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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Vorbericht 14. Spieltag 2019/20

Acht Spiele und acht Vorberichte. Das bietet euch Lippe-Kick in aller Sorgfalt an. Schaut mal hinein in die Spieltagvorschau.

Leese will den Negativtrend stoppen

Kreisliga A Lemgo (hk). Im Tabellenkeller brennt noch Licht. Der 3:1-Heimsieg vom Schlusslicht TuS Brake über den FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen lässt die Walkenfeld-Jungs weiter hoffen. Vor einigen Wochen noch, da war es stockfinster im Tabellenkeller, doch mittlerweile haben sich die Ridder-Männer an die begehrten Plätze herangeschlichen, sind es nur noch vier Zähler Rückstand zum Rettungsrang. Die folgende Aufgabe beim Aufstiegsaspiranten SC Bad Salzuflen wird jedoch richtig kompliziert. Der Vorletzte BSV Leese (neun Punkte) möchte den Negativtrend unbedingt stoppen, haben sie mit dem Fünften TuS Asemissen jedoch ebenso eine harte Prüfung zu bestehen. Auch Mannschaften wie der FC SSW (zehn), der TuS Sonneborn (elf), der SV Werl-Aspe (zwölf) – selbst der TuS Bexterhagen (13) – sind noch im Speckgürtel vom Abstiegskampf beheimatet.

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

BSV Leese vs. TuS Asemissen

(hk). Der BSV Leese ist in einen ganz gefährlichen Abwärtsstrudel hineingeschlittert. Vielleicht gelingt dem Aufsteiger ja ein ähnlicher Überraschungscoup wie dem TuS Brake. Der Nachbarverein befand sich nach einer Niederlagen-Serie in einem wahren Tristesse-Zustand. Dann gastierte der TuS Asemissen im Walkenfeld, man rang dem hohen Favoriten nach einem tollen Spiel ein respektables 5:5 ab, und seither ist man wieder in der Spur. Klar sind die Asemisser nach diesem Spiel im Walkenfeld sensibilisiert, doch die Skarupke-Männer haben auch beim heimtückischen Pokal-Aus in Lüdenhausen ungewohnte Schwächen demonstriert. BSV Co-Trainer Jan Plöger ist sich derweil bewusst, dass erneut eine extrem anstrengende Aufgabe auf sein Team wartet, gastiert schließlich der Tabellenfünfte auf dem romantischen Rasenplatz an der Ilse. Die Maßgabe für dieses Spiel gegen den hohen Favoriten aus dem tiefen lippischen Westen: „Bei der derzeitigen personellen Lage wird es wohl darum gehen, möglichst lange die Null zu halten, uns nicht zu ergeben und einfach einen leidenschaftlichen Kampf zu liefern“, zeigt er sich selbst gespannt, welches Ergebnis nach der Einhaltung dieser Vorgaben herausspringt. Erschreckend aus Sicht der Kasper-Kicker: Seit fast zwei Monaten gab es keinen Punktgewinn. Selbst im Kreis-Pokal schied man gegen den klassentieferen TuS RW Grastrup/Retzen nach Elfmeterschießen aus.

 

Zum ersten Mal in seiner mehrjährigen wie glanzvollen Senioren-Laufbahn kommt es für Asemissen-Kicker Gerrit Barthelmeus zu einem Duell mit dem BSV Leese. Mit uneingeschränkter Sicht auf den in dieser Jahreszeit interessanten Naturrasen in Leese vermutet Barthelmeus im Lippe-Kick-Gespräch: „Auf deren Platz wird es sicherlich ein Kampfspiel, da müssen wir uns drauf einstellen.“ Zunächst die Grundtugenden präsentieren, dann auf das Spielerische Wert legen. Darauf kommt es für die Asemisser ganz bestimmt an, die beim 0:4 in Ahmsen ungewohnte Schwächen offenbarten. Auch das 0:2 in Lemgo tat weh. Da man auch mit 3:4 im Kreispokal in Lüdenhausen unterlag, davor 5:5 in Brake spielte, liegen die letzten Auswärtspunkte schon etwas zurück. Am 8. September siegten die Schützlinge von Coach Carsten Skarupke klar mit 7:0 beim TuS Leopoldshöhe. Damals gab es die „Sieben-auf-einen-Streich-Erfolgsserie“ mit drei Erfolgen dieser Art hintereinander. Barthelmeus räumt nun ein: „Die Niederlagen aus den letzten Wochen tun weh, wir wollen die vergessen machen und wieder in die Erfolgsspur kommen, um nicht ins Mittelmaß abzurutschen. Da gehören wir mit unserer Qualität einfach nicht hin“, kann und darf man ihm hier keine Widerworte geben. Die Personalsituation gestaltet sich so wie das Wetter. Trüb. Hatim Bahri muss gesperrt zuschauen. Alichan Dadaev und Diego Giesbrecht sind verletzt.

