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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 5. Spieltag 19/20

Die Lipper dürfen wieder am letzten Tag in der Woche fleißig den heimischen Fußball überkreislich vertreten. Lippe-Kick bereitet euch akribisch darauf vor.

Barntruper Sehnsucht nach dem ersten Dreier

 

Bezirksliga 3 (hk). Vom lippischen Trio gibt es mit dem RSV Barntrup nur noch eine Mannschaft, die bisher sieglos ist. Die Quittung für die bisherige Bilanz von zwei Remis und zwei Niederlagen ist der vorletzte Tabellenplatz mit zwei Zählern. Der Post TSV Detmold und die SG Hiddesen/Heidenoldendorf sind momentan im Mittelfeld der dritten Bezirksliga-Staffel zu finden, sollten derzeit aber mindestens ein Auge auf die Abstiegsplätze werfen, die immer noch in Sichtweite liegen. Eine Hammer-Aufgabe muss die SG Hiddesen/Heidenoldendorf überstehen, die beim Spitzenreiter SF DJK Mastbruch vorstellig wird. Post TSV Detmold empfängt den Drittletzten SV Dringenberg und der RSV Barntrup hat durchaus eine Chance gegen die Reserve der Spielvereinigung aus Brakel, die nur einen Zähler entfernt liegt.

 

Von Henning Klefisch

 

SF DJK Mastbruch vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

Ganz viel Inkognito, das erwartet den Klassenbesten aus Mastbruch mit der Aufgabe SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Im Jugendbereich gab es noch direkte Duelle, doch im Seniorenbereich kommt es nun zu den ersten Berührungspunkten untereinander. Dass die Motivation der Spielgemeinschaft enorm ist, vor allem nach dem so prachtvollen 5:1-Heimerfolg über den FC BW Weser, dessen ist sich DJK-Kicker David Kremin vollauf bewusst. Dazu kommt das mögliche Privileg, als erstes Team in dieser Saison den Primus zu Fall bringen zu können. All dies führt bei ihm dazu, dass die folgende Heimpartie „schwer“ wird. Selbst möchte man die eigene Spielidee umsetzen, diese dem Aufsteiger aufdrücken. Was relativ logisch erscheint: „Wir werden uns nicht verstecken und versuchen, mit unserer guten Offensive weiter zu punkten. Sollten wir am Ende die drei Punkte zu Hause behalten, haben wir einen exzellenten Start hingelegt, den uns nicht jeder zugetraut hätte“, wäre so ein 15-Punkte-Auftakt schon etwas ganz Besonderes. Auch die Mastbrucher-Feierbiester kommen nicht zu kurz, verspricht das optionale Programm doch verheißungsvoll zu sein: „Abrunden könnte man dann alles auf dem Bundesschützenfest hier in Schloß-Neuhaus.“ Etwas bitter: „Gerne hätten wir das Spiel deswegen verlegt, aber leider ging dies nicht.“ Im Vergleich zur Vorwoche hat sich die Personalmisere weiter verschärft. Auf Dennis Tegethoff, Moritz Berger und Jan Kell (die letzten beiden Auslandsaufenthalt) müssen die Grün-Weißen auf jeden Fall verzichten. Ob Hartmann und Kremin mitspielen, weiß man noch nicht. All diese Ausfälle ändern jedoch nichts an folgender Tatsache: „Dennoch werden wir einen schlagfertigen Kader für das Spiel am Sonntag haben“, so Kremin.

 

