Connect with us

1. Runde

Kreispokal Detmold – Vorberichte 1. Runde 2019/20

Die Ausscheidungsspiele werden heute Abend mit aller Vehemenz bestritten. Lippe-Kick hat den Durchblick.

Die Pokal-Könige residieren in der Provinz

Kreispokal Detmold (hk). Mit einem Blick bei Tageslicht auf die Vielbeschäftigung der Detmolder Teams in diesen Tagen gibt es ein Motto. Dieses wird wohl auch häufig bei noch arbeitenden Rentnern verwendet, die in ihrer beruflichen Laufbahn zu wenig gelebt haben, daher mit 75 Jahren noch ihre karge Rente durch Jobs als Zeitungsausträger aufbessern müssen. ‚Wer rastet, der rostet‘ und ‚man ist an der frischen Luft.‘ Gleiches gilt auch für die Teams aus dem FuL-Kreis Detmold, die heute und morgen in der ersten Runde vom Detmolder Pilsener Pokal schwer beschäftigt sind. Den Titelverteidiger Post TSV Detmold etwa zieht es in die Provinz zur SG Istrup/Brüntrup. Derbys wie die SG Belle-Cappel gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel, der RSV Hörste gegen die FSV Pivitsheide oder SuS Lage gegen die SG Kachtenhausen/Helpup sind nicht minder reizvoll. Unser gut gemeinter Vorschlag: Lasst die Spiele doch einfach mal beginnen. Bereits für die nächste Runde qualifiziert sind der TSV Horn und der FC Augustdorf. Die C-Ligisten SG Klüt/Wahmbeck und FSG Waddenhausen/Pottenhausen verzichten auf den Vergleich gegen die höherklassigen Teams.

 

Von Henning Klefisch, Andre Bell & Kevin Richardth

 

SV HW Falkenhagen vs. FC Fortuna Schlangen

(ab). Beim FC Fortuna Schlangen nimmt man „jedes Spiel ernst“, auch den Pokal, wenngleich „die Liga Priorität“ besitzt. „Trotzdem möchten wir gegen den B-Ligisten weiterkommen“, stellt Jens Riepenhausen klar. Der Betreuer weiß aber auch, was für die Fortunen beim B-Ligisten zukommt: „Falkenhagen wird bestimmt alles reinhauen wie sie nur können und einen A-Ligisten ärgern. Die werden kämpferisch alles versuchen.“ Das hat zur logischen Konsequenz, dass die Gäste, „den Kampf annehmen“ müssen. Spielerisch ist Schlangen im Vorteil, entsprechend will ein „gutes Kombinationsspiel durchziehen. Dann werden wir das Spiel für uns endscheiden“, ist sich Riepenhausen sicher. Die Mannschaft wird im Vergleich zu Sonntag ein anderes Gesicht bekommen: „Durch einige Arbeiter und Studenten werden einige fehlen, aber trotzdem werden wir eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten. So haben Spieler, die Moment etwas hinten anstehen, ihre Möglichkeiten sich zu zeigen und eventuell zu nutzen. Dazu werden wir zwei, drei Verstärkungen aus der zweiten Mannschaft bekommen, die auch ihre Chance bekommen, sich zu präsentieren.“ Und da im Pokal nur „Sieg oder Niederlage über Weiterkommen oder Ausscheiden“ entscheiden, ist auch „egal, wie man weiterkommt.“ Namentlich auf jeden Fall fehlen werden Maik Fehse, Simon Tronich und Daniel Tronich. Möglich, dass kurzfristig weitere Ausfälle hinzukommen.

 

Micha-Marc Bohnensack hat die Spielleitung, um 19.00 Uhr geht es los.

 

SG Istrup/Brüntrup vs. Post TSV Detmold

(ab). SG-Coach Roy Wangert hat „immer gerne Pokal gespielt.“ Als langjähriger Bezirksliga-Spieler ist aber eher die Rolle des Favoriten gewohnt. In diesem Fall geht Istrup/Brüntrup als Außenseiter ins Spiel. „Es müssen schon ein paar Faktoren passen, um Detmold zu ärgern“, so Wangert. „Aber wie man bei den Profis (Verl gg. Augsburg) gesehen hat, kann auch ein Underdog über sich hinauswachsen.“ Fest steht auf jeden Fall, dass sich die Mannschaft auf das Spiel freut. Zum einen, weil der ehemalige SG-Kicker und mit vielen noch befreundet Fabio Cucchiara in sein Wohnzimmer zurückkommt, und zum anderen, weil „bestimmt viele Zuschauer am Platz sein“ werden. Zu verlieren hat die SG nichts: „Wir können befreit aufspielen. Die Spieler solle das Spiel genießen. Es fängt bei 0:0 an.“

