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Kreisliga C2 Lemgo

SC Bad Salzuflen II – Berces Özden entschuldigt sich bei Grastrup/Retzen II

Auf dem Platz kochen die Emotionen schnell mal über. Umso bemerkenswerter, wenn dann ein Spieler im Nachhinein sagt, er hat Mist gebaut und sich sogar beim Gegner entschuldigt.

 

„Menschlichkeit muss im Mittelpunkt stehen“

Kreisliga C2 Lemgo (ab). Am vergangenen Sonntag kochten die Emotionen im Spiel zwischen dem TuS Rot-Weiß Grastrup/Retzen II und dem SC Bad Salzuflen II Mitte der zweiten Halbzeit plötzlich über. Berces Özden vom SCB teilte aus und flog zurecht mit rot vom Platz. Schnell wurde ihm klar, dass er Mist gebaut hatte. Also fuhr Berces Özden nach Retzen und entschuldigte sich für die Aktion.

 

Berces Özden

TuS-Coach Timo Drechshage meldete sich prompt, um diese tolle Geste publik zu machen: „Der Spieler, der rot bekommen hat, war beim Training und hat sich persönlich entschuldigt. Er hat gesagt, er hat sich selber nicht wiedererkannt und wollte sich persönlich entschuldigen. Er hat einen Kasten Bier mitgebracht, wir haben ein, zwei Sätze gesprochen und er hat gesagt, das ist unentschuldbar, so benimmt man sich nicht. Und das finde ich eine mega Geste. Er sagte noch, wir haben verdient gewonnen, eine super Truppe. Und das in einem vernünftigen Ton, nicht wie geschauspielert oder um was gerade zu rücken. Das kam ehrlich rüber. Und da bin ich dann der erste, der sowas an die Öffentlichkeit gibt, wenn eine Mannschaft, ein Verein oder ein Spieler sich dann so äußert. Da bin ich dafür, dass das öffentlich gemacht wird, ohne Trara.“ Solche Gesten sind „richtig viel wert, damit auch andere Vereine sehen, was geht, wenn man nach dem Spiel oder am nächsten Tag mal die Birne anmacht und sich sagt, das war kacke.“

 

Timo Drechshage

Drechshage hatte auch den Bericht von Thorsten Taverner (Trainer TuS Lipperreihe II) gelesen, der sich nach einer verbalen Entgleisung gegenüber einem Schiedsrichter tags darauf dafür öffentlich entschuldigte: „Wir müssen wir dahin kommen, dass die Menschlichkeit in den Mittelpunkt kommt, das wir miteinander reden, enger zusammenrücken. Da kann ich die Worte von meinem Trainer-Kollegen nur wiederholen. Es muss darum gehen, das schönste Hobby der Welt mit Spaß, Akzeptanz und Toleranz zu kleiden und nicht mit Gegeneinander. In diesem Sinne Danke schön für diese Aktion, Grüße nach Bad Salzuflen, wir freuen uns aufs Rückspiel, dass das dann fair und vernünftig abläuft. Bis auf diese Aktion war es ja auch ein gutes Spiel, denke ich.“ Und auch Lippe-Kick sagt Chapeau für diese Geste. Wenn man Mist gebaut hat, muss man auch dazu stehen.

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