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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 12. Spieltag 2019/20

Volle Kanne Bezirksliga 3, das liefert euch Lippe-Kick. Was die Akteure vorab zu sagen haben, erfahrt Ihr hier. Klickt mal rein.

Kremin freut sich auf den „Detmolder Sandkasten“

Bezirksliga 3 (hk). Runde 16 haben die Protagonisten dieser Bezirksliga-Staffel einfach mal auf den gestrigen Donnerstag vorgezogen. Aus Lipper-Sicht war die englische Woche eine Erfolgsgeschichte. Der Post TSV Detmold schlug den TSC Steinheim satt mit 4:1, der RSV Barntrup gewann mit dem gleichen Ergebnis in Elsen. Die definitiv härteste Nuss hatte die SG Hiddesen/Heidenoldendorf zu knacken, die beim Aufstiegskandidaten SCV Neuenbeken ein respektables 2:2 holte. Sieben Punkte aus drei Spielen, aus lippischer Sicht kann es am Sonntag gerne so weitergehen. Für die Barntruper steht das nächste Aufeinandertreffen bei einem direkten Tabellennachbarn an, führt die ambitionierte Reise nach Peckelsheim, zu den Eissen-Löwen. Auf dem heimischen Bent in Hiddesen begrüßen die Newcomer der SG Hiddesen/Heidenoldendorf das nächste Großkaliber – mit dem SV Heide Paderborn. Extrem anspruchsvoll geht es auch für den Post TSV Detmold zur Sache, der einfach mal den Tabellendritten SF DJK Mastbruch bespielen muss.

 

 

Von Henning Klefisch

 

FC Peckelsheim-Eissen-Löwen vs. RSV Barntrup

Nur knapp über dem Strich, genauer gesagt zwei Punkte oberhalb der gefährlichen Zone, rangiert der FC Peckelsheim-Eissen-Löwen nach der gestrigen 1:3-Auswärtsniederlage in Dringenberg. PEL-Trainer Matthias Rebmann hat beobachtet, dass „Zweidrittel“ der gesamten Spielklasse außergewöhnlich eng beisammen ist. Noch weiter abrutschen in den Rotlichtbezirk, das wollen die Löwen tunlichst verhindern. Nach der Nullrunde in Dringenberg, die überflüssig wie ein Kropf war, möchte der FC am Sonntag vor heimischer Kulisse die Punkte unbedingt vollständig behalten. Auch mit etwas Abstand schwirrt diese Niederlage in den PEL-Köpfen herum. Immerhin führte man doch mit 1:0, spielte wirklich gut, hatte sogar Chancen auf das mögliche zweite Tor, doch kassierte zum psychologisch unglücklichen Zeitpunkt kurz nach dem Seitenwechsel einen Doppelschlag von den unheimlich effektiven Burgkickern. Der Blick geht nun nach vorne. Gegen Barntrup soll so eine Schwächephase kein zweites Mal vorkommen, werden die Hausherren daher deutlich konzentrierter an diese Aufgabe herangehen, im eigenen Hoheitsgebiet resoluter klären. Leicht wird die Umsetzung von der Theorie in die Praxis aber wohl nicht, reiten die Barntruper schließlich nach zwei Siegen in Serie auf einer Euphorie-Welle. „Wir wollen das Selbstvertrauen einbremsen, wollen hinten stabil werden, zudem wenige gute Torchancen zulassen. Da müssen alle mitarbeiten“, fertigt Rebmann eine To-Do-Liste für sein Team an. Die Eissen-Löwen-Kicker scharren mit den Hufen, sehnen sich danach, dass endlich wieder ein Heimspiel ansteht. Immerhin steht doch auch der neue Kunstrasenplatz zur freien Entfaltung zur Verfügung. Es ist durchaus eine Hypothek für die PEL-Jungs gewesen, dass in den abgelaufenen Monaten auf einem größeren Platz nicht trainiert worden konnte, war dies doch arg einschränkend. In der eigenen Heimspielfestung zu agieren, besitzt im Abstiegskampf eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, soll die Freude auf den neuen Kunstrasenplatz mit einem gewünschten Heim-Dreier veredelt werden. Wichtig ist für den Verein aus dem knapp 2000 Einwohner-Ort, dass auch der Kontakt zum sicheren Tabellenmittelfeld gehalten, besser noch verringert wird. „Wir haben richtig etwas dagegen, dass Barntrup bei uns etwas Zählbares mitnimmt“, erklärt Rebmann abschließend bei Lippe-Kick. Im jüngsten Spiel hat er Felix Laudage bereits zur Halbzeitpause auswechseln müssen, auch Joachim Gievers musste angeschlagen vorzeitig seinen Dienst beenden. Die beiden Spieler könnten ausfallen. Der Rest steht wohl vollends zur freien Verfügung.