 

Die Residenzler reisen mit einem „ausreichend gefüllten“ Kader nach Brüntrup, „in dieser Woche kommen eigentlich alle Urlauber zurück“, so Michael Grundmann. „Wir sind Favorit und wollen dem natürlich auch gerecht werden. Die SG ist aber aktuell sehr gut drauf und was im Pokal möglich ist, haben wir ja selber im Westfalenpokal erlebt, als wir Neuenkirchen geschlagen haben“, warnt der Obmann davor, das Spiel als Spaziergang anzunehmen: „Wenn unsere Jungs glauben, dass es leicht wird, bin ich mir sicher, dass wir richtig Probleme bekommen.“ Denn: „Das Ziel heißt natürlich gewinnen. Das wird aber nur mit 100 % Leistung und Einstellung klappen.“

 

Um 19.30 Uhr geht es los, Herbert Indenbirken leitet das Spiel.

 

SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(ab). Sven Großmann ist „froh, dass wir schon wieder ein Spiel haben.“ Denn: Hiddesen/Heidenoldendorf spielt zwar Bezirksliga, aber vielleicht kriegen dir dann die unnötige Niederlage von Sonntag aus den Köpfen raus.“ Von seiner Mannschaft erwarte der Coach, „dass sie kämpfen und rackern. Im Pokal haben wir schon bewiesen, dass wir ein anderes Gesicht zeigen können als in der Meisterschaft.“ Da Großmann aber auf fast eine Handvoll verletzter Spieler verzichten muss, „stellt sich die Mannschaft von selber auf.“ Aber die, die spielen können, „werden hoffentlich brennen.“ Und so ganz ohne Druck spielt es sich ja gerne mal ein bisschen leichter: „Wir haben nichts zu verlieren, gehen mit Respekt ins Spiel, aber ohne Angst. Wenn wir mit Angst reingehen, wird das eine eindeutige Sache.“ Und dass die SG Sabbenhausen/Elbrinxen Pokal kann, hat man bereits unter Beweis gestellt, in den letzten Jahren hat man einigen höher spielenden Mannschaften Paroli geboten, ein paar sogar geschlagen. Und da in Sabbenhausen Sportfest ist, „müsste das noch mehr Ansporn für die Jungs sein“, so Großmann.

 

Wer Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach Markus Rüschenpöhler kennt, weiß, dass er „jedes Spiel gewinnen“ möchte. Und da auch „ein Pokalspiel ein Pflichtspiel ist, fahren wir dahin, um die nächste Runde zu erreichen.“ Nach dem eher mäßigen Saisonstart in der Liga, der nicht völlig erwartungsgemäß verlief, wobei aber „auch nicht alles schlecht war“, will die SG „ein Erfolgserlebnis sammeln.“ Aber: „Sabbenhausen ist zu Hause stark, schießt immer viele Tore. Kai Gast trifft in jedem Spiel zwei- oder dreifach, auch andere Spieler sind da noch hervorzuheben.“ Zudem rechnet Rüschenpöhler eher mit einem „defensiv stehenden Gegner“, der auf Konter lauert. Aufgrund von Regenerationsmaßnahmen oder Sperren, wird der Coach seine Mannschaft umbauen. „Alle, die dabei sind, haben den Anspruch zu spielen und auch gut zu spielen und das werden sie mit Sicherheit auch zeigen.“

 

In der Wörmke-Arena geht es ab 19.30 Uhr zur Sache, Erdogan Sayan leitet das Spiel.

 

