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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 13. Spieltag 2019/20

Die volle Ladung. Acht Vorberichte für acht Spiele. Lippe-Kick lässt nicht viele Fragen unbeantwortet.

 

Sensations-Transfer beim TSV Schötmar

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Als neutraler Beobachter möchte man einen Glückwunsch Richtung TuS Lipperreihe II loswerden. Mit ihrem unverhofften 2:1-Heimerfolg über den Spitzenreiter TuS Lockhausen hat La Furia Roja für neue Spannung an der Tabellenspitze gesorgt. Morgen Mittag um 13.00 Uhr wird das Taverner-Team bei den nimmersatten Löwen vom TuS Leopoldshöhe II antreten. Lockhausen will derweil wieder zurück in die Erfolgsspur. Bei der TSG Holzhausen/Sylbach kommt es aber knüppeldick für den Klassenbesten. Eine Mega-Hürde muss der erste Jäger TuS RW Grastrup/Retzen nehmen, geht es doch zur SG Hörstmar/Lieme II – mit vier Punkten Abstand eifriger Tabellendritter. Schötmar haut derweil transfermäßig mächtig auf den Putz.

 

Von Henning Klefisch

TuS Leopoldshöhe II vs. TuS Lipperreihe II

Die 0:4-Klatsche beim SV Werl-Aspe II hat den Löwen richtig weh getan. Leo II-Kicker Max Meckelmann kündigt nun an, dass man sich „wieder stärken zeigen“ möchte. Damit man tatsächlich gegen die Lipperreiher mithalten kann, „müssen wir da noch drei, vier Gänge zulegen.“ Den Tabellenfünften aus der näheren Umgebung schätzt er ausgesprochen hochwertig ein, adelt Meckelmann das Taverner-Team: „Für mich ist Lipperreihe II nach wie vor ein heißer Kandidat für einen Top-Tabellenplatz am Ende der Saison, obwohl sie in den letzten Wochen, genauso wie wir, ein paar Rückschläge erlitten haben.“ Die 37 Saisontore kommen schließlich nicht von ungefähr, hat der Leo II-Kicker doch aufmerksam registriert, dass die Gäste „in fast jedem Spiel getroffen haben.“ Meckelmann weiß, dass die eigenen 29 Gegentore zweifelsfrei zu viel sind. Gegen die Lipperreiher muss die Abwehr unbedingt dichthalten. Was hilfreich sein könnte: Stabilisierungsmaßnahmen haben die Blau-Weißen im Übungsbetrieb trainiert.

 

Das morgige Eröffnungsspiel der 13. Runde gleicht für den TuS Lipperreihe II einem echten Härtetest. Für die Kunstrasentruppe geht es auf einen extrem tiefen Naturrasenplatz. TuS II-Coach Thorsten Taverner verkündet bereits ein lieb gemeintes Empfehlungsschreiben: „Wer hier schönen Fußball sehen will, der sollte lieber zu Hause bleiben.“ Was er von den Coaching-Qualitäten des Leo II-Trainers Seifert bisher so gesehen hat, gefällt ihm sehr, adelt er seinen Gegenüber: „Mein Trainerkollege macht seine Aufgabe sehr gut. Er hat eine Mischung zwischen Jung und Alt gefunden.“ Den so wichtigen Rückenwind aus dem Coup gegen den TuS Lockhausen mitzunehmen, den nächsten Sieg zu verbuchen, das ist das Ziel der La Furia Roja. „Vielleicht haben wir ja diesmal etwas Spielkultur und können uns durchsetzen. Es wird wichtig sein, dass wir von Anfang an im Spiel sind und dem Gegner nicht zu viel Platz lassen“, so die Forderung von Taverner, dessen Improvisationstalent voll und ganz gefordert sein wird. Warum: Neben den zahlreichen Verletzten gesellen sich noch zwei Rot-Gesperrte hinzu. Er schenkt aber den Spielern sein volles Vertrauen, die verfügbar sind, bringt es nichts, möglichen Alternativen hinterherzuweinen. Was er nicht unter den Teppich kehren will: „Von dieser Seite aus alles Gute zum 40. Geburtstag an unseren Spieler Marcus Krause von der Mannschaft“, sieht man dem Unterschiedsspieler dieses Alter gar nicht an.