 

Fabio Phil Peretzke leitet ab 15.00 Uhr diese Begegnung. Diese findet auf dem Rasenplatz an der Ilse in Leese statt.

 

SG Bentorf/Hohenhausen vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Es gibt doch Schlimmeres. Auch ein Marco Evers kann sich mal irren. Was er meint: „Mit dem TuS Leopoldshöhe kommt am Sonntag eine Mannschaft zu uns, die ich vor der Saison auf Augenhöhe mit uns eingeschätzt habe“, wird seine Prognose aber durch den bisherigen Saisonverlauf über den Haufen geworfen. Sieben Punkte sind die Kalletaler schlechter im Vergleich zu den gierigen Löwen. Er gibt seine Fehleinschätzung ohne Probleme zu: „Ich muss mir aber eingestehen, dass der TuS am Wochenende die Favoritenrolle einnehmen wird, da sie eine richtig starke Saison spielen und dicke Ausrufezeichen – wie mit dem Sieg in Ahmsen oder dem Remis gegen Lipperreihe – gesetzt haben.“ Diese nicht eingeplanten Punktgewinne verdeutlichen: Die Qualität im Löwen-Rudel muss groß sein. Im Kollektiv und ebenso individuell. „Außerdem besitzt Leopoldshöhe für mich mit Marcel Heisler einen der besten »Zehner» in der Liga. Da erwartet uns somit ein ganz harter Brocken am Sonntag.“ Die Zeiten, in denen Bentorf/Hohenhausen aber wählerisch ist, sind längst vorbei. So wird es darauf ankommen, dass „wir jetzt auch mal Big Points gegen vermeintlich stärkere Gegner einfahren müssen“, macht Evers geltend. Sein grundsätzlich sehr stabiler Geduldsfaden ist zum Zerreißen gespannt: „Das ist einfach überfällig“, empfindet er. Bitter. Die Galionsfiguren Niklas Brand und Leon Hartwig könnten vielleicht sogar ausfallen.

 

Frappant aus Sicht der Gäste: Die Personalsorgen sind beträchtlich. Philipp Posteher, der auf Groundhopping-Reise in England weilt, fehlt. Sein Ziel: schönen Fußball sehen. Sein Co-Trainer John Edwards stichelt gezielt: „Das kann er ja bei seinem BVB zurzeit nicht“, wird sich dies unter dem möglichen Neu-Trainer Jose Mourinho aber ganz bestimmt ändern. Till Niklas Rogalski läuft in seinem Büßergewand nach Sperre herum. Die Ausfallliste ist prominent besetzt, fallen Jan Rose und Marc Reh seit einer gefühlten Ewigkeit aus. Die Leopoldshöher-Vereins-Ikone Toni Fast spielt derzeit keine Hauptrolle in „The Fast and the Furios“, ist am Sonntag bei ihm der Schontag angesagt. Daniel Heisler muss sich auf seine Meisterprüfung vernünftig vorbereiten. Das gesamte Team des TuS Leopoldshöhe, auch Lippe-Kick, drücken ihm hierfür die Daumen. Edwards ist Berufsoptimist, will keine weiße Fahne mit nach Bentorf nehmen, postuliert vielmehr voller Tatendrang: „Trotzdem sind Christian und ich fest davon überzeugt, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammenhaben, um mit drei Punkten wieder nach Hause zu fahren!“ Und: Das 1:1 gegen den hohen Favoriten und Primus aus Lipperreihe sollte Mut machen. Beim gestrigen Training hat Chefcoach Christian Martens seinen Jungs mit auf den Weg gegeben, es „auf jeden Fall nicht schleifen zu lassen, alles zu geben.“ Der Auftritt bei dieser Einheit hat ihm aber gezeigt, dass seine Jungs bis in die Haarspitzen motiviert sind, viel zu investieren, um die Serientäterschaft von fünf Partien ohne Niederlage weiter fortzuführen. Martens appelliert aber im Lippe-Kick-Gespräch: „Jetzt kommen die Spiele, die ich als noch schwerer einschätze, haben wir uns doch oft gegen die Gegner von unten schwergetan.“ Gegen die Könige der Liga haben die Löwen sich bewährt, zumindest auf Augenhöhe agiert, dabei fleißig gepunktet. Die persönliche Bilanz von Edwards gegen den folgenden Rivalen ist aber noch ausbaufähig. Knapp eine Spielzeit lang ist John Edwards Assistenztrainer im Lemgoer Kreisoberhaus. Davor hat er rund zwei Jahrzehnte im Unterhaus fußballerisch verbracht. Den einzigen Erfahrungswert, den Edwards mit der SG Bentorf/Hohenhausen erleben durfte, war negativ behaftet, gab es doch eine empfindliche 0:2-Niederlage in der vergangenen Saison. Damit dies nun anders, eher besser wird, haben die Leos Torabschlüsse und Zweikampfsituationen eingeübt, erwartet Edwards schließlich in Bentorf „keinen Spaziergang.“