Eine Parallele hat Markus Rüschenpöhler zwischen Mastbruch und der eigenen Equipe bereits erkannt: „Mastbruch setzt ähnlich wie wir auf viele Spieler aus den eigenen Reihen.“ Daher kennen und schätzen sich die Spieler untereinander sehr, wissen, wie sie wann zu laufen haben. Aus diesem Grund ist es für den SG Hiddesen/Heidenoldendorf-Coach nur allzu logisch, dass die Mastbrucher in dieser Spielzeit einen der Spitzenplätze in Angriff nehmen. Den Tabellenführer sieht er in der „klaren Favoritenrolle.“ Die Lipper gehen diese Herausforderung nahezu druckbefreit an, können sie nur gewinnen. „Es wird eine ganz schwere Aufgabe“, muss insbesondere die SG-Defensive sich auf einiges gefasst machen. Immerhin haben die Sportfreunde doch mit 21 Toren in Summe pro Partie mehr als fünfmal das Runde in das Eckige befördert. Die Spielgemeinschaft darf sich auf einen wahren Sturmlauf der Mastbrucher freuen, ist Barntrup diesem beim jüngsten 1:5 zum Opfer gefallen. Insbesondere Top-Torjäger Julius Brinkmann ist in das Visier von Rüschenpöhler geraten, der jedoch auch die anderen Kicker sehr schätzt. „Wir sehen uns dort in der Außenseiterrolle, fahren dorthin und versuchen dort zu punkten.“, hofft Rüschenpöhler, der andächtig von einem „kleinen Vorbild“ spricht, wenn er Mastbruch im Blick hat. Der Hintergrund: Sie haben eine ähnliche Philosophie wie wir. Nur auf einem konstanteren und höherem Niveau. Das Interesse an einem erlebnisreichen Spiel ist groß, verkörpert doch auch die Anlage rund um den Rasenplatz am Deipenweg ein ganz besonderes Flair.

 

Matthias Thamm ist um 15.00 Uhr für das Pfeifen und das Auslegen der Spielregeln zuständig.

 

Spvg Brakel II vs. RSV Barntrup

(hk). Logisch, für Maik Schmitz, den Coach der Brakeler-Gastgeber, ist derzeit vieles Neuland. Der Hintergrund: Es ist seine erste Saison für ihn in der Bezirksliga 3. Der erste von zwei Berührungspunkten mit dem lippischen Fußball beginnt nun mit dem RSV Barntrup, den er nicht exakter unter die Lupe nehmen möchte. „Das steht mir auch sicher nicht zu“, so seine Erklärung gegenüber Lippe-Kick. Einzig beim 4:1 über das Schlusslicht TSC Steinheim hat die Spielvereinigung gepunktet, zuletzt auch trotz der 2:4-Niederlage in Bad Lippspringe mit einer guten Leistung aufgewartet. Schmitz spricht sogar von „unserer bisher stärksten Leistung“, haben letztlich „individuelle Fehler“ den Ausschlag gegeben, dass man mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise aus der Kurstadt antreten musste. „Wir müssen diese Fehler einfach abstellen und dadurch auch weniger Gegentore bekommen“, wünscht sich Maik Schmitz, der die eigene Personalsituation als „nicht so rosig“ umschreibt.

 

Eine wahrhaftige Weltpremiere gibt es für den RSV Barntrup zu erleben, wenn es zum Gastspiel ins rund 40 Kilometer entfernte Brakel geht. Ein Duell gab es mit dieser Zweitvertretung noch nicht. Dementsprechend tendiert die Analysefunktion beim RSV-Coach Daniel Barbarito auch gen Null. Etwas Grundsätzliches gilt aber für den Status der Zweitvertretung. Unklar ist, welche Spieler aus der Landesliga-Mannschaft für das Spiel am Sonntag um 15.15 Uhr in das Thermo-Glas-Stadion KRP abkommandiert werden. Dass die Brakeler in unmittelbarer Reichweite sich aufhalten, nur ein Pünktchen von den Barntrupern entfernt sind, ist für Barbarito in diesem frühen Saisonstadium nichts Seriöses. Mit dem Gros der eigenen Leistungen zeigt sich der langjährige Rote Teufel-Kicker definitiv zufrieden, erfreut er sich insbesondere an der Performance gegen den Post TSV Detmold (1:1), auch die offensive Herangehensweise beim 2:5 in Atteln hat ihm ausgesprochen gefallen. Ein Ärgernis für ihn: „Dieses Ergebnis ist viel zu hoch ausgegangen.“ Von einer „überragenden ersten Halbzeit“ spricht Barbarito in der Retro-Perspektive der Partie gegen Mastbruch, die in der Vorwoche am Ende deutlich mit 1:5 verloren wurde. Zu keinem Schockzustand führen bei Barbarito die zwei Zähler bei vier Versuchen, gab es doch bereits Begegnungen mit Kontrahenten, die in dem oberen Regal in der Bezirksliga 3 zu finden sind. „Jetzt kommen die Gegner, die wir einfach schlagen müssen, wenn wir nicht absteigen wollen. Da gehört Brakel II definitiv dazu. Deshalb setze ich voll und ganz auf drei Punkte“, so die klare Botschaft vom RSV-Trainer, der von seinem Team fordert, sich die positiven Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen. Diese Leistungsfähigkeit nun über die komplette Spielzeit zu zeigen, zudem die taktischen Vorgaben umzusetzen, das wird am Sonntag außerordentlich wichtig sein. Die Nordlipper müssen einige Spieler ersetzen. Christian Franz hat sich gegen Mastbruch das Nasenbein gebrochen, wird nach derzeitigem Stand eine vierwöchige Zwangspause einlegen müssen. Fänger Jonas Meise fällt wohl noch eine Woche länger aus, hat er eine Blinddarmoperation über sich ergehen lassen müssen. Ole Dobrileit plagt sich mit Oberschenkelproblemen herum. Völlig unklar ist weiterhin, ob Kieren McCarthy und Martin Rethmeier fußballerisch aktiv sein dürfen. Tobias Normann weilt zudem im Urlaub und Dennis D’ Andrea bestreitet eine Dienstreise. Mit einem 18-Mann-Kader gehen die Barntruper dieses Spiel auf mutmaßlicher Augenhöhe an.

