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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 2. Spieltag 19/20

Nach der Premiere ist vor dem zweiten Spieltag. Lippe-Kick hat die B2 Lemgo im Blick. Stimmen und Stimmungen, alles gratis.

 

Vereinsinterne Angelegenheit in Holzhausen

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Was sehr auffällig gewesen ist in der B2 Lemgo am ersten Spieltag: Ein Unentschieden war völlig Fehlanzeige. Acht Gewinner sorgten für ebenso viele Verlierer. In der zweiten Runde kommt es zu acht Begegnungen am Sonntag. Drei Spiele starten um 13.00 Uhr, ein Fünferpack beginnt zwei Stunden danach. Ein so genanntes Spitzenspiel findet schon um ein Uhr mittags statt, empfängt der viertplatzierte TuS Asemissen II den Spitzenreiter TuS RW Grastrup/Retzen. Spannend: Ein interessantes Vereinsduell findet zwischen der TSG     /Sylbach II und der TSG Holzhausen/Sylbach statt.

Von Henning Klefisch

 

TuS Asemissen II vs. TuS RW Grastrup/Retzen

Nach einer reifen Darbietung triumphierte der TuS Asemissen II satt mit 3:1 bei TBV Lemgo III zum Auftakt. Auf diese Performance wollen die Asemisser nun anknüpfen. „Es war eine gute und geschlossene Mannschaftsleistung“, so ein immer noch glückseliger Florian Meerkötter, der für das Coaching der wackeren Helden verantwortlich ist. So schnell kann das gehen. Die Westlipper haben nunmehr ein Spitzenspiel vor der Brust, geht es zum punktgleichen Tabellenführer TuS RW Grastrup/Retzen. Klar, in diesem extremen Frühstadium der Saison von solch einem Duell zu fabulieren, wirkt gewiss etwas verfrüht. Aus realistischer Warte ist dies für die Zweitvertretung ein notwendiger Prüfstein. Hoffnung macht die Heimstärke der letzten beiden Jahre, kann in diesem Match auch realistisch evaluiert werden, wie weit die neu zusammengestellte Mannschaft tatsächlich ist. Das Trio Patrick Dove, Thilo Bednorz und Marius Nagel fällt auf jeden Fall aus, vielleicht auch Lucas Wöstenfeld. Schon jetzt ist klar, dass ein, zwei Akteure die Drittvertretung vor Ort unterstützen werden. Willkommen sind Marc Schubert, Manuel Epp und Dennis Müller vor diesem wichtigen Spiel. Wie fällt vom Asemisser Coach Florian Meerkötter die Gegnerbewertung aus? „Grastrup/Retzen schätze ich stark ein. Sie werden auch diese Saison wieder im oberen Drittel mitspielen“, tut dem Verein aus dem 792 Einwohner- (Grastrup/Hölsen) und 1409 Einwohner-Ort (Retzen) die Höhenluft schon seit Jahren gut. Verheißungsvoll: Der Grönland-Wall unter den lippischen Torjägern ist seit dieser Saison auch wieder an Bord. Die Rede ist von Sascha Döller, der nach dem einjährigen Gastspiel in der Reserve vom BSV Müssen wieder für seinen Herzensverein spielt. Meerkötter bescheinigt ihm: „Er ist jemand, der weiß, wo das Tor steht und das macht sie definitiv nicht schlechter.“ Wie soll es denn gelingen, dass der TuS Asemissen II erneut gewinnt? „Gegen Grastrup/Retzen müssen wir eine ähnliche Leistung auf den Kunstrasen bringen und dürfen uns nicht viele Fehler erlauben, um die drei Punkte in Asemissen zu behalten“, hat der liebe Fußball-Gott vor den möglichen drei Punkten aber zunächst noch den Schweiß gesetzt.