 

Auf dem Rasenplatz in Bentorf ist Michael Pelster ab 15.00 Uhr der Spielleiter.

 

TuS Lipperreihe vs. TuS Sonneborn

(hk). Ein Dauerbrenner in der Kreisliga A ist der TuS Sonneborn. Dessen ist sich auch Lipperreihe-Co-Trainer Timo Kapale bewusst, erklärt er über den Gegner aus der Nähe von Bad Pyrmont doch: „Früher waren sie jahrelang im Bezirk unterwegs, mittlerweile eine gefühlte Ewigkeit in der A-Liga. Sie haben wenig Fluktuation im Kader und das Trainerteam ist auch schon länger an Bord“, kommt es für den Tabellenführer zu einem Aufeinandertreffen mit einer eingespielten Truppe, die mit allen Wassern gewaschen ist – dennoch nicht völlig frei von Abstiegssorgen. Der Primus aus Lipperreihe hat unterdessen die Pollhans-Festivitäten ebenso erfolgreich überstanden wie das müde und schmeichelhafte 1:1 beim TuS Leopoldshöhe. Über die Defizite ist klar gesprochen worden, soll im Heimspiel gegen die Sonneborner nun wieder mehr Spielfreude an den Tag gelegt werden, mit mehr Dynamik in den Umschaltmomenten geglänzt werden. Maurice Schulz hat als wenig beliebte Trophäe ein dickes Knie aus dem Leo-Match mitgenommen, muss wohl passen. Bostan fehlt aus familiären Gründen, nimmt er am Sonntag doch einen Termin wahr. Sein Comeback nach Urlaub gibt Simon Schulz, was alles in allem in einem bis zu 18 Mann starken Kader mündet.

 

Viel härter kann es nicht kommen. Der TuS Sonneborn kann sich ausmalen, wie ihnen geschieht, denn es steht das derzeit härteste Gastspiel in der Lemgoer A-Klasse auf dem Programm. Auf dem Kunstrasenplatz im tiefen Westen, dies beim stark aufgelegten Tabellenführer, der nach dem schwachen 1:1 in Leopoldshöhe zudem hochmotiviert sein wird. Auch nicht vergessen sollte man die Distanz von erstaunlichen 100 Kilometern, die per Hin- und Rückweg quer durch das wunderschöne Lipperland zurückgelegt werden müssen. Sonneborn-Galionsfigur Marcel Krügel behandelt diese Aufgabe mit Respekt, charakterisiert die Lipperreiher als eine junge, offensive, hungrige Mannschaft, die auf jeden Fall viel Potenzial hat“, dies in der bisherigen Spielzeit eindrucksvoll entfaltet hat. Chefcoach Frank Fulland weiß, wie man die Rohdiamanten schleifen muss, damit sie auf dem Spielfeld glänzen, besitzt ein exzellentes Händchen für juvenile Nachwuchskräfte. Sonneborn dagegen hat sich nach zuletzt schwächeren Auftritten Richtung südlichen Tabellengefilden orientiert, steht nur zwei Punkte vor einem Abstiegsrang, weshalb Krügel nichts beschönigen möchte: „Machen wir uns nichts vor, die Rollen sind klar verteilt. Trotzdem wollen wir am Sonntag alles reinhauen und bestenfalls mit etwas Zählbarem heimfahren.“ Wenn dies tatsächlich passiert, wäre dies gleichbedeutend mit einem Überraschungscoup. Zuletzt unterlagen die Sonneborner jeweils mit 1:3. Zunächst beim TSV Oerlinghausen II, dann gegen den SV Werl-Aspe. Klar ist: Sie brauchen dringend Punkte. Noah Steffen hat seinen Urlaub gut überstanden, steht dem Coach Thomas Elsner wieder zur Verfügung. Auf der Ausfallliste sind zu finden: Robin Niemeier (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Raphael Reineke (Sprunggelenk gebrochen) und Jannis Drawe (Verletzung im Hüftbereich).

