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Achtelfinale

Kreispokal Lemgo – Vorbericht der Achtelfinal-Spiele vom 3.10.19

Auch am Feiertag wird im FuL-Kreis Lemgo gespielt. Der Kreispokal steht an. Konkret: Das Achtelfinale, worauf euch Lippe-Kick einstimmt.

Schreibt der Pokal wieder seine eigenen Gesetze?

Kreispokal Lemgo (hk). Sechs Partien werden am Tag der Deutschen Einheit parallel um 15.00 Uhr stattfinden. Interessant ist ganz gewiss das Derby zwischen dem TBV Alverdissen und dem RSV Barntrup. Die Barntruper gehen als klarer Favorit in das Spiel bei den zwei Spielklassen tiefer agierenden Alverdissern. Auch Begegnungen wie Bad Salzuflen gegen Leopoldshöhe, Lüerdissen gegen Oerlinghausen oder Werl-Aspe gegen Bentorf/Hohenhausen haben ihren Reiz. Die B-Ligisten Bega/Humfeld (gegen Lipperreihe) und Grastrup/Retzen (gegen Leese) sind Außenseiter gegen die A-Klassen-Vertreter.

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

SC Bad Salzuflen vs. TuS Leopoldshöhe

(ab). Im Duell der beiden Ligakonkurrenten, die nur zehn Tage später auch in der Liga aufeinandertreffen werden, wird SCB-Coach Frank Biermann „Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance geben, die haben sich ihren Einsatz verdient, kommen jede Woche zum Training.“ Das hat Biermann schon immer so gehandhabt, auch während seiner Zeit als Trainer im Kreis Bielefeld. In Sachen Ambitionen will der Coach zwar „jedes Spiel gewinnen“, aber: „Wenn es nicht klappt, wäre es auch kein Beinbruch.“ Biermann freut sich auf das Spiel: „Ich bin immer gerne am Platz und will spielen.“ Er geht auch davon aus, dass der TuS mitspielen und sich nicht nur hinten reinstellen wird und vermutet, dass auch bei den Gästen „nicht die erste Elf auf dem Platz stehen wird. Das macht im Pokal ja gerade den Reiz aus“, findet Frank Biermann.

 

Das kann bzw. muss Chris Martens dann auch direkt bestätigen: „Uns fehlen ein paar Spieler, allen voran ist unser Kapitän im Urlaub. Das ist keine gute Ausgangsposition“, findet der TuS-Coach, der möglicherweise erstmals selbst „mit auf der Bank sitzen“ und seinen „ersten Einsatz“ bekommen wird. Die Marschroute ist klar: „Wir wollen uns voll reinhauen, haben einen Gameplan und wollen gewinnen, sind aber auch realistisch genug zu sagen, dass uns viel Qualität entgegenkommen. Aber wir werden und nicht verstecken und wollen schonmal ein Zeichen setzen.“

 

Marko Grujic pfeift das Spiel um 15.00 Uhr an.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. BSV Leese