Blomberger SV vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

(ab). Das Duell zwischen dem Blomberger SV und den SF Berlebeck/Heiligenkirchen ist eines der ausgeglichensten in der ersten Pokalrunde. Beide Teams sind „akzeptabel in die Serie gestartet. BHK jetzt zwar am Sonntag mit einer knappen Niederlage, das heißt allerdings nichts so früh in der Serie“, weiß Mike Winkler. Die Nelkenstädter haben sich in den letzten Jahren nicht unbedingt einen Namen als Pokal-Mannschaft gemacht, es war eher „konsequent ein Schuss in den Ofen“, heißt: Die erste Runde war Endstation. „Ziel ist es also, endlich mal die zweite Runde zu erreichen“, so Winkler, der dann aber meint: „Spaß beiseite, wir wollen natürlich so weit wie möglich kommen.“ Dabei gilt es bei BHK „Außnahmespieler wie Seehrich, Smithen, Schiprowski und Co., die eine hohe Qualität haben, in den Griff zu bekommen.“ Dabei muss der BSV auf Johnson, der sich im letzten Spiel eine Knöchelverletzung zugezogen hat, verzichten. Karaus, Cieslik, Milinski, Uzunlar, Rjabokin fallen ohnehin aus, hinter drei weiteren Spielern steht noch ein Fragezeichen. „Es wird in der Aufstellung daher wieder Veränderungen geben und erst kurz vor Anstoß klar sein, wer starten kann“, erklärt Winkler.

 

Nach der schwachen Vorstellung der Sportfreunde am Sonntag beim Post TSV Detmold II ist dieses Pokalspiel „der perfekte Moment für die Mannschaft zu zeigen, dass sie es auch anders kann. Das hat sie in der Vergangenheit schon unter Beweis gestellt.“ Und Matthias Kuhlmann stellt klar: „Die Jungs sind heiß darauf, das zu zeigen.“ Tabellarisch ist es, wenn es auch ein Pokalspiel ist, nicht nur ein Spiel gegen einen Tabellennachbarn, sondern auch „ein Spiel gegen einen Meisterschaftskandidaten. In Blomberg ohnehin eine „ziemlich schwierige Angelegenheit“, dazu noch auf Rasen. „Das sind Komponenten, die jedenfalls in der Vergangenheit nicht für uns gesprochen haben“, so Kuhlmann. Aber die Sportfreunde sind bemüht, „das wett zu machen und eine Runde weiterzukommen, was unser Ziel ist.“ Dass das schwer wird, „liegt auf der Hand. Blomberg ist eine Top-Truppe, da muss alles passen und stimmen.“ Zumal es personell unter der Woche schwieriger ist, „wegen Schichtdienst oder ähnlichem kann sich kurzfristig noch was verändern, da vielleicht jemand nicht pünktlich da sein kann. Wir haben ja auch noch kleine Anfahrt nach Blomberg.“

 

Um 19.30 Uhr ist Spielbeginn, Rudolf Gallmann ist der Unparteiische dieser Partie.

 

BSV Müssen vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(hk). Geehrte Leser, welche Gemeinsamkeit haben der BSV Müssen und der Hamburger SV? Einige würden aus dem Lameng heraus sicherlich die schönen Spielerfrauen nennen. Ja, das könnte sicherlich zutreffend sein. Aber es geht auch um die bisherige Unbesiegbarkeit. Beide sind zudem im Unterhaus unterwegs und würden gegen einen Aufstieg in das jeweilige Oberhaus sicherlich nicht juristisch und körperlich vorgehen. Es gibt einen Klassiker für viele Kreisliga-Teams: Was in der Vorbereitung war, bleibt in der Vorbereitung. Sicherlich hat es ein Aufeinandertreffen in der letztjährigen Ausgabe gegeben – im Vorjahr. Dennoch wäre es unseriös, daraus irgendetwas zu interpretieren. BSV-Coach Jan Brinkmann hat beobachtet: „Di-Mo ist nicht gut in die Saison gestartet und wird daher den Pokal sicherlich nutzen wollen, um Selbstbewusstsein zu tanken. Wir werden trotzdem versuchen, unseren Fußball auf den Platz zu bringen und wenig Rücksicht darauf nehmen, dass da jetzt ein A-Ligist kommt.“ Der Druck liegt ganz klar bei den Gästen. Für den Tabellenvierten der B Detmold geht es primär darum, sich nicht zu verletzen. Der rhetorisch begabte Brinkmann formuliert es sehr raffiniert: „Ein Sieg wäre ein schöner Bonus. Sollte das jedoch nicht klappen, geht die Welt auch nicht davon unter. Der Fokus liegt ganz klar auf der Liga.“ Eine Hiobsbotschaft bezieht sich auf Christopher Grün. Eigentlich sollte er am Sonntag in der Erstvertretung debütieren. Im Spiel der Reserve hat er sich aber einen Schlüsselbeinbruch zugezogen, was das Saisonaus bedeutet. „Das tut mir unendlich leid für den Jungen, weil er hochmotiviert war und heute auch starten sollte“; so sein Coach. Weiterhin als Urlauber auf der Ausfallliste stehen Mehmet Karaca und Jona Brinkmann. Eric Brakhage weilt auf Dienstreise, Marcel Esselmann und Willi Hass sind verletzt, Thorben Pöhl steht nicht im Kader, weil er noch einen Trainingsrückstand zu begleichen hat. „Trotzdem werden wir eine starke Truppe auf den Platz bekommen“, kündigt Jan Brinkmann via Lippe-Kick an.