 

Am Samstag um 13.00 Uhr pfeift Daniel Sick dieses Nachbarschaftsduell an.

 

TuS Ahmsen II vs. TSV Schötmar

Einige Schlachten auf dem Spielfeld haben der TuS Ahmsen und der TSV Schötmar schon ausgefochten – in den letzten Jahren meist in der höchsten Lemgoer Kreisliga. Nach dem Niedergang der Schötmaraner nun eben im Duell mit der Ahmser-Zweitvertretung. Obmann Lothar Köhnemann verfügt über ein blitzgescheites Gedächtnis, erklärt bei Lippe-Kick: „Wir haben viele schöne Erinnerungen, aber auch enge und knackige Spiele in den letzten Jahren erleben dürfen.“ Im diesjährigen Wonnemonat Mai haben jeweils die Schötmaraner beide Partien gewonnen. Da Köhnemann ein ausgesprochener Gleichheitsfetischist ist, meint er: „Von daher müsste man meinen, wir sind dran. Aber da ist wohl ein übergroßes Wunder vonnöten und somit verwerfen wir diesen Gedanken mal schnell“, soll die Hoffnung nicht wie eine offenstehende Kerze in freier Wildbahn einfach so erlöschen. Man benötigt ein rheinisches Gemüt, um der derzeitigen Tabellensituation vom TuS Ahmsen II etwas Positives abzugewinnen. Drei Punkte, dazu die miese Tordifferenz von 11:72. Man weiß gar nicht, wo der Hebel zuerst angesetzt werden soll. Lothar Köhnemann findet allerdings: „Wir sind wieder stabiler geworden in dieser Woche. Wir kommen langsam wieder in die Spur und sind dann hoffentlich auch bald mal wieder in der Lage, konkurrenzfähig zu sein“, gönnt sich Köhnemann einen kleinen Seitenhieb in Richtung Lippe-Kick. Während der frischesten Übungseinheiten gab es eine ausreichende Kommunikation untereinander, dazu ein fröhliches Beisammensein, zudem haben die Ahmser sich in frischer Luft auch fleißig sportlich betätigt. „Aber die wichtigste Aufgabe war es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um für Sonntag eine schlagkräftige Truppe zusammen bekommen“, die in diesem Derby zumindest das Potenzial für eine Überraschung besitzt. Urlauber und Kranke geben ihr Comeback, weshalb sich das Ensemble im Vergleich zur 0:9-Klatsche bei Grastrup/Retzen maßgeblich verändern wird. „Was dann dabei herauskommt, werden wir sehen“, kann man erwarten, dass bei den Hausherren die eine oder andere personelle Überraschung im Team steht.

 

TSV Schötmar-Macher Ersan Dargecit entstammt einem guten Elternhaus. Dort wurde er zur Ehrlichkeit erzogen. Lippe-Kick merkt das, wenn er seine Aussagen in den Berichten tätigt. Nichts als die Wahrheit spricht er, wenn er klarstellt: „Ich denke mal, die Rollen sind klar verteilt, was aber nicht heißen soll, dass wir das Spiel weniger ernst nehmen als die Spiele davor.“ Klar sollte sein: Wenn man auf dieses Game setzen würde, gäbe es eine 23er Quote für einen Ahmser-Heimsieg. Dargecit verspürt derweil große Lust auf eine Serientäterschaft, sehnt er sich nach einem Dreier. Äußerst akribisch haben die Schötmaraner beobachtet, dass die physischen Komponenten im eigenen Spiel nicht perfekt austangiert sind. Deshalb verrät der letztjährige Mittelfeldmann der Schötmaraner Reserve: „Der Fokus lag unter der Woche auf Kondition, weil wir da die letzten Spiele etwas Probleme hatten.“ Trotz wirklich ansprechender Leistungen hat der ehemalige A-Ligist in vielen Begegnungen leichtfertig Punkte abgegeben. Am Sonntag muss Hakan Cetinkaya arbeiten, fehlt deshalb. Mithat Bozkurt muss rotgesperrt aussetzen. Hakan Erol hat sich im vergangenen Spiel eine Verletzung zugezogen, weshalb auch er passen muss. Was den Boden aus der Kirschtorte haut: „Erdal Celik debütiert wieder beim TSV Schötmar“, strahlen Dargecits Augen dabei wie Diamanten. Unter uns: Für die B-Liga ist Celik eigentlich unterfordert, würde der Autor diesen Ausnahme-Zauberer sofort in sein FIFA-Team wählen, wäre er auf der Play-Station verfügbar.