Thore Eitner muss sich zunächst noch die Schweißperlen von seiner Stirn wischen: „Letztes Jahr haben wir  uns gegen Asemissen II schwer getan“, erinnert er sich, um den Grund für seine dann keineswegs mehr waghalsige These zu verraten: „Sie waren läuferisch fit und haben den Ball gut laufen lassen“, haben die Rot-Weißen viele Meter machen müssen, um Richtung Objekt der Begierde zu gelangen. Die Wetterunabhängigkeit von einem Kunstrasenplatz bezeichnet der RW-Coach als einen „immensen Vorteil“, der den Asemissern in die Karten spielt. Dennoch gibt es immer noch einige Prozentpunkte, die mit unbekanntem Terrain besetzt sind, gibt schließlich auch Eitner zu: „Ansonsten bin ich auf die Neuorientierung gespannt, es ist viel in Asemissen passiert.“ Entscheidend ist auf dem Platz. Die Ergebnisse kann er sich mit seinen Jungs am Sonntag ab 13.00 Uhr live vor Ort begutachten. Eine Gemeinsamkeit lässt sich nicht wegdiskutieren: „Asemissen II wird durch den ersten Sieg auch beflügelt sein, genauso wie wir! Deshalb“, so seine realistische Prognose, „gehe ich davon aus, dass es ein umkämpftes Spiel wird.“ Etwas Wichtigeres als die schönste Nebensache der Welt hat Johann Warkentin am Wochenende zu erledigen. Was? Er heiratet standesamtlich. Möglich, dass auch Philipp Friedrich passen muss, hat er sich seine Schulter gedehnt. Die restlichen Spieler stehen Eitner vollständig zur Verfügung. Welche Lehren zieht der erfahrene Recke aus dem 4:1-Auftaktsieg über den FC Union Entrup? „Wir müssen ganz klare unsere Chancen besser nutzen.“ Und? „Wir müssen in Druck-Situationen die Ruhe bewahren und uns auf unsere Stärken beziehungsweise das Spielsystem besinnen!“ Für jedes Spiel, was für sich betrachtet werden muss, erwartet er folgende Herangehensweise von seinem Team: „Die Jungs sind motiviert, geil auf das nächste Spiel und wollen gewinnen.“

 

Rolf Kißler ist um 13.00 Uhr der Spielleiter auf dem Kunstrasenplatz in Greste.

 

TuS Ahmsen II vs. TuS Leopoldshöhe II

Wissenswert: Eigentlich dürften beide Teams nicht mehr in der B2 spielen, haben sie sportlich den Klassenerhalt nicht geschafft. Ihr Glück: Der freiwillige Rückzug vom TuS Asemissen III und vom TSV Schötmar aus dieser Spielklasse. Allein das Resultat beim 3:0-Sieg der TuS-Reserve hat Christoph Schlautkötter im Blick: „Leo hat das Auftaktspiel gewonnen. Mehr kann ich, zu diesem Zeitpunkt, nicht über den Gegner sagen“, erklärt der Coach vom TuS Ahmsen II. Im Süden der Tabelle sind die Ahmser nach dem ersten Spieltag beheimatet. Eine echte Aussagekraft besitzt die Tabelle selbstverständlich nicht. Dennoch hat Schlautkötter einige Aspekte im Blick, die die Wahrscheinlichkeit auf ein erfolgreiches Heimspiel steigert. Wie etwa: „Wichtig wird sein, dass wir unser Spiel durchziehen und aktiv sind, besonders in der Bewegung ohne Ball.“ Der „Rumpelacker“ vom Sepp in Lockhausen hat dazu geführt, dass bei den Grün-Weißen einige Akteure angeschlagen sind. Deshalb müssen die Stunden bis zum Matchday abgewartet werden, um eine Gewährleistung für den Personalstand zu erhalten. Gibt es denn Erkenntnis vom 0:3 beim TuSL? „Keine“, sagt der Ahmser Trainer, erklärt dazu: „Das hatte mit Fußball nichts zu tun.“