(hk). Nicht auszuschließen, dass sich die langjährigen B2-Rivalen in der kommenden Spielzeit wieder im Kreis-Oberhaus begegnen. Die Hausherren dürfen sich nämlich berechtigte Aufstiegshoffnungen machen, Leese ist sehr ordentlich gestartet. Nach 37-jähriger Abstinenz stieg der BSV Leese erst in diesem Jahr in die A-Klasse auf. Daher kennt Eitner den Ballspielverein natürlich nur allzu gut, hat den zuletzt schwächelnden Gegner in diesem Jahr nicht konkreter analysiert, auch kein Spiel live vor Ort besucht. Seine Begründung dafür ist mehr als plausibel, wenn er sagt: „Die Erinnerungen an letzte Saison sind noch nicht ganz verblasst, sodass ich sagen kann, dass wir die Plöger-Brüder in Schach halten müssen.“ Es ist schon eine gute, alte Tradition, dass kämpferische Stilmittel sich größter Beliebtheit in diesem Spiel erfreuen. Eitner zeigt sich mit der Perspektive seiner Rot-Weißen mehr als zufrieden, wenn er Lippe-Kick gegenüber deutlich macht: „Ich denke, wir haben uns sehr gut weiterentwickelt und können dem BSV Leese auf Augenhöhe begegnen.“ Das B2-Urgestein, seit 2010 in dieser Liga beheimatet, hat sich einen kleinen Puffer auf die Verfolger erspielt, rangiert als Tabellenzweiter nur einen Zähler hinter dem Klassenbesten TuS Lockhausen, dafür aber vier Punkte vor der SG Hörstmar/Lieme II. Am vergangenen Sonntag gab es eine erfolgreiche Großwild-Jagd, ist der TuS Leopoldshöhe II mit einer derben 1:8-Klatsche erlegt worden. Eitner glaubt: „Sofern wir unsere Leistung vom letzten Sonntag abrufen können, können wir etwas Großartiges schaffen.“ Verstecken wollen sich die Rot-Weißen keineswegs, möchte der Aufstiegsaspirant vielmehr vor den heimischen Fans „schnellen und attraktiven Fußball spielen“, auf das erste Tor gehen. Joel Loesch und Janis Flügge nutzen den Tag der Deutschen Einheit, um in den Kurz-Urlaub zu fliehen. Johann Warkentin muss seine Verletzung auskurieren. Thore Eitner verspürt: „Die Jungs sind heiß, etwas Großartiges zu schaffen.“

 

Völlig frei vom Spitzenreiter TuS Lockhausen steht für Leese-Co-Trainer Jan Plöger fest: „Grastrup/Retzen ist für mich der Topfavorit auf den Aufstieg in die A-Liga. Durch den Trainerwechsel und ein paar Umstrukturierungen im Kader haben sie wirklich an Qualität zugelegt und auch wenn zurzeit Lockhausen auf der Eins steht, denke ich, wird sich Retzen über die Saison gesehen durchsetzen.“ Die Konstellation in der Fremde, dazu der Leeser-Negativlauf, Plöger gibt sich überzeugt: „Auf uns wartet nicht die angenehmste Aufgabe.“ Die Basics müssen nunmehr stimmen, fordert Plöger „Leidenschaft, Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft“, die allesamt beherzigt werden sollten. „Wenn wir das schaffen, bin ich davon überzeugt, dass wir auch mal wieder positive Schlagzeilen schreiben und unser Ziel, eine Runde weiterzukommen, auch erreichen.“ Als „nicht besonders rosig“ bezeichnet Jan Plöger die eigene Personalmisere. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass das eine oder andere überraschende Comeback am Donnerstag-Nachmittag stattfindet.

 

Um 15.00 Uhr erfolgt auf dem Rasenplatz in Grastrup der Anpfiff. Axel Wattenberg ist für die Spielleitung zuständig.

 

TBV Jahn Alverdissen vs. RSV Barntrup

(ab). Was für ein Knaller im Kreispokal-Achtelfinale! Ein Derby in einem KO-Spiel, das sind die Spiele, in denen Legenden gemacht werden. Beim TBV Jahn Alverdissen war die „Euphorie nach dem Sieg gegen Schötmar in der letzten Runde natürlich groß. Als wir dann noch erfahren haben gegen wen wir in der dritten Runde spielen, liefen natürlich gerade die jungen Spieler von uns heiß“, verkündet Marius Brand gegenüber Lippe-Kick. Der Kapitän verrät: „Die Stimmung vor dem Spiel ist dadurch natürlich hervorragend.“ Trotzdem geht Brand davon aus, „dass man auch in Barntrup des Lesens mächtig ist und gesehen hat, dass im Liga-Betrieb momentan leider die Erfolge bei uns überschaubar sind. Daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen.“ Kampflos abschenken wird man das Derby aber unter Garantie nicht, im Gegenteil: „Wir wollen mit viel Ehrgeiz und Kampfgeist in das Spiel gehen und versuchen, das Nachbardorf zu ärgern, daher können wir uns auf ein umkämpftes, aber hoffentlich von beiden Seiten aus faires Derby einstellen, was wir wie gesagt nicht kampflos abgeben werden, auch, wenn wir uns unserer Rolle natürlich bewusst sind.“ Zumal man personell fast aus dem Vollen schöpfen kann, einzig hinter dem Einsatz von Lukas Hein steht noch ein Fragezeichen.