Auf dem Kunstrasenplatz auf der Werrekampfbahn ist Rudi Brunke der Spielleiter. Um 13.00 Uhr erfolgt sein Anpfiff.

 

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. SV Werl-Aspe II

Knapp sechs Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Holzhausen/Sylbach und Werl-Aspe. Auch im Ranking sind die beiden Zweitvertretungen unmittelbare Nachbarn, trennen sie doch nur sechs Punkte und zwei Plätze voneinander. Henri Ellerbrok, der Coach der TSG Holzhausen/Sylbach II, verspürt mal so gar kein Interesse an einem Abrutschen in den Tabellenkeller, fordert daher unmissverständlich gegenüber Lippe-Kick: „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen, um uns von Aspe und auch den Abstiegsrängen weiter absetzen zu können.“ Diese Liga ist nichts für Leute mit einem schwachen Nervenkostüm oder massiven Stimmungsschwankungen. Ausgesprochen kuschelig geht es immerhin in der B2 zur Sache, sind die Teams nur wenige Zähler voneinander getrennt. Was durchaus interessant ist: „Allerdings werden wir durch die guten Kontakte von unserem Betreuer “Haka” Kuhlmann bereits seit mehreren Jahren kurz vor der Jahreswende zum Kick unter Freunden eingeladen, welches von der zweiten Mannschaft von Werl-Aspe mitorganisiert wird und immer wieder einen schönen Jahresausklang bietet“, so Ellerbrok. Diese Banden untereinander werden für die komplette Spielzeit am Sonntag ab 13.00 Uhr aber vollständig ruhen müssen. Weil: Der Aufstiegstrainer glaubt, dass Zweikämpfe Hochkonjunktur besitzen, es zünftig zur Sache geht. Daher rührt er schon einmal ein wenig die Werbetrommel, indem er anmerkt: „Die Zuschauer können sich sicherlich auf ein spannendes Duell zweier Wundertüten freuen. Entscheidend wird sein, welches Team die bessere Tagesform hat und dann auch weniger Fehler macht“, ist Fußball bekanntlich ein Fehlerspiel. Die Ausfälle bei der TSG Holzhausen/Sylbach II wiegen schwer. Möwe und Bökehof setzen unfreiwillig aus, Wöllner hat private Dinge zu erledigen „und steht nur teilweise zur Verfügung“, erklärt Henri Ellerbrok. Ihr Comeback geben hingegen Sundermann, Moritz und Moshage. Innerlich unruhig wird Ellerbrok deshalb jedoch keineswegs, stellt er via Lippe-Kick doch fest: „Ich denke, wir sind gut gewappnet, unsere Serie ohne Niederlage auszubauen.“

 

SV Werl-Aspe II-Urgestein Marius Grimm offenbart Schwierigkeiten bei einer feinen Gegner-Bewertung, wenn er an die TSG Holzhausen/Sylbach II denkt. Die Erinnerungen an die TSG-Erstvertretung sind nahezu von positiver Natur: „Gegen die Erste haben wir ein ordentliches Spiel abgeliefert und konnten auch einen Punkt mitnehmen. Mit dieser Leistung sollte eigentlich gegen die Zweite auch mindestens ein Punkt drin sein.“ Es wird darauf ankommen, diese Performance auch am Sonntag zu konservieren. Das Problem, was viele Vereine mit mehreren Seniorenteams haben: „Jedoch sagt Erste und Zweite nicht immer was über besser und schlechter aus. Daher ist der Punkt nur sicher, wenn wir hinten die “Null” halten.“ Der Schalker Jahrhunderttrainer Huub Stevens würde daran wohl seine helle Freude haben, denn die Verteidigung als alles entscheidende Basis war auch sein Mantra. Allerdings: „Holzhausen/Sylbach II ist momentan sehr gut drauf und es wird definitiv nicht leicht.“ Großer Respekt: Zuletzt sind die beiden Aufstiegskandidaten TuS RW Grastrup/Retzen (3:2) und TSV Schötmar (2:1) jeweils bezwungen worden. Der urlaubende Niklas Rehder setzt aus. Hinter dem Einsatz von Soumah, Maurice von Elm und Viktor Schneider steht noch ein Fragezeichen.

