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Kreisliga A Detmold

Kreisliga A Detmold – Vorbericht 10. Spieltag 2019/20

Die zehnte Runde steht im Fokus. Der Spieltag kommt arg zerrupft daher. Mehr haben wir dazu hier.

 

Ein grauer Schleier liegt über diesem Spieltag

Kreisliga A Detmold (hk). Die schönste Nebensache der Welt gerät in den Hintergrund. Ganz Fußball-Lippe trauert. Ein Dreivierteljahr nach seinem Bruder Oguzhan ist auch Mehmet Yavuz durch einen Verkehrsunfall gestorben – an gleicher Stelle. Lippe-Kick drückt den Angehörigen und dem Verein Türkischer SV Horn sein tiefstes Mitgefühl aus. Absolut nachvollziehbar, dass sich die TSV-Kicker nicht in der Lage fühlen, Fußball zu spielen. Deshalb fällt das Gastspiel beim FC Fortuna Schlangen aus. Nie war ein Spiel-Ausfall logischer. Schon am heutigen Freitag startet Spieltag Nummer zehn mit dem Aufeinandertreffen des abstiegsbedrohten Post TSV Detmold II gegen den TuS WE Lügde. Um 19.30 Uhr ist der Kick-Off. Einen Tag danach um 16.00 Uhr gibt es bereits das zweite Spiel, wenn der TuS Horn-Bad Meinberg den SV Eintracht Jerxen/Orbke in Empfang nimmt. Das Spiel zwischen dem TuRa Heiden und SC Türkgücü Detmold fällt aus. Der Grund: Die Stadt Lage hat die Plätze gesperrt.

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

Post TSV Detmold II vs. TuS WE Lügde

(hk). Sehr trostlos gestaltet sich die Personalsituation bei der Westfälischen Eiche aus Lügde. Der Tabellenzweite muss vor dem Gastspiel beim abstiegsbedrohten Post TSV Detmold II auf zahlreiche wichtige Spieler verzichten. TuS-Coach Andreas Hoffmann gibt im Lippe-Kick-Gespräch zu: „Die Zeichen stehen nicht sonderlich gut, werden doch aufgrund von Krankheit eine Vielzahl an Spielern ausfallen. Den genauen Kader wissen wir daher wohl erst am heutigen späten Nachmittag“, damit erst wenige Stunden vor dem Spiel. Hoffmann blickt in den Rückspiegel, sagt: „Die Heimspiele gegen Detmold waren bisher sehr eindeutig, in Detmold hingegen haben wir uns immer schwergetan. Deshalb denke ich, dass es erneut sehr schwer wird.“ Dessen ungeachtet möchte der gierige Tabellenzweite die volle Punktzahl ins Visier nehmen. Mit einem epischen Kantersieg könnte sogar über Nacht die Tabellenführung übernommen worden. Zumindest könnte man den Primus SVE Jerxen/Orbke unter Druck setzen. Einzig bei den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen ging Lügde als Verlierer vom Platzmit einer 1:3-Niederlage. Die restlichen sieben Saisonspiele haben die Osterräderstädter allesamt siegreich gestalten können. Dies meist auch sehr torreich, wie 36 Tore belegen.

Sebastian Termöllen leitet um 19.30 Uhr die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz in Detmold.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. SVE Jerxen/Orbke

(hk). Eine Sache steht für den TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller schon einmal eindeutig fest: „Jerxen dominiert die Liga und meinen bisherigen Eindrücken nach sehe ich kein so starkes Team“, wird der Absteiger auch der Aufsteiger sein, wenn die „Junx“ so weiter zaubern. Daher ist Möller der festen Überzeugung: „Wir brauchen einen Sahnetag, um was zu holen, sind zudem von Ausfällen dieses Mal ein wenig gebeutelt.“ Die vielen personellen Mangelerscheinungen sollen bei den Kurstädtern durch eine blitzsaubere Einstellung kompensiert werden. Der Plan: „Wir versuchen sie möglichst nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und dann in unsere starke Offensive zu kommen.“ Klar sollte auch sein: Capelle ist eine echte Waffe, gilt der kleine Wirbelwind fußballerisch als ein Schweizer Taschenmesser: Er kann eigentlich alles. Kleine Einschränkung: Im Kopfballspiel ist er kein Cristiano Ronaldo. Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen mit einem 1:3 gegen SuS Pivitsheide und einem 0:4 in Lügde möchte der TuS HBM nun wieder punkten, um die Einstelligkeit zu wahren.

