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Kreisliga B2 Lemgo

TuS Lockhausen – Die Zeiten haben sich geändert

In der letzten Serie war der Klassenerhalt das Höchste der Gefühle, nach zwölf Spieltagen führt der ehemalige Bezirksligist nun die Liga an. Lippe-Kick blickt hinter die Kulissen.

Die realistische Wahrnehmung

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Ehrlich währt am längsten. Das weiß selbstredend auch TuS Lockhausen-Coach Stefan Braunschweig, der stets frisch, fröhlich und frei heraus seine Meinung äußert. Ob gegenüber Zeilenknechten, seinen Spielern oder auch den Schiedsrichtern. Man möchte fast schon die provokante These aufstellen: Wenn alle so ehrlich wären wie Braunschweig, dann müssten noch mehr Juristen ihren Lebensunterhalt mit Taxi fahren verdienen, gäbe es für sie doch deutlich weniger in ihrem Wunschjob zu tun. Was klar ist: Der Ex-Oberliga-Spieler hat den TuS Lockhausen wachgeküsst, führt die B2-Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem TuS RW Grastrup/Retzen an.

 

 

Von Henning Klefisch

 

Als Braunschweig nach der Winterpause kam, stand der TuS Lockhausen im tiefen Abstiegsschlamassel, verlor so manche Partie kurz vor dem Schlusspfiff, holte sich letztlich dennoch die nötigen Punkte für den Klassenerhalt. Es war ein Aufbruch erkennbar. Im ersten Halbjahr 2019 war Braunschweig noch in Rettungsmission unterwegs. Seit der Sommerpause ist er zum Entwickler mutiert. Die Maxime ist klar: „Wir schauen von Spiel zu Spiel, wollen immer gewinnen, gilt dies vor jedem Spiel.“ In neun von zwölf Saisonpartien haben seine Schützlinge diese Vorgabe befolgt. Den Ist-Zustand genießt der Verein aus dem nordwestlichen Zipfel des Lipperlandes, nahe Bielefeld und Herford in vollen Zügen, hat man sich dies doch hart erarbeitet. Vorteilhaft, dass die Spieler sich untereinander prächtig verstehen, „verkumpelt sind“, wie es der erfahrene Coach gegenüber Lippe-Kick verrät. Er betont: Meine Prämisse ist es einfach, jeden Spieler ein Stück weit besser zu machen.”

 

„Das hat mit mir nicht viel zu tun“

Was dem Primus in die Karten spielt: In diesem Jahr laufen die Spiele anders, entscheidet Lockhausen nun viele enge Begegnungen für sich. „Das hat mit mir nicht viel zu tun“, übt sich Braunschweig in Bescheidenheit. Er würde sich auch nicht eingraben, „wenn am Saisonende ein einstelliger Tabellenplatz herauskommt.“ Und: „Um Meister zu werden, müssen Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. Da müsste schon einiges zusammenpassen“, möchte er sein Team nicht zu stark unter Druck setzen. Was ihn beindruckt ist die Trainingsmoral seiner Equipe, ziehen seine Spieler voll mit. Er fordert dies aber auch, wenn er gegenüber Lippe-Kick klarstellt: „Alle Aktionen sollen mit einer hundertprozentigen Einstellung durchgeführt werden.“ Dennoch: Es wird nicht einfacher, denn in dieser Endphase kurz vor der Winterpause drohen Sperren und Verletzungen. Auch nicht zu verachten: „Wir müssen mehr auf Asche trainieren“, konstatiert Braunschweig im Lippe-Kick-Gespräch völlig treffend.  Was natürlich auch ihm bewusst ist: Entscheidend wird es im Frühjahr kommenden Jahres sein, wenn die Plätze wieder besser bespielbar sind, quasi gleiches Recht für alle vorherrscht, es neben den fußballerischen Komponenten auch auf die mentalen Fähigkeiten ankommt. So ehrlich ist Stefan Braunschweig auch zu sich selbst.

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