 

Detlef Meyer leitet diese Begegnung auf dem Naturrasen-Platz in Holzhausen.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. TuS Lockhausen

Ein ehrbarer Ansatz. TSG Holzhausen/Sylbach-Trainer Stefan Brunk denkt auch an das große Ganze, an das Spannungspotenzial in dieser Liga, wenn er vor dem Heimspiel gegen den TuS Lockhausen anmerkt: „Wir spielen gegen den aktuellen Tabellenführer ein Heimspiel, das es zu gewinnen gilt, das wir gewinnen wollen, damit wieder alle von Platz neun bis eins alle Chancen haben.“ Derzeit sind eben Lockhausen, auch der TuS RW Grastrup/Retzen, der Konkurrenz ein klein wenig entlaufen. Mit einem Heimsieg könnte die TSG bis auf zwei Punkte an den Primus heranrücken. Obacht. Das defensive Bollwerk der Braunschweig-Boys zu knacken, wird allerdings eine harte Aufgabe darstellen. Erst 13 Gegentore in zwölf Partien bedeuten eine enorme Stabilität. „Das sollte jedem klar sein, dass der TuS eine extrem gute – die beste Defensive – hat“, diktiert er Lippe-Kick in den Notizblock. Brunk hofft auf fleißige Schüler, die sich bestens vorbereitet vor dem Heimspiel zeigen, alles investieren, um den Favoriten zu Fall zu bringen. Persönliche Erfahrungen mit seinem Gegenüber Stefan Braunschweig haben stattgefunden, wie er verrät: „Ich schätze meinen Trainerkollegen Stefan Braunschweig, habe unter ihm einmal im OWL – Cup mit und für Arminia Bielefeld – mit “weißem Pass” – gespielt. Es war eine Zwischenrunde in der Halle, es ging um die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft, und, sorry, mir ist bewusst, wie er motivieren und Spieler mit allen Mitteln, ja allen Mitteln, besser machen kann.“ Trotz der Tatsache, dass Braunschweig am Sonntag sein Gegenüber ist, zudem Lockhausen eine insgesamt prächtige Serie spielt, „so werden wir definitiv mindestens punkten, wenn nicht sogar gewinnen“, so die Ankündigung von Stefan Brunk im Lippe-Kick-Talk.

 

„TSG Holzhausen/Sylbach ist eine gute Mannschaft. Den Ausfall von Goalgetter Fabian Rönnicke haben sie ganz gut kompensiert. Deshalb gehören sie in die Spitzengruppe“, lobt TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig den anstehenden Gegner. Er gibt sich überzeugt: „So eine Meisterschaft wird für mich nach der Winterpause entschieden. Die Teams, die sich oben festgesetzt haben, bleiben oben dabei.“ Edgar Tissen hat die strittige Ampelkarte im Lipperreihe II-Spiel kassiert, fehlt deshalb dieses eine Spiel. Hendrik Stockhecke muss weiterhin wegen eines Kreuzbandrisses ausfallen.

 

Referee Thorsten Pölert ist beim Aufeinandertreffen des Tabellenvierten gegen den Spitzenreiter der Spielleiter. Auf dem Rasenplatz in Holzhausen geht es um 15.00 Uhr los.