 

Richtig stark unterwegs ist der RSV Barntrup in diesen Tagen, hat er doch mit vier Siegen aus den letzten sechs Partien extrem überzeugt. Dies befähigt den Aufstiegstrainer Daniel Barbarito zu der Aussage, dass sein Team als Favorit in dieses Spiel gehen wird. „Wir fahren nach Peckelsheim, um uns die drei Punkte mitzunehmen, uns wirklich unten absetzen zu können“, wollen die Nord-Lipper den Schwung mitnehmen. Es wäre zugleich der erste Dreier an der Warburger Börde, würde der dritte Erfolg in Serie historische Dimensionen einnehmen. Den vollständigen Fokus richtet Barbarito auf den 13-fachen Saisontorschützen Pascal Knoke, der das Torjäger-Ranking in dieser Spielklasse anführt. Barbarito gibt sich überzeugt: Wird dieser Goalgetter vernünftig kontrolliert, ist sein Team auch erfolgreich. Was auffällt: Der RSV Barntrup hat in der gesamten Spielzeit noch keine Partie ohne Gegentor überstanden, hat sich die Abwehr zuletzt immerhin deutlich stabiler präsentiert. Hier ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Mit einer guten Verteidigung wollen die Roten Teufel den Erfolg suchen und finden, denn auf die Angriffswucht können sie sich durchaus etwas einbilden. 24 Tore in zwölf Partien sind gleichbedeutend mit einer sehr respektablen Ausbeute für einen Aufsteiger. Daniel Barbarito weiß: Das Abrufen von ähnlich starken Leistungen wie gegen Hiddesen/Heidenoldendorf (3:1) und Elsen (4:1) wird zum nächsten Etappensieg auf dem Weg zum Klassenerhalt führen. Ein Wermutstropfen: Kevin Tschernjawskij fehlt auf jeden Fall. Dennis Meier und Johannes Lindemeyer ärgern sich mit einer Zerrung herum, bestreiten die Barntruper wahrscheinlich mit einem 18-Mann-Kader dieses Gastspiel in Peckelsheim.

 

Juan De Cruz Pujades leitet diese Begegnung. Um 15.00 Uhr erfolgt der Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz in Peckelsheim.

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. SV Heide Paderborn

Ein Ausrufezeichen jagt das Nächste bei der SG Hiddesen/Heidenoldendorf, die am gestrigen Abend nach einer bockstarken Leistung beim SCV Neuenbeken sehr ansprechend 2:2-Unentschieden gespielt hat. Zuvor sind bereits die Spitzenteams aus Bad Lippspringe und Mastbruch jeweils mit 2:1 bezwungen worden. Am Sonntag gastiert mit dem Klassen-Streber SV Heide Paderborn der nächste anspruchsvolle Gegner auf dem Hiddeser Bent. Die Pader-Städter haben vielleicht den Vorteil, dass sie entspannt und ausgeruht dieses Spiel angehen können, haben sie doch gestern spielfrei gehabt. „Die Ausgangsposition ist klar: Angeschlagener Außenseiter trifft den ausgeruhten Spitzenreiter“, möchte die Spielgemeinschaft die eigenen „Primärtugenden“ sprich: Laufen und Kämpfen anwenden. Sie wollen im Ballbesitz mit noch mehr Sicherheit agieren, um selbstbewusst die Kugel nach vorne zu transportieren. Groß ist die Hoffnung, dass die leidenschaftlichen Hiddesen/Heidenoldendorf-Schlachtenbummler gewohnt zahlreich und lautstark ihre lokalen Helden unterstützen. Rüschenpöhler gilt als Kopfmensch, geht er doch fest davon aus, dass seine Mannschaft die Wahrscheinlichkeit auf ein erfolgreiches Spiel steigert, wenn sie mit einer „guten Leistung“ in Erscheinung tritt. Die individuelle Qualität der Paderstädter ist massiv, haben einige SVH-Akteure doch bereits Erfahrungen in der 3. Liga gesammelt, so etwa ein Christian Rasche. „Es ist ein Unterschied, ob man einen Spieler aus der Jugend von Borussia Dortmund holt wie Marius von Cysewski oder von SuS Pivitsheide, ohne denen jetzt zu nahezutreten. Trotzdem bewegen wir uns in einer Liga“, erklärt Rüschenpöhler gegenüber Lippe-Kick.

