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Kreisliga A Detmold

FSV Pivitsheide – Schnell lernen und zeitig punkten

Es ist keine völlige Überraschung, dass die FSV Pivitsheide so tief im Tabellenkeller steckt. Regisseur Jürgen Bolinger verrät Lösungswege im Lippe-Kick-Gespräch.

„Die Jungs müssen endlich aufwachen“

 

Kreisliga A Detmold (hk). Nach der Aufstiegsparty kommt der Kater. Sechs lange Jahre musste die stolze FSV Pivitsheide auf eine Mitgliedschaft im Detmolder Kreisoberhaus warten. In diesem Sommer hat es damit endlich ein Ende. Als Meister der starken B Detmold stieg die Mannschaft von Coach Dima Charov auf. Seither gilt: Aller Anfang ist schwer, denn sieben von acht Spielen haben die Schwarz-Gelben verloren. Bolinger ist ein Mann der klaren Rhetorik, sagt folglich gegenüber Lippe-Kick: „Sowas ist natürlich sehr enttäuschend. Wir haben jetzt fast alle harten Brocken hinter uns.“

Von Henning Klefisch

 

Nichts ist im Fußballer ehrlicher als die Tabelle. Diese weist die FSV Pivitsheide als Tabellenvorletzten auf. Der Liga-Rückkehrer darf sich glücklich schätzen, dass die SG Brakelsiek/Wöbbel sich bisher mit dem Punkte sammeln vollständig zurückhält. Nach dem grandiosen ersten Saisonsieg, dem 6:2-Erfolg über den SC Türkgücü Detmold, schien bei den Pivitsheidern der Bann gebrochen zu sein, doch das folgende Heimspiel sorgte für pure Ernüchterung allenthalben. Es endete gegen den TuRa Heiden mit einer erneuten Niederlage, einem 1:4. Bolinger konstatiert zähneknirschend: „Aber leider war unser Auftritt alles andere als gut, vor allem in der zweiten Spielhälfte!“

 

Faktor Zeit und Abschluss als Unterschiedsmerkmale

 

Jürgen Bolinger

Man muss die Frage so deutlich stellen. Was ist im direkten Vergleich eine Spielklasse höher anders? „Der Unterschied der beiden Ligen ist natürlich die Zeit, die du im Spiel hast. Die Zeit, den Ball zu führen, den Ball anzunehmen – Zeit zum Überlegen, was man als Nächstes macht. Die haben wir jetzt nicht mehr und unter anderem deswegen kommen wir schwer ins Spiel, weil wir das nicht gewohnt sind“, muss bei den Akteuren aus dem rund 6.500 Einwohner Ort Pivitsheide Vogtei Lage die Handlungsschnelligkeit im Kopf deutlich zunehmen. Was ist noch entscheidend? „Der andere Unterschied ist die Anzahl an Chancen. Wenn du in der B-Liga ein paar Chancen liegen gelassen hast, wusstest du meist, dass du zu weiteren Chancen kommen wirst und alles besser machen kannst. In der A-Liga hast du manchmal nur zwei, drei Chancen im gesamten Spiel. Und die sind auch entscheidend. Machst du die nicht, verlierst du das Spiel. Das bekommen wir leider noch zu oft zu spüren.“ Mehr Zielstrebigkeit im Torabschluss, mehr Eiseskälte, das wird auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt enorm bedeutungsvoll sein.

 

Mangelerscheinungen in der Offensive und Defensive

 

Es gibt so einiges, was einer Steigerung bedarf. Der fußballerische Feingeist Bolinger fordert, dass sein Team alles in die Waagschale wirft, nicht nur während der Spiele, sondern auch bei den Übungseinheiten am Dienstag und Donnerstag. Er spricht Klartext, rüttelt sein Team verbal auf: „Wenn unsere Trainingsbeteiligung nicht besser wird, dann sehe ich da auch keine Luft nach oben. Und auch keine Zukunft in der Kreisliga A mehr! Die Jungs müssen endlich aufwachen. Die Hinrunde ist in einigen Wochen rum“, hat die Freie Spielvereinigung Pivitsheide bisher nur drei von 21 möglichen Zählern eingefahren. Auffällig ist das laue Lüftchen, was im Sturm weht und die allzu poröse Verteidigung. Das Torverhältnis von 9:30 bestätigt, dass es vorne wie hinten klemmt. Ebenso hier hat Bolinger die mangelhafte Trainingsbeteiligung als ursächlich erkannt. Er moniert: „In der Offensive fällt uns oft einfach nicht ein, was wir machen sollen. Da fehlen einfach die Absprachen und die richtigen Laufwege. Der ballführende Spieler ist meist der Buh-Mann, weil wir dadurch sehr viele Ballverluste haben.“ Groß ist bei ihm die Hoffnung, dass sein Team schon sehr zeitnah die berühmte Kurve kriegt. Die dafür so wichtige Erfolgsbasis: „Dazu muss sich aber jeder in den Dienst der Mannschaft stellen, sprich, zum Training kommen, den Arsch aufreißen und die Aufforderungen des Trainers befolgen.“

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