Der 3:0-Heimerfolg über den Aufsteiger TSG Holzhausen/Sylbach II hat die „Lust auf mehr“ signifikant gesteigert. Leo II-Kicker Max Meckelmann hofft auf den Traumstart, frohlockt via Lippe-Kick: „Wir wollen auch diese Woche wieder eine klasse Leistung zeigen und mit sechs Punkten starten. Allerdings“, könnte dies nach seinem Empfinden eine Gefahrenquelle darstellen, „müssen wir aufpassen, dass wir  Ahmsen II nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Speziell die kämpferischen Tugenden sind den Löwen ein Dorn im Auge, kündigen sie ähnliche Eigenschaften im direkten Duell an. „Spielerisch“, glaubt er an die eigenen Fähigkeiten, „schätze ich uns dennoch leicht besser ein. Wenn wir diese Vorteile nutzen, werden wir auch Sonntag wieder siegreich sein.“ Man merkt an diesen Worten, der klare Auftaktsieg hat für Rückenwind gesorgt. Vielleicht rührt dieser auch daher, dass die Gäste in Bestformation anreisen.

TuS Bexterhagen II vs. TBV Lemgo III

Der letztjährige Neuling trifft auf den diesjährigen Neuling. Während die Roten im Auswärtsspiel dreifach punkteten, verlor der TBV auf eigenem Platz mit 1:3. Trotz des überzeugenden Auftrittes vor Wochenfrist, warnt TuS-Trainer Dennis Lütkehölter die Seinen. „Das Spiel fängt bei 0:0 an. Die drei Punkte letzte Woche taten gut, helfen uns aber an diesem Spieltag überhaupt nicht mehr.“ Aus der Erfolgsmannschaft der letzten Woche fehlen mit Oliver Kampmann, Nick Kampmeier und Robin Eichmann gleich drei Spieler. Hinter dem Einsatz von Marc Stühlmeyer steht noch ein Fragezeichen. Peter Klozik wird nach überstandener Fußverletzung wieder in den Kader rutschen. „Einen Aufsteiger am Anfang der Saison zu spielen, ist immer speziell. Sie kommen noch aus der Euphorie der Vorsaison und haben wenig Misserfolge gesammelt. Inwieweit das Selbstvertrauen beim TBV nach der Niederlage gegen TuS Asemissen II schon einen kleinen Dämpfer erhalten hat, kann ich nicht beurteilen. Wir erwarten jedenfalls einen starken Gegner, der uns alles abverlangen wird“, erklärt Lütkehölter abschließend im Lippe-Kick-Gespräch.

Die Verhältnisse vor dem Gastspiel am Alten Postweg ordnet TBV Lemgo III-Chefcoach Serkan Köse kurz ein, sagt im Lippe-Kick-Gespräch: „Nach dem Sieg gegen Holzhausen/Sylbach geht Bexterhagen II natürlich als Favorit ins Spiel – wir sind gewarnt und wollen konzentriert unser Spiel aufziehen.“ Dies ist die Maxime. Wie könnte denn die Taktik aussehen? „Wir müssen hinten sicher stehen und die Räume eng machen – aber wollen uns auch nicht verstecken und wollen alles geben, um Zählbares mitzunehmen.“ Mit dem Spielerduo Gegas und Zoworka geben die Hansestädter zwei Akteure an die A-Liga-Mannschaft ab. Lübeck, Dreymann und Harms sind verhindert oder verletzt. Als mögliches Alibi dienen diese Vakanzen aber nicht, bringt Köse doch zum Ausdruck: „Aber keine Ausreden – der Kader ist für Sonntag gut aufgestellt!“