 

Zur für ein Kreisliga-Spiel etwas ungewöhnlichen Zeit am Samstag-Nachmittag findet die Begegnung zwischen dem TuS Horn-Bad Meinberg und dem SV Eintracht Jerxen/Orbke statt. Der Grund ist ein ganz einfacher: SVE-Coach Marco Schlobinski fährt nämlich Sonntagfrüh in den Urlaub, verspürt das Verlangen in sich, so viele Spiele wie irgendwie möglich hautnah beobachten zu dürfen. Schlobinski ist sehr gut erzogen, sagt: „Ein Dank an dieser Stelle, dass der TuS meinem Wunsch entgegengekommen ist.“ Die Freude ist im Lager der Jungs groß, einige alte Weggefährten zu treffen. Malte Bringewat und Jonathan Pade haben in der Vergangenheit etwa noch das SVE-Jersey übergestreift. Über welche Fähigkeiten Chris Capelle verfügt, ist allseits bekannt. „Den sollte man am Samstag immer im Auge haben“, findet Schlobinski. Selbst hat er auch schon Gegner-Spionage betrieben. Nämlich zum Saisonauftakt, als die Kurstädter den TuRa Heiden mit 4:3 bezwungen haben. Nicht nur dieses Spiel hat Schlobinski‘ s hohe Meinung über die Möller-Männer manifestiert: „Ich traue ihnen von den Spielern noch zwei, drei Plätze nach oben zu“, rangiert derzeit der TuS an Tabellenposition neun. Auch von seinen Schützlingen hält er eine ganze Menge. Die Hingabe, mit der die bis dato so prächtigen „Junx“ trainiert haben, ist vorbildlich. 18 Kicker haben im Durchschnitt trainiert, doch auf dem Kunstrasenplatz an der Bundesstraße lässt sich natürlich kein Naturrasen nachempfinden. Solch einer liegt im Waldstadion in Bad Meinberg aus. Schlobinski gibt einen Tipp: „Es gilt also eine vernünftige Einstellung zu haben und den Kopf einzuschalten, denn wir werden unser Spiel auch etwas verändern müssen.“ Da am Samstag womöglich einige Kicker urlauben respektive arbeiten, wird erst am Freitag-Abend die Zusammensetzung bekannt sein. Aber: „Es werden wohl 15, 16 Leute, die auch den Anspruch haben, drei Punkte mit nach Jerxen zu nehmen“, erklärt Schlobinski im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Um 16.00 Uhr pfeift Michael Knöner diese Begegnung im Bad Meinberger Waldstadion an.

 

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. FSV Pivitsheide

(ab). Die SF Berlebeck/Heiligenkirchen sind in dieser Saison eine „Heimmacht“, so sagt es Obmann Matthias Kuhlmann. „Wir haben alles weggeputzt, was gekommen ist, egal, ob klein oder groß. Das soll am Sonntag so weitergehen. „FSV ist Aufsteiger, die haben jahrelang versucht, hochzukommen, jetzt hat es geklappt, da ziehe ich meinen Hut vor. Die werden alles raushauen und haben auch schon einen Achtungserfolg gelandet mit dem 1:0 in Jerxen. Ihr Teufels-Torhüter hat alles gehalten und Jerxen ist auch an der eigenen Chancenverwertung gescheitert, das wollen wir besser machen.“ Und dafür haben die Sportfreunde auch „die kaltschnäuzigen Typen, die die Chancen verwerten, wenn sie denn kommen“, so der Obmann. Zu denen zählen am Sonntag allerdings nicht Christian Schiprowski Entzündung im Knie), Arne Seehrich (Oberschenkelverletzung) und Sebastian Nord (Flitterwochen), die definitiv fehlen werden.

 

Für den FSV Pivitsheide wird es am Sonntag „sehr schwer“, so viel steht fest. Denn „Berlebeck ist auf jeden Fall eine Mannschaft, die bis Saisonende oben mitspielen wird“, vermutet Jürgen Bolinger. Im Umkehrschluss bedeutet das: „Wir sind der klare Außenseiter, wollen aber versuchen, den Favoriten zu ärgern.“ Die Sportfreunde haben mit „Kiki [Christian Schiprowski] und Arne [Seehrich; Anm. d. Red.] natürlich eine Top-Offensive, da müssen wir gegenhalten“, so Bolinger, unwissend, dass genau die beiden am Sonntag ausfallen werden. Ex-BHK’ler Jan Jordan wäre so einer, mit dem der FSV dagegenhalten könnte. Für ihn ist es „wie ein Heimspiel. Ich hoffe, er ist doppelt motiviert und er macht mal ein, zwei Buden“, so der Bolinger. Denn, „wenn wir hinten alles dicht halten könnten“, könnten dann „tatsächlich Punkte rausspringen.“ Allerdings fehlen Tim Manca, Max Gwiasda, Alex Görzen und Sascha Heidkemper weiterhin verletzt. Bolinger selbst muss wegen einer Sperre auch dieses Spiel von außen angucken.