 

Die Gegenseite ist im Vergleich dazu verhältnismäßig ruhig, RSV-Coach Daniel Barbarito möchte „zum Spiel gar nicht so viel sagen. Das überlasse ich gerne Alverdissen, die im Vorfeld ja schon Videos gepostet haben.“ Vielmehr konzentriert man sich in Barntrup auf das eigene Leistungsvermögen: „Wenn wir eine normale Leistung abrufen, dann werden wir auch in die nächste Runde einziehen“, ist sich Barbarito sicher.

 

Schiedsrichter dieses spannenden Duells wird Andreas Grandt sein.

 

VfL Lüerdissen vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Vor ziemlich genau elf Monaten, am 1. November 2018, gab es diese Paarung schon einmal. Damals im Viertelfinale des gleichen Wettbewerbs, der VfL zog vor eigenem Publikum beim 1:2 den Kürzeren, Oerlinghausen zog ins Halbfinale ein und gewann später auch den Kreispokal. Nun kommt es zum Re-Match. „Gegen die beste lippische Mannschaft erwartet uns eine richtig harte Aufgabe“, vermutet Tim Steffen. Das Duell im letzten Jahr war auch nicht das erste Aufeinandertreffen: „Schon einige Male haben sich die Klingen gekreuzt im Kreispokal.“ Und Tim Steffen kennt auch „den Trainerhaudegen Miron Tadic. Er wird sich schon etwas einfallen lassen.“ Chancenlos sieht er seine Truppe aber „auf keinen Fall“ und auch, „wenn es eine Floskel ist: Der Pokal schreibt aber seine eigenen Gesetze.“ So werden sich Steffen und seine Mitstreiter „etwas einfallen lassen, sind gewappnet, werden mehr als gegen Leese gefordert.“ Er vertraut seiner Mannschaft. Allerdings fallen richtig viele Spieler aus.“

 

Das ergeht den Gästen nicht anders. „Personell wird es eng, aber dann können sich die Spieler beweisen, die in der Liga nicht so oft spielen. Und das ist gegen so einen Gegner besser“, meint Milko Micanovic. Der Co-Trainer, der möglicherweise selbst spielen muss oder darf, geht davon aus, dass es „ein ähnliches Spiel wird wie letzten Sonntag. Von den Platzverhältnissen her. Und ich rechne mit noch mehr Kampf.“ Den müssen die Bergstädter diesmal annehmen, sonst geht man wie am Sonntag beim Gütersloher TV auch in Lüerdissen leer aus. „Die werden mit ihren Mitteln alles geben. Wir dürfen uns von der Atmosphäre nicht anstecken lassen, müssen die Ruhe bewahren, aber auch den Kampf annehmen“, so Micanovic, der „das Ergebnis vom letzten Jahr“ so erneut nehmen würde. Wenn der TSV „ein frühes Tor macht, dann läuft es vielleicht etwas anders. Aber in Lüerdissen muss man erstmal früh treffen.“ Das Motto für das Spiel: „Arschbacken zusammenkneifen.“

 

Benjamin Löding hat die Spielleitung ab 15.00 Uhr.