 

Klar, der Fehlstart vom SV Diestelbruch/Mosebeck ist schon heftig. In fast allen wesentlichen Statistiken belegen die Dörenwald-Jungs die Spitzenposition – im Negativ-Bereich. Die harmlosen zwei erzielten Tore werden nur vom Aufsteiger FSV Pivitsheide unterboten, mit 17 Einschlägen stellen sie die unsicherste Abwehr, was alles in Summe gleichbedeutend mit dem letzten und einzigen Abstiegsplatz ist. Deshalb übergibt der derzeit verhinderte Abwehrstabilisator Patrick Hoffmann aber noch lange nicht den Favoritenstab ganz an den Gastgeber BSV Müssen. „Wir sind sicherlich der Favorit in diesem Spiel und das wollen wir auch zeigen und gegen einen starken B-Ligisten, der nicht zu unterschätzen ist, in die nächste Runde einziehen.“ So werden einige Di-Mo-Jungs noch ihren Enkelkindern davon erzählen, wie 2019 ante Christum Natum sich eine Völkerwanderung aus dem staatlich anerkannten Kurort Dyselbrok gen Osterräderstadt Lügde aufmachte, um ein episches Pokalhalbfinale zu erleben, was erst im Elfmeterschießen endete. Mit einer Niederlage für das eigene Team. Gegen die Rot-Weißen. Hoffmann, der wie Malte Wrenger seine körperlichen Beschwerden in den Griff bekommen muss, folglich ausfällt, ruft sich in Erinnerung: „Der Pokal hat uns vor allem in der letzten Saison einige Highlight-Spiele beschert – wir wollen so weit kommen wie möglich.“

 

Schiedsrichterlegende Ernst-Albrecht Kuhlmann pfeift um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Müssen an.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. SuS Pivitsheide

(hk). Was fällt dem frechen Lippe-Kick-Reporter überhaupt ein? Er hat in der Vergangenheit von einem Derby gesprochen beim Duell zwischen dem SV Eintracht Jerxen/Orbke und dem SuS Pivitsheide. Dabei gibt es doch nur das echte Derby, wenn die Eintracht auf die Postler trifft und die SuS‘ ler auf die FSV Pivitsheide. Das ist schon dreist, kommt nicht wieder vor. Großes Indianer-Ehrenwort. Einigen wir uns auf ein Nachbarschaftsduell, wenn der Tabellenzweite aus Jerxen/Orbke die neuntplatzierten Pivitsheider empfängt. Für den SVE-Coach Marco Schlobinski ist klar: „Gefühlt gab es diese Partie in den letzten Jahren immer. Meist auf dem kleinen Ascheplatz in Pivitsheide.“ Das technisch geschickte Spiel der Junx kommt auf dem eigenen Kunstrasenplatz besser zur Geltung, davon ist er überzeugt. Er betont: „Gegen SuS waren es immer umkämpfte Partien, ich erinnere mich aber kaum an negative Ausgänge für uns.“ Dass die Pivitker einen heftigen personellen Aderlass verkraften mussten, ist hart, zugleich bekannt. Dies erschwert die Analyse von Schlobinski, der mit seiner Eintracht unbedingt in die nächste Runde einziehen möchte. „Wichtig ist wie immer eine gute Organisation, ein schneller Balllauf, Ideen haben und durchziehen, Tore schießen – einfach Bock auf Fußball haben. Und das als Team!“ Im Gegensatz zu manch anderem Zeitgenossen aus der hiesigen Fußballszene ist er ein echter Fan dieses Wettbewerbs, formuliert er doch: „Pokal ist immer toll. Ich mag die Spiele in der Woche mit Flutlicht und dem Wissen, dass man nur das eine Spiel hat.“ Mit einem 18-Mann-Kader geht es in dieses Duell mit reichlich Lokalkolorit.