 

Schiedsrichter Michael Münsterteicher kommt aus dem Kreis Paderborn und pfeift die Partie um 15.00 Uhr an.

 

SG Brakelsiek/Wöbbel vs. SuS Pivitsheide

(ab). Nach dem Spielausfall am letzten Wochenende konnte man sich bei der SG Brakelsiek/Wöbbel in Ruhe auf das Spiel gegen den SuS Pivitsheide vorbereiten. Die personelle Lage dürfte sich langsam entspannen, die punktuelle Lage bleibt dagegen weiter alarmierend. Am Sonntag sollen endlich die ersten Saisonzähler her. Letzte Saison holte man ein 1:1 gegen den SuS, das wäre nach dem bisherigen Saisonverlauf ein erster Erfolg.

 

SuS-Coach Karsten Kuczer geht mit einem dezimierten Kader ins Spiel. „Für Sonntag fehlen mir Dimi Block und Viktor Enns beruflich, Fredi Wilden und Lasse Merwitz sind privat weg und Marian Schulz steht krankheitsbedingt nicht zur Verfügung“, erklärt der Coach. Dennoch: „Wir werden Sonntag wieder alles geben, um Punkte einzufahren.“ Aber „trotz der Tabellensituation von Brakelsiek werden wir sie nicht unterschätzen“, hebt Kuczer mahnend den Zeigefinger. SG-Coach Falk Weskamp schätzt Karsten Kuczer „sehr. Ich kenne ihn auch gut aus der Kreisliga B noch.“

 

Schiedsrichter ist der Sportskamerad Kevin Bauer aus Höxter. Um 15.00 Uhr ist Anstoß auf der Emmer-Kampfbahn in Schieder-Schwalenberg.

RSV Hörste vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

(hk). Wunden lecken ist nach dem 0:9-Debakel in Jerxen/Orbke beim RSV Hörste angesagt. Im Heimspiel gegen den SV Diestelbruch/Mosebeck muss eine Antwort auf dem Platz für viele ungeklärte Fragen erfolgen. Eine Chancenlosigkeit erwartet RSV-Coach Ralf Ackmann keineswegs, erklärt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Eigentlich sehe ich einen Gegner auf Augenhöhe. Doch sollte sich unsere momentane Einstellung nicht drastisch ändern – ich denke, die Jungs wissen, was ich meine – werden wir am Sonntag nichts erreichen!“ Auf jeden Fall fallen Titus Thormann und John Berg aus. Bei einem Quartett ist noch unklar, ob es tatsächlich einsatzfähig ist, plagt sich vollständig mit leichteren Blessuren herum. Seine Rückkehr aus dem Urlaub feiert Tobias Breul. Es muss erst einmal abgewartet werden, ob er tatsächlich im Kader steht. Was er zuletzt gesehen hat, vor allem bei der Blamage in Jerxen, aber auch davor beim 0:4 gegen Lügde, lassen die Sorgenfalten bei Ackmann tiefer erscheinen. Seine Wunschvorstellung: „Ich hoffe, dass wir zu unseren Tugenden zurückfinden und wieder ein anderes Gesicht zeigen, damit wir in Schlagdistanz bleiben, zumal Diestelbruch/Mosebeck noch ein Spiel weniger bestritten hat als wir“, aufgrund der um sieben Tore besseren Tordifferenz aber einen Platz besser dasteht.

 

Zweifelsfrei sehr respektabel war das 2:2-Unentschieden gegen den FC Fortuna Schlangen. So zeigte Di-Mo mit diesem Punktgewinn gegen den letztjährigen Relegation-Teilnehmer eine beachtliche Reaktion auf die ernüchternde 0:4-Klatsche in Heiligenkirchen. Davor feierten die Dörenwald-Kicker einen Sieges-Hattrick, schlugen die FSV Pivitsheide per 3:1-Sieg, den SC Türkgücü Detmold mit 2:1 und den TuRa Heiden 4:1. Der Auftakt ging bekanntlich mit drei Liga-Pleiten und dem peinlichen Pokal-K.O. beim B-Ligisten BSV Müssen (2:7) mächtig in die Hose. Nun warnt Diestelbruch/Mosebeck-Abwehrspieler Patrick Hoffmann vor dem unmittelbaren Tabellennachbarn: „Hörste kann ein unbequemer Gegner werden, der Rasenplatz wird sicherlich in keinem guten Zustand sein, aber wir wollen natürlich dreifach punkten.“ Bis auf den Filigran-Fußballer Phillip Herclik und Hoffmann darf SV-Coach Sascha Weber seine Best-Formation aufbieten.

 

Cemil Türkoglu ist um 15.00 Uhr der Referee auf dem Kunstrasenplatz in Diestelbruch.

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