 

Florian Böhm leitet diese Begegnung in der Geburtsstadt der Wollitz-Brüder.

 

Post TSV Detmold vs. SV Dringenberg

Für einige der vielen jungen Spieler des Post TSV Detmold ist Konstanz vielleicht eine Stadt am Bodensee. Gute Spiele wie im Westfalenpokal gegen den Westfalenligisten SuS Neuenkirchen (3:1) und in der Liga gegen den FC Peckelsheim-Eissen-Löwen (7:0) wechseln sich mit Minusleistungen wie zuletzt beim 0:4 in Borchen und beim 1:2-Pokal-Aus bei Istrup/Brüntrup ab. Am Sonntag beginnt um 15.00 Uhr also das Heimspiel gegen den SV Dringenberg, einen Gegner, der nach zwei Punkten aus vier Spielen auf einem Abstiegsrang steht. Post TSV-Manager Michael Grundmann möchte daraus aber keine falschen Schlüsse ziehen, mahnt er sein Team doch an: „Wir wissen aber, was Dringenberg für eine Qualität hat und die Tabelle täuscht aktuell.“ Einige Verbesserungspunkte gibt er den Seinen mit auf den Weg: „Wir müssen unsere Leistung bringen und zielstrebiger vorne spielen. Uns fehlt die Konstanz im Spiel, was uns aber klar war, da wir sehr viele neue und junge Spieler haben. Wir sind aktuell noch dabei, unser Spielsystem zu finden und brauchen einfach Zeit“, ist Geduld für das Trainerteam rund um Chefcoach Ralf Brokmann außerordentlich wichtig. Als anspruchsvoll wird dieses Duell gegen den ehemaligen Landesligisten erwartet, fordert Grundmann eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Borchen-Spiel. „Sonst“, muss er sich eingestehen, „wird es verdammt schwer, gegen Dringenberg zu punkten.“ Die Postler gehen mit einem 15-Mann-Kader in diese Partie. Auf die Korsettstangen Johann Felker, Tobias Stork, Manuel Süllwold, Mamadou Diallo und Juan Sag muss definitiv verzichtet werden. Bei Marco Rüskaup wird sich dies noch kurzfristig entscheiden. Vor seinem Comeback nach längerer Verletzungsabstinenz steht Philip Wichmann.

 

SV Dringenberg-Trainer Sven Schmidt fährt mit viel Respekt in die Residenzstadt. „Post TSV Detmold ist für mich eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Genauso wie wir liegen sie hinter ihren Erwartungen.“ Dennoch: Der Gala-Auftritt gegen Peckelsheim-Eissen-Löwen, auch das überzeugende Weiterkommen im Westfalenpokal, bestätigt Schmidt in seiner Annahme, dass ein gehöriges fußballerisches Potenzial beim Gastgeber vorhanden ist. „Wir sind nicht so gut gestartet mit zwei Punkten nach vier Spielen. Da ist es unsere Aufgabe, unsere Jungs wieder richtig aufzurichten“, erklärt Schmidt im Lippe-Kick-Gespräch, dass auch der mentale Aspekt nicht von der Hand zu weisen ist. Dass die Partie „unglaublich schwer wird“, auch dort zu punkten, ist er sich absolut bewusst.

 

Janik Stork leitet um 15.00 Uhr das Aufeinandertreffen auf dem Kunstrasenplatz am Aqualip.

Fahrschule Duru

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