FC Union Entrup vs. TSV Schötmar

Ein Gesicht, als ob er einen beherzten Schluck Bitter Lemon zu sich nimmt, demonstriert Union Entrup-Fänger Timm Lessow – mit Blick auf das letzte Spiel: „Wir müssen es am Sonntag definitiv besser machen als gegen Grastrup/Retzen“, gab es gegen den starken Nachbarverein doch eine belämmerte Niederlage. Was schon ein Stück weit verwunderlich ist, ist die äußerst positive Personallage. Bis auf Uli Bornscheuer und Timo Pape (beide müssen arbeiten) darf Trainer-Gentleman Peter Lewecke seine besten Pferde aus dem Stall lassen. Fast schon beim Tippen der Lottozahlen hat Lessow wohl mehr Glück im Vergleich zu einer seriösen Kontrahentenprognose. Oder um es mit seinen Worten zu sagen: „Schötmar ist nicht einzuschätzen, es wird weder die letztjährige A-Liga-Truppe, noch die Jungs aus der letztjährigen Zweitvertretung da stehen. Wir stellen uns auf irgendetwas dazwischen ein“, könnte die goldene Mitte auch dieses Mal der Wahrheit entsprechen. Dass die Schötmaraner jedoch mit vollem Spielwitz und Offensivstärke gesegnet sind, ist bei Timm Lessow nicht im Verborgenen geblieben. Deshalb möchte man den letztjährigen A-Ligisten, der in der abgelaufenen Spielzeit noch A-tourig unterwegs war, „nicht unterschätzen.“ Seine Hoffnung: „Wenn wir dagegen gute Mittel finden, male ich mir tatsächlich Chancen auf drei Punkte zu Hause aus.“

Im Wechselbad der Gefühle hielt sich der TSV Schötmar im vorherigen Heimspiel gegen Yunus Lemgo auf. Im ersten Durchgang führten die Lohfeld-Jungs bereits mit 3:0, ehe Yunus in der Schlussphase der Begegnung eine leichte Aufholjagd begann, auf 3:2 herankam. Die Stimmungslage bei den Schötmaranern könnte nicht viel besser sein, erklärt doch Vereinsboss Ersan Dargecit im Lippe-Kick-Gespräch: „Nachdem wir die Saison mit einem Sieg begonnen haben, ist die Motivation und Laune natürlich besonders positiv in der Mannschaft.“ Dass die Spieler große Lust auf das folgende Spiel in Entrup haben, ist ein offenes Geheimnis. „Entrup habe ich in erster Linie als sehr sportlichen und fairen Verein kennengelernt. Sowohl auf als auch neben dem Platz sind das alles sehr nette Menschen“, fühlt sich Dargecit rundum wohl an der Ilsekampfbahn. Im spielerischen Sektor möchte er die Entruper nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Sie haben ein paar Spieler in ihren Reihen, die mit Einzelaktionen ein ganzes Spiel entscheiden können.“ Eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung soll auch dazu führen, dass die Abwehr steht. „Allzu viele Lücken dürfen wir daher nicht zulassen, wenn wir keine bösen Überraschungen erleben wollen“, soll die Triumphfahrt unbedingt eine Fortführung erfahren. Im Urlaub weilt Fitim Haxhimusa. Deshalb spielt er logischerweise nicht mit.

Andreas Hellmich ist der Spielleiter ab 15.00 Uhr.

 

Yunus Lemgo vs. SV Werl-Aspe II

Zunächst wählt Yunus-Coach Erkan Cakmak einen kleinen Rückblick auf sein jüngstes Spiel, erinnert er sich dabei: „In der ersten Hälfte haben wir einfach nur gepennt“, was die Basis für die 2:3-Niederlage beim TSV Schötmar gewesen ist. Gegen die Asper, die eher auf Augenhöhe erwartet werden, fordert Cakmak eine konzentrierte Vorstellung von Anpfiff weg, möchte man über die Zweikämpfe Selbstbewusstsein entwickeln. „Die drei Punkte sollen hier bleiben, obwohl ich Werl-Aspe II stärker einschätze als die letzten Saisons und sie nicht unterschätze“, so Cakmak. Stets hat es nach seinen Erfahrungswerten „enge und spannende Spiele gegen sie“ gegeben. Was ist der alles entscheidende Bestandteil, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet? „Es wird darauf ankommen, welche Mannschaft die drei Punkte mehr haben will und 110 Prozent gibt“, so der Stochastik-Freund im Lippe-Kick-Gespräch. Die Urlauberliste ist lang wie prominent, geht es konkret um Sinan Cakmak, Ahmet Tümenci, Afrid, Mert Yilmaz und Berkay Ersavas, die vollständig fehlen. Andy Mirsaidov muss verletzt passen. Auflaufen können die Delphine immerhin: „Trotzdem werden elf motivierte Spieler auf dem Platz stehen und alles geben“, legt sich Erkan Cakmak bindend fest.

