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Regionalliga West

Alemannia Aachen – Die „minimalste Chance“ nutzen

Eines der besten Teams aus ganz Deutschland gastiert morgen auf dem Aachener Tivoli. Bayer 04 Leverkusen spielt in der ersten Runde vom DFB-Pokal beim Regionalliga West-Vertreter.

Alemannia geht als Underdog ins Pokal-Abenteuer

 

Es ist angerichtet. Seit Freitagmorgen ist der Tivoli mit über 30.000 Zuschauern ausverkauft. Die Fans sind heiß auf das Duell zwischen dem Außenseiter Alemannia Aachen und dem klaren Favoriten Bayer Leverkusen. Da der Pokal aber immer wieder mal seine eigenen Gesetze hat, wird Träumen am Samstag ab 15.30 Uhr bei den Anhängern der Schwarz-Gelben natürlich erlaubt sein.

Ein langfristiges Vorhaben ist Aachens Trainer Fuat Kilic nun endlich geglückt. Bei seinem Amtsantritt im Januar 2016 hatte der Fußballlehrer sich das Ziel gesteckt, den Tivoli einmal bis auf den letzten Platz zu füllen. Nach dem Sieg im Verbandspokal fieberte man in Aachen gespannt der Auslosung entgegen, die der Alemannia nach siebenjähriger DFB-Pokal-Abstinenz einen attraktiven Gegner bescherte. Gegen den Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen ist der Tivoli am Samstag ausverkauft. „Wir werden alles Erdenkliche dafür tun, dass wir ein vernünftiges Spiel machen“, formuliert Kilic das nächste Etappenziel. Auch wenn die Chancen auf eine Sensation gering sind, hat der Alemannia-Coach sein Team gezielt vorbereitet. „Wir haben uns schon Gedanken gemacht, wie wir diese minimalste Chance für uns nutzen können, um zu überraschen.“

Leverkusen wird – wie zu Bundesliga-Spielen üblich – bereits einen Tag vorher anreisen. Das verdeutlicht, dass man den Auftritt in Aachen sehr ernst nimmt. Auch wenn die letzten Testspielergebnisse der Werkself nicht positiv ausgefallen sind, ist die Favoritenrolle klar verteilt. „Das ist schon eine enorme Qualität, die da auf uns zukommt“, schildert Fuat Kilic seine Eindrücke von der Generalprobe gegen den spanischen Top-Club FC Valencia, auch wenn Bayer nach einem Platzverweis 70 Minuten lang in Unterzahl agieren musste. „Wir  sind der große Underdog und wollen solange wie möglich die Null halten. Dann müssen wir schauen,  was Leverkusen praktiziert und wie weit sie mit unserer Art und Weise klar kommen“, lautet die Marschroute. Wichtig ist dem Trainer, dass seine Jungs nicht gehemmt agieren. „Wir wollen die Zweikämpfe suchen und uns von der Atmosphäre tragen lassen.“

Noch unklar ist, ob Manuel Glowacz das Ambiente des ausverkauften Stadions als Aktiver auf dem Rasen miterleben kann. Den Aachener Standardspezialisten plagen Hüftprobleme. Definitiv ausfallen werden weiterhin Kai Bösing und Can Özkan. Geleitet wird die Partie vom Unparteiischen Martin Petersen aus Stuttgart. Alexander Sather und Robert Wessel stehen ihm an den Linien unterstützend zur Seite. In der Pokalstatistik sind zwei Duelle gelistet, die mit je einem Erfolg für Aachen und Leverkusen ausgeglichen ausfällt. Die Punktspielbilanz sieht die Tivoli-Kicker mit 21 Siegen klar im Vorteil. Bei nur vier Unentschieden hatte Bayer 13-mal das bessere Ende für sich.

 

 

 

 

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