 

Wilhelm Hackl pfeift ab 15.00 Uhr an. Schauplatz ist der Kunstrasenplatz in Lipperreihe.

 

SC Bad Salzuflen vs. TuS Brake

(ab). Aufgrund der tabellarischen Ausgangslage könnte man von einem klaren Erfolg für den SC Bad Salzuflen ausgehen, doch Trainer Frank Biermann sieht das etwas anders: „Das wird kein leichtes Spiel. Die haben am Sonntag den ersten Dreier geholt, haben länger nicht verloren. Und wenn wir die nicht ernst nehmen, dann geht das schnell nach hinten los. Die haben jetzt Blut geleckt.“ In der ersten Runde des diesjährigen Kreispokal hat der SCB den TuS schon einmal geschlagen, 3:0 hieß es nach 90 recht einseitigen Minuten. Doch durch den Spielausfall in Sonneborn am vergangenen Sonntag, ist Bad Salzuflen „aus dem Tritt“ gekommen. Zudem geht Biermann davon aus, dass das Führungsduo seine Hausaufgaben macht. „Wir stehen schon unter Druck, müssen gewinnen, sonst können wir schon das Fernglas rausholen“, so der Coach.

 

Und doch geht der TuS Brake trotz des jüngsten Erfolgs als Außenseiter in diese Partie. „In dem Spiel können wir ja eigentlich nur gewinnen“, meint auch Geschäftsführer Michael Berge, der es bedauerlich findet, „dass Ayhan Karadan und Akin Dogru gesperrt sind. Die beiden werden uns schon fehlen.“ Dafür „müssen halt andere in die Bresche springen.“ Der TuS Brake ist „momentan gut drauf“, so Berge. „Unheimlich wichtig war natürlich der erste Sieg, das gibt Selbstvertrauen.“ So will man sich auch gegen Bad Salzuflen „nicht verstecken“, wohlwissend dass der SCB „natürlich der Favorit in dem Spiel“ ist. „Aber vielleicht gelingt uns ja der Lucky Punch.“ Und nach der gestrigen Trainingseinheit, wo sowohl erste als auch zweite Mannschaft eine gute Beteiligung vorweisen können, findet es Berge „klasse, wie die Jungs zur Stange halten.“ Außer den beiden Gesperrten wird wohl auch Albert Schulz aufgrund einer Verletzung am Zeh sehr wahrscheinlich fehlen.

 

Jonas Engelke pfeift das Spiel um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten an.

 

FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen vs. TBV Lemgo II

(ab). Mit einer gesunden Portion Respekt geht der Aufsteiger das Duell gegen den TBV Lemgo II an. „Sie stehen mittlerweile recht ordentlich und souverän im oberen Mittelfeld der Tabelle und spielen einen guten Ball“, so Co-Trainer Rouven Post. Der FC SSW setzt auf den Heimvorteil: „Vielleicht kommt es uns entgegen, dass der TBV eine Kunstrasen-Mannschaft ist und mit unserem Platz vielleicht nicht so gut klar kommt wie wir. Mit unserer Qualität und dem Heimvorteil können wir drei Punkte holen.“ Und die muss der FC SSW auch holen, denn „nach dem verlorenen Spiel gegen Brake müssen unbedingt wieder drei Punkte her, um da unten ein Stück weit rauszukommen und nach oben zu klettern.“ Für dieses Vorhaben müssen die Gastgeber „auf ein, zwei Spieler, die man immer irgendwie ersetzen muss“, verzichten, ansonsten sind alle Mann an Bord. Zudem hat man unter der Woche gut trainiert: „Alle sind heiß und wollen die drei Punkte holen.“

 