 

Eine enorme Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorsaison, das attestiert SV Werl-Aspe II-Abwehrmann Marius Grimm den schwimmfähigen Delphinen: „Yunus wird am kommenden Sonntag wohl nicht wiederzuerkennen sein, zumindest werden sie nicht so auflaufen wie noch in der vergangenen Saison.“ Was er meint: „Sie waren schon in der vergangenen Saison bissig und kämpferisch, das hat sich mit Sicherheit nicht verändert. Es wird mehr ein Team sein“, glaubt er deshalb an eine komplizierte Herausforderung für seine Asper. Nur knapp mit 1:2 verlor die Reserve ihr Auftaktmatch gegen den SV Wüsten, hat gezeigt, „dass wir mitspielen können“, sagt Grimm nicht ohne Stolz. Am Sonntag soll dies auf der West-Alm unbedingt wiederholt werden. Damit dies eintritt, möchte man den „offenen Schlagabtausch“ vermeiden. Vielmehr gehe es darum, „ein Kräftemessen im Zentrum“ zu bemühen. Die Verteidigung wird über Wohl und Wehe in dieser Partie entscheiden, prognostiziert das Asper-Urgestein: „Wichtig für uns wird der Kampf am Boden und in der Luft sein“, haben ihn die Gegentreffer nach Standards gegen Wüsten mächtig gewurmt. Die verletzten Timo Höke, Manuel Kleinschmidt und Christian Kärmer fallen allesamt aus, auch der verhinderte Dennis Haugk und Florian Rausch. Letzterer weilt im Urlaub. Noch angeschlagen ist Luca Emmerich.

Peter Dankwerth ist ab 15.00 Uhr der Referee in diesem Spiel auf Rasenplatz.

 

SV Wüsten vs. TuS Lipperreihe II

Der Eifer vor dem ersten Spiel vor heimischer Kulisse ist gewaltig beim SV Wüsten. Dies ist auch damit zu begründen, dass im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Aspe weitere Spieler zurückkehren. „Zudem spielt vor uns noch die zweite Mannschaft. Das kann ein guter Sonntag werden“, erklärt ein zufrieden wirkender SVW-Kicker Bastian Meißner im Lippe-Kick-Gespräch. Was die Laune vielleicht ein wenig sinken lassen könnte, ist die Beurteilung vom Gegner TuS Lipperreihe II, „den wir dieses Jahr sehr stark einschätzen, aufgrund der vielen Neuzugänge aus dem Jugendbereich, aber auch vorher war das Team schon sehr gut.“ Keine Schwächen zu zeigen, viel zu investieren, fußballerisch und läuferisch, dies wird maßgebend sein, um den nächsten Dreier einzufahren. Die Erkenntnis aus dem knappen Auftaktsieg beim SV Werl-Aspe II: „Das erste Spiel hat uns gezeigt, dass, wenn wir bis zur neunzigsten Minute fighten, am Ende auch der Erfolg steht.“ Bis zu sieben Ausfälle drohen, wenn nicht eine kleine Wunderheilung geschieht.

