikampfstärke bewiesen und einen ausgeprägten Offensivdrang.“

 

Maik Horstkötter, 26 Jahre alt:

„Maik ist theoretisch schon seit dem Winter da. Er kommt von Hagen-Hardissen, startet aber erst zur kommenden Saison richtig durch. Er ist im zentralen Mittelfeld beheimatet und verfügt über eine super Technik und ein gutes Spielverständnis. Er wird dafür sorgen, dass wir im kreativen Bereich etwas schwerer auszurechnen sind.“

 

Nikola Milanovski, 24 Jahre alt:

„Nikola hat bereits zum Ende der vergangenen Saison ein Spiel gemacht. Er war vereinslos und hat die Vorbereitung durch Urlaub verpasst, wird uns aber im Mittelfeld verstärken und dafür sorgen, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind.“

 

Kevin Breder-Frackowiack, 29 Jahre alt:

„Kevin kommt vom TuS Bexterhagen und ist auf den offensiven Außen zu Hause. Ihn zeichnet seine Schnelligkeit aus und seine Eins-gegen-eins-Situationen.“

 

Mehran Abadikhan, 25 Jahre alt:

„Mehran kommt vom B-Liga-Spitzen-Team CSL Detmold. Seine Positionen sind im zentralen Mittelfeld – so wie die Innen/Außenverteidigung. Er ist im Spiel sehr viel unterwegs und hat ein gutes Zweikampfspiel – so wie eine gute Technik.“

 

Boris Philippsen, 28 Jahre alt:

„Boris stößt vom B-Liga-Spitzenteam BSV Müssen zu uns. Ein Linksfuß, der im zentralen Mittelfeld sowie auf den linken Außenpositionen einsetzbar ist. Eine sehr gute Technik und sehr schöne Pässe in die Schnittstellen gehören zu seinen Stärken.“

 

Dennis Müller, 27 Jahre alt:

„Früher beim TuS Helpup aktiv gewesen. Er konnte nun überzeugt werden, beim Neuaufbau Teil unseres Teams zu sein. Sehr flexibel einsetzbar in Abwehr, Mittelfeld und in der Vorbereitung auch mal im Sturm. Sehr aggressive Spielweise und sehr viel unterwegs auf dem Feld.“

 

André Schmidt, 27 Jahre alt:

„André ist auch früher im Verein gewesen, allerdings beim TuS Kachtenhausen. Konnte auch überzeugt werden, nach längerer Verletzungspause wieder anzugreifen. Ist in der Vorbereitung hauptsächlich in der Abwehr eingesetzt worden, wo er auch durch sein gutes Stellungs- und Kopfballspiel sowie seiner guten Zweikampfstärke zu überzeugen wusste.“

Werbegruppe OWL Sport

More in Kreisliga B Detmold