 

SuS Pivitsheide-Kultfigur Andre Selse hat schon so manche Schlacht auf dem Fußballfeld ausgefochten. Er ordnet die eigene Bedeutung kurz ein: „Der Pokal hat für uns nicht die höchste Priorität. Dennoch wollen uns hier nicht kampflos ergeben.“ Die bisher so makellose Bilanz mit drei Siegen aus drei Spielen hat auch bei Selse für mächtig Eindruck gesorgt. „Jerxen macht bisher einen starken Eindruck und scheint gut gerüstet für die Saison zu sein.“ Auch deshalb kommt es zu einem „ersten echten Härtetest“ für die Kuczer-Kicker. „Ich hoffe auf ein gutes, faires und spannendes Spiel.“

 

Jakob Hamm ist um 19.30 Uhr der Referee in diesem interessanten Vergleich – auf dem Kunstrasenplatz in Jerxen.

 

Hakedahler SV vs. TuRa Heiden

(hk). Jaja, nur der HSV. Zwei Klatschen innerhalb von drei Tagen. Erst setzte es ein 0:6 gegen den FC Augustdorf II am Donnerstagabend, dann sogar ein 0:10 bei den SF Oesterholz/Kohlstädt am Sonntag. Hakedahler SV-Coach Rezan Kurt gibt sich bescheiden: „Wir wollen jedes Spiel versuchen, für uns zu entscheiden, aber in der jetzigen Situation sind wir weit davon entfernt, an eine Pokal-Sensation zu denken. Dennoch wollen wir das Spiel für uns entscheiden und eine Runde weiterkommen.“ Die beiden Klatschen zuletzt sind für ihn „unerwartet herb“ gewesen. Die Forderung ist eindeutig: „Nun gilt es step by step wieder in die Spur zu kommen und Erfolgserlebnisse zu sammeln. Momentan ist jeder gegnerische Schuss ein Tor. Und wir vergeben viele hochkarätige Chancen“, ist diese Mischung wie verhext für die Hakedahler. Die Hoffnung ist aber enorm, dass die Rückkehr in die Erfolgsspur schon in Bälde gelingt. Vor allem in der B Detmold, dem täglichen Broterwerb, möchten die Jungs aus dem Norden der Stadt Detmold wieder Glanzpunkte setzen. Persönlich kann Kurt nicht allzu viel zum TuRa Heiden sagen, rechnet aber fest damit, dass die Heidener viel investieren werden, weil: „Der Pokal ist eben etwas Besonderes“, gilt dies grundsätzlich.

 

Ganz offen passen muss TuRa-Trainer Thorsten Geffers, wenn es um die Gegneranalyse geht. Dafür fehlen ihm die direkten Duelle. Was hält er von diesem Wettbewerb? „Der Kreispokal besitzt für mich eine äußerst geringe Wertschätzung, ganz ehrlich. Unabhängig vom jeweiligen Gegner in dieser ersten Runde sehe ich dieses Spiel als eine intensivere Trainingseinheit an, in der Hoffnung, nicht noch mehr Verletzte nach dem Spiel beklagen zu müssen“, steht der Heidener Coach auch dieses Mal für Klartext zur Verfügung. „Auch bin ich ein absoluter Gegner von der Ansetzung dieser Spiele an einem Dienstag, nach nur einem Tag Pause. Warum setzt man solche Partien nicht auf einen Mittwoch zum Beispiel an? Dann hätten die Spieler neben Job und Hobby auch eine gewisse Regenerationsphase.“ Die Teams des TuS WE Lügde und des SC Türkgücü Detmold und vom FC Cavo Lage und vom CSL Detmold haben es sinnvoller angestellt, ihre Partien auf Mittwochabend ganz galant geschoben. Mit der gleichen Personalnot wie am Sonntag beim Auswärtssieg bei Brakelsiek/Wöbbel gehen die Heidener in dieses Spiel. „Daher werde ich wohl einigen Spielern eine Pause gönnen und den Kader gegebenenfalls mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft auffüllen. Das Liga-Spiel am kommenden Wochenende gegen SuS Pivitsheide ist mir deutlich wichtiger“, ordnet er die Bedeutung dieser Partie als deutlich höher ein.

 

Bernhard Engelke pfeift um 19.30 Uhr die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Heidenoldendorf an.