Das müssen wir an dieser Stelle wirklich mal zugeben. Es ist fast so kompliziert wie Mäusemelken. Was? Nach der ersten Runde viel über die kommende Aufgabe zu philosophieren. Gut, dass Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner schon einige Jahre im lokalen Fußball-Geschäft beheimatet ist, erklärt er doch: „Da wir aber Wüsten kennen, wissen wir, dass sie immer eine starke Mannschaft jedes Jahr stellen können. Mit dem neuen Trainer Achim Wenzel haben sie auch einen erfahrenen Trainer auf ihrer Seite, der den richtigen Weg finden wird“, ist die Routine im Trainerbereich nie zu verschmähen. Ganz nach Taverners Gusto ist es, dass die Trainingsbeteiligung in dieser Woche „sehr gut“ war, schließt sich dies der hervorragenden Atmosphäre innerhalb des Vereins an. „Die Stimmung in der Gruppe ist sehr gut“, verrät Taverner gegenüber Lippe-Kick. Das Auftaktspiel ist gegen die unberechenbare Mannschaft der SG Hörstmar/Lieme II gewonnen worden. Nun möchten die Spieler aus dem rund 3000-Einwohner-Ort – südlich von Oerlinghausen gelegen – den Schwung mitnehmen. Die Inhalte aus dem Training sollen auch im Spiel sichtbar werden. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung möchte man den favorisierten Wüsten-Füchsen Einhalt gebieten. Für unbestimmte Zeit fallen mit Muschalik und Weigmann echte Unterschiedsspieler aus. Henning Brinkmann urlaubt, Alexander Krause muss aus privaten Gründen dem Spiel fernbleiben. Die Kaderstärke ist dennoch bemerkenswert. Taverner: „Ich hoffe, dass die Jungs die gute Laune und die gute Leistung auch von Sonntag wieder umsetzen, sodass wir ein gutes Spiel abliefern und eventuell den einen oder anderen Punkt mitnehmen.“ Wer den Lipperreiher-Coach, ausgestattet mit deutscher Disziplin und spanischer Spielkunst, kennt, weiß, dass er lieber die dreifache Ausführung protegiert.

 

Wolfgang Lenger leitet diese Begegnung ab 15.00 Uhr in Wüsten.

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS Lockhausen

Das letzte Lockhauser-Spiel ruft sich Hörstmar/Lieme II-Betreuer Jens Bolte problemlos ins Gedächtnis: „Der TuS hat das erste Spiel klar mit 3:0 gegen die Reserve von Ahmsen gewonnen. Da hat selbst der Coach Stefan Braunschweig gespielt und ein Tor gemacht. Auf David Suett werden wir wohl auch aufpassen müssen, da er zwei Buden gemacht hat“, zählt er die beiden Torschützen kurz auf. Nicht gerade verblüffend den Fakt, den Bolte erkannt hat: TuS Lockhausen erlebte einen guten Gang aus der Vorbereitung. Die eigene Taktik ist klar: „Wir werden aber wieder wie in Lipperreihe offensiv spielen, aber auch stärker in der Defensive aggressiv sein. Nach den verpassten Chancen gegen Lipperreihe müssen wir deutlich effektiver vor der Bude werden“, wäre ein Sieg gegen die TuS-Reserve dann keine Utopie gewesen. In der immer noch vorherrschenden Urlaubszeit muss der Gastgeber auf maximal ein Trio verzichten. Bolte` s Wunsch ist klar: „Beim ersten Heimspiel sollte aber wieder der Spaß am Bolzen im Vordergrund stehen und wenn es möglich ist noch Punkte.“ Dann wäre das Wochenende aus Hörstmar/Lieme II-Sicht nahezu perfekt.

Prinzipiell fällt es kontinuierlich ausgesprochen schwer, nach nur einem Spieltag einen Gegner zu bewerten. Auch Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig muss einräumen, dass er damit Schwierigkeiten offenbart. Dazu kommt die Tatsache, dass er im Vorjahr gegen die Hör/Lie-Reserve nicht gespielt hat, deshalb keine Erfahrungswerte vorweisen kann. „Da hat sich ja vieles getan“, spricht er damit nicht die Unwahrheit aus. Und: „Mal sehen, wie die sich dort aufgestellt haben.“ Den gegnerischen Coach Thomas Johannfunke kennt er nur allzu gut. Trotzdem liegt der klare Fokus auf dem eigenen Spiel, möchte man mit „Kampf und Siegeswillen“ in den Erfolgspfad einbiegen. In der erfolgreichen Rückserie ist dies schließlich ein probates Mittel gewesen. Beim 3:0-Heimerfolg über den TuS Ahmsen II, auch beim 0:1 im Pokal gegen den TSV Oerlinghausen, hat die Mischung gepasst. Defensiv stand Lockhausen stabil, im Offensivbereich wurde mit schnellen Nadelstichen flink umgeschaltet. „Wir hätten höher gewinnen können, ließen aber einige dicke Dinger liegen“, moniert Braunschweig, der sein Team im Angriffsbereich stets als gefährlich erachtet. Die Trainingsbeteiligung hat sich unter der Woche gesteigert. Zwölf Akteure waren beim Dienstagstraining zu Gast, gestern sogar einige mehr. Gute Besserung wünscht der TuS Lockhausen, auch Lippe-Kick, dem Spieler Hendrik Stockhecke, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Dies hat ein MRT in dieser Woche ergeben. Es gibt auch positive Nachrichten von der Personalfront. Vielleicht kehrt Kai Krutsch aus seinem Urlaub zurück. Bastian Eikmeier, Marvin Aster und Jan Philipp Krügler stehen aber wieder im Kader.