 

FC Union Entrup vs. TuS Asemissen II

Es ist definitiv sehr ungewohnt für den FC Union Entrup, dass das Abstiegsgespenst noch in diesem fortgeschrittenen Saisonstadium ein ständiger Begleiter des eigenen Handelns ist. In den kommenden Wochen gilt es für das Team von Coach Peter Lewecke. Es geht gegen die Zweitvertretungen aus Asemissen und Bexterhagen, gegen die Dritte aus Lemgo, alles Teams, die in unmittelbarer Nähe zu den Entrupern herumschlawinern. Der parierende Union-Obmann Timm Lessow spekuliert: „Wer hier punktet, hat eine gute Ausgangssituation für die Rückrunde.“ Was auch eine unfreiwillige Konstante ist: Einmal mehr wird kurzfristig entschieden, über welches Spielermaterial Lewecke am Sonntag verfügen darf. Weiterhin sind etwa Uli Bornscheuer und Dome Wildner angeschlagen. Christian Pörtner ist verschnupft und Niklas Pape muss beruflichen Herausforderungen nachgehen. Pape ist aber ein edler Sportsmann, weshalb er versucht, seinen Dienst zu verschieben. Körperlich müssen die Entruper voll auf der Höhe sein, ist der Rasen auf der Ilsekampfbahn extrem tief. Immerhin hat es doch die letzten Tage und Wochen kräftig geschüttet. „Vielleicht ist er aber auch der Vorteil gegenüber Asemissen II, die sonst auf unserem Geläuf nie zurechtkommen“, zudem eine langjährige Kunstrasenmannschaft sind. Lessow zeigt keinerlei Interesse an einem weiteren Verbleib in den Tiefen der B2 Lemgo, weshalb er beantragt: „Drei Punkte sind eigentlich ein Muss, aber unter den besagten Voraussetzungen ist so ein Punkt vielleicht schon viel wert.“

 

Mit viel Respekt fährt der TuS Asemissen II Richtung Ilsekampfbahn. Gäste-Coach Florian Meerkötter ruft sich ins Gedächtnis: „Insbesondere in Entrup sind es immer sehr schwere und umkämpfte Partien.“ Rang 13 für den FC Union Entrup ist nicht den existenten Fähigkeiten der Lewecke-Jungs entsprechend. Diese Platzierung sorgt für etwas Verwunderung bei Meerkötter, der mehr von den Unionern erwartet hat. „Wichtig wird es sein, in die Zweikämpfe zu kommen und die zweiten Bälle zu erobern. Aufgrund des Platzes wird es sicherlich kein Spiel mit langen Passfolgen, sondern der ein oder andere lange Ball wird sicherlich gespielt“, prophezeit der Asemisser, wird es wohl auf die zweiten Bälle ankommen. Die sechstplatzierten West-Lipper haben sieben Punkte mehr als Entrup auf dem Konto, wollen diesen Vorteil auch auf dem Spielfeld sichtbar werden lassen. „Wir gehen in das Spiel, um drei Punkte mitzunehmen, wissen aber auch, dass die Tagesform stimmen muss, damit uns das gelingt.“ Die Korsettstangen Marc Schubert, Yannick Klippenstein und Lasse Huitema fallen aus. Ihre Rückkehr feiern Thilo Bednorz und Tobias Gröschl.

 

Melih-Ahmet Güler pfeift auf dem Rasenplatz in Entrup um 15.00 Uhr an.

