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Bezirksliga Staffel 2

Bezirksliga 2 – Vorbericht 10. Spieltag 2019/20

Unterschiedlicher könnten die Aufgaben kaum sein: Augustdorf fährt zum Tabellenführer, Oerlinghausen zum sieglosen Liga-Schlusslicht.

 

Kontrastprogramm für Augustdorf und Oerlinghausen

Bezirksliga 2 (ab). Für den FC Augustdorf geht es am Sonntag zum bärenstarken Aufsteiger FC Türk Sport Bielefeld, der seit Spieltag vier an der Tabellenspitze steht. Den Kontrast dazu bietet der TuS Friedrichsdorf, der ohne Sieg seit vier Wochen die rote Laterne inne hat und am Sonntag den TSV Oerlinghausen empfängt. Unterschiedlicher könnten die Aufgaben für unsere beiden Bezirksligisten also nicht sein, die Ziele sind aber identisch: Beide wollen auswärts punkten. Ein weiteres Top-Spiel liefern sich der SC Bielefeld 04/26 und der FSC Rheda, Abstiegskampf heißt es dagegen beim Duell zwischen Türkgücü Gütersloh und dem SC Hicret Bielefeld.

 

FC Türk Sport Bielefeld vs. FC Augustdorf

Die meisten Tore, die wenigsten Gegentore, mit Abstand das beste Torverhältnis, die meisten Siege, Tabellenführer. Nein, der FC Türk Sport Bielefeld ist kein gewöhnlicher Aufsteiger. Die Investitionen in der Sommerpause zahlen sich bis jetzt aus, man spielt ganz oben mit und gehört nach neun Spieltagen zu den Aufstiegsfavoriten. Doch man bleibt bescheiden. „Das kann man wohl so sagen, wir haben echt einen guten Start erwischt“, meint Arif Kundag. Der Mittelfeldspieler des FC Türk Sport weiß, dass es auch gegen Augustdorf „richtig schwer sein“ wird, „weil Augustdorf ein unangenehmer Gegner“ ist, „der sehr viel über den Kampf kommt.“ Und: „Die Ergebnisse sprechen für sich.“ Gut, dass die Bielefelder da kadertechnisch fast aus dem Vollen schöpfen kann. Der einzige, der fehlen wird, ist allerdings Top-Torjäger Tanju Dalgic, der sich einer Nasen-OP unterziehen musste. Achtmal hat der 26-jährige bereits getroffen. Letzte Saison schoss er den FC Türk Sport mit 28 Treffern in nur 19 Saisonspielen zum sofortigen Wiederaufstieg. Ihn gilt es nun zu ersetzen. Sofern das überhaupt notwendig ist, denn: „Wir müssen erstmal schauen, ob das Spiel überhaupt stattfinden wird, weil es jetzt der Zeitpunkt ist, wo unser Platz des Öfteren gesperrt wird“, so Kundag.

 

Auch FCA-Coach Matthias Heymann hält den FC Türk Sport nicht für einen normalen Aufsteiger: „Türk Sport Bielefeld kann man nicht mit der Aufstiegsmannschaft aus dem letzten Jahr vergleichen. Sie haben sich reichlich verstärkt und spielen eine starke Saison.“ So sieht Heymann seine Mannschaft „trotz unserer aktuell guten Form“ in der Außenseiterrolle: „Türk Sport ist der klare Favorit.“ Den Status der Unbesiegbarkeit mussten die Gastgeber aber bereits abgeben. „Man hat auch in den Spielen gegen Senne und SC Bielefeld gesehen, dass sie nicht unschlagbar sind“, so Heymann. Aber „um dort zu Punkten, muss natürlich alles passen.“ Da kommt es dem FCA-Coach sehr gelegen, dass er am Sonntag „wieder deutlich mehr Möglichkeiten“ in Sachen Personal hat. Alex Eck, Christian Schröder, Peter Neufeld, Marcel Mescheder und Marco Mescheder kehren in den Kader zurück. Und so wird der FC Augustdorf dann „versuchen, das Spiel möglichst lange offen zu gestalten und der erwartet harte Gegner zu sein.“

 

Wenn das Wetter mitspielt, geht es um 15.00 Uhr auf dem legendären Kupferhammer in Bielefeld-Brackwede zur Sache. David Zschocke aus Gütersloh ist der Unparteiische.

 

TuS Friedrichsdorf vs. TSV Oerlinghausen

Abgeschlagen liegt der TuS Friedrichsdorf am Tabellenende, hat auf den 15. bereits fünf Punkte Rückstand. Doch aufgegeben hat man sich noch lange nicht. Beim SV Avenwedde hielt man letzten Sonntag eine Halbzeit gut mit, zur Pause stand nach einer defensivstarken Vorstellung 0:0. Erst ein berechtigter Platzverweis unmittelbar nach Wiederanpfiff brachte den TuS auf die Verliererstraße, am Ende hieß es 0:5. Somit bleibt es bei erst einem Punkt aus neun Spielen. Nun kommt mit dem TSV Oerlinghausen allerdings ein Gegner, der ebenfalls nicht die Top-Form vom Saisonstart mitbringt, dennoch ist Friedrichsdorf auch in diesem Aufeinandertreffen der Außenseiter. Mut machen könnte der Blick in die letzte Saison, als man zu Hause gegen die Bergstädter einen Punkt holen konnte.

 

Auch Milko Micanovic weiß zu gut, dass es „in Friedrichsdorf immer schwierig ist, egal, wo die in Tabelle liegen. Ob sie gut oder schlecht sind, keine Ahnung. Wenn man Letzter ist, ist das natürlich nie gut. Aber wie schon in den letzten Wochen wird auch das Spiel für uns brutal.“ Denn „unterschätzen werden wir den Gegner auf keinen Fall.“ Genau da liegt nämlich die Gefahr: „Man kennt das ja, man gibt ein paar Prozent weniger, geht nicht richtig in die Zweikämpfe und um viertel vor fünf stehst du da und hast das Spiel 0:1 verloren.“ Damit genau das nicht passiert hofft Micanovic, „dass wir mit der richtigen Einstellung in das Spiel gehen. Man kann immer verlieren, das ist überhaupt kein Problem, wenn der Gegner einfach besser gewesen ist. Aber es kommt immer darauf an, wie man verliert. Wenn man nach dem Spiel sagen kann, dass man alles gegeben hat, kann man eine Niederlage akzeptieren. Der Punkt Einstellung wird am Sonntag die drei Punkte bringen.“ Denn spielerisch wird man beim Tabellenletzten wohl kaum was holen können: „Die stehen mit dem Rücken zur Wand und werden erstmal alles dafür tun, irgendwie die Null zu halten.“ Die nächsten beiden Partien werden für den TSV Oerlinghausen entscheidenden Charakter haben und die Frage klären, „ob wir uns wieder oben festsetzen können oder unten mit reinrutschen.“ Am Sonntag zählen daher nur drei Punkte. Und Micanovic ist gespannt, „wie unsere jungen Spieler mit der Situation umgehen können.“

 

Schiedsrichter Frederic Oepping reist aus Lübbecke an, um 15.00 Uhr geht es los am Carl-Diem-Weg in Friedrichsdorf.

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