Um 15.00 Uhr der Schiedsrichter ist Udo Dissmeier.

 

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Die Begeisterung für das Spiel ist bei den Vereinskameraden allenthalben gewaltig. Durch die Tatsache, dass beide Mannschaften sich in- und auswendig kennen, auch die Übungseinheiten zusammen gestalten, werden Geheimnisse am Sonntag ein Fremdwort darstellen. Aufstiegstrainer Henri Ellerbrok verrät gegenüber Lippe-Kick die fruchtbare Zusammenarbeit: „Auch beide Trainer entwickeln ihre Trainingsmethoden und Taktiken durch den Input des anderen ständig weiter.“ Nach vielen Trainingsduellen ist nun der harte Matchkampf erforderlich, hofft Ellerbrok auf einen „fairen, sportlichen Vergleich.“ Mehr Druck liegt bei den „Gästen“, die ihren Start mit einem 1:3 gegen den TuS Bexterhagen II derbe verdaddelt haben, auch andere Ansprüche als die eigene Reserve haben: „Als Aufsteiger können wir gegen den Vorjahres-Dritten frei aufspielen und weiter an unserer Spielidee arbeiten.“ Dennoch: Auch die TSG II hat ihren Startschuss mit einem 0:3 in Leopoldshöhe falsch justiert, möchte einen Achtungserfolg setzen. Die Ausfallliste ist ellenlang, sind Aydin, Bolze, Moshage und Thiesmeier zusammen im Urlaub unterwegs. Autonom sind von diesen vier Jungs ebenso Mosig, Leike und Bökehof im Urlaubsmodus an einem anderen Ort. Der Ausfall von diesen potentiellen Stammkräften wird vom fehlenden Echterdiek ergänzt, der familiäre Angelegenheiten zu regeln hat.

 


 TSG-Coach Stefan Brunk zeichnet es aus, dass er klar das kommuniziert, was er denkt. Er ist kein Freund davon, dass zwei Teams aus einem Verein in einer Spielklasse gemeinsam unterwegs sind. Dass die durchaus favorisierte Erstvertretung nur verlieren kann, liegt auf der Hand. Gewinnt das Brunk-Team, ist dies für viele Außenstehende eine Normalität. Brunk gibt sich opportun: „Leider ist es aber nun so, dass erste und zweite in einer Staffel spielen und es angenommen werden muss.“ Das B2-Team muss ohne Neuverpflichtungen aus der eigenen Reserve antreten. Im direkten Aufeinandertreffen rechnet Stefan Brunk mit einem „extrem schwierig zu spielendem Spiel.“ Was hat er mit Blick auf die Ansprüche der Rivalen aus dem eigenen Lager erkannt: „Die Zweite will nur gewinnen, wobei hier auch anzumerken ist, dass unsere Zweite das Spiel sogar in die Woche verlegen wollte.“ Beide Teams benötigen einen Sieg, das steht für den erfahrenen Coach außerhalb jeglicher Diskussion. Sein Wunsch ist klar: Diese beiden Duelle unter Bekannten sollen sich für den Verein nicht als Nachteil auswirken. Nachteilig ist aber schon jetzt die Personalmisere der TSG-Ersten, muss auf die komplette erste Sturmreihe verzichtet werden, auch auf die Außenläufer. „Aber“, möchte er keine Ausrede geltend machen, „jammern wird nicht helfen.“ Zumal der kommende Gegner auch über einen personellen Aderlass zu klagen hat.

Hüseyin Öztürk leitet diese Begegnung um 15.00 Uhr in Holzhausen.

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