Yunus Lemgo vs. TuS Bexterhagen II

Nicht gerade in Plauderlaune befindet sich Yunus Lemgo-Coach Ali Sen, der den vorletzten Tabellenplatz mit seinen Jungs möglichst schnell verlassen möchte: „Unsere Situation ist jedem bekannt. Wir sitzen unten fest und benötigen dringend die Punkte.“ Mit einem Heim-Dreier gegen den Tabellen-Elften TuS Bexterhagen II könnte man den Abstand auf den SV Werl-Aspe II mit einem Schlag halbieren. Bedingung: Die Asper holen sich keinen Zähler beim Nachbarverein TSG Holzhausen/Sylbach II. „Deswegen werden wir am Sonntag alles geben auf dem Platz, um die Punkte auf der West-Alm zu behalten.“ In der Vorsaison haben die Delphine keine guten Erfahrungen mit den Reds gemacht, gab es zwei Pleiten. Sen hat das Bexterhäger-System entschlüsselt: „Ihre Taktik war damals immer der lange Abschlag vom Torwart auf ihren pfeilschnellen Angreifer. Das haben wir uns für dieses Mal gemerkt“, ist wohl Manndeckung und eine konsequente Verteidigung der langen Bälle ganz entscheidend, um die so wichtigen drei Punkte zu holen. Welche Inhalte sind während der Übungseinheiten geprobt worden? „Wir haben diverse Zweikampf- und Abschlussübungen gemacht“, verrät Sen. Auf Idris Muhamedi muss das Trainer-Duo Ali Sen und Cüneyt Kurt verzichten. „Wir freuen uns auf ein faires und sportlich ansprechendes Spiel auf der West-Alm am Sonntag“, erklären beide unisono.

 

Gute Laune im Lager des TuS Bexterhagen II. Die Leistungskurve der Lütkehölter-Mannen zeigt wieder deutlich nach oben. Die kurze Formkrise aus dem September scheint beendet zu sein. „Wir fahren selbstbewusst nach Lemgo, aber auch mit dem Wissen, dass die Hausherren im Abstiegskampf jeden Punkt benötigen”, erklärt der Bex II-Coach. Personell sind die Roten sehr gut aufgestellt. Lediglich der Trainer fehlte unter der Woche erkältungsbedingt. „Kein Problem, wir haben einen tollen Mannschaftsrat, der die Übungen entsprechend auch mal selbstständig vernünftig umsetzen kann.”
Mit Marc Stühlmeyer, Jascha Klatt, Oliver Kampmann und Robin Eichmann kehren vier Spieler wieder in den Kader zurück. Lediglich Jan Piel weilt derzeit im Urlaub. „Wir werden unsere Stärken auf den Platz bringen müssen, gute Basisarbeit leisten und dürfen uns defensiv keine leichten Fehler leisten“, weiß der Bex-Coach um die guten Offensivspieler der Hausherren. Auch der womöglich suboptimale Platz an der West-Alm bereitet dem Trainer keine schlaflosen Nächte. „Der war die letzten Jahre auch schon schlecht und da haben wir gut ausgesehen“, so seine Erinnerung. Die prallgefüllten Bank-Optionen könnten ebenfalls ein Faustpfand werden. Dennis Lütkehölter sagt: „Wir können qualitativ sofort nachlegen, wenn einer nicht richtig marschiert oder einen schwachen Tag erwischt hat“, sind die Personalprobleme aus dem September an diesem Wochenende erst einmal Schnee von gestern.

 

Detlef Hübner ist um 15.00 Uhr der Spielleiter auf dem Rasenplatz an der West-Alm.

 

SV Wüsten vs. TBV Lemgo III

Noch immer schmerzt die 1:4-Niederlage beim TuS Bexterhagen II sehr. Vielleicht auch die Tatsache, dass die Wüsten-Füchse keine richtige Konstanz in ihre Leistungen bekommen. Seit Anfang September wechseln sich Sieg und Niederlage ständig ab. Die Vermutung vom Pressesprecher Marvin Bahlo ist nun: „Ich denke, am Sonntag gegen Lemgo III wird es ein anderes Spiel werden.“ Durchaus positiv, dass die Langzeitverletzten nunmehr immer mehr zurückkehren, weshalb Coach Achim Wenzel über ein besseres, vor allem reichhaltigeres Personal verfügt. Ein Hoffnungsschimmer für Bahlo: „Bisher haben wir erst zwei Heimniederlagen kassiert. Daran möchten wir anknüpfen.“

Die Vermutung vom TBV Lemgo III-Coach Sebastian Klaas ist klar: „Wüsten ist immer ein unangenehmer Gegner für den TBV. Besonders, wenn sie zu Hause spielen. Sie sind sehr zweikampfstark“, finden oft über die direkten Duelle ins Spiel. Vorteilhaft für den Aufsteiger, dass mit einem Dutzend Akteuren zuletzt performed werden konnte. „Das zeigt, dass alle heiß sind auf Sonntag“, so die Vermutung von Klaas. Andreas Harms, der alte Haudegen, fällt aus. Ein schmerzlicher Ausfall, hatte dieser doch seine Aktien am überraschenden wie verdienten 5:1-Derby-Sieg über Hörstmar/Lieme II. Und: „Einige Spieler sind angeschlagen, aber ich glaube dennoch, dass wir eine gute Mannschaft auf dem Eis haben werden“, so ein zuversichtlich gestimmter Sebastian Klaas.