Es ist schon eine Weile her, dass der FC SSW und der TBV Lemgo II aufeinandertrafen. Im April 2017 fand die letzte Begegnung statt, „so dass uns am Sonntag ein eher unbekannter Gegner erwartet“, meint Coach Benjamin Rawe, der allerdings „von einer sehr kampfstarken Mannschaft“ ausgeht, „die genau weiß, wie sie einen tiefen Rasenplatz zu ihrem Vorteil nutzen will.“ Deshalb empfiehlt Rawe seinen Kickern, „dies schnell zu erkennen und zu unterbinden.“ Im Training hat der Coach schon reagiert und sein Team „auf eine andere Spielweise mit mehr Zweikämpfen und hohen Bällen“ eingestellt. Anders, „als wir es von unseren Heimspielen gewohnt sind.“ In Sachen Bedeutung des Spiels lässt Rawe keinerlei Interpretationsmöglichkeiten zu, es gab die ganze Woche „ganz klare Ansagen. Wir alle kennen die Tabelle und wollen uns weiter Luft nach unten verschaffen. Deswegen sind drei Punkte ganz klar das Ziel.“ Für dieses Vorhaben fehlen Vitali Rachlinski (Urlaub) und eventuell Geronimo König (krank). Dafür kehren Mathias Wellmann und Marvin Fuchs in den Kader zurück.

 

Ertugrul Alp pfeift das Spiel um 15.00 Uhr am Sporker Holz an.

 

SV Werl-Aspe vs. TBV Lemgo

(hk). Überhaupt nicht in Diskussionslaune präsentiert sich SV Werl-Aspe-Coach Marcio Goncalves, der die Verhältnisse vor dem Spiel bei Lippe-Kick kurz einordnet: „TBV Lemgo ist der klare Favorit. So kommen die Lemgoer ja aus der Bezirksliga und haben einige gute Spieler in der Mannschaft“, ist dies sachlich völlig korrekt festgestellt. Die Wunschvorstellung, die er an sein Team richtet, ist eindeutig: „Wir müssen Lemgo das Leben schwer machen und unsere Chancen, die wir in dem Spiel haben werden, nutzen“, ist Coolness im Torabschluss für einen Außenseiter traditionell enorm wichtig. Trotz des 3:1-Sieges zeigt sich Goncalves mit der Leistung, die sein Team zuletzt gegen Sonneborn abgerufen hat, nicht einverstanden. Hier erwartet er eine Steigerung von seinem Team. Gesundheitliche Gründe sind dafür ursächlich, dass es bei den Aspern einige Ausfälle während der Übungswoche gab. Es herrscht Unklarheit hinter dem Mitwirken von einigen Akteuren. „Aber ich bin mir sicher, dass, wenn wir alles reinwerfen, der TBV es schwer haben wird, auf unserem Rasenplatz sein Spiel aufzuziehen.“ In Bälde gesellt sich personeller und qualitativer Zuwachs hinzu. Goncalves schildert: „Ich freue mich auf Julian Simon, der aktuell im Training stark aufspielt und unser Spiel bereichern wird. Sonntag wird er jedoch noch nicht dabei sein.“

 

Die Wertschätzung, die TBV Lemgo-Coach Matthias Wölk dem SV Werl-Aspe entgegenbringt, ist gewaltig: „Eine richtig gute Truppe, die den Erwartungen hinterherläuft. Sie sind spielstark, technisch richtig gut“, nennt er konkret Ausnahmekönner wie die Gebrüder Seipt, Ole Maxim und Marius, Andre Marcel Plail und Ex-TBV-Kicker Niklas Haupt. Auf diese Jungs muss explizit aufgepasst werden, doch Wölk zeigt sich in Gänze beeindruckt von der fußballerischen Qualität der Goncalves-Jünger. „Sie können an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Das ist keine einfache Aufgabe.“ Selbst müssen die Hansestädter diese Partie mit jeder Faser ihres Körpers annehmen, zugleich eine wohltuende Aggressivität an den Tag legen, ebenfalls die nötige Contenance und Ruhe bewahren. Mit ansprechenden Spielzügen möchten die Blau-Weißen pedantisch ihre Möglichkeiten herausspielen. Die Urlauber Arno Warkentin, Dennis Axt und Louis Hagemann sind dabei aber nicht involviert. Marco Schröder und Thomas Pries sind privat verhindert. Manuel Warkentin hat sich in seinem Knöchel das Band gerissen. Capitano Simon Schneidermann plagt sich mit Schulterproblemen herum.

 

Malte Arend ist auf dem Rasenplatz am Heerser-Bruch ab 15.00 Uhr der Mann, der zuständig für Recht und Ordnung ist.