 

SG Belle/Cappel vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). „Ein schwieriges Los für uns.“ Das ist die erste Reaktion von Timo Welsandt auf den Gegner der ersten Pokalrunde. „Wir werden versuchen, nicht zu früh in Rückstand zu geraten. Sonst wird es eine harte Nummer für unser Team“, so der Coach. „Da Wöbbel auch etwas schwer in die Saison kommt, kann es sein, dass erstmal abtasten angesagt ist“, könnte Welsandt mit dieser Vermutung gar nicht so falsch liegen. Für sein Team geht es darum, „eine ordentliche Vorstellung“ auf den Platz zu kriegen. „Vielleicht können wir Selbstvertrauen mit einer guten Leistung tanken.“ So ganz ohne Ambitionen geht die SG Belle/Cappel dann auch nicht in das Spiel: „Ein Heimspiel, ein kleines Derby, da kann alles passieren“, ist man für eine Überraschung durchaus zu haben. Verzichten muss der Coach definitiv auf Färber, Jankowski und Esch, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Der Einsatz von Hartmann-Paulsen ist fraglich.

 

Für Falk Weskamp und die SG Brakelsiek/Wöbbel ist die Lage nach dem Fehlstart in Liga „ernst.“ Der Coach gibt zu: „Da beginnt man natürlich nachzudenken.“ Gegen Türkgücü Detmold und gegen TuRa Heiden hat die SG keine guten Partien absolviert, im Pokal will man sich neues Selbstbewusstsein holen. Oder, wie Falk Weskamp es ausdrückt: „Wir fahren nach Cappel, um in die nächste Runde einzuziehen. Dafür werden wir alles geben. Wir wollen einen Neustart.“

 

Alles auf Anfang also ab 19.30 Uhr auf dem Sportplatz in Cappel. Sebastian Termöllen ist dort der Spielleiter.

 

SuS Lage vs. SG Kachtenhausen/Helpup

(ab). SuS Lage hat das spielfreie Wochenende genutzt, „um ein bisschen neue Kräfte zu tanken.“ Dennoch kann Branko Trailovic „leider nicht die gleiche Mannschaft“ aufbieten, wie zuletzt. Schichtarbeit und Verletzungen zwingen ihn zu Umstellungen. „Aber ich will mich nicht mehr beschweren, das geht anderen Mannschaft bestimmt auch so.“ Stattdessen blickt er auf das Derby: „Wir versuchen zu gewinnen und eine Runde weiterzukommen. Wir sind zwei Absteiger, sehen und auch in der Liga nochmal wieder. Ich freue mich auf Jörg [Horstkötter; Anm. d. Red.].“ Ein Weiterkommen wäre „super für das Selbstvertrauen der Spieler und gut für den Verein.“

 

SG-Coach Jörg Horstkötter schätzt, dass „die Lagenser uns auf dem Kunstrasen fußballerisch sicher etwas überlegen“ sein werden. Seine Mannschaft soll aber „bei der ersten Halbzeit aus dem Spiel gegen CSL anknüpfen, wo wir viel Ballbesitz hatten und ganz wenig Chancen zugelassen haben.“ Dann könnte es was werden mit der nächsten Runde. Horstkötters persönliche Erinnerungen an den SuS „liegen lange zurück, als ich dort in meinem ersten Jahr als Spieler aufgestiegen sind und dann zwei Jahre in der Verbandsliga gespielt haben.“ Die gute, alte Zeit. Den Pokal-Wettbewerb sieht der Coach auch als Möglichkeit für seine Mannschaft, sich weiter einzuspielen. Außerdem freut sich auch Horstkötter auf seinen „alten Wegbegleiter Branko aus den glorreichen Zeiten des SuS.“ Personell muss die SG auf die verletzten Simon Wittmann und Anasthasios Lazaridis, sowie die urlaubenden Dennis Müller, Kevin Gronemeier und André Schmidt verzichten. Horstkötter selbst wird wohl deshalb „umgezogen am Rand stehen.“

 

Ahmad El Ali ist der Leiter des Derbys, los geht es um 19.30 Uhr.

 