 

Timo Schnee ist ab 15.00 Uhr für die Spielleitung zuständig.

 

SG Hörstmar/Lieme II vs. TuS RW Grastrup/Retzen

 

Ausgesprochen fleißig waren die Johannfunke-Jungs, wurmt sie die klare Derby-Niederlage beim Erzrivalen TBV Lemgo III immer noch. Insbesondere die läuferischen Tugenden genossen bei der SG Hörstmar/Lieme II unter der Woche höchste Priorität. Dazu wurden ausgiebig die Fehler vom Sonntag erläutert, wie es gegen den Tabellenzweiten fortan besser gemacht werden soll. Hör/Lie II Co-Trainer Robert Maros hat erkannt: „Grastrup/Retzen ist echt eine starke Truppe. Sie stehen sehr gut da, gehen favorisiert in dieses Spiel.“ Wichtig ist es für Maros, dass mit viel Arbeit und einem enormen Ehrgeiz die Spielgemeinschaft sich endlich mal wieder mit Punkten belohnt, nachdem sie in dieser Disziplin in der Vorwoche damit ausgesetzt hat. „Direkt in der Kabine zeigen wir unsere Körpersprache, wollen sofort drin sein im Spiel, nicht nach Lust und Laune spielen“, erklärt Maros gegenüber Lippe-Kick. Nicht außer Acht lassen möchte er, dass parallel in Hörstmar das Oktoberfest stattfindet, auch die treuen Fans mit einem tollen Spiel belohnt werden sollen. Ziel ist die Maximalausbeute, das betont er. Einzig Martin Schröder fehlt wohl in diesem Spitzenspiel.

 

Macht es noch einmal, Jungs. So oder so ähnlich könnte die Aufforderung von Coach Thore Eitner in Richtung seiner Mannschaft lauten. Immerhin haben seine Grastrup/Retzen-Kicker im Vorjahr doch in einer engen Partie so gerade noch einen Dreier für sich verbucht. „Hörstmar/Lieme II hat erbittert gekämpft und ich denke, diese Saison wird es nicht anders sein, denn sie stehen nicht ohne Grund auf dem dritten Tabellenplatz.“ Damit rangieren sie direkt im Windschatten der Rot-Weißen, die vier Punkte mehr aufweisen. Diese Partie besitzt daher eine vorentscheidende Bedeutung, wäre Grastrup/Retzen mit einem Sieg auf sieben Punkte davongezogen, würde ein Heimsieg den Vorsprung auf einen mickrigen Zähler zusammenschmelzen lassen. Eitner sensibilisiert seine Mannen: „Ich denke, wir sollten die Spieler Levykin, Schröder und Winter nicht außer Acht lassen.“ So richtig angetan zeigt er sich nicht, wenn es um die Trainingsbeteiligung in seinem Team unter der Woche geht: „Es wird dunkler und die Leute werden bequemer. Deshalb haben wir schon einmal die Intensität hochgeschraubt.“ Nach dem schweren Foulspiel an ihm im Ahmsen II-Spiel musste Salvatore Völkel operiert werden, fällt logischerweise aus, dies wohl bis zum Saisonende. Lippe-Kick wünscht an dieser Stelle gute Besserung. Arbeiten muss Patrick Martin, während Julien Rohmann und Sabri Derbas verletzt sind und Max Rosenberg sein Comeback nach Urlaub gibt.

Um 15.00 Uhr ist Sascha Kreye der Spielleiter auf dem Rasenplatz in Hörstmar.

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