 

TSV Oerlinghausen II vs. VfL Lüerdissen

(ab). TSV-Coach Jan Rüter glaubt nicht an einen Vorteil für seine Elf, nur, weil der VfL am gestrigen Donnerstag im Pokal-Krimi gegen die erste Mannschaft des TSV ranmusste. „Klar werden sie vielleicht ein paar Körner gelassen haben, aber die meisten sollten sie bis Sonntag wieder haben.“ So oder so zählt für die Bergstädter nur eines: „Wir spielen zu Hause und wollen das auch auf den Platz bringen. Wir wollen uns im Mittelfeld der Tabelle festsetzen.“ Den Gästen bescheinigt Rüter eine „wahnsinnig kampfstarke Mannschaft. Aber man vergisst auch häufig, dass sie auch echt gute Fußballer in ihren Reihen haben.“ So rechnet der Coach mit einem „ausgeglichenen Duell, bei dem am Ende, wie so häufig in der Liga, Kleinigkeiten entscheidend sein werden.“ In Sachen Personal will oder kann der Coach nichts ins Detail gehen, außer, dass er „definitiv wieder auf mehreren Positionen wechseln“ muss aufgrund von Verletzungen etc.

 

Manfred Miske leitet die Begegnung, um 15.00 Uhr geht es los.

TuS Bexterhagen vs. TuS Ahmsen

(hk). Die Entwicklung zuletzt spricht für sich. Dem TBV Lemgo bot der TuS Bexterhagen mächtig Paroli, einen leidenschaftlichen Kampf, war auf Augenhöhe mit dem langjährigen Bezirksligisten. Beim VfL Lüerdissen stibitzten die Reds auf clevere Art und Weise einen 2:0-Auswärtserfolg. Aus diesem Grund muss Bexterhagen-Boss Thorsten Dodt keine Verleumdungsklage befürchten, wenn er meint: „Die letzten beiden Spiele waren sehr ordentlich von uns. Daran wollen wir anknüpfen“, um den Abstand auf die ungemütlichen Kellerplätze weiter zu vergrößern. Wichtig, um gegen den spielstarken Nachbarn zu bestehen: „Am Dienstag haben wir ein lockeres Training mit einer Technik-Einheit gehabt.“ Definitiv muss der Verein aus dem knapp 700 Einwohner-Ort weiterhin auf die Langzeitverletzten verzichten. „Da ist es noch nicht in Sicht, dass sie zurückkommen.“ Zunächst gab es aus dem Bexterhäger Lager die Befürchtung, dass Marcel Diekmann einen Kreuzbandriss erlitten hat. Nach einem MRT bestätigte sich dies glücklicherweise nicht. Dennoch liest sich die Personalsituation miserabel, fehlt schließlich mit Warbende, Droste, Hersekorn und Gromann ein Quartett seit geraumer Zeit. Seit Sonntag stoßen zum Lazarett auch noch Richter, Semmelroth und Niekamp dazu. Arne Middeldorf steht Coach Sven Gleisner wieder zur Verfügung. Dodt findet: „Alles in allem nicht so prickelnd, aber wie heißt es so schön: „Haste Scheiße am Schuh, haste …“, wird hier der fußballspielende Philosoph Andreas Brehme kurzerhand zitiert.

 

Ahmsen-Coach Michael Tönsmann räumt völlig unverdrossen ein: „Das, was uns in Bexterhagen erwartet, können wir unmöglich im Training nachstellen. Es wird ähnlich wie auf dem Rasenplatz in Lüerdissen, hoffentlich aber mit einem besseren Ende“, sehnt sich Tönsmann nach dem Derby-Sieg für sein Team, den derzeitigen Tabellenvierten. Wer Zauberfußball erwartet, garniert mit technischen Kabinettstückchen, wird wohl enttäuscht. Tönsmann prophezeit: „Vieles wird über den Kampf gehen und ein bisschen Glück brauchen wir auch bei den Bodenverhältnissen.“ Tief und matschig wird es sein, das Gegenteil vom häufig ersehnten Wembley-Rasen. Die talentfreien Tugenden wie Laufen und Kämpfen werden sich daher allergrößter Beliebtheit erfreuen. Die Personallage liest sich sehr ähnlich im Vergleich zum bezaubernden 4:0-Heimtriumph über den TuS Asemissen. Michael Tönsmann warnt via Lippe-Kick: „In Bexterhagen zu gewinnen, ist gerade für eine Kunstrasenmannschaft sehr schwierig.“ In der Vorsaison erlitten die Ahmser dort eine 1:2-Niederlage. Was er auch nicht unerwähnt lassen möchte: „Bexterhagen hat eine starke Phase, haben ihr letztes Spiel in Lüerdissen mit 2:0 gewonnen, wir dort 2:0 verloren.“

 

Stefan Wattenberg pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr am Alten Postweg in Bexterhagen an.

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