SpVg Hagen-Hardissen vs. TuS Horn-Bad Meinberg

In der ersten Runde des Detmolder Pilsener Pokal 2019/20 empfängt der C-Ligist SpVg Hagen-Hardissen den A-Ligisten TuS Horn-Bad Meinberg. Für Julian Krein, Spieler und Kapitän des SpVg Hagen-Hardissen, ist die Rollenverteilung deshalb klar, jedoch sieht er für seine Mannschaft keinen Grund sich verstecken zu müssen: „Die Favoritenrolle liegt definitiv bei Horn-Bad Meinberg. Dementsprechend sind wir uns der Außenseiterrolle bewusst. Wir verspüren aber keinen Druck. Wir konnten in der Saisonvorbereitung beweisen, dass wir auch gegen Mannschaften aus der Kreisliga A unser Spiel aufziehen und erfolgreich gestalten konnten.“ Die Absetzung des C-Liga-Spiels gegen TuS Eichholz-Remmighausen III (9er) am vergangenen Sonntag, haben Krein und sein Team anderweitig genutzt: „Wir haben den spielfreien Tag für ein Testspiel gegen die eigene A-Jugend genutzt, wo wir nochmal spezifisch auf ein paar Kleinigkeiten eingegangen sind. Es ist unser Anspruch, nicht Katz und Maus zu spielen, sondern unsere Spielidee gegen jeden Gegner auf den Platz zu bringen.“

 

Trotz der eindeutigen Rollenverteilung will auch Sascha Möller, Coach des TuS Horn-Bad Meinberg, nicht vorschnell urteilen und warnt davor, die Gastgeber zu unterschätzen: „Hagen ist für einen C-Ligisten sicherlich als stark einzuschätzen und wir müssen eine konzentrierte Leistung abliefern, um zu gewinnen. Die Mannschaft kenne ich nicht, aber ich weiß, dass sie einen sehr guten Trainer hat, den ich bereits ein paar Jahre kenne.“ Für Möller und seiner Truppe lautet der Anspruch selbstverständlich, die nächste Runde zu erreichen: „Wir wollen natürlich weiterkommen, auch wenn der Pokal nicht absolute Priorität genießt.“ Nicht zur Verfügung stehen dem Coach Felix Tcheon und Dennis Tille. Beide Spieler haben sich am vergangenen Spieltag Verletzungen zugezogen. Während sich Krein und seine Mannschaft auf die Partie, und „darauf einen Gegner aus der Kreisliga A auf unserem Sportplatz begrüßen“ zu dürfen, freuen, kann Möller aus beruflichen Gründen nicht zugegen sein.

 

Anpfiff ist um 19:30 Uhr am Sportplatz in Hagen. Melike Azra Bulut wird diese Partie leiten.

 

RSV Hörste vs. FSV Pivitsheide

(hk). Keine näheren Berührungspunkte mit der FSV Pivitsheide gab es für den RSV Hörste-Coach Ralf Ackmann. Als er noch den SV Cappel gecoacht hat, spielten die Pivitsheider in der B1-Liga. Auf die leichte Schulter nehmen möchte man den Liga-Rivalen auf keinen Fall. „Ich wünsche mir, dass wir die guten Phasen aus unseren letzten drei Spielen zu einer Einheit von 90 Minuten kompensieren können und uns gerade zu Hause voll reinknien, um eine Runde weiterzukommen“, erklärt Ackmann. Er ist sich im Klaren, dass jeder Sieg gleichbedeutend mit einer Steigerung vom Selbstbewusstsein ist. Davon kann man bekanntlich „nie genug haben.“ Der letztjährige FC Donop/Voßheide-Coach erläutert dies etwas präziser: „Denn trotz guten Phasen und Ansätzen wirst du am Ende wieder mental zurückgeworfen, wenn am Ende null Punkte zu Buche stehen. Denn jeder Spieler möchte doch als Sieger vom Platz gehen“, ist dies entscheidend, was den Sport tatsächlich ausmacht: Wirklich nach dem Höchsten zu streben.

Bock auf Leidenschaft, das verspürt FSV-Spielmacher Jürgen Bolinger vor dem Gastspiel im Nachbarort: „Gegen Hörste waren es immer hitzige und geile Spiele. So hoffe ich auch, dass das heute der Fall sein wird. Für uns persönlich ist das Spiel aber nicht so wichtig, beziehungsweise der Pokal allgemein. Dementsprechend kann und werde ich da nicht allzu viel sagen“, nimmt er sich ein Beispiel an den raffinierten Schweigemönchen. Immerhin lässt er sich vom nervigen Lippe-Kick-Reporter noch entlocken, dass einige Ausfälle mit Verletzungen und beruflichen Herausforderungen zu begründen sind. Eine Gemeinsamkeit: „Auf ein erstes Erfolgserlebnis warten beide Mannschaften, da beide sich einen kompletten Fehlstart in der Liga geleistet haben“, steht bei beiden Teams die Null auf der Habenseite nach drei Partien. Daher glaubt er: „Ein Sieg für die Moral würde also beiden guttun. Ich freue mich eher auf das Aufeinandertreffen im Punktspiel“, geht es da um den Klassenerhalt.