 

Keine unfassbar gewagte Aussage tätigt SV Heide-Abteilungsleiter Thomas Dressler, der Lippe-Kick in den Notizblock diktiert: „Ich denke, dass wir am Wochenende auch wieder als Favorit in das Spiel gehen. Allerdings sind wir vorgewarnt, denn Hiddesen/Heidenoldendorf hat gegen Mastbruch gewonnen und in Neuenbeken einen Punkt geholt.“ Daher gilt für den Klassenbesten die eindeutige Devise: „Wir werden den Gegner sicherlich nicht unterschätzen und werden top motiviert und vorbereitet in die Partie gehen.“ Im letzten Spiel gab es für die Schützlinge aus der rund 150.000 Einwohner-Stadt einen knappen 3:2-Erfolg gegen Atteln, davor feierte der SVH drei Siege ohne Gegentor in Serie. Zunächst ein 2:0 in Bad Lippspringe, dann ein 2:0 über den Post TSV Detmold, ehe beim RSV Barntrup sogar mit einem 5:0 die Oberhand behalten wurde. Man merkt schnell: Die Lipper scheinen den Domstadt-Jungs zu liegen.

Moritz Busch-Tolkemitt ist um 15.00 Uhr der Referee auf dem Rasenplatz in Hiddesen.

 

SF DJK Mastbruch vs. Post TSV Detmold

Äußerst spannend ging es in den Vorjahren in den Begegnungen zwischen diesen beiden technisch starken Teams zur Sache. Mastbruch-Coach David Kremin prognostiziert auch bei der Neuauflage eine enge Geschichte, hält er doch große Stücke auf die Postler: „Detmold hatte einen kleinen Umbruch im Sommer, aber spielen immer noch einen sehr ordentlichen Fußball.“ Von der eigenen Marschroute wird keineswegs abgewichen, verkündet Kremin via Lippe-Kick schließlich: „Ich denke, dass wir unseren Stil nicht ändern werden und auch gegen Detmold versuchen, mit Offensivfußball zu punkten.“ Wie kann das denn konkret funktionieren? „Wir müssen im Detmolder Sandkasten von Anfang an präsent sein, um dann hoffentlich wieder mit Punkten nach Paderborn zu fahren“, ist das Vergnügen an diesem Spiel doch definitiv nicht von der Hand zu weisen. Man merkt es Kremin an. Er freut sich wie ein Schneekönig, dass endlich einmal ein Gegner auf sein Team wartet, der auch mitspielen möchte, deshalb wohl Räume offeriert, die Mastbruch geschickt zu bespielen weiß. Ausgerechnet vor diesem prestigeträchtigen Duell der Domstädter gegen die Residenzler verbessert sich beim Tabellendritten die Personalsituation, dies nicht unerheblich: „Wir können wieder mit einem vollen Kader nach Detmold fahren.“ Er führt weiter aus: „Das ist auch wichtig, denn durch unseren breiten Kader können wir immer noch Qualität von der Bank bringen.“ Neben den Studenten im Auslandssemester muss Mastbruch auch vielleicht auf Torben Hartmann (Schnupfen) und Niklas Fischer (Familienfeier) verzichten.

 

Eine hohe Meinung äußert Post TSV Detmold-Manager Michael Grundmann, wenn er über die Sportfreunde berichtet: „Mastbruch gehört zu den zwei, drei besten Teams der Liga. Ich denke, sie werden bis zum Schluss oben mitspielen“, wird ihn sein Gefühl wohl nicht in die Irre leiten. Was ihn noch mehr freut: Die Post-Kutsche hat wieder richtig Fahrt aufgenommen, wieder mehr mentale Stärke erlangt, nachdem es davor sehr holprig verlaufen ist. Erst ist beim FC Blau-Weiß Weser mit 4:0 gewonnen worden, haben die Brokmänner gestern Abend nachgelegt, den TSC Steinheim klar mit 4:1 bezwungen. „Natürlich läuft nicht alles perfekt, aber wir spielen uns jetzt so langsam ein und finden zueinander“, hat Grundmann eine Entwicklung erkannt. Ähnlich wie beim Gegner verbessert sich auch bei den Postlern die Personalsituation kolossal, steht der vollständige Kader endlich zur Verfügung. Das alles sorgt für optimistische Gedankengänge von Grundmann, der gegenüber Lippe-Kick betont: „Ich bin mir sicher, dass wir zu Hause auch gegen so ein Spitzenteam etwas holen können, wenn wir alles geben und unsere Torchancen zielstrebig nutzen“, wird dies der Schlüssel zum Erfolg sein.

Marco Ehrlich ist auf dem Werre-Sportplatz der Referee. Um 15.00 Uhr geht es los.

Dorothea Design

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