 

SV Werl-Aspe vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(hk). Erst vor wenigen Wochen gab es dieses Duell in der A-Klasse. Die SG Bentorf/Hohenhausen gewann, aufgrund einer starken zweiten Halbzeit dies auch völlig verdient. Werl-Aspe-Coach Marcio Goncalves gibt sich via Lippe-Kick dieses Mal aber felsenfest überzeugt: „Wir wissen, wie wir den Gegner zu bespielen haben und sind dafür gewappnet.“ Das überraschende, aber nicht minder beeindruckende 2:2 gegen den TuS Leopoldshöhe hat für eine mentale Stärke gesorgt: „Wir können selbstbewusst aus der letzten Partie gehen, da wir eine gute Moral bewiesen und guten Fußball gespielt haben“, sagt Goncalves nicht ohne Stolz. Nun wünscht er sich, dass sein Team von Anfang bis Ende eine gute und konzentrierte Leistung bringt, stimmen die Voraussetzungen doch: „Die Trainingsbeteiligung ist top und wir arbeiten fleißig weiter an unserem Spielkonzept.“ Bis auf den Ampelkarten-Sünder Moritz Marxmeier steht dem Gastgeber das vollständige Ensemble zur Verfügung.

 

Ben/Hoh-Obmann Marco Evers zeichnet es aus, dass er seine Gefühle offen zugibt. Lippe-Kick vertraut er etwa an: „Ich bin immer noch ein wenig angefressen vom letzten Meisterschaftsspiel am Sonntag gegen Spork. Trotz Schiri-Schelte müssen wir uns an die eigene Nase fassen und uns eingestehen, dass das von der Gesamtleistung einfach zu wenig war und Spork letztendlich verdient gewonnen hat“, wäre diese Niederlage gegen den Aufsteiger vermeidbar gewesen. Die Kalletaler legen nun eindeutig ihren vollständigen Fokus auf das anstehende Liga-Spiel gegen den Dominator SC Bad Salzuflen. Unnötig wegwerfen möchte die Spielgemeinschaft diese Partie in Aspe keineswegs, muss Evers bei der Analyse sein Gedächtnis gar nicht einmal allzu sehr bemühen: „Wir haben ja bereits vor 14 Tagen in der Meisterschaft gegen Werl-Aspe gespielt. Von daher wird es keine neuen Erkenntnisse geben.“ Neben einem Verletzten-Trio aus dem Spork-Spiel gesellt sich die Sperre von Severino-Valentino Westhoff dazu. Dennis Reger und Leon Hartwig urlauben.

 

Timo Franz-Sauerbier ist der Mann mit Pfiff. Ab 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz vom Heerser Bruch.

 

SG Bega/Humfeld vs. TuS Lipperreihe

(ab). Bei der SG Bega/Humfeld gibt man sich keinen Illusionen hin. Man geht als klarer Außenseiter ins Duell mit dem Spitzenreiter der Kreisliga A Lemgo. „Wir werden uns der Träumerei nicht hingeben, wir sind realistisch genug“, meint Coach Michael Krügel. Entsprechend ist auch die Tatsache, dass einige Stammkräfte ausfallen, kein allzu bedauernswerter Umstand: „Wir werden sicher etwas rotieren.“ Hinter dem Einsatz von Matthias Soltau steht ein Fragezeichen, Erk, Besch und Schenkstedt sind definitiv nicht da. Krügel vermutet: „Wir werden defensiv ganz schön gefordert werden.“

 

Auf den TuS Lipperreihe wartet eine „interessante Aufgabe bei einem Topteam der B-Liga“, so Timo Kapale. Die Rot-Weißen nehmen den Pokal „genauso ernst wie jedes andere Spiel und wollen dort so weit wie möglich kommen.“ Allerdings hat man auch im Hinterkopf, dass man „kurz danach das nächste schwierige Meisterschaftsspiel auf einem tiefen Rasenplatz“ vor sich hat. „Da wird uns das Spiel am Donnerstag in jedem Fall Kraft kostet, vermutet Kapale, „so dass wir die volle Breite unseres Kaders ausnutzen. 16, 17 Mann werden wir mitnehmen, mit dem Ziel die nächste Runde zu erreichen.“

 

Um 15.00 Uhr geht es los, Moritz Busch-Tolkemitt leitet die Begegnung.

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