 

Henry Schröder leitet um 19.30 Uhr die Begegnung in Hörste.

 

TuS Eichholz/Remmighausen vs. SF Oesterholz/Kohlstädt

(ab). Vor neun Tagen gab es dieses Duell in der Kreisliga B schon einmal. Und was war das für ein fantastisches Spiel, das nach 90 Minuten beim Stand von 3:3 leider schon beendet werden musste!? Nun gibt es den Zuschlag. Für TuS-Coach Tim Hosch und seine Mannschaft ist „der Pokal schon wertig. Wir mögen den Wettbewerb und es muss es einen Sieger geben. Alleine diese Tatsache birgt schon Spannung. Wir sind eben Sportler und wollen in einem Wettbewerb so weit es geht kommen.“ In der Kabine sprechen die Jungs „schon vom DFB-Pokal und dass wir dazu ja im Grunde nur diesen Pokal holen müssen und dann im nächsten Jahr eben die Stufe drüber.“ Post und Co. können sich also schon mal warm anziehen. „Im Finale wäre ein Duell gegen den SC Verl nach unserem Geschmack“, so ein in dem Fall nicht ganz ernster Tim Hosch. Aber hat der TuS auch wirklich Ambitionen? Klares Ja! „Wir wollen natürlich gewinnen. 20 Uhr, Heimspiel und ein super Gegner“, so Hosch. Und obwohl man gerade erst gegeneinander gespielt“ hat, wird es diesmal „ein völlig neues Spiel. Es geht eben wieder bei null los.“ Hosch ist „wirklich gespannt, denn beide Teams haben noch das wilde 3:3 im Hinterkopf und wissen jetzt spätestens um die Stärken des jeweils anderen.“ Die Taktik für das Spiel wird der Coach erst im Laufe des heutigen Tages entwickeln. „Ich bin auch wirklich gespannt, was mein Kollege sich für ausdenkt. Schöne Abwechslung mal“, denkt Hosch auch, dass durch die „zufällige dichte Terminierung und den Pokal-Modus irgendwie besondere Spannung“ im Spiel sein könnte. „Mein Kollege wird mir zustimmen, wenn ich mir ein ruhiges, souveränes Spiel mit positivem Ausgang für uns wünsche“, wobei sein Gegenüber „mit der Richtung des Ausganges nicht einverstanden sein“ wird. Auf jeden Fall erwartet die Zuschauer ein spannendes Spiel zwischen zwei „jungen Teams mit viel Potential.“ Wie in der Liga sieht Hosch die Chancen bei 50/50, nur, dass es „einen Sieger geben muss.“ Volles Haus gibt es auch in Sachen Kader, 22 Mann hat Hosch dabei.

 

Ein „klasse Spiel mit vielen Highlights und zwei Mannschaften auf Augenhöhe“, war das Duell in der Liga. Allerdings glaubt SF-Obmann Björn Brinkmann nicht, „dass es nochmal so ein Spiel geben wird, da die Voraussetzungen anders sind.“ Zum einen ist es Pokal, „da werden auch Spieler zum Zuge kommen, die noch nicht so viele Einsätze hatten. Wir haben einen breiten Kader mit allesamt sehr guten Spielern, da sollen sich die zeigen, die im Moment nicht die erste Geige spielen.“ Und zum anderen wird das Wetter eine „entscheidende Rolle spielen. Bei Temperaturen um 30 Grad und den Spielen vom Wochenende im Kreuz wird so ein Tempo wie letzte Woche kaum möglich sein.“ Klar ist, dass die Sportfreunde „den Pokal nicht einfach hergeben“ und eine „Kaffeefahrt veranstalten.“ Sondern: „Wir wollen unseren Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und auch versuchen, eine Runde weiter zu kommen. Der Fokus liegt zwar auf der Serie, aber ich traue unserer Mannschaft ein Weiterkommen zu.“ Denn „einen Sieger wird es eben geben und ich hoffe, dass wir das sein werden. Eichholz hat ein spektakuläres Spiel in Sabbenhausen gehabt, die werden ebenfalls mit breiter Brust antreten“, ist daher „alles angerichtet für einen super Pokalfight. Möge der bessere gewinnen.“ Definitiv nicht spielen können Dominik Lüning und David Hoffmann, die „noch nicht soweit sind. Alle anderen sind fit.“

 

Spielleiter ab 20.00 Uhr ist Klaus Frassa.

More in 1. Runde

%